Eben kommt – ganz erschüttert! – mein mittlerer Sohn, der Bernhard, kurz vorbei und berichtet, er habe an der „BROTTHEKE“ gefragt:
„Habts heut koane Bosniaken???…lei Wachauerlen??????““
worauf er „vom Madl vom Bedienungspersonal“ die entgeisterte Antwort bekommen habe:
„Aber des isch decht des Gleiche!!!“
Kann man den Untergang der abendländischen (Brot-) Kultur besser beschreiben???
(Ja, WIR sind immer noch Roilo-verwöhnt!)
Ich habe nun extra für Sie, Frau Stepanek, ein Foto herausgesucht. An meine älteste Tante können Sie sich ja noch sicher erinnern, rechts steht ein Korb mit Bosniaken. Diesen Korb , ein 1kg-Gewicht der alten Waage und eines der beiden Wetterfähnchen vom Dach mit der ausgeschnittenen Jahreszahl 1828 ist das Einzige, das ich nach Imst retten konnte.
https://postimg.cc/9RtQhJRS
An der alten Registrierkasse, die schon lange nicht mehr funktionierte und nur mehr als Geldbehälter diente, sieht man leider nur einen Teil der Preistafel, die jeder Bäcker ausgehängt haben musste. Herr Hirsch wird sich sicher die Mühe nehmen und schauen, was das Brot 1979 kostete
Und wie ich mich an die letzten Tage im Roilo-Laden erinnern kann – und an die Geschäftsschürze von der Frl Marie – und an das Mariahilfbild an der Wand (welches dann im Greisenasyl in ihrem Zimmer hing).
Unvergeßlich.
Ein zweites Foto möchte ich noch nachschicken, mit einer zweiten Tante, die Sie, Frau Stepanek sicher auch noch erkennen, und mit Roilo-Semmelen. Mir rinnt heute noch das Wasser im Mund zusammen, wenn ich an sie denke! Es gab nur handgewirkte Semmelen und sie wurden in unserem alten gemauerten und mit Holz beheizten Ofen gebacken! Nie wieder habe ich nur annähernd so etwas bekommen.
https://postimg.cc/vDNpm5rP
Danke, Frau Stepanek!
Aber ja, ICH auch! Wachauer hat es zu meiner Zeit noch keine gegeben, die Bosniaken führte zu Monarchiezeiten mein Großvater ein. Wir daheim bekamen ja Kleingebäck nur als verunglückte, nicht verkaufbare Ware. Gerade beim Einschießen von Semmelen konnte es passieren, dass eins von der Schüssel fiel oder das zwei zusammenklebten. Diese wurden von meiner Tante aussortiert und landeten in einem Korb unterm Tisch. Wurde der Korb zu schnell voll, dann stürmte sie in die Backküche und es gab Krach mit ihren Brüdern. Aus diesem Korb stopfte ich immer meine Schultasche voll, bei den Klassenkameraden fand ich dankbare Abnehmer. Im Sommer 1953 machte ich beim Wasserwerk am Schillerhof meine Ferialpraxis und der mit mir arbeitende Fiala Robby, die spätere rechte Hand vom LH Wallnöfer, verpasste mir sogar den Namen „Semmele“, den er auch später, wenn wir uns trafen, beibehielt.
So ein Einileger, Herr Hofinger! Dass es nicht in Pradl sein kann, war mir von allem Anfang an klar. Blocksaggen? Warum nicht? Habe alles abgesucht, nichts. Aber im Westen – das ist Angelegenheit von Herrn Hirsch und Co! Ist Herr Hirsch auf Urlaub?
Aber allein wegen der Hauseinfahrt von Haus Nr. 4 hätte ich früher schalten müssen!
Nö, nicht auf Urlaub, aber siehe, es geht tadellos auch ohne mich.
Ich bin grad vor einer Woche dort vorbeispaziert und hab die wuchtigen Einfassungen der Eingänge bestaunt., grb gekrönelter Stein, optische striktes Betreten unerwünscht. Die sichtbare Einfahrt ist übrigens die Nummer 6.
Meine frühen Erinnerungen beschränken sich auf die Haltestelle des Flughafenbusses, den Wohnsitz eine Freundes eines Schulfreundes, und ein keckes Birkenbäumchen, vom Aussehen her eher ein Zweiglein, welches die in den Steinklüften der Fassade des Hauses Nr. 4 für einige Jahre Boden und Verankerung gefunden hat. Immerhin war dies damals die Adresse der Bundesforste. Der TT wars ein Foto wert.
Obwohl es nach der geballten Doktorenwelt von Klinik und Universität stadtauswärts bis zum Haus Innrain 123 wieder zivil weiterging, war dieser Teil der Blasius-Hueberstraße eine kleine bürgerliche Enklave. Frau Stepanek empfand es sogar als „äußersten Stadtrand“.
Der „Garten“ gegenüber war mit der aufgehängten Wäsche eher eine Kleinstwohnung, wie auch das Häuschen in https://innsbruck-erinnert.at/mehr-fragen-als-antworten/.
Gehen schon, aber normalerweise hätte ich den Aufschrei bis Imst gehört: „Nix Pradl, nix Blocksaggen – Innsbruck! (für einen Pradler damals wirklich der äußerste Stadtrand).
Mit der Hausnummer habe ich mich verzählt, aber immer det Jenaue!
Gell, schon, Herr Roilo! Nach Westen war doch, bis auf ein, zwei „Stockzähne“ von Häusern in unserer Kindheit nix. Überhaupt nix! Ein nach Südwesten führendes Straßl, das man entweder zur Karwendelbrücke hinaus – oder wieder von ihr herein hatschte mit der Mama, wenn man in der Höttinger Au, in der heutigen Dr Stumpf Str in der Gärtnerei beim Hupfau(f) Fredl ein bißl einen Salat – oder sonstiges Gemüse – zugesteckt bekam und Erdbeeren naschen durfte.
Warum der Fredl nicht eingerückt war? Mei, er hatte ja auch nicht Maler werden können. Er hatte epileptische Anfälle.
Jedenfalls standen meiner Erinnerung nach am Innrain hinaus – wie sind wir von der Maximilianstraße eigentlich hinausgegangen? – je westlicher desto weniger -einzelne „Stockzähne“ von Häusern – und halt eben selbstgebaute Baracken.
Wie gesagt – in der Erinnerung einer noch nicht 5jährigen.
Aber die Blasius Hueber Straße in d i e s e m Zusammenhang…? Die kannte ich schon – als Heimweg vom Pritscheln im Schwimmbad Höttinger Au.
Und passend zum Beitrag kommt heute, am 1. Mai, ein Bild der schauerlichen Karwendelbrücke, über die damals auf dem Weg zur Gärtnerei über meinen Kopf ein Zug darübergerast ist… – einmal ganz abgesehen von den klappernden hölzernen Bodenbrettern (schräg verlegt?) mit den breiten „Klussen“ dazwischen…
(Für kleinere und größere Buben wäre das sicher ein „tolles Erlebnis“ gewesen…)
Sie haben zweimal Recht, Herr Hirsch – ein doppeltes Mißverständnis, beziehungsweise ein Fehler meinerseits.
Die Straßennaamen waren mir noch nicht so wünschenswert geläufig. Aber: Schöpfstraße könnte passen, dann (obwohl ich die Nordmauer des Westfriedhofs nicht bewußt wahrgenommen habe) kam ein abwärtsführendes Steiglein zu einem Weg – den ich am Foto mit dem Mandelsbergerblock im Hintergrund zu erkennen glaube.
Der Mandelsbergerblock – den habe ich dann „1950+..“ wiedererkannt… und, sagen Sie, die Schule? ein bombengeschädigter Rohbau…? Egal.
Und zur Karwendelbrücke sind wir ja damals die Völserstraße hinaus. Denn erst – wann war das? Mitte der 50er Jahre? – wurde der Beschluß gefaßt, diese zunehmend von der Neuverbauung betroffene Gegend auch weiter hinaus als „Innrain“ zu bezeichnen. Also m e i n Irrtum, den Weg zur Karwendelbahnbrücke nach dem Mandelsbergerblock als „Innrain“ zu bezeichnen.
Ob wir von der Gärtnerei auf der „entern“ Innseite zurück sind – möglich… Die drübere Seite habe ich als „sehr heiß“, „prallsonnig“ in (kindlicher) Erinnerung – das kann aber auch anläßlich eines Spaziergangs gewesen sein.
Denken Sie da nicht schon an die andere Innseite, weit draußen bei der Karwendelbrücke?
Am Innrain, früher Völserstraße, gab es die vor kurzem enträtselten Rechengasse/Innrain Häuser, dann linker Hand stadtauswärts 6 Altbauten und die auch schon länger bestehenden Ecken an der Thommenstraße. Erst dann wird schütterer. Nr. 93, 105, 113, 115, 121,123. Dahinter aber der Mandelsbergr Block und die Karwendelstraßen Häuser.
Von der Maximilianstraße kommt man am besten über die Schöpfstraße in den äußeren Innrain.
Da erfährt man wirklich viel Neues. Die Menschen wurden ja regelrecht ins Unglück gestürzt. Beim Nachverfolgen der Routen auf Maps wurde mir schon ganz schwindelig.
Ich habe irgendwo gelesen, dass zwielichtige Gestalten überall gutgläubige oder a bissl weltfremde Auswanderer bereits in den europäischen Häfen um ihr Erspartes brachten und sie skrupellos über den Tisch zogen.
Da hat sich bis auf die Richtung der Reise wohl wenig geändert.
Herzlichen Dank für diese Bemühungen, obwohl ich meinen Kommentar eher als eine freundliche Einladung, denn einen Wink mit dem Zaunpfahl verstanden wissen will. 🙂 Wenn ich Ihre Recherchen zusammenfasse heißt das: WENN der Mann rechts der Bruder einer der Ehepartner wäre, käme mütterlichseits Sylvester Puff (* 30.07.1874) oder väterlicherseits Halbbruder Josef Kirchbaumer (* 28.12.1892) in Frage – oder väterlichseits ein Halbbruder auf der Seite des uns unbekannten Vaters. 😉 Ausgehend von 1916 wäre Sylvester 42 gewesen, Josef 24. Hilft das weiter? Ich hätte den Herrn eigentlich eher um die 30/35 geschätzt, also genau in der Mitte. Wobei vielleicht der soziale Hintergrund (Kleidung) aussagekräftiger ist, als das Alter. Die Frage ist, ob Halbgeschwister über die Bundesländer hinweg so einen Kontakt pflegten? Wenn ich mir das Beispiel von Marie Cornet vergegenwärtige, schienen die Familien strikt getrennt und allenfalls loser, meist zufälliger Kontakt bestanden zu haben.
Die Winnie Markus gab meinem Vater Anfang der Siebziger Geld daß er auf dem verwahrlosten Grab von Eduard Köck am Wiltener Friedhof ein paar Kerzen anzündet, was er auch getan hat, ein paar Jahre später wurde das Grab von diesem überdurchschnittlich guten Schauspieler „gestört“. Es hätte die Stadtregierung übernehmen können, vielleicht hat sie davon auch nicht gewusst.
Dacht ich mirs doch, daß das Bild zum Beitrag aus der Sammlung Sommer stammt. Mir erbarmt das arme Knäblein, das sich den Unterarm vor die Nase hält. Hat es sich o verkühlt – oder „stinkt“ ihm diese ganze Paneuropageschichte?
An der absturzgefährdeten Dame sieht doch jeder, welche Gefahren da lauern – und daß jede gewaltsame Einigung zum Scheitern verurteilt ist.
Stammt diese Postkarte etwa auch aus dem Geschäft des verehrten Herrn Leo Stainer?
Ein wenig Öl wurde beim Aufladen auch verloren. Beim Anheben war der Asphalt noch unbefleckt – das Bild mit geladenem PKW hingegen zeigt einen deutlich verschmutzten Asphalt. Inzwischen wird die Umwelt sich davon aber bereits erholt haben nehme ich an.
Am Titelbild der große Gasthof oberhalb der Bettwäsche müsste der ehemalige Grieser-Hof gewesen sein, vielleicht gehörte die Wäsche zur Bettwäsche des Gast-/Beherbergungsbetriebes.
Am 3. u. 4. Bild ist vor der Kirche das langgezogene Satteldach des Gasthofes Weisses Rößl zu sehen, seit. kurzem leider auch ehemalig, sowie das alte Grieser Feuerwehrhaus mit dem hölzernen Schlauchturm. Am 4. Bild schöner Blick ins Obernbergtal zu den Tribulaunen hinein, von der Autobahn noch nichts zu sehen, links im Vordergrund die Bauern noch bei der händischen Heuarbeit.-
Beim 5. Bild könnte es sich um eine Prozession am Hohen Frauentag (15.8.) von Gries Richtung Obernberg handeln,- die Frauen gehen voran. (Oberhalb von Gries, nähe der Autobahn neben der Nößlacher Strasse steht Gott sei dank heute noch das Jakobskirchlein aus dem 14. Jahrhundert, es soll der älteste existierende Kirchenbau im Nordtiroler Wipptal sein, vielleicht ging die Prozession dort hinauf ?)
Danke für diese historischen Bilder!
Vermutlich war es gar kein Parkstreifen sondern nur ein Grünstreifen auf welchem das Parken „geduldet“ war,- Grünstreifen zu schmal für einen Parkstreifen ?
Hetzig, dass ausgerechnet die im Foto-Titel apostrophierte Praxmarerkarspitze nicht vorkommt. Sollte womöglich links von der Kaskarspitze ein Bildteil verlorengegangen sein? Die Kaskarspitze ist übrigens seither rund 70 m gewachsen, man sieht, die Erosion hält nicht Schritt mit dem Wachstum durch die Plattentektonik. Dafür kommt die Erosion auf der Sonntagskarspitze zu ihrem Recht, die ist geschrumpft. Usw. usf.
Im übrigen bin ich froh, dass in Gries überhaupt noch ein Zug hält. Ist doch praktisch für die Sattelbergrunde. Ein Foto vom Bahnhof gibts sicher auf ebay oder sonstigen einschlägigen Quellen.
Richtig, Herr Hirsch – die Leinenbettwäsche. Möglicherweise vorher nicht mit „Waschmeahl“ (lies: „Waschpulver“9 gewaschen und ausgekocht, sondern mit HOLZASCHENLAUGE (ergibt, wenns mich nicht täuscht, eine KALIlauge im Gegensatz zur NATRONlauge des Waschpulvers. Oder war es umgekehrt? Egal!
Und diese Wäsche wurde auf der Wiese aufgelegt und so getrocknet – und durch die „RASENBLEICHE“ wurde sie wieder blü-ten-weiß und duftete herrlich…
Die „Sellrainer Wäscherinnen“, von denen ja auch bereits ein- zweimal die Rede war, haben es ebenso gemacht.
Hat nicht Adalbert von Chamisso einer alten Waschfrau ein literarisches Denkmal gesetzt? – der Ball geht zurück an Sie.
Nicht eher General Dwight D Eisenhower? 14.10.1890 – 28.3.1969
34. Präsident der Vereinigten Staaten von 1953 – 1961,
Republikaner,
verheiratet mit der „Mamie“ (ja mei, wenn sie so heißt – aber geschmunzelt über den Namen haben wir schon)
Eine persönliche Erinnerung – der Kommentar vom Onkel Konstantin:
„Des isch guat Weil wenn a General Präsident isch, dann gibts koan Kriag… – …er kanntn ja verlieren und waar nacha der doppelt Blamierte!“
Zum Glück hat mein Onkel – was Europa anbelangt – Recht behalten.
Aber bei den jeweils 3 Wochenschauen im Kolping Kino am Sonntag hat es uns doch jedesmal erheitert, wenn von der „Mamie“ die Rede war, gell!
Ja, das Haus Neuhauserstraße 2 wurde so um 1953 oder 54 wieder geflickt, wo es beschädigt worden war. Im Parterre rechts befand sich die Röntgenpraxis Dr Ruckensteiner.
(Ich darf daran erinnern, daß in diesem Haus auch einmal vor langer Zeit der Schriftsteller Rudolf Greinz gewohnt hat.)
Das Haus nördlich davon, Fischergasse 9, ebenfalls nach Kriegsschaden wiederhergestellt, wat Wohnsitz des – was war er gleich? Landeskonservator? – jedenfalls jenes Mannes, dem wir die Aufstellung des Leopoldsbrunnens verdanken. Er war es, welcher die auf dem Vorplatz des Stadt- bezw. Landestheaters herummlümmelden Bronzefiguren ihre Plätze auf dem neugeschaffenen Brunnenschaft und am Rand der Schale dieses Leopoldsbrunnens zuwies…
Die Templstraße war hier, in ihrem oberen Teil, nicht mehr als ein eher schmaler Durchgang und die Vorgaärten mehr als doppelt so groß. Aaaaber die Autos – gell!!! So hat man gehandelt – ich habs daheim entsetzt meiner Mama berichtet – und sie hat gemeint: Ja, ja – zuerst jammert man – und dann wirds doch wieder nett hergerichtet – und bald hat man vergessen, wie es davor war…“
Da muß ich widersprechen. Zumindest ich weiß es noch.
Mit ihren eng zusammenstehenden kreisrunden Augen und der langen „Nase“ des Schiffsbugs schaut „unsere“ INNSBRUCK aber schon ein bißchen verdattert drein – finden Sie nicht?
Liebe Frau Stepanek,
so furchbar lang ist die Nase gar nicht, da täuscht die Perspektive – schließlich befindet sich der Betrachter einige Meter unter Wasser. In Wirklichkeit dürfte der Vorsteven, dem Geist und der Technik der Zeit entsprechend, fast senkrecht gewesen sein. Die gestalterischen Möglichkeiten mit vernieteten Stahlplatten waren damals noch recht eingeschränkt. Bis man sowas in diesem Maßstab zuverlässig schweißen konnte, hat’s noch 20-30 Jahre gedauert.
Die Äuglein sind natürlich keine, sondern nennen sich ganz hochoffiziell Ankerklüsen. Dass sie so furchtbar glubsch aussehen, liegt daran, dass sie, um von den Ankerketten nicht schauerlich ausgefranst zu werden, massiv verstärkt waren.
Der an Steuerbord über die Bordwand hängende Stock- oder (ganz fürnehm) Admiralitätsanker dient nur dazu, das Schinaggl beim Stapellauf aufzustoppen, damit es sich nicht ins andere Ende des Hafenbeckens bohrt. Das hätte das Publikum auf den billigen Plätzen natürlich schrecklich gefreut, in der Hoffnung auf solche Sensationen waren Stapelläufe beliebte Ereignisse: Wenn man ein paar zigtausend Tonnen ins Rutschen brachte, ging gern einmal etwas schauerlich schief.
Ich kann mich noch an Motorboote auf dem Inn, sie flitzten unter der Karwendelbrücke durch oder haben davor gewendet, erinnern. Und auch an gelegentliche Wasserschifahrten. Wahrscheinlich habe ich dabei unbekannterweise dem Fritz Höfler zugeschaut. Ich erinnere mich auch an einen Sonnwendfeuersamstag, als ein in der Zeitung angekündigtes Floß mit einem darauf befindlichen Feuer unter der Uni- oder Innbrücke durch geschleppt wurde, auch da kann der Fritz mitgewirkt haben. Das zahlreiche Publikum klaschte und man hörte Bravorufe.
Ich bin mir übrigens blamabler Weise nicht ganz sicher, wo das Titelbild entstanden ist, viel mehr als „gegenüber dem Herzog Sigmundufer zwischen Bad- und Herrengasse fällt mir nicht ein.
Eigentlich erscheint es unlogisch: Obwohl es in seiner langen Geschichte nur knapp zehn Jahre – und das bereits vor 160 Jahren – als Turnusvereinshaus genutzt wurde, wird es bis heute noch so genannt.
Nein, ich weiß es nicht. Alpbach, Wildschönau, irgend ein jämmerliches Sankt Hinterwald.
Zur rätselhaften Einstufung des randständigen Hauses ganz links als Tourismus geweihtem Objekt fällt mur nur auf, dass es zusammen mit dem zweiten Gästezimmerhaus als einziges nicht mehr schindelgedeckt ist. Vielleicht auch noch das zaghafte Dekor an den Balkonstützen.
Dass der Tourismus schon zu toben begonnen hat, sieht man am dirndlgeschmückten Tafele mit einem vermutlich auf reim-Di-oder-i-friss-Di Basis verfassten launigen „Unser Dorf für Fremde“ Geschreibsel. Oder Annamirl lädt zum Heimatabend. Was weiß ich. Dass es überhaupt Tafelen gibt, vorne sieht man auch noch eines, zeigt, dass es da jede Menge Ahnungslose gibt, denen man sagen muss, wo sie sind und was sie tun sollen. Touristwillitsch in Frühform.
Der Mann mit der Buckelkraxe im Hintergrund wird sich auch schon überlegt haben, ob ein Zimmer Frei Tafele nicht weniger mühsam wäre.
Der Herr Fritz Höfler (1898-1982) war bereits im 1. WK Mitglied der K&K Kriegsmarine, im Feber 1918 diente er am „Spitalsschiff „Afrika“ als Steuermatrose,-
siehe Bericht in den IBN vom 11 .Feber 1928, Seite 6. Am Inn trat er meist zur Sommer- u. Wintersonnenwende in Aktion.
Auf Grund von mehreren Zeitungsberichten hat er einige Menschen selbstlos vor dem Ertrinkungstod gerettet.
Gewohnt hat er in der Schlerngasse. Im Höttinger Volksmund war er unter dem Namen „Wasser-Fritz“ bekannt,-
Super, daß es von Ihm noch ein so schönes Foto gibt.
Wilhelm Joseph Trager (* 05.10.1838 in St. Nikolaus, + 27.07.1922 in St. Nikolaus) war offensichtlich ein recht erfolgreicher Geschäftsmann, privat musste er aber einige Schicksalsschläge hinnehmen.
Mit seiner ersten Frau Maria Barbara geb. Mair hatte er 3 Kinder. 10 Monate nach der Geburt der dritten Tochter verstarb seine Frau mit nur 30 Jahren an Typhus. Auch den Tod dieser dritten Tochter im Jahr 1911 musste er erleben.
In zweiter Ehe war er mit Agnes geb. Reiter verheiratet. Der erste Sohn aus dieser Ehe starb 9 Tage nach der Geburt. Die beiden folgenden Kinder, Zwillinge, starben einen Tag nach der Geburt. Von den insgesamt 5 Kindern dieser zweiten Ehe überlebten 2: Sohn Wilhelm jun., der zunächst auch das Geschäft übernahm und Tochter Carolina Agnes. 16 Jahre nach der Hochzeit starb die zweite Ehefrau im Jahre 1889. Sie wurde 53 Jahre alt. Den Freitod ihres Sohnes Wilhelm im Jahr 1927 mussten die Eheleute nicht erleben.
1892 wurde W. Trager und seiner dritten Ehefrau, der aus Telfs stammenden Maria Delago, eine Tochter geboren, Aloisia Anna Maria. Wilhelm Trager wurde 84 Jahre alt, seine Frau überlebte ihn um 9 Jahre.
Aloisia Trager verh. Honomichl legte im März 1934 die Meisterprüfung als Modistin ab und führte das Geschäft in der Herzog-Friedrich-Straße 3 (immer noch unter dem Namen Wilhelm Trager jun., aber mit dem Zusatz „Inhaberin Luise Honomichl“) weiter, später dann in der Anichstraße 2, wo sie lt. AB 1944 u. a. auch Schützenhüte und Uniformartikel anbot.
Auf dem zweiten Bild ist zwischen den Erkerfenstern des 1. und 2. Stockwerkes noch die Gedenktafel zu sehen, die an den in diesem Hause geborenen Franz Thurner, den Begründer des Innsbrucker Feuerwehr- und Turnwesens, erinnerte. Er wurde am 25. Oktober 1828 im Haus mit der Kataster-Nr. 433 (später Innstr. 33, heute Innstr. 27) als Sohn des Seilermeisters Franz Xaver Thurner und der Notburga geb. Kraner geboren und lt. Taufbuch-Eintrag der Pfarre Mariahilf auf den Namen Franz Xaver Johann getauft. Die Gedenktafel ist verschwunden, sein Denkmal im Waltherpark existiert noch:
Na so a praktischer Balkon ! I lass ma des daheim jetzt auch machen. Dann brauch i mi nimmer bucken und die Wäsch am kloanen Wäscheständer aufhängen. I hab´s ja so mitn Kchrrreitz !!!
Bitte um Entschuldigung – aber das ist nicht „Großwaschtag“, denn da hängt nur „die kleine Wäsche“, also zum Teil Leibwäsche, sowie Hemden, Küchentücher und dgl.!
Am Großwaschtag wurde die am Vorabend eingeweichte „große“, also die Bettwäsche und Tischwäsche, die am Vorabend eingeweicht worden war, mit Seife (notfalls Bürste bei Flecken) auf der Waschrumpel bearbeitet, bevor man sie „auskochte“ im großen (Kupfer-)Kessel und über Nacht auskühlen ließ –
– bevor man sie am nächsten Tag frühmorgens im klaren Wasser , damit sie im Winde lustig flattern konnte, mehrmals schwemmte und aufhängte.
Bei einer größeren Familie gabs aber natürlich zu Wochenbeginn viel „kleine Wäsche“ nach dem Wäschewechsel am Sonntagmorgen zu waschen und aufzuhängen. Sooo gut gefüllt waren die (Leib-)Wäscheschubladen damals noch nicht…
Das Straßenpflaster ist auch antik. In den Jahren rund um den 60er Anfang war dort wahrscheinlich schon asphaltiert.
Für das Ziel Hungerburgbahn steht die Garnitur völlig verkehrt. Beweisfreie Vermutung, dass sie der Fahrer auf ein wenig (oder gar nicht) befahrenes Gleisstück bugsiert hat, wo sie nicht den ganzen Verkehr der 1er und 3er aufgehalten hat.
Conducteur kenne ich zum „Kondúkter“ verballhornt als Bezeichnung für den Schaffner. Pilot war ein etwas holpriges Hurrasprech der IVB um BewerberInnen für das Fahrpersonal zu gewinnen.
Und: das war nicht das dustere Bahnpostamt, sondern die Halle für die Pakete, günstig darüber das Postzollamt in nicht mehr wiederholbarer Konfiguration. Das einzige Mal, als ich dort zu tun hatte (wegen einer Postsendung aus München, die sich dann als zollfrei herausstellte), mußte ich unter der Tür das Ende einer Schneeballschlacht zwischen dem ostseitigen und westseitigen Schalterpersonal abwarten. Mit Postzollämtern alter Prägung hab ich nur gute Erfahrungen gemacht. In Wien war ich auch einmal, da ich sowieso in der Stadt war und mir den Papierkrieg ersparen wollte. Die Kinosessel im Warteraum, und dann die Amtshandlung. Es war eine Ebaysendung ohne Rechnung. „Was is denn des weat?“ ..??.. „Sagns halt irgendwas. Fuffzg Schüü?“
Stimmt, der Triebwagen muss den Bügelschaden in der Museumstraße gehabt haben und der Zug wurde dann zur Reparatur möglicherweise von einem Verschubwagen über die damals linienmäßig nicht befahrene Verbindung in die Brunecker Straße gezogen, oder ist vielleicht noch mit Ach und Krach aus eigener Kraft gefahren, man weiß es nicht. Es kann auch sein, dass zu der Zeit überhaupt nur das Gegengleis linienmäßig befahren wurde, von den Linien 3, 4 und nachts auch der 6.
Dann müsste der Verschubwagen noch im Bild sein, denn er hätte ja den alten Bügel sowie die Monteure wieder zurücktransportieren müssen.
Ich vermute daher, dass es sich hier um Monteure aus Winterthur handelt, die vor Ort die Straßenbahn demontierten und auf moderne Trolleybusse umstellten – zumal allein die Schienen deutlich teurer gewesen wären als die neuen Busse, von den Straßenbahnen ganz zu schweigen. Wer wird denn schon beides anschaffen wollen.
Nein, nicht zwangsweise. Am Hbf waren immer Revisoren vor Ort und nicht jeder Bügelschaden erfordert gleich einen Austausch. Ich interpretiere die Szene so, dass man sich sicher war, dass der Zug wieder mit eigenem Antrieb fahren können würde.
Der Rest Ihres Posts, Herr Pechlaner, erscheint mir… etwas verworren. 😉 Aber ich kann Ihnen versichern: damals wie heute gab es keinerlei Bestrebungen, Schienenverkehr durch Trolleybusse zu ersetzen.
Ich würde das auch auf 1957-1952 datieren. Ab 1957 sahen die Gleisanlagen dort für die nächsten fünf Jahre so aus, ab 1960 standen die ersten Großraumtriebwagen zur Verfügung und der abgebildete Tw 52 wurde 1962 verschrottet (danke once again, Walter Kreutz).
Der Zug war vermutlich ein Einschub der Linie 1, wegen der zwei Beiwagen und weil regulär ab 1952 die moderneren ex-Schweizer Triebwagen aus Zürich und Basel auf den Linien 1 und 3 eingesetzt wurden. Der Triebwagen war zu diesem Zeitpunkt über 50 Jahre alt, er hätte eigentlich schon Anfang der 1940er ausgemustert werden sollen. Deshalb wundert mich der offensichtliche Defekt des Stromabnehmers überhaupt nicht.
Wieder ein sehr schönes Foto, danke!
Zur Frage, ob ein Oberleitungsschaden vorliegen könnte: ich glaube nicht. Dafür gab es damals eigene Arbeitsfahrzeuge, Turmwagen, von denen einer mit einem Arbeitszug vom Bergisel herunter angerückt wäre.
Da kommen Heimatgefühl auf! Gegenüber die Fassaden von Haus Nr.n 46, 44 und 42 – und auf unserer Seite gehts von Nr. 55 ums Eck – und, parallel zu den Nr.n 18, 16, 14 und 12 dem Ziele entgegen.
Ob das Mitte Februar 1955 war – oder doch erst 1956 … – also das könnte ich jetzt auf die Schnelle nicht sagen.
Aber die IVB sind ja für ihre akkurate Ordentlichkeit bekannt – das genaue Datum ist sicher hinten am Foto vermerkt.
Danke, Herr Roilo!
(Zu) ausführlich kommentiert hab ich das schöne Foto damals schon, den Aufnahmeort im Klartext hat allerdings noch niemals geschrieben, es ist die 90°-Kurve auf den heutigen Südring vor dem Westbahnhof.
In aller Kürze: der Zug ist ein reiner Arbeitszug und fährt nicht linienmäßig. Dieser Schneekehrwagen hatte keinen eigenen Antrieb, der Stromabnehmer versorgte nur den Motor der rotierenden Bürste. Gleich zwei starke Vierachser-Triebwagen mussten die Schneekehre an diesem Tag schieben, was auf Schneechaos und niedrige Temperaturen mit Eisbildung hindeutet.
Lustig, dass auch bei dem älteren Beitrag Didi Mair bereits einen Dieseldieter-Kommentar hinterlassen hat. Dort war es Radfahrenden-Bashing, hier ist es ein Negieren der Klimakatastrophe, er bleibt seiner Linie also treu. Straßenbahnen scheinen ihn zu triggern. 🙂
Also bleibt als Tatbestand noch Zoophilie in der Öffentlichkeit. Oder, sofern der Kranich gewürgt wird, Zoosadismus.
Dagegen wären die Strangulationsphantasien ja eh ganz harmlos gewesen.
Im Juli 1946 dirigiert – der wohl französische Gastdirigent – Jacques Russel das Symphonieorchester im Riesensaal (Innsbrucker Nachrichten 9. Juli 1946)
mit Roussel geschrieben findet sich noch mehr > Cpt. Jacques Roussel > Innsbrucker Nachrichten, 9. Juli 1946, Seite 8; Tiroler Nachrichten 20. Juli 1946; Innsbrucker Nachrichten 13. Juli 1946 (Kapitän Jacques Roussel)…
„Jede Ähnlichkeit der dargestellten Landschaft mit der realen Zugstrecke ist rein zufällig und keinesfalls beabsichtigt“
Die Kirche muß von einer anderen Hand nachträglich eingefügt worden sein.
Dass der Schlossherr wieder aus Pozuzo zurückkehrte, ist gut nachvollziehbar – dort war es offenbar nicht gerade „the yellow from the egg“. Die Gelegenheit zur Rückkehr hatten wohl die wenigsten, zumal die tristen Aussichten in der alten Heimat ebenfalls wenig Hoffnung boten.
Ein ehemaliger Arbeitskollege von mir hat Familie – ich glaube in Dreizehnlinden oder Dorf Tirol. Seine Großeltern waren mit Kind und Kegel einst dorthin ausgewandert. Sein Vater jedoch, damals noch ein Kind, riss von dort später wieder aus und kehrte auf abenteuerliche Weise u.a. als blinder Passagier auf einem Frachtschiff nach Jenbach zu seinen Großeltern zurück.
Heute geht’s den Leuten drüben ganz gut, war aber nicht immer so. Na ja, war hier für viele auch nicht besser.
Im ehemaligen Hotel „Neue(?) Post“ in der Maximilianstraße 3 befand sich, wie in einem früheren Beitrag bereits erwähnt, das „Föhn-Kasino“, betrieben ebenfalls von der Witwe mit ihren Söhnen.
Da meine mütterlicherseitige Herkunftsfamilie – und ich bis zur Bombardierung – in diesem Hause wohnhaft war, ist mir der Name Löwy gewissermaßen von klein auf ein Begriff –
– und auch die Geschichte der Nachkommen. Tochter Irma (die lt. Aussage meines Onkels vom Kasinobetrieb ferngehalten wurde!) hat als Gattin von Josef Krug in Hötting den Krieg überlebt „Die Wahrheit ist, man hat mir nichts getan“
Ihr Sohn Gottfried Halef Krug war Musik(lehr)er (am Gym Volders, soviel ich mich erinnere) und hat als Manager zum Aufbau des Erfolgs der „Zillertaler Schürzenjäger“ maßgeblich beigetragen.
Und – falls ich es schon erzählt habe, bitte ich um Entschuldigung, daß ich es nochmals tue! – als mein Onkel Konstantin Nicolodi, damals so alt wie ich heute – und nicht mehr so gut zu Fuß, im Rapoldipark rasten wollte, waren alle Ruhebänke voll besetzt.
Bis auf eine, auf welcher drei Frauen saßen.
Er ging hin und bat „Mei – kanntn Sie a bißl zammenrucken, weil na hatt i aa Platz…!“ Ja. Und – interessiert fragte er „Entschuldigung, sein Sie aus Italien? I moan, weil Sie so dunkle Haar ham? Weil na kanntn mir uns auf Italienisch unterhalten.“
„Nein….“ sagten zwei zurückhaltend – und die dritte ergänzte „…jüdisch!!!“
„Aber nitt von der Löwy Irma?“ fragte mein Onkel erstaunt.
„Wieso – woher – ja – kennen Sie unsere Mama?“
Ob es noch ein Zusammentreffen gegeben hat oder nicht, das weiß ich nicht.
Mein Onkel ist drei Tage vor seinem 90.Geburtstag am 5.6.1990 verstorben.
Frau Irma Krug geb. Löwy am 23.12.2002
Herr Gottfried Halef Krug am 25.1.2023
Ausgesprochen interessant, Frau Stepanek,
vor allem, weil ich den Halef Krug noch gut gekannt habe. Vor vielen Jahren habe ich nämlich Hammondorgel-Unterricht bei ihm genommen (wenn ich mich richtig erinnere, hatte er damals Räumlichkeiten in einem Haus in der Mitterhoferstraße). Ich werde nie das Schild vergessen: „Das Naschen während des Unterrichts ist verboten !“ Der Halef hat ja viele Musikgruppen gemanagt und bekannt/berühmt gemacht, ohne allerdings in seiner bescheidenen Art selbst in Erscheinung getreten zu sein. In Musikerkreisen war er bekannt „wie ein bunter Hund“ (liebevoll gemeint), ein echtes Innsbrucker Original und einer der lässigsten Typen, die ich je kennenlernen durfte.
Nun, in einer der Unterrichtsstunden kam das Gespräch auf das Judentum und von da an entwickelten sich diese Musik-Unterrichtsstunden zu Gesprächs-Unterrichtsstunden. Er erzählte mir viele unheimlich interessante Dinge und gab mir sogar Matze zum Kosten. Ich werde diese niemals langweiligen und so interessanten Stunden der Weisheit mit diesem einzigartigen Menschen nie vergessen.
RIP, lieber Freund Halef !
Jaaaaa!!! „Das Geheimnis von Schloß Larchegg“ von Klara Bachlechner war der erste (Fortsetzungs-)Roman, den ichlesen durfte, ohne vom Romanlesen sittlich gefährdet zu werden. Das war 1949/50.
Später erinnere ich mich an einen Titel „Die Rache der U’Gwambe“, einen verworrenen Krimi, bei dem ich mich vermutlich auch heute nicht auskennen würde. Ich glaube, da gabs einen verkappten Geheimdetektiv, der immer mit Pflaumenkernen um sich spuckte…
Und das mit der Weiterverwendung des Zeitungspapiers hat sich, so wurde uns erzählt von der Tante Dely, in einem Ausflugslokal im Wienerwald bis in die 70-er Jahre gehalten. Das Lokal sei sehr gut besucht gewesen am Wochenende. Name „Die Meierei“ in Steinbach genau an der Wr Gemeindegrenze, wo man quasi „hineinkugelte“, „wann“ man von der Sophienalpe „runterkumman is“.
Der schrullige Wirt hatt befunden „Wanns für mi guat gnua is, muaß’s aa für meine Gäst guat gnua sein.“
Wen wunderts, daß jeden Montag der Installateur zur Behebung der Verstopfung gerufen werden mußte…
Aber – Ende gut, alles gut! – „…der hat halt dann die Tochter vom Wirtn g’heirat‘!“ Eine wahre Geschichte aus den 70-er Jahren, berichtet von der Dely-Tant Adele Stepanek, die in Steinbach ein Schrebergarterl hatte.
F o r t s e t z u n g s r o m a n e – und Wahre Geschichten ….
….wobei ich vergaß zu erwähnen, daß natürlich Frau Wirtin (angeblich die beste Schnitzel-Außerbacherin im weiten Umkreis!) die Alleinschuld an dieser Misere trug – war doch s i e es gewesen, die – heimlich und hintenrum! – den Umbau vom Abort mit Senkgrube (wo’s ja wurscht g’wesn wär) zu einem WC in Auftrag gegeben hatte…
Wie diese Meierei aussah? Oh! Ebenerdiges altes kaisergelbes Gebäude mit hohem bemoostem Dach, davor einfache Holzbänke und -tische.
Alles unter hooooooooohen alten Bäumen – Kastanien? Oder Nuß- , nein, eher nicht…
Jedenfalls hätte es niemanden gewundert, wenn der Schubert Franzl mit seinen Freunden immer noch dort gesessen wäre.
Hier sind 2 Abbildungen von Johann Nepomuk Mahl-Schedl von Alpenburg zu finden (Nachlass-Sammlung der Bibliothek des Ferdinandeums):
https://nachlaesse.tiroler-landesmuseen.at/index3.php?nachlass_id=430
Fünf Jahre später waren in der Fahrschule schon etliche Frauen, wenn auch bei weitem nicht in annähernd gleicher Zahl. Darunter auch eine A-Schein Kandidatin, die sich vor der Prüfung noch schnell die Vespa erklären hat lassen. Sie hat meiner Erinnerung nach bestanden. Die Motorradfahrschüler und -innen mußte übrigens zusätzlich wissen, dass der Zeitaktmotor keine Motorbremswirkung hat. Heute fahren die Biker so als wie wenn sie überhaupt keine Bremsen hätten.
Ob meine Mutter diese Frauenseite gelesen hat weiß ich nicht. Eher den Fortsetzungsroman, der Tag für Tag abschnittsweise abgedruckt war. Manchmal erzählte sie mir was daraus.
Ja, diese Fortsetzungsromane! In der damals noch so dünnen Tageszeitung waren sie im unteren Viertel der zweiten Seite angesiedelt. Meine Mutter, leider schon 1951 verstorben, schnitt sie immer fleißig aus (der Rest der Zeitung war unser Klopapier!), machte mit der Fleischgabel links oben ein Loch und fädelte sie auf eine Schnur auf. Erinnerungen!
Was ich vermeiden wollte, hab ich jetzt doch getan, das Luftbild konsultiert (Sommer 75 identischer Bauzustand der Ufrverbauung) und den Winkel der Linie Fischnalerstr. 14 – 12 – Ampfererstr. 1 nachgeprüft. wir stehen am Huterhochhaus Innrain 98. Imma dat Jenaue.
Ein Foto aus der Zeit der hübschen Innuferverbauung die von der Stadt her schon bis zur Gabelung Fischnalerstraße / Uferstraße fortgeschrietten ist. Die diversen Steinhaufen werden schon das Material für den weiteren Verlauf der Arbeiten darstellen.
Der Fotograf wird das Bild Mitte der Siebzigerjahre vom Turm des Fernheizwerkes oder vom nächsten der Huterhochhäuser aus aufgenommen haben, das Winkelmessen spar ich mir.
Die Szenerie dokumentiert die zu Ende gehende Zeit der Verkehrswege meiner Jugend, Noch gibt es keine Holzhammerbrücke, der Mitterweg ist noch unbedeutende Fortsetzung der Fischnalerstraße, die den geringen Verkehr aus der Uferstraße und der Dr. Stumpff Straße aufnahm. Etwa zehn Jahre später ist da alles anders, die Freiburger Brücke bildet den Zubringer für eine Verlängerung des Südrings bis zur Höttinger Au und adelt den Mitterweg zur neuen dritten Ost-West Achse anstelle der verschlafenen Dr, Stumpff Straße, die dann, an ihrem Ende zum Rad und Fußweg degradiert, keine Fortsetzung mehr in die Stadt findet.
Die noch übriggebliebenen Holzbauten stellen den letzten Rest des ehemaligen Stadtbildes dieser Gegend dar. Aber da war ich ja schon längst erwachsen und nicht einmal mehr in Innsbruck, Der Verlust der Abenteuerspielplätze war nicht mehr zu spüren. Auch der charakteristische altmodische und überall in der Stadt zu sehende Packlwagen der Post war für mich unwichtig geworden. Daneben übrigens ein Ford FK 1000, oder?
Die Hänge der Höttinger Gegend sehen noch ungefähr so aus wie vom Fenster unserer früheren Wohnung am Innrain. Dort wohnende werden sicher mehr entdecken.
From Henriette Stepanek on Bäckerei Roilo in Alt-Pradl
Go to comment2026/04/27 at 5:46 pm
From Manfred Roilo on Bäckerei Roilo in Alt-Pradl
Go to comment2026/04/28 at 2:49 pm
From Henriette Stepanek on Bäckerei Roilo in Alt-Pradl
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From Manfred Roilo on Bäckerei Roilo in Alt-Pradl
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From Manfred Roilo on Bäckerei Roilo in Alt-Pradl
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From Manfred Roilo on Häuserzeile im Grünen
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From karl hirsch on Häuserzeile im Grünen
Go to comment2026/04/28 at 9:27 am
From Manfred Roilo on Häuserzeile im Grünen
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From Henriette Stepanek on Häuserzeile im Grünen
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From Henriette Stepanek on Häuserzeile im Grünen
Go to comment2026/05/01 at 7:50 pm
From Henriette Stepanek on Häuserzeile im Grünen
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From karl hirsch on Häuserzeile im Grünen
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From Hans Pechlaner on Zum "Tiroler Dorf" in Pozuzo
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From Walter Dobler on Häuserzeile im Grünen
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From Joachim Bürgschwentner on Ein Picknick für den Fotografen? (Update)
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From Didi Mair on Film Idee: Erde!
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From Henriette Stepanek on Die Paneuropäische Union
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From Nikolaus Batlogg on Auto adé_final
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From pension heis on Erinnerung an die Brennerbahn - Nächster Halt Gries am Brenner
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From pension heis on Auto adé_final
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From Didi Mair on Auto adé_final
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From Walter Rangger on Portrait eines Mastens – III
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From Georg Payr on Blick ins Karwendel
Go to comment2026/04/25 at 9:06 pm
From karl hirsch on Erinnerung an die Brennerbahn - Nächster Halt Gries am Brenner
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From Henriette Stepanek on Erinnerung an die Brennerbahn - Nächster Halt Gries am Brenner
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From Thomas Fink on Ein General im Gemeinderat?
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From Henriette Stepanek on Ein General im Gemeinderat?
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From Christine on Brot oder nicht Brot...
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From Henriette Stepanek on Crisis? What Crisis?
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From Henriette Stepanek on Innsbruck Ahoi!
Go to comment2026/04/24 at 10:24 pm
From Raimund Mair on Innsbruck Ahoi!
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From karl hirsch on Zweimal Fritz
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From Vinzenz Theiss on Hinaus ins Land (149)
Go to comment2026/04/24 at 2:57 pm
From Hans Pechlaner on Wenn der Hintergrund in den Vordergrund rückt
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From karl hirsch on Hinaus ins Land (149)
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From pension heis on Zweimal Fritz
Go to comment2026/04/23 at 9:56 pm
From pension heis on Großwaschtag am Land
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From Ingrid Stolz on Ein Hut für alle Fälle
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From Thomas Fink on Großwaschtag am Land
Go to comment2026/04/23 at 5:28 pm
From Henriette Stepanek on Großwaschtag am Land
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From Thomas Fink on Zweimal Fritz
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From Thomas Fink on Streetart – IV
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From karl hirsch on Dachschaden
Go to comment2026/04/23 at 3:39 pm
From Manni Schneiderbauer on Dachschaden
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From Hans Pechlaner on Dachschaden
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From Manni Schneiderbauer on Dachschaden
Go to comment2026/04/29 at 8:43 pm
From Manni Schneiderbauer on Dachschaden
Go to comment2026/04/23 at 1:57 pm
From Manni Schneiderbauer on Dachschaden
Go to comment2026/04/23 at 3:37 pm
From Thomas Fink on Dachschaden
Go to comment2026/04/23 at 1:23 pm
From Thomas Fink on Dachschaden
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From Karl Hirsch on Fetisch?
Go to comment2026/04/23 at 12:41 pm
From Manfred Roilo on Großwaschtag am Land
Go to comment2026/04/23 at 11:07 am
From Henriette Stepanek on Straßenbahn auf Abwegen?
Go to comment2026/04/23 at 8:07 am
From Didi Mair on Straßenbahn auf Abwegen?
Go to comment2026/04/23 at 7:07 am
From Hans Pechlaner on Straßenbahn auf Abwegen?
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From Manfred Roilo on Straßenbahn auf Abwegen?
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From Manni Schneiderbauer on Straßenbahn auf Abwegen?
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From Raimund Mair on Fetisch?
Go to comment2026/04/22 at 8:10 pm
From Matthias Pokorny on Innsbrucker Häuser – XIX
Go to comment2026/04/22 at 5:58 pm
From Barbara Pöll on Dirigent in Uniform
Go to comment2026/04/22 at 2:16 pm
From Barbar Pöll on Dirigent in Uniform
Go to comment2026/04/22 at 2:31 pm
From Henriette Stepanek on Erinnerung an die Brennerbahn - Noch mehr Tunnelportale
Go to comment2026/04/22 at 2:13 pm
From Hans Pechlaner on Johann Nepomuk Schedl "von Alpenburg" (1806-1873), Schlossherr von Büchsenhausen in Innsbruck (1833-1865)
Go to comment2026/04/22 at 1:20 pm
From Hans Pechlaner on Johann Nepomuk Schedl "von Alpenburg" (1806-1873), Schlossherr von Büchsenhausen in Innsbruck (1833-1865)
Go to comment2026/04/22 at 12:58 pm
From Henriette Stepanek on „Schund und Sünde“ in Innsbruck 1918/19
Go to comment2026/04/22 at 12:56 pm
From Thomas Fink on „Schund und Sünde“ in Innsbruck 1918/19
Go to comment2026/04/22 at 2:37 pm
From Henriette Stepanek on Für die Frau geschrieben
Go to comment2026/04/22 at 7:56 am
From Henriette Stepanek on Für die Frau geschrieben
Go to comment2026/04/22 at 10:05 am
From Ingrid Stolz on Johann Nepomuk Schedl "von Alpenburg" (1806-1873), Schlossherr von Büchsenhausen in Innsbruck (1833-1865)
Go to comment2026/04/21 at 8:33 pm
From karl hirsch on Für die Frau geschrieben
Go to comment2026/04/21 at 8:31 pm
From Manfred Roilo on Für die Frau geschrieben
Go to comment2026/04/21 at 11:07 pm
From Hans Pechlaner on Erinnerung an die Brennerbahn - Noch mehr Tunnelportale
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From Michael on Erinnerung an die Brennerbahn - Noch mehr Tunnelportale
Go to comment2026/04/22 at 5:11 pm
From karl hirsch on Was ist denn da passiert?
Go to comment2026/04/21 at 11:04 am
From Manfred Roilo on Was ist denn da passiert?
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From Karl Hirsch on Was ist denn da passiert?
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From Didi Mair on Was ist denn da passiert?
Go to comment2026/04/22 at 9:38 am