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Platz Da!

Platz da!

Ob man es glaubt oder nicht, wir stehen hier wirklich am Beginn der Innerkoflerstraße. Von hier aus kommt man heute durch die Dreißigerzone, die von so ziemlich jedem ignoriert wird, zu Einrichtungen des täglichen Bedarfs: vom Sportplatz bis hin zur Universitätsklinik ist alles dabei. Das war allerdings nicht immer so, wie uns das beigefügte Foto schön veranschaulicht.

Dort wo heute die Straße entlangführt stand einst das Lager einer gewissen Familie Neumair, wir sehen links einen ihrer Anhänger mit der Aufschrift ,,Mö-Trans Neumair“, woraus man schließen kann, dass die Familie Möbeltransporte durchgeführt hat. In einem Adressbuch aus dem Jahre 1964 findet man auch eine dementsprechende Anzeige. Die Datierung des Bildes gestaltet sich schwierig, hinter dem Lager ragt bereits das neue Klinikgebäude hervor, welches im Dezember 1968 eröffnet wurde. Auf anderen Fotos sieht man auch, dass sich der Kindergarten Innerkoflerstraße ebenfalls schon dort befindet; dieser wurde 1964 eröffnet. Allerdings fehlt noch das Garderobengebäude vom Sportplatz Wilten-West, die ersten Fotos davon sind mit dem Jahr 1972 datiert. Irgendwann in diesem Zeitraum muss das Lager demnach dort gewesen sein, jedoch wurde es kurz darauf abgerissen, um eine durchgängige Innerkoflerstraße zu bauen und die Zufahrt zur Klinik zu erleichtern. Auch interessant ist, dass sich die Straße im Verlauf der Zeit rasant erweitert hat, denn während im Jahr 1953 lediglich drei Häuser in der Innerkoflerstraße verzeichnet waren, waren es im Jahr 1976 bereits 13 Häuser.

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-5568)

(Verena Kaiser)

Dieser Beitrag hat einen Kommentar
  1. Ich glaub es gern, daß dahinter die Innerkoflerstraße verläuft, denn dieses Szenario hat mich bis zum 23. Lebensjahr als zur mittleren Nachbarschaft gehörend begleitet. Die Innerkoflerstraße war längs der Neumairschen Gebäude ein schmales Gässchen, es gab keinen Grund, dort durchzufahren, Es gab in die selbe Richtung bessere Verkehrswege. Erst mit dem Ende des Wiltenberger Bahnübergangs bzw. Baus der Straßenbrücke über die Eisenbahn beim Siglanger kam es zur Entdeckung der „Allee“ – wie der letzte Teil der Egger Lienz Straße nur genannt wurde – als mögliche Einfallstrecke für den Verkehr aus dem Westen und der Weiterführung als Südring. In späterer Folge erwachte auch die Innerkoflerstraße in ihrer Rolle als Hauptweg Richtung Universität. Anfänglich noch mit Nachtfahrverbot im Bereich der Klinik.

    Während der Volksschulzeit war das Gässchen eine der vielen Alternativen für den Heimweg von der Haspingerschule.

    Auf dem Foto scheint der Betrieb der Fa. Neumair schon eingestellt worden zu sein. Kurz vor dem Ende gab es noch dramatische Szenen versuchter und auch fast gelungener Brandstiftung, ich erinnere mich, gerade mit dem Moped in der Gegend unterwegs gewesen zu sein, als die Feuerwehr daher kam. Sie war schneller als das Feuer, welches trotz massenweise vorhandener brennbarer Materialien inklusive Häuser und Hütten keine Zeit zur Ausbreitung hatte. Ein aufgeregter Herr Neumaier erklärte den Feuerwehrleuten, der Polizei und auch allen Umstehenden, daß man das schon zweimal versucht habe, das letzte Mal sei eine Fackel an ein Holztor gelehnt gewesen. Sensation.
    Später sah ich einmal, daß Feuer am Werksgelände Tradition hatte, schon 1936 wurden Fotos einer von Feuer arg in Mitleidenschaft genommenen Betriebsgeländes gemacht.

    Das Gelände war einige Jahre eine Gstätten bester Tradition, ich glaube, bis zum Ausbau der Straße Anfang der 70er Jahre hinein.

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