Um ein Haar hätten die wackeren Arzler Bauern den landwirtschaftlich unnutzbaren Hügel an den Ziegelfabrikanten verkauft, der trotzdem noch genug Zerstörung angerichtet hat.
Ich weiß gar nicht, wie es jetzt mit der Öffnung ausschaut, früher war das Kirchl nur zu bestimmten Zeiten zugänglich, in der Fastenwoche z.B. konnte man die Fastenkrippe bewundern. Wenn man an dem blindwütigen Hundsviech beim Bauern unterhalb des Kirchls vorbeischleichen konnte…
Noch gut kann ich mich an den großen Mast inmitten des Umkehrplatzes der Obuslinie C mit seiner interessanten Tragkonstruktion für die Oberleitung erinnern. Schnell nach dem Krieg war das ja eines der wenigen Vergnügen, die wir genießen konnten: Wir fuhren von Altpradl mit dem B zum Boznerplatz, von hier entweder weiter mit dem A zum Großen Gott oder mit dem C nach Wiltenberg oder eben nach Arzl. An den jeweiligen Endstationen aussteigen und mit dem nächsten Bus wieder zurück – das war’s. Damals für uns fast schon Weltreisen!
Ich werde nie vergessen, als ich am Nachmittag des ersten Friedens-Ostersonntags (1946) mit meinem Freund eine solche Tour machte. Ich hatte in der Früh zwei Ostereier bekommen. Dummerweise nahm ich eines als Marschverpflegung mit. Kaum eingestiegen, fragte mich mein Kollege was ich da in der Hand habe, er wollte nachschauen und es mir anscheinend wegnehmen, ich drückte zu fest – kaputt wars, ein Teil viel im Obus auch noch auf den Boden. Was für ein Verlust das war kann nur derjenige verstehen, der zu dieser Zeit in der Stadt aufgewachsen ist!
Pufferküsserische Ergänzung: die Konstruktion wird treffenderweise als „Umkehrstern“ bezeichnet, nicht zu verwechseln mit dem „Wendestern“ bei der Eisenbahn.
Der Davidstern könnte Zufall sein, ich glaub aber an Absicht. Die Bedeutung der Initialen kenn ich nicht. H wie Hebräisch oder wie Hötting? Name eines Skiklubs? Oder ist das Foto verkehrt und es heißt H W ? Googeln darf man ja nicht.
Der Bus Nr. 12 war zu Beginn meines Erinnerungsvermögens anfangs der 50er nicht mehr in Betrieb, War das der Breda, nehm ich an? Links ein Fiat, wie er noch lange Zeit auf den Linien B und C unterwegs war.
Wie Sie richtig vermuten, handelte es sich beim Bus Nr. 12 um einen Breda, Bj. 1936. Davor steht der FIAT-Bus mit der Nr. 20, wie ein Blick in den unverzichtbaren Kreutz (Ausgabe v. 2011) zeigt.
PS: Die obige Aufnahme findet sich ebenfalls im Kreutz (S. 329); das dazugehörigige Negativ ist allerdings erst vor kurzer Zeit – zusammen mit den anderen Negativen aus der Slg. Göhlert – zu uns ins Archiv gelangt.
Ist jetzt nur eine schwache Vermutung: Stöcklgebäude zwischen Egger-Lienz-Straße und Zollerstraße vor den zahlreichen Umgestaltungen und Umbauten, sozusagen im Urzustand?
Ist jetzt nur eine schwache Vermutung: Stöcklgebäude zwischen Egger-Lienz-Straße und Zollerstraße vor den zahlreichen Umgestaltungen und Umbauten, sozusagen im Urzustand?
Jetzt kenn ich mich nicht ganz aus. An der Stelle, an der sich die „Kaiserkrone befunden hat, gähnte nach dem 2. Weltkrieg die längste Zeit ein Loch mit der Attraktion eine der letzten Bombenruinen Innsbrucks zu beherbergen,
Das Volksbad habe ich hingegen mit absoluter Gewissheit in jenem Gebäude in Erinnerung, in welchem heute – bingo! – das Stadtarchiv untergebracht ist. Oder gab es noch ein zweites Bad? Das „Archivbad“ habe ich als Wannenbad in Erinnerung, wo man – heute unvorstellbar (auch die zeitlichen Badeintervalle) – sich für eine halbe oder ganze Stunde ein Badezimmer mit Wanne mieten konnte. Ich war als Kind mit meiner Mutter öfter dort. In Erinnerung sind mir die weiß gekleideten Badefrauen, die immer alles blitzblank geputzt hielten, das Badewasser einließen, ein Trinkgld erhofften, aber auch unmißverständlich für Ordnung sorgten. Die Bedienungsvorrichtung des Ablaufstopfens war ein externes Standgerät welches mich an die Maschinentelegrafen der Achenseeschiffe gemahnten. Und das ganze Haus war eine einzige Klangwolke des Widerhalls und Wassergeplätschers…
Das wasserspeiende Fischlein beim Eingang ist heute die einzige bestehende Erinnerung an die alte Einrichtung, Das klare eiskalte Wasser war ein krasser Gegensatz zur wohligen Badwassertemperatur.
Was für die Stadtler Volksbad und Dampfbad war, war für uns Pradler das Hallenbad in der Amraserstraße. Wir hatten ja in unserem ganzen Haus kein Bad, im Sommer gab es wenigstens die danebenstehende Waschküche. Gegenüber unserer Umgebung hatten wir sogar den Vorteil, dass wir das heiße Wasser nicht erst aufheizen mussten, das lieferte uns der Backofen unserer Bäckerei so nebenbei.
Aber im Winter? Da gingen wir einmal in der Woche hinauf ins Hallenbad, nicht etwa im großen Schwimmbad schwimmen, sondern nur in die Abteilung der städtischen Wannen- und Brausebäder in den unteren Stockwerken. Meistens eine halbe Stunde brausen, Wannenbäder waren schon ein Luxus, den wir uns nicht gönnten.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie die Kunden im Geschäft über die Südtiroler im Pradler Saggen und in Neupradl draußen schimpften. Die hatten ja alles neue Wohnungen mit Bad bekommen – und wir??
Meinen Sie vielleicht dieses Haus? In der amerikanischen Charles W. Cushman Photograph Collection / Indiana University Archives findet sich neben vielen anderen Innsbruck-Bildern dieses Farbfoto von 1964:
https://webapp1.dlib.indiana.edu/cushman/results/detail.do?query=innsbruck&page=2&pagesize=20&display=thumbcap&action=search&pnum=P13438
Genau dieses Haus hab ich gemeint! Hatte nicht in Erinnerung (da sieht mans wieder, wie vorsichtig man mit dem Gedächtnis sein muß), daß noch soviel erhalten war. Danke für den Link, der insgesamt sehr interessant ist!
1914 hatte das neugebaute Volksbad 30 Wannen- und 6 Brausebäder. Es herrschte strenge Geschlechtertrennung: Im Erdgeschoß badeten die Männer, im ersten Stock die Frauen. Im 2. und 3. Stock waren Wohnungen. Im Dachboden befand sich ein Wasser-Reservoir, mit dem die Bäder gespeist wurden.
Es gab sogar schon einige Waschmaschinen und einen Wäschetrockner.
Nähere Details zum Neubau der Badeanstalt inkl. Details zur damaligen Warmwasseraufbereitung finden sich in den Innsbrucker Nachrichten vom 28. Oktober 1914:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19141028&seite=4&zoom=33&query=%22volksbad%22&ref=anno-search
Interessantes Gebäude. Links so etwas wie ein Stall mit Tenne und Brunnen, dann Garage, und dann Wohnhaus (mit Rampe?). Ganz links ein normales älteres Stadthaus und darüber einwenig Nordkette. Irgend ein Stöckl? Bitte die Meister an die Arbeit.
Vielen Dank für diese neue Bilder-Serie in memoriam Josef Gröber, dazu passt der informative Nachruf des Künstlers vom 13. Feber 1902 in den Innsbrucker Nachrichten:
„Herr Josef Gröber, welcher
vorgestern hier verschieden ist, war eine ebenso be-
kannte als beliebte Persönlichkeit. Neben dem Be-
rufe als Musikinstrumentenmacher beschäftigte sich
Gröber mit Aquarellmalerei; wir verdanken seiner
Thätigkeit einen Cyclus von Ansichten aus Alt-
Innsbruck, die er im Auftrage des Magistrates
ausführte und die sich durch große Treue auszeichnen.
Auch in Sand in Taufers machte er viele Auf-
nahmen; mit Oberlandesgerichtsrath Gasteiger und
Martinus Meyer befreundet, hat er des öfteren mit
diesen kleine Reisen — unter andern auch an den
Comosee —- unternommen, von denen er dann stets
reiche Ausbeute an Landschaftsskizzen heimbrachte.
Gröber gehörte noch der alten Garde an, seine
Bilder haben alle etwas Anheimelndes, Liebens-
würdiges und man kann wohl sagen, dass seine
Kunst ein Spiegelbild seines ehrlichen, biederen
Charakters war. Im Jahre 1817 geboren, lebte er
mit seinen beiden Schwestern, von denen eine 1892
starb, in bescheidenen Verhältnissen zu Innsbruck;
sein Bruder, Oberfinanzrath Gröber, starb vor drei
Jahren zu Wien. Kunsthändler Unterberger hat
anlässlich des Ablebens Gröbers das wohlgelungene
Porträt desselben, ausgeführt von Hrn. C. Jenewein,
sowie eine Anzahl Skizzen von Gröber ausgestellt.“
Wär ich nicht draufgekommen. Ich hätte aus irgendeinem Grunde, den ich nicht mehr fassen kann, auf Wilten getippt…
Wenn man das Bild mit dem Franziszeischen Kataster vergleicht, müsste die Westseite des Gebäudes in einer Flucht mit der Angerzellgasse liegen und die Fassade links im Hitnergrund das Landes(damals: National-)theater sein
Im Hintergrund sieht man das Theater. Mit der Einmündung der Angerzellgasse als vis-a-vis haben Sie auch recht, vielleicht sogar einwenig östlicher. Hier ein Bild des Fröhlichgangs, der den Redoutensaal mit der Hofburg verbunden hat. Der Gang war recht lang: https://s12.directupload.net/images/210202/go7pja72.jpg
zum ersten Bild muss man sagen: alle Muren kann man leider nirgends verhindern, beim ICE war dies der Eingriff einer Baufirma, welche Schutzmaßnahmen im Hangbereich vornahm. Knapp ober der Galerie wurde ein Fahrweg für LKWs errichtet, und mit diesem wurde der Verlauf der Muren beeinflusst. Das Wasser unterspülte dann die Galerie, anstatt oberhalb darüber zu rinnen.
Und allgemein zum Waldbrand am Hechenberg kann man sagen, dass eine weitere Ursache von Wanderern bzw. den Alpinkletterern mit hergeführt wird. Nicht immer, aber oft genug, ist die Bahn Schuld.
ich kann mich zwar noch an die Feuerwehr da drinnen etwas erinnern, da gabs noch so einen Schlauchturm. Aber heutzutage kann ich mir einfach nicht mehr vorstellen, wie die Autos durch die Durchfahrt hindurch kamen.
Das Idyll zeigt das alte Redoutensaalgebäude, etwa an der Stelle des späteren Stadtsaals. Das Standl stand . richtig vermutet vorausgesetzt – somit an der Ecke Rennweg/Universitätsstraße.
Das gelbe Haus im Hintergrund steht noch und ist nach Abriss des Stadtsaales so wie früher wieder mit der ganzen Front zu betrachten.
https://www.google.at/maps/@47.2687255,11.3963376,3a,75y,76.69h,87.83t/data=!3m6!1e1!3m4!1spTD_oioVnN3hf3yMeMhCDg!2e0!7i13312!8i6656!5m1!1e1
Als schon frühzeitig aus dem Schitrubel Ausgestiegener sympathisiere ich natürlich mit dem edel dinierenden Paar am Tisch links. Perfekt gekleidet (der Hut ist etwas zerbeult) gibt man sich dem Genusse hin, ohne sich von den sportiv gehetzten ZapplerInnen in den Strudel selbstauferlegter Betriebsamkeit hineinziehen zu lassen. Mens rasa in corpore rasante.
Echte Neuigkeit ist für mich der Teller in der Mitte mit seinem genialen Beilagenrondell. Ein in Vergessenheit geratenes Geschirr?
Zumal über den Unternehmer und Realitätenbesitzer Robert Nissl weder ein Wikipedia-Beitrag noch ein Artikel im Österr. Biographischen Lexikon existiert, wäre ein Bericht über sein Leben inkl. Porträtfoto in der Tat sehr wünschenswert 🙂
Zum Immobilienbesitz des Robert Nissl gehörte u.a. Schloss Büchsenhausen inkl. den Grundstücken am Löfflerweg, das Eckhaus Anichstraße 2, das große Haus bei der Triumphpforte, das Gasthaus zur Eiche usw. usw. usw.
Beim Fuchsrain müsste die Eisenbahnlinie den Vordergrund dominieren, was nicht der Fall ist. Auch die Topografie und die ältere Bebauung passen nicht zum Bild. Also ist diese Lösung für mich auszuschließen.
Im Bereich Vögelebichl passen das Rätselbild und das 1940er Orthofoto gut zusammen. Eine einzeilige Bebauung im Westen (HNr. 18 und 19) und eine zweizeilige Bebauung im Osten mit den niederen Hausnummern. Dazu kommen die früher freie Wiese im Vordergrund und der mit 25 Metern relativ hohe Steilabbruch hinter den Häusern. Dazu kommt der Blick auf den recht weit entfernten Glungezer, was für einen Standort im Westen von Innsbruck spricht. Ich schließe mich daher dieser Meinung an, zumal ich keine weiteren passenden Bereiche am Nordrand des Talbodens ausmachen konnte.
Eine sehr spannende Ansichtskarte! Im Architekturmuseum der Technischen Universität München findet sich interessanterweise ein Originalplan des betreffenden Speisesaals:
https://www.europeana.eu/de/item/2048436/item_HBBKCUNTG4WXMVQV3VU2SHAYCJC4SPUN
Wer war nun gestern das Schreckgespenst – siehe ersten Eintrag?
Als ich das Bild sah, war für mich klar: Alte „Gasfabrik“, alter Gaskessel, dahinter die Häuser der Amraserstraße, rechts etwas von der Rhombergfabrik, Fundamente, dazu noch eine Verzerrung durch das verwendete Objektiv – das kann nur der Beginn des Aufbaues des neuen großen Gaskessels sein. Warum soll das nicht groß gefeiert werden? Das Kruzifix übersah ich, vom würdigen „Herrn in Weiß“ las ich erst danach (es war der damalige Abt von Wilten).
Das Schreckgespenst war also der Gaskessel. Warum habe ich (und auch Herr Stepanek) schon an anderer Stelle kundgetan.
Mir liegt es noch heute schwer im Magen, dass ich ‚meine‘ Kirche als Schreckgespenst bezeichnet habe! Immerhin feierte ich hier meine Erstkommunion, wurde hier gefirmt, durfte mit der damaligen Pfarrschwester den Altar schmücken, mit dem Messner Herrn Strickner die Sakristei aufräumen und hier die Heiligenfiguren meines Onkels, des Bildhauers Franz Roilo, bewundern und sogar bis zu den Glocken kam ich hinauf. Unser musikalischer Kooperator, Herr Benedikt Sauer, nahm mich mit auf die Orgel, ich war hier wie daheim – nur als es dann einmal hieß, ich soll ministrieren, bin ich geflüchtet und nur mehr normal zur Messe gegangen (bzw. habe gehen müssen).
Nach der Messe stritten wir uns Buben immer, wer auf dem Löwen beim Eingang hinaufklettern und auf ihm reiten kann. Es wären ja eigentlich zwei gewesen, aber für uns kam nur der rechte Löwe in Frage – eh klar, nur die Männerseite! Damals gab es noch den Mittelgang durch die ganze Kirche und es herrschte strengste Geschlechtertrennung!
Interessanter Einblick in den Start eines Kirchenbaus. Zuerst einmal die Säulenfundamente (-basen). Im Nachhinein betrachtet vollkommen logisch, einen Pfeiler stellt man nicht wie einen Christbaum auf den Fußboden. Und eine bessere geometrische Schablone für den ganzen Bau gibts nicht. Aber ich mußte es erst einmal gesehen haben.
In den Innsbrucker Nachrichten findet sich am 6. Oktober 1905 ein interessanter Bericht, in welchem die Grundsteinlegung der neuen Pradler Kirche angekündigt wird. Weiters finden sich detaillierte Informationen zur jahrzehntelangen Vorgeschichte dieses Kirchenneubaus:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19051006&query=%22pradl+grundstein%22~10&ref=anno-search&seite=6
Ich empfehle auch https://www.pfarre-pradl.at/geschichte/ mit zahlreichen weiteren interessanten Artikeln, Bildern und Downloads zum Pradler Kirchenbau und zur Pfarre Pradl überhaupt (z.B. Dissertation von D.Sebastian Huber OPraem)
Allerdings hatte ich mit diesem Gebäude auch nicht immer die größte Freude. Es war ja nicht so fein, wenn man am Sonntag zur 6 Uhr Frühmesse geschickt wurde, nur dass man danach Schifahren gehen durfte!
Auweh – jetzt war ich etwas daneben. Wie kann ich das wieder gut machen. Ich meinte natürlich nicht dieses wachsende Bauwerk, das Schreckgespenst wäre weiter westlich.
Die von Schönherr erwähnte Aufnahme vom Eisenbahndamm wurde von der Unterführung „Richard Berger Str“ gemacht. Hier konnte man bis vor wenigen Jahren noch den Originalen Durchlass der Transportbahn der Firma Ziegelei Mayr sehen. Ein letztes Foto von mir entstand im dunklen Gang, wobei noch das Ziegelgewölbe erkennbar ist. Heute ist er komfortabel und hell, aber eben kein historisches Gewölbe mehr. Die Bahn führte geradlinig von der Ziegelei zum Durchlass und dann bis unter den Arzler Hügel.
Die Aufnahme muss vor 1927, eher sogar 1924, entstanden sein. Es gibt noch keine Bautätigkeit am südl. Ende der Duilestrasse für das Umspannwerk Wilten. Am süd-westlichen Kopf des Westbahnhofes dürften Bautätigkeiten für die neuen Werkstatthallen der elektrifizierten Arlbergbahn entstehen.
Ich weiß jedenfalls sicher, daß ich 1968 noch dort in einem als sehr gut bewerteten Restaurant zu Abend gegessen habe. Die Autobahn war jedoch ein schlechter Nachbar. Auf einmal konnten die Reisenden spielend an einem Tag von D nach I fahren. Zu Bundesstraßenzeiten übernachtete man oft zwischendurch in irgendeiner sich am Weg anbietenden Übernachtungsmögichkeit. Die auf dem Sonnenburgerhof folgenden Gasthöfe Gärberbach, Stephansbrücke , Neue Post bei Schönberg, GH Gschleirs und dann die Gasthofserien in Matrei, Steinach und Gries boten ihre Zimmer an. Dazu noch eine Anzahl privater Zimmervermieter, die sich unvergesslich als „camera libera“ jenseits der Grenze bis zum Meer fortsetzten.
Der von Arenas angesprochene dunkle Punkt der Geschichte des Sonnenburgerhofs ist mir neu.
Irgendwie kommt mir das Bild wieder einmal bekannt vor. Einmal im Lager nachschauen. Ich erinnere mich dunkel, die Aufnahme wurde von einem Ballon aus gemacht, der in der Folge über den Brenner bis weit nach Südtirol geFAHREN ist ;-).
Und richtig, vom Dopolavoro keine Spur, nur eine grüne Wiese. Zum Mandelsbergerblock sieht man gerade nicht mehr, nur zum Lagerplatz am Ende der Innerkoflerstraße.
Zumal in der Speckbacherstraße 31 keine Baustelle zu erkennen ist, dürfte das Bild wohl spätestens 1927 aufgenommen worden sein, man vergleiche dieses Rätselbild:
Vielleicht hilft dieser Zeitungsartikel aus den Innsbrucker Nachrichten vom 17. Juni 1927 bei der Datierung:
„Lebhafte Bautätigkeit in Wilten-West. Heuer
herrscht auch in Wilten-West einmal eine erhöhte
Bautätigkeit. In der Nähe der Mandelsbergerstraße
ersteht der neue städtische Wohnhäuserblock, an dessen
Erbauung die Bau-Firmen Ing. Cantoni, A. Fritz, Griss-
emann und Walch sowie Schmid-Negrelli beteiligt
sind. Ferner wird dort schon seit Wochen an der Anl-
age der städt. Kanalisierung gearbeitet. Emsige Bau-
tätigkeit herrscht noch immer im Friedhof und in der
Völserstraße geht ein Villenneubau des Baumeisters
Retter der Vollendung entgegen. In der Speckbacher-
straße arbeitet, wie schon berichtet, die Fa. Meinong
an dem Neubau der Personalhäuser der ital. Staats-
bahnen.“
Es ist das Haus Speckbacherstraße 31(-33). Dort haben die italienischen Bahnangestellten/Eisenbahner, die in Innsbruck am HBF gearbeitet haben, gewohnt.
Dopo Lavoro wegen der Gaststätte, die im Parterre Speckbacherstraße 31 untergebracht war.
Äh – ich weiß nicht- da hatte wohl eher die Gaststätte den Namen vom Haus bekommen als das Haus von
der Gaststätte!
„Dopo lavoro“ war möglicherweise eine Freizeit-(und Bildungs-)Einrichtung. Hier konnte sich mein Nonno italienischsprachige Bücher ausleihen – den „Grafen von Monte Christo“ auf italienisch hat er geradezu verschlungen…
Er wäre anscheinend ein guter Schüler gewesen – daheim – in Cembra – sodaß er sogar während des Schulunterrichts beim Lehrer vom Pfarrer kurz vor die Türe hinausgerufen worden sei, ob er nicht vielleicht – eine Schule mit Internat – und dann Priester..und er solle einmal die Mama fragen.
Aber sie sagte: „Das geht nicht! Du bist der einzige, der uns geblieben ist! Du mußt ja einmal für uns
sorgen, wenn wir alt sind und nicht mehr arbeiten können!“
Auch gesellige Veranstaltungen hat es vom Dopolavoro aus gegeben, sowie die Vermittlung der Kinder an die jährliche „Ferienkolonie“ am Meer, Unterbringung in den Schulen, die während der Ferien leer standen. Und – natürlich – Ende der 20-er Jahre – am Morgen „Saluto alla bandiera“
Die meisten der aus Innsbruck stammenden Kinder konnten kein Wort italienischg mehr – „aber nach einer Woche konnten sie alle sagen: Prego, Signorina! – un pezzo di pane….
Ja, das Dopolavoro als Einrichtung war die zuständige – oder sagen wir „die Anlauf-„Stelle für jene italienischsprachigen Alt-Österreicher, die nach dem ersten Weltkrieg plötzlich keine österreichischen, sondern italienische Staatsbürger geworden waren – automatisch und ungefragt! – und die sich ja die österreichische Staatsbürgerschaft kaufen hätten können – was ungefähr das Jahreseinkommen eines Arbeiters gekostet hätte. Also „für unsereins“ chancenlos…
Also: Gasthaus ist benannt nach der Freizeiteinrichtung im Hause – und nicht, wie nach dem 2. Weltkrieg vermutet, das Haus nach dem Gasthaus – tät ich einmal sagen.
🙂 ich hatte noch immer Zweifel, aber mit diesen Photovergleichen ist es nun klar – Danke!
Interessant, dass die Rustica eine Rekonstruktion von etwas zu sein scheint, was ursrpünglich gar nicht da war.
Danke für den Link. Die Gegend war damals noch ein Idyll.
Heute noch bestehend sind Teile des Tores sowie der einsame Gedenkstein im kleinen Park, der an den Tiroler Fliegerpionier Raoul Stoisavljevic erinnert.
Lange Zeit gab es auch noch nach dem Abriss des Hotels einen Tennisplatz (schon wieder 😉 ), einstmals für das mondäne Flughafenpublikum.
Im Dokument http://othes.univie.ac.at/56028/1/59217.pdf steht auf Seite 100 “ Bei der Sanierung des Turmkreuzes
der Hofkirche in Innsbruck 1981 wurde ein zuletzt 1690 verborgenes Depot geöffnet.
In der Turmkugel wurden neben diversen Gegenständen und Pergamentblättern
14 Medaillen gefunden, die verschiedene Heiligen- und Gnadenbilder zeigen.“
Ein Vergleich mit diversen reichlich vorhandenen Fotografien läßt die Identifizierung des Arbeitsplatzes mit der Turmspitze der Hofkirche m.M. als sicher erscheinen.
könnte die Kirchturmspitze von der Franziskanerkirche sein (Hof- oder Schwarz-Mander-Kirche),-
sollte dies zutreffen ev. zu 450 Jahrfeier Kaiser Maxl (1969), oder 150 Jahr Bergiselschlacht 1959,
bezüglich Kleidung der Dachspengler eher ersters
Danke für den Link. Die Gegend war damals noch ein Idyll.
Heute noch bestehend sind Teile des Tores sowie der einsame Gedenkstein im kleinen Park, der an den Tiroler Fliegerpionier Raoul Stoisavljevic erinnert.
Lange Zeit gab es auch noch nach dem Abriss des Hotels einen Tennisplatz (schon wieder 😉 ), einstmals für das mondäne Flughafenpublikum.
Am 23. August 1882 erscheint in den Innsbrucker Nachrichten der Bericht über die feierliche Abholung der Feuerspritze. Darin heißt es:
„Unter Pöllerschüssen wurde dann die schöne preisgekrönte Spritze wieder in die Gemeinde geführt. Möge sie dort lange ruhen und außer den Proben niemals zur Verwendung kommen.“
Bereits am 25. August desselben Jahres veröffentlicht die Feurwehr Hötting voll des Lobes eine öffentliche Danksagung in den Innsbrucker Nachrichten:
„Die neue Fahrspritze aus der Fabrik des Herrn Johann Grassmair in
Wilten, welche die freiwillige Feuerwehr Hötting im heurigen Frühjahre an-
geschafft hat, wurde bei mehreren Uebungen sowohl in theoretischer als auch
in praktischer Hinsicht einer strengen Prüfung unterzogen, wobei sich heraus-
stellte, dass der Fabrikant seinen contractlichen Verpflichtungen nicht nur voll
kommen nachgekommen, sondern dieselben noch in vielen Stücken übertroffen
hat. Die Spritze hat senkrecht stehende, 150 Millimeter weite Cylinder, unge-
mein leicht zugängliche Ventile und Saugwechsel Vorrichtung und zeichnet sich
überhaupt durch äußerst zweckmäßige Construction, durch elegante, leichte und
doch solide Bauart vortheilhaft vor manchen anderen Erzeugnissen dieser Art
aus. Sie erreicht eine Saugdöhe von 7 Meter, liefert per Minute 530 Liter
Wasser, und mit 16 Mann Druckkraft wurde der Wasserstrahl in horizontaler
Richtung 40 Meter weit getrieben. Mit Fug und Recht hat daher die Preis-
jury für Löschgeräthe und Ausrüstungsgegenstände beim Feuerwehrfeste in
Innsbruck am 18. ds. der Firma Joh. Grassmair für die Herstellung dieser
Spritze die silberne Medaille zuerkannt. Indem wir nun diese Thatsache freudig
constatieren, erachten wir es als eine angenehme Pflicht, dem Herrn Joh.
Grasmair für de Herstellung dieser Maschine unsere volle Anerkennung und
unseren verbindlichsten Dank öffentlich auszudrücken uud unseren Feuerwehr-
Kameraden wärmslens zu empfehlen, dass sie sich bei Bedarf solcher Maschinen
an diese vaterländische Firma wenden mögen.
Hötting, 25. August 1882.
Die freiwillige Feuerwehr Hötting.“
vielen Dank für diese ergänzenden Hinweise! Eine offene Frage ist bislang noch, wie lange diese Spritze im Dienst stand. Die Aufnahme ist leider undatiert, dürfte aber in den 1930er-Jahren (möglicherweise 1933 im Rahmen des Jubiläums der FF Amras) entstanden sein…
Laut dem Artikel „60 Jahre Feuerwehr Hötting“ im Tiroler Anzeiger vom 8. Juni 1934 wurde die Grassmayr´sche Feuerspritze mindestens bis 1934 verwendet. Weil das alte Gerätehaus zu klein war, musste für diese Feuerspritze 1883/84 sogar ein neues Spritzenmagazin errichtet werden.
Der Artikel „60 Jahre Feuerwehr Hötting“ ist auf Grund seiner historischen Details bestimmt von allgemeinem Interesse:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19340608&query=%22h%c3%b6tting+feuerwehr%22~10&ref=anno-search&seite=6
From Karl Hirsch on Kalvarienberg Arzl
Go to comment2021/02/03 at 12:08 pm
From Gottfried Opperer on Kalvarienberg Arzl
Go to comment2021/02/03 at 2:45 pm
From Roland Tiwald on Unbekannte Häuser…? – XIII
Go to comment2021/02/03 at 9:19 am
From Manfred Roilo on Postskriptum
Go to comment2021/02/03 at 7:47 am
From Manni Schneiderbauer on Postskriptum
Go to comment2021/02/04 at 9:50 am
From Karl Hirsch on MH im Schnee
Go to comment2021/02/02 at 9:14 pm
From Klaus Will on MH im Schnee
Go to comment2021/02/02 at 8:18 pm
From Karl Hirsch on Postskriptum
Go to comment2021/02/02 at 7:56 pm
From Matthias Egger on Postskriptum
Go to comment2021/02/02 at 8:13 pm
From Karl Hirsch on Postskriptum
Go to comment2021/02/02 at 6:41 pm
From Friedrich Stepanek on Unbekannte Häuser…? – XII
Go to comment2021/02/02 at 2:31 pm
From Wolfgang Unterberger on Unbekannte Häuser…? – XII
Go to comment2021/02/02 at 12:37 pm
From Dr. Wolfgang Unterberger on Unbekannte Häuser…? – XII
Go to comment2021/02/02 at 12:37 pm
From Karl Hirsch on Die "Kaiserkrone"
Go to comment2021/02/02 at 10:36 am
From Manfred Roilo on Die "Kaiserkrone"
Go to comment2021/02/10 at 6:24 pm
From Josef Auer on Die "Kaiserkrone"
Go to comment2021/02/02 at 12:08 pm
From Karl Hirsch on Die "Kaiserkrone"
Go to comment2021/02/02 at 12:54 pm
From Josef Auer on Die "Kaiserkrone"
Go to comment2021/02/02 at 10:28 am
From Karl Hirsch on Unbekannte Häuser…? – XII
Go to comment2021/02/02 at 8:49 am
From Josef Auer on Ein Blick ins 19. Jahrhundert - I
Go to comment2021/02/01 at 9:47 pm
From Martin Schönherr on Ein Blick ins 19. Jahrhundert - I
Go to comment2021/02/01 at 8:40 pm
From Karl Hirsch on Ein Blick ins 19. Jahrhundert - I
Go to comment2021/02/02 at 11:30 am
From werner schröter on Immer eine Herausforderung
Go to comment2021/02/01 at 6:32 pm
From werner schröter on Die Feinbetonierung der Gefühle II
Go to comment2021/02/01 at 6:17 pm
From werner schröter on Fenster zum Hof
Go to comment2021/02/01 at 6:11 pm
From Markus A. on An einem Dezembertag ...
Go to comment2021/02/01 at 5:50 pm
From Matthias Pokorny on An einem Dezembertag ...
Go to comment2021/02/01 at 6:29 pm
From Karl Hirsch on Ein Blick ins 19. Jahrhundert - I
Go to comment2021/01/31 at 9:55 pm
From Karl Hirsch on Ein Blick ins 19. Jahrhundert - I
Go to comment2021/01/31 at 10:00 pm
From Karl Hirsch on Urlaub auf der Seegrube?
Go to comment2021/01/31 at 7:00 pm
From Markus Unterholzner on Urlaub auf der Seegrube?
Go to comment2021/02/01 at 11:06 am
From Josef Auer on Die Riedgasse: Gefahr für Leib und Leben
Go to comment2021/01/31 at 3:05 pm
From Josef Auer on Was übrig blieb
Go to comment2021/01/31 at 11:10 am
From Martin Schönherr on Was übrig blieb
Go to comment2021/01/31 at 10:38 am
From Elmar Berktold on Ist der Hügel auch noch so klein ...
Go to comment2021/01/31 at 7:04 am
From Erwin Schneider on Ist der Hügel auch noch so klein ...
Go to comment2021/08/21 at 8:32 am
From Josef Auer on Ein Tourismus-Souvenir des 19. Jahrhunderts
Go to comment2021/01/30 at 10:54 pm
From Johann Heis on Ist der Hügel auch noch so klein ...
Go to comment2021/01/30 at 5:41 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/30 at 5:35 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/30 at 5:16 pm
From Markus A. on Ist der Hügel auch noch so klein ...
Go to comment2021/01/30 at 3:27 pm
From Karl Hirsch on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/30 at 10:35 am
From Josef Auer on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/29 at 11:14 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/30 at 8:36 am
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/29 at 11:06 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/29 at 10:47 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/29 at 10:28 pm
From Manfred Roilo on Was wächst denn da?
Go to comment2021/01/29 at 9:46 pm
From werner schröter on white cliffs of Arzl
Go to comment2021/01/29 at 4:56 pm
From werner schröter on Die Zeit vergeht...
Go to comment2021/01/29 at 4:33 pm
From Karl Hirsch on Ein Luxus-Hotel...
Go to comment2021/01/29 at 2:32 pm
From Karl Hirsch on Die Zeit vergeht...
Go to comment2021/01/29 at 12:54 pm
From Karl Hirsch on Die Zeit vergeht...
Go to comment2021/01/29 at 12:52 pm
From Josef Auer on Die Zeit vergeht...
Go to comment2021/01/29 at 11:55 am
From Karl Hirsch on ... auf der Hofkirche!
Go to comment2021/01/29 at 8:34 am
From Geisler Wolfgang on Unbekannte Häuser…? – XI
Go to comment2021/01/29 at 7:27 am
From Michele Nonnato on Unbekannte Häuser…? – XI
Go to comment2024/01/17 at 12:26 pm
From Henriette Stepanek on Unbekannte Häuser…? – XI
Go to comment2024/01/17 at 2:04 pm
From Martin Schönherr on Den Blick fürs Detail...
Go to comment2021/01/28 at 11:00 pm
From Karl Hirsch on Airport-Hotel
Go to comment2021/01/28 at 8:41 pm
From Karl Hirsch on Airport-Hotel
Go to comment2021/01/28 at 8:48 pm
From Karl Hirsch on In luftigen Höhen...
Go to comment2021/01/28 at 8:32 pm
From Joachim Bürgschwentner on In luftigen Höhen...
Go to comment2021/01/28 at 9:35 pm
From pension heis on In luftigen Höhen...
Go to comment2021/01/28 at 6:48 pm
From Manfred Roilo on Airport-Hotel
Go to comment2021/01/28 at 2:54 pm
From Karl Hirsch on Airport-Hotel
Go to comment2021/01/28 at 8:41 pm
From Josef Auer on Déjà-vu
Go to comment2021/01/28 at 2:33 pm
From Matthias Egger on Déjà-vu
Go to comment2021/01/28 at 3:11 pm
From Josef Auer on Déjà-vu
Go to comment2021/01/28 at 5:04 pm