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„Die Erste Liebe Stirbt Nie…

„Die erste Liebe stirbt nie…

aber irgendwann bekommt sie kein Pickerl mehr und muss auf den Schrottplatz.“ Dieser wohl nicht ganz ernst gemeinte Spruch trifft wahrscheinlich dennoch auf den einen oder anderen in Innsbruck Beheimateten zu. Die Trennung von einem geliebten Auto kann ein harter Schlag für den Besitzer oder die Besitzerin sein. Vor allem an das erste eigene Auto können sich wahrscheinlich viele von uns noch gut erinnern. Umso trauriger ist unser heutiges Titelbild, das einen gut gefüllten Schrottplatz mit allerlei prachtvollen Autos zeigt, viele davon aus heutiger Sicht schöne Oldtimer. Die autoaffineren LeserInnen unter uns können die Marken und Typen sicher augenblicklich erkennen. Doch noch viel wesentlicher die Frage: Wo konnte man den diese Szenerie beobachten?

Falls noch jemand eine Geschichte vom ersten eigenen Auto zum Besten geben will, würde mich das ebenfalls sehr freuen. In meinem Fall als „Spätberufener“ war es ein Volvo S70 in Ferrarirot, ach was für ein schönes eckiges Auto…

Wie immer war des Rätsels Lösung schnell gefunden – Elmar Berktold war gleich von Beginn an in der richtigen Ecke. Inzwischen sind die räumliche Einordnungen schon wesentlich genauer als bei uns in der Datenbank wo nur „Autoschrottplatz Neu Arzl“ verzeichnet war. Wie immer vielen Dank für die rege Beteiligung.

 (Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck KRNE-5409)

Dieser Beitrag hat 13 Kommentare
  1. Das müsste am Moserfeldweg sein, etwas westlich des Schusterbergwegs, ungefähr im Bereich der heutigen HNr. 61. Ich meine unter der Dachrinne des „Schrottplatzhauses“ das oberste Stück der Steigungsstrecke des Schusterbergwegs zu erkennen.

    1. Ich tät mich leichter, wenn die Örtlichkeit nicht westlich des Schusterbergwegs, sondern westlich des Exerzierwegs vermutet würde. Dort gibts auch das zitierte Haus Moserfeld 61, und auf dem 1947er Luftbild eine Andeutung einer Fläche, die der Schrottplatz in noch aufgelockerter Objektverteilung sein könnte.

  2. Wir sind jedenfalls südlich der Bahnstrecke; hinten rechts sieht man einen Oberleitungsmasten am Einschnitt bei der Fa. Dörr.
    Vielleicht ist es genau dort, wo heute die Firma Autoland an der Hallerstraße ihren Sitz hat? Die Nutzung wäre also i.W. gleich geblieben.

  3. Jetzt wär noch interessant, wenn uns die entsprechenden Fachleute in der Runde (ich gehör mit Sicherheit nicht dazu) die hier gestapelten Automarken sagen könnten. Ist Z.B. ein Fiat Ballila darunter? Oder sind das alles Peugeots? Diesen Frühjahr habe ich nämlich in der Sillschlucht unweit der Glurischhöfe ein ähnliches Wrack entdeckt – aber mit der zweifelsfreien Bestimmung bin ich noch nicht weitergekommen.

    Ps. das Haus hinter dem Schrottplatz müsste J. Wilbergerstraße 49 sein

  4. Ich kann nur nirgends die Bahnanlagen entdecken, vor allem hinter dem Haus, beim Masten ist schon so eine Erhöhung. Die Adresse Wilbergerstraße 59 ein Feld weiter östlich würde zwar noch einen aktuellen Autofriedhof liefern, aber den gibts erst nach 2009. Wär zu einfach gewesen.

    Auf den Luftbildern von 1946 und der Waldstandsflüge von 52 und 53 ist auch nichts Deutliches zu sehen, eher Gärten und Wiesen.

    Wieder zurück zum Moserfeld??

    Weitere Negativmeldung: Mit der Typologie dieser Schrotthaufen kenn ich mich auch nicht aus. Aber es gibt sicher irgendwo auf der Welt welche, die ein Auto auch an der Bodenplatte erkennen können.

  5. Einen Oberleitungsmasten sieht man, sogar den charakterisitschen Ausleger – wenn man den Sattel vom Hundskopf nach unten lotet. Ich bleibe bei Straßen südlich der Bahn, ob die Adresse genau stimmt, kann ich aber rnicht sagen.
    Zur Frage, von wo man die Szene beobachten konnte würde ich sagen – von der Hallerstraße.

    1. Wenn man weiß, wo man hinsehen muß, dann sieht man, was man wissen will. Wahrscheinlich ist der Mast, der in der Mitte vor dem Baum zu sehen ist, und den ich noch nordseitig liegend, für einen Hausstrommast gehalten habe, dann auch noch ein Oberleitungsmast.

  6. Am Thema „Alte Liebe…“ bisher vorbei, noch ein Geheimnis zu lüften vergessen: Mein erstes Auto hab ich vom Vater geerbt, es stand 2 Jahre in der Scheune, bis ich den Führerschein machen konnte. Es war ein damals geradezu unverkäuflicher DKW Junior, ein elender Zweitakter, der mich zum autodidakten Automechaniker ausgebildet hat. Im Leerlauf pömperte der Motor unregelmäßig vor sich hin, einmal auf Drehzahl gebracht surrte er hingegen recht angenehm. Neben dem hohen Benzinpreis – beim Zweitakter war ja noch Motoröl beigemischt – hatte der Junior etliche Macken. Das Schinaggl hatte z.B. eine wasserpumpenlose „Thermosyphonkühlung“, d.h. die Kühlung funktionierte nach dem Prinzip Heiß steigt auf, Kalt sinkt ab. Leider hat man den Kühler hinter dem Motor angebracht, sodaß er in der Steigung schlecht funktionierte und das Wasser bald einmal kochte. Umgekehrt hat ein Zweitakter fast keine Motorbremswirkung, abwärts wurden die Bremsen heiß…
    Bei der ehemaligen, heute unter OMV-Marke existierenden PAM Tankstelle von Herrn Rudi Lasselsberger in der Eggerlienz Straße gab es eine Grube, in der man unter dem Auto arbeiten konnte und wo ich (auch aus Autonarretei) Dauergast war.
    Trotzdem kam man damit bis ins Elsass und an den Gardasee, der damals auch noch ein anderes Flair hatte.
    5 Jahre fuhr ich die hassgeliebte Kraxe, bis ich sie um 3000 Schilling an einen Zweitaktliebhaber nach Schwaz verkaufte. Dort sah ich sie noch einige Jahre in einer martialischen Rallybemalung, die der begeisterte Besitzer dem Auto verpaßt hat, und am Heckfenster pickte eines der damals noch beliebten Reisezielaufkleber aus Rimini. Es hielt also noch weiter als bis zum Gardasee. Wenn ich das gewußt hätte!
    Sein Ende kam dann auf dem großen Schrottplatz hinter Rattenberg, wo ich Mitte der 70er den Junior mit der Rallybemalung leicht erkennen konnte.

    1. Vielen Dank für das Teilen der tollen Geschichte. Ich musste das Auto (DKW Junior) ehrlich gesagt vorher Googlen da ich es nicht kannte, aber was für ein schönes Auto.

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