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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Erinnerung An Die Brennerbahn – Nächster Halt Gries Am Brenner

Erinnerung an die Brennerbahn – Nächster Halt Gries am Brenner

Im letzten Rätselbeitrag unserer Serie zur Geschichte der Brennerbahn war die Lösung für viele Leser*innen schnell klar: Gesucht war Gries am Brenner. Die Darstellung des Ortes im historischen Kupferstich wirkt einigermaßen präzise, ganz im Gegensatz zum Bergpanorama im Hintergrund, das auch in diesem Fall mit viel künstlerischer Freiheit gestaltet wurde.

Auch die beiden angedeuteten Tunnelportale geben Anlass zur Interpretation. Naheliegend wäre, dass es sich um den Griestunnel und den Stafflachtunnel handelt, auch wenn deren tatsächliche Erscheinung nicht mit der Darstellung übereinstimmt.

Der Bahnhof von Gries am Brenner liegt etwas oberhalb des Ortes. Diese erhöhte Position prägt auch die fotografische Überlieferung. Viele Aufnahmen zeigen den Blick vom Bahnhof hinunter ins Dorf, aber leider zeigt kein einziges Foto in unserer Sammlung das Bahnhofsgebäudes selbst. Das ist besonders schade, denn nach meiner Erinnerung handelt es sich um einen weitgehend original erhaltenen Bau im typischen Stil der Brennerbahnhöfe. Einzig im Titelbild lässt sich die Bahntrasse und der Bahnhof erahnen, klar zu erkennen ist dort leider nichts.

Blick vom Bahnhof auf das verschneite Gries.

Dafür können wir mit einer Reihe beeindruckender Glasplattennegative aufwarten, die ich euch keinesfalls vorenthalten möchte. Sie eröffnen einen außergewöhnlich klaren und detailreichen Blick in die Vergangenheit.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum KR-PL-963, Ph-Pl-4195, Ph-Pl-5185, KR-PL-871)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. Und auf der Wiese Frau Stepaneks „Große Wäsche“?

    Im übrigen bin ich froh, dass in Gries überhaupt noch ein Zug hält. Ist doch praktisch für die Sattelbergrunde. Ein Foto vom Bahnhof gibts sicher auf ebay oder sonstigen einschlägigen Quellen.

    1. Richtig, Herr Hirsch – die Leinenbettwäsche. Möglicherweise vorher nicht mit „Waschmeahl“ (lies: „Waschpulver“9 gewaschen und ausgekocht, sondern mit HOLZASCHENLAUGE (ergibt, wenns mich nicht täuscht, eine KALIlauge im Gegensatz zur NATRONlauge des Waschpulvers. Oder war es umgekehrt? Egal!
      Und diese Wäsche wurde auf der Wiese aufgelegt und so getrocknet – und durch die „RASENBLEICHE“ wurde sie wieder blü-ten-weiß und duftete herrlich…
      Die „Sellrainer Wäscherinnen“, von denen ja auch bereits ein- zweimal die Rede war, haben es ebenso gemacht.
      Hat nicht Adalbert von Chamisso einer alten Waschfrau ein literarisches Denkmal gesetzt? – der Ball geht zurück an Sie.

      .

  2. Am Titelbild der große Gasthof oberhalb der Bettwäsche müsste der ehemalige Grieser-Hof gewesen sein, vielleicht gehörte die Wäsche zur Bettwäsche des Gast-/Beherbergungsbetriebes.
    Am 3. u. 4. Bild ist vor der Kirche das langgezogene Satteldach des Gasthofes Weisses Rößl zu sehen, seit. kurzem leider auch ehemalig, sowie das alte Grieser Feuerwehrhaus mit dem hölzernen Schlauchturm. Am 4. Bild schöner Blick ins Obernbergtal zu den Tribulaunen hinein, von der Autobahn noch nichts zu sehen, links im Vordergrund die Bauern noch bei der händischen Heuarbeit.-
    Beim 5. Bild könnte es sich um eine Prozession am Hohen Frauentag (15.8.) von Gries Richtung Obernberg handeln,- die Frauen gehen voran. (Oberhalb von Gries, nähe der Autobahn neben der Nößlacher Strasse steht Gott sei dank heute noch das Jakobskirchlein aus dem 14. Jahrhundert, es soll der älteste existierende Kirchenbau im Nordtiroler Wipptal sein, vielleicht ging die Prozession dort hinauf ?)
    Danke für diese historischen Bilder!

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