Flugzeuge waren vor Eröffnung des Flughafens 1925 äußerst seltene Gäste in Innsbruck. Das Landen und Starten war auch ohne Flughafen möglich, aber sehr gefährlich:
Im November 1923 landete ein von Wien über Bruneck kommendes Flugzeug in Innsbruck. Im Pustertal wäre es fast von den Carabinieri beschlagnahmt worden:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19231108&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=3
Im September 1924 kam es auf der Ulfiswiese zu einer ziemlich unsanften Landung. Das kaputte Flugzeug musste mit dem Zug retour geschickt werden:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19240915&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=4
Ein Flugzeug zu sehen war ein großes und seltenes Spektakel, welches von vielen Menschen auf den Straßen aufmerksam beobachtet wurde. So geschehen bei der zweimaligen Landung einer von Zürich kommenden Maschine in der Reichenau im Mai 1925:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19250502&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=1
Auf der Seite der Innsbrucker Nachrichten vom 8. November habe ich auch etwas entdeckt, das Herrn Roilo interessieren könnte: Eine Todesnachricht der Maria Roilo, geb. Huber, Bäckermeistergattin.
Oh, danke, Frau Michaela. Ich hatte bisher nur ein Sterbebildl von meiner Großmutter. Sie war eine gebürtige Brixnerin, Mutter von neun Kindern, die zwischen 1900 und 1914 geboren sind!
Der einzige dokumentierte zivile Start eines Flugzeuges nach dem WK 1 fand vom 3. bis 5, April 1920 statt. Damals beehrte uns ein Herr Schneider aus Augsburg kommend mit seiner damals schon hoffnungslos veralteten Rumplertaube, einer Raubkopie der Etrichtaube. Er führte an diesen Tagen von der Wiese hinter dem Kettenbrückensanatorium aus ein paar Rundflüge durch, mit je einem Passagier an Bord. Der hätte natürlich photographieren können, aber: Aber wie kommen die auf unserem Photo erkennbaren Heumandeln in den April?
Ich habe – wie wohl Niko Hofinger auch – zuerst auch an ein Flugzeug als Photoplattform gedacht. Gsnz ausgeschlossen wäre es ja nicht, das Flugzeug hätte ja von woanders aus starten können.
1962 und noch etliche Jahre danach war der Faschingsdienstag wie auch die beiden anderen, wenn auch weniger bemühten Eckpfeiler der Faschings ein ganz normaler Arbeitstag an dem sich vielleicht die Kindergartenkinder maskierten. Dafür war der Josephitag arbeitsfreier Feiertag.
Alle oder die meisten Faschingsumzüge fanden damals „vernünftigerweise“ (welch Widerspruch für Narren) am Sonntag statt, wenn reichlich Publikum zu erwarten war.
Die Eröffnung des Flughafens im Juni 1925 ist somit kein Kriterium für das Aufnahmedatum (leider habe ich das ins Spiel gebracht), man hat wahrscheinlich schon vorher Innsbrucker Flugaufnahmen von Fliegern aus gemacht. Die Aufnahme aus einem Ballon könnte auch passen – aber das wäre zu unfair von Herrn Hofinger gewesen.
Interessant wäre noch zu wissen, wann die Lücken bei den Rhomberghäusern in der Gaswerkstraße geschlossen wurden.
Am rechten Bildrand ist die Barackensiedlung zu sehen, die sich am Ende der Amthorstraße befunden hat (Amthorstraße 51-55). Die Baracken wurden 1924 erstbezogen und bestanden bis Mitte der 1980-er Jahre als städtische Wohnungen(!). Zusammen mit der Information von Herrn Auer bezüglich des Uhrturmgebäudes dürfte der Aufnahmezeitpunkt ziemlich genau in den Jahren 1923 oder 1924 liegen.
Höchst spannend, dass dieses Bild von einem Ballon aus aufgenommen wurde. Nachdem Ballone fahren und nicht fliegen, wäre „Anfahrt auf Innsbruck-Ost“ wohl der historisch zutreffendere Titel für diesen Beitrag.
Das genaue Datum für den Spatenstich des Uhrturmgebäudes war leider nirgends aufzufinden….
Da es 1924 bei uns noch keinen Flugverkehr mit Flugzeugen gegeben hat, muß die Aufnahme aus einem Ballon gemacht worden sein. Es ist anzunehmen, daß der Ballonfahrer vom Gaswerkaufgestiegen ist, von wo zahlreiche Ballonstarts erfolgt sind, teilweise auch zu wissenschaftlichen Zwecken. Somit wäre die Aufnahme bald nach dem Start erfolgt.
Das Innsbrucker Stadtgas hat sich laut einer überlieferten Aussage eines Ballonfahrers als ein für Ballone vorzüglich reines und somit relativ leichtes Gas erwiesen, welches gerne als Füllgas verwendet wurde, auch wenn ein Wasserstoffballon natürlich weniger Gewicht aufgewiesen hätte. Wasserstoff war jedoch nicht so leicht zu erhalten als wie das Stadtgas und ist im Umgang nicht ungefährlich.
Das Datum könnte man vielleicht festlegen, Ballonfahrten waren zwar zahlreich, aber doch abzählbar. Ich werd nachlesen, aber da ist sicher wieder einer schneller :-).
Mit dem Bau des Uhrturmgebäudes am Bahnhofsplatz wurde laut Tiroler Kunstkataster bereits 1924 begonnen, das Foto ist demnach vor 1924. Somit stammt die Aufnahme noch aus der Zeit vor Eröffnung des Flughafens Reichenau. Dieser wurde am 1. Juni 1925 eröffnet.
Ich habe, ehrlich gesagt nur auf Pradl geschaut. Nachdem ich auch die T.Prachenskybauten Pembaurblock und Körnerstraße 5 noch nicht sehen konnte, wollte ich gerade schreiben, ob nicht etwa Flieger vor der Flughafeneröffnung schon geflogen sind. Es scheint demnach so (Uhrturm)
Ja, die Namen der Personen auf dem Foto wären interessant zu wissen!
Standschützenhauptmann von 1903 bis 1913 war der Metzgermeister Hans Müller.
Sein direkter Amtsvorgänger von ca. 1880 bis 1903 war Johann Wieser.
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19131029&query=%22hans+m%c3%bcller+PRADL%22~10&ref=anno-search&seite=5
Einer von beiden wird wohl auf dem Gruppenbild zu sehen sein. Eher ist es Hans Müller, weil der Schützenhauptmann jünger als 70 Jahre ausschaut. Dann wäre das Foto wohl um 1905 aufgenommen.
Das sind die Todesanzeigen von Johann Wieser, verstorben 1903 mit 78 Jahren, darunter auch die Anzeige der Schützenkompanie:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19030505&query=%22johann+wieser+PRADL%22~10&ref=anno-search&seite=11
Noch ein früherer Vorgänger als Standschützenhauptmann war der Kaufmann Peter Mehrle, sicherlich Sohn des Bäckermeisters Josef Mehrle!
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19051204&query=%22HAUPTMANN+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=5
Danke, Herr Auer, dass Sie sich wieder so bemüht haben!
Zum Zeitungsartikel vom 29.10.1913: Dieser damals so plötzlich verstorbene Hans Müller dürfte der Vater von Heinrich Müller gewesen sein, von dem ich in meiner Antwort an Herrn Egger geschrieben habe. Heinrich war dessen Nachfolger nicht nur in der Metzgerei, sondern auch als Standschützenhauptmann von Pradl.
Der Sohn von Heinrich Müller und Nachfolger in der Metzgerei hieß auch Hans Müller, er war ebenfalls Offizier bei den Pradler Schützen, aber nach dem 2. Weltkrieg (ich habe ein Bild von ihm aus 1963 anlässlich der 100 Jahr Feier des Tiroler Bundes in Wien, bei dem die Pradler Schützen aufmarschierten)
Zu den Todesanzeigen von Johann Wieser: Hier ist besonders interessant „Trauerhaus Nr. 37 in Pradl“. Dieses Haus war der spätere Gasthof „Zum Goldenen Winkel“!!
Jetzt wäre Herr Niko Hofinger gefordert, denn in seinem Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/goldener-winkel/ wird erst ab 1904 gesprochen, also ein Jahr nach dem Ableben von Johann Wieser!
Anmerkung: In diesem Beitrag fehlt leider noch immer mein Foto, das ich Herrn Hofinger schon vor längerer Zeit übersandt habe, nämlich das mit den zwei Löwen und dem goldenen Winkel an der Wand!
Zu Peter Merle: Das ist sicher der Besitzer des Ladengeschäftes der Bäckerei in der Pradlerstraße 15, sein Bruder hatte die Bäckerei selbst. Siehe mein Beitrag vom 12.2.2021 in https://innsbruck-erinnert.at/wohnen-im-pradlorama/comment-page-1/#comment-5933
1 Weiß man, wer diesen Plan gezeichnet hat – vielleicht Alois Wörle selbst??
2 Kennt man irgendwelche Namen von Mitgliedern der Standschützenkompanie Pradl auf diesem Foto – z.B. wer war der Hauptmann?
@ 1: Der Plan ist leider nicht signiert.
@ 2: Zum Zeitpunkt der Aufnahme war der Bauer Johann Wieser (1825-1902) Hauptmann der Pradler Standschützen (er ist jedoch auf dieser Aufnahme nicht zu sehen). Links vom Tisch sitzt vermutlich Jakob Leukermoser (Oblt.) und rechts vom Tisch Johann Kirchebner (Lt.). In der Mitte stehend (direkt hinter der Karaffe) sehen wir den Fähnrich Heinrich Müller. Rechts von ihm dürfte Zugsführer (drei Sterne) Martin Maier zu sehen sein. Und hinter Oblt. Leukermoser dürfte Unterjäger Johann Müller stehen.
Sehr wahrscheinlich zeigt die Aufnahme die Pradler Abordnung, die am 5. österr. Bundesschießen (1898) in Wien teilnahm.
Danke, Herr Egger, für die rasche Beantwortung meiner Fragen:
@ 1: Schade! Ich dachte da an Maurermeister Alois Wörle, der, wie Sie schreiben, dem Ausschuss angehörte, und der laut dem Inserat in den Innsbrucker Nachrichten, auf das Herr Auer in seinem Kommentar hingewiesen hat, in unserem Stöcklgebäude Pradl 65 = heute Egerdachstraße 6 lebte. Klar, dass ich mich schon deshalb für ihn besonders interessiere.
Noch zwei interessante Aspekte gibt es – ich bin erst dabei, Licht ins Dunkle zu bringen! Einmal gibt es später DEN „Pradler Baumeister“ Alois Auer mit‘ Sitz im „Wörlehaus“ Pradlerstraße 51 bzw. dem Sägewerk sowie der Bau- und Möbeltischlerei in der Amraserstraße zwischen Gumppstraße und Pradlerstraße (ich habe gerade eine Originalrechnung vom 2.7.1924 vom „Baugeschäft“ Alois Wörle an meinen Großvater für Reparaturarbeiten am Hause Egerdachstraße 6 vor mir liegen).
Andererseits lebte, arbeitete und starb in diesem Haus der Kunstmaler Raimund Wörle (1896 – 1979)! Sind beide ev. sogar Söhne des Maurermeisters Alois Wörle sen.?
@ 2: Ich habe deshalb nach Namen gefragt, da ich nach Heinrich Müller suchte. Dass es der Fähnrich auf diesem Bild ist, freut mich sehr. Heinrich Müller führte immerhin als Hauptmann die Pradler Standschützen an die Dolomitenfront! Er war der Besitzer der Metzgerei Müller am Pradler Brückenplatzl (Pradlerstraße 1) und später auch Feuerwehrhauptmann von Pradl. Da seine Schwiegertochter die beste Freundin meiner Mutter war, besitze ich einige Fotos und Andenken an ihn. Die Bilder habe ich 1989 Herrn Walter Kreutz überlassen, somit sind sie jetzt im Stadtarchiv gelandet!
Anscheinend wirklich schwierig. Wo gibt es so einen nördlichen, vorspringenden Hausabschluß in einer Vorkriegshäuserzeile mit einer kleinen, als Zufahrt angesehene Baulücke dazwischen? Die ganzen linksseitigen Nord/Süd-orientierten Zinsburgfluchten der Stadt luftbildgestützt durchackern ist halt keine Lösung.
Zur zeitlichen Einordnung des Bildes:
Der Volvo 144 ist Baujahr 1972, der VW-Bus ist ein T2b (oder ev. auch ein T2a/b) frühestens gebaut ab Spätsommer 1971.
Ich tippe auf das Haus mit der heutigen Adresse Hungerburgweg 4, die markanten herausstehenden Balkenenden oberhalb vom 1. Stock sind immer noch am Cafe Alpina zu sehen.
Man vergisst ganz, dass bedingt durch das durch die alte Pradler Brücke vorgegeben gewesenen Straßenlayout die O-Bus-Linie B durch dieses Grätzl ja quasi zentral durchgefahren ist und das mit dem Brückenneubau zumindest theoretisch zur Fußgänger*innenzone gewordene Gassl zum eigentlich ebenfalls dem Fuß- und Radverkehr vorbehaltenen Pradler Brückenplatzl somit eine echte Verkehrsfunktion hatte, wie auch die lange Kurve, in der die Kamera steht. Danke für die Erinnerung! Ich habe das als jeden Tag von Dreiheiligen herüberwandernder Rennerschüler übrigens noch kurze Zeit so gesehen, wenn auch bereits längst ohne Fahrleitungen. So alt bin ich.
Ich weiß, hinter dem Gebäude links im Bild war ja die Bäckerei Ihres Vaters, Herr Roilo. Zu meiner Zeit allerdings schon „Sport Kiefer“, in meiner Erinnerung auch in den 1980ern noch ganz im Stil der 1970er. Daraus wurde dann Ende der 1980er, Anfang der 1990er, ich glaube das war hier noch nicht Thema, ein kultiges Chinarestaurant, in dem ungewöhnlicher Weise statt der anderswo üblichen chinesischen Fahrstuhlmusik immer feinster Techno dröhnte, was am coolen Sohn der Besitzerfamilie lag und für mich als damals Anfang-20-Jähriger leidenschaftlicher Jünger des damals aufkommenden Techno, der leidenschaftlich gern auf Raves abfeierte, ein Grund war, besonders gern dort hinzugehen, zumindest solang ich noch in Dreiheiligen lebte.
Etwas möchte ich aber doch noch anbringen, etwas, das mir erst wieder beim Bearbeiten des obigen Beitrages aufgefallen ist: Ich habe den Eindruck, als ob dem lieben Stadtarchiv bezüglich Pradl die Luft ausgegangen ist, man hört in letzter Zeit sehr wenig über diesen Stadtteil! Aber wir wurden ja immer schon von der Stadt benachteiligt 😉
Einen schlimmen Nebengedanken habe ich allerdings: Es wird wohl hoffentlich nicht Herr Hirsch interveniert haben 😉
Passt schon, Herr Hirsch – habe nur schauen wollen, ob Sie diesen Eintrag entdecken! Ob das beim Stadtarchiv auch der Fall sein wird? Zum Unterschied von uns, die ja immer Zeit haben, ist ja deren ehrenamtliche Zeit ziemlich beschränkt.
Einen schönen Tag wünsche ich Ihnen noch!
Um Himmelswillen, nein, Herr Roilo 😀 . Erstens sehe ich hier niemanden als Konkurrenten, zweitens interessieren mich Beiträge und Kommentare von unbekannteren Stadtteilen jenseits von Wilten mehr als solche von der alten Heimat.
Ja, Herr Hirsch: Jetzt habe ich eine halbe Stunde geschrieben, was man, hoffentlich auch sieht (analog Ihrem Eintrag in https://innsbruck-erinnert.at/die-evolution-eines-bauzauns/).
Eigentlich wollte ich noch eine Zusammenstellung aller Links machen, die sich mit dieser Gegend befasst haben, machen. Aber ich zitiere nochmals Sie, Herr Hirsch, bezüglich der Pradlerstraße: „Genug ist genug“ (https://innsbruck-erinnert.at/auf-wen-wartet-der-hund/) – außerdem möchte ich mich anderen Dingen zuwenden.
E i n e n verborgenen Raum in unserem Haus, herr Roilo, haben wir Ihnen bisher unterschlagen, nämlich den K e l l e r unter dem Lebensmittelgeschäft.
Ich selbst hab davon nicht allzuviel mitbekommen – bis zu mir herauf hörte ich ja nichts, war ja schallgedämmt. Aber – es war einmal – ein „Proberaum“…
Meine Tochter Lydia hat mir heute davon berichtet, was sie noch in Erinnerung hat.
Da purzelten plötzlich Namen durcheinander wie Delacher Walter, Staudinger Gerhard, Becke Dieter. Ludescher Christian, Cutic Andy, Johannes M.Sigl, Bernhard Novilla, Joshi Hampl, Wolfi Wein („Lehrer – lockige Haare“) –
– und besonders Louis Goldblum *4.10.1967 – 8.4.2015 –
und „Gruppennamen“ wie „Make up“ – oder „White Roots“ oder „Tintenfisch“ – ab Mitwirkung von Louis Goldblum „Tintenfish“ geschrieben.
ja, und auch heroben, im 1. Stock, wurde Musik geprobt. Nicht nur unser Ältester, der Poldi (Gitarre! später hat er bei den Sons Of The Desert/München/mitg’spielt) – einmal hatte er sogar einen kleinen „Anstand“ mit dem Volderauer Sepp, weil er zur Zeit der Mittagsruhe am offenen Fenster „geklampft“ – also geübt – hat – nein!
Denn ein Schulfreund unseres Jüngsten kam zum Üben auf der Klarinette zu uns in die Wohnung – weil „daheim“ in der Neubauwohnung – und wegen diiee Nachbarn! – gings nicht… Er hat nicht nur seine „Leistungsabzeichen“ gemacht – sondern jetzt, mit Familie in Vorarlberg ansässig, ist er auch Mitglied der dortigen Musikkapelle.
Gell, soviel „Reichtum“ und „Lebendigkeit“ möchte man unserem Haus auf dem „High Noon“-Foto gar nicht zutrauen!
Lieber Herr Schneiderbauer! Wieder einmal ist dieser Beitrag über die Kreuzung Pradlerstraße / Reichenauerstraße aufgetaucht. Schon damals wollte ich der Ordnung halber etwas korrigieren: Sie schreiben:“ … hinter dem Gebäude links im Bild war ja die Bäckerei Ihres Vaters, Herr Roilo. Zu meiner Zeit allerdings schon „Sport Kiefer“ ……“
Nun – das Gebäude links ist Pradlerstraße 9, das „Sailerhaus“. In der Pradlerstraße nach Süden, „aufwärts“ also, folgen Nr. 11 und 13, dann das Brunnenplatzl mit dem Beginn der Egerdachstraße, dann erst auf Nr. 15 die 1979 leider aufgelassene Bäckerei Roilo. Es war allerdings die Bäckerei meines Großvaters, später meines jüngsten Onkels. Mein Vater lernte hier wohl mit drei weiteren Brüdern das Bäckerhandwerk, er „flüchtete“ dann angesichts der starken Konkurrenz in der eigenen Familie, leider verstarb er schon 1946 an den Folgen des Krieges.
Das Hauptgeschäft vom „Sport Kiefer“ war im Haus Nr. 11 – ich weiß nicht ab wann, vorher war hier der Tischler, speziell Pradler Sargtischler und damit auch Beerdigungsunternehmer Müller und das Lebensmittelgeschäft der Maria Kölle.
Nochmals zurück zum Sailerhaus Nr. 9: Es ist benannt nach dem Metzgermeister Sailer, der hier am Eck auch seinen Laden hatte, den er später an Herrn Mungenast verpachtete. Nach Auflassung der Metzgerei hat hier Sport Kiefer ein Filialgeschäft eingerichtet. Dass später daraus ein Gastlokal wurde, habe ich nur so nebenbei mitbekommen – ich war ja inzwischen „ausgewandert“ – bzw. von Frau Stepanek gehört, die ja über ihre neue, lärmende Nachbarschaft zum Unterschied von Ihnen nicht sehr erfreut war.
Im Text von Herrn Hofinger habe ich beim Überlesen gerade „Von Stadel“ als „Fleischkassemmelverkäufer“ entdeckt. Nein – der war oben in der Pradlerstraße, knapp unterhalb des „Scharfen Ecks“!
Vielleicht noch zu den Häusern weiter rechts: In der Mitte Pradlerstraße Nr. 10 – das Haus unserer Frau Stepanek. Zu meiner Pradler Zeit war hier das Lebensmittelgeschäft der Hermine Liepert.
Dann folgt das ehemalige Hotel Altpradl – bei uns früher der Volderauer, benannt nach dem ehemaligen Innsbrucker Gastwirteboss (auch mit dem Adambräu hatte er etwas zu tun – ??) und Amraser Landwirt Josef Volderauer sen. Frage an Frau Stepanek: Das Haus wurde ja kürzlich renoviert, was befindet sich jetzt drin? Und: Lebt der Sohn, dieser Riesenmensch, noch??
Visavis, das kleine Haus Nr. 5, ist ja inzwischen Vergangenheit – hier steht ein neuer, moderner Bau. Das kleine erste Reichenauerstraßen-Haus gibt es hoffentlich noch – oder Frau Stepanek?
Zur Vervollständigung noch zurück in ganz alte Zeiten: Dort, wo der VW fährt, stand einst der Bauernhof Pradlerstraße 7, der dem ersten Ausbau der Reichenauerstraße (es folgten noch zwei oder drei in diesem Bereich) zum Opfer fiel. Zwischen 7 und 5, also dort, wo man den Gehsteig sieht, floss das Pradler Bachl, das einst von der Sillhöfegegend kommend über die Wiesen (also auch durch den heutigen Stadtpark), zwischen Stepanek (bzw. dem Vorgängerhaus) und dem Volderauer , einem Brüggele vor dem Volderauer, hinunter in die Wiesen des Pradler Saggens führte.
„das kleine erste Reichenauerstraßenhaus“, obs noch steht?
Alle d r e i ersten Reichenauerstraßenhäuser stehen zur Zeit noch .
Nummer 2 schon lange leer,
Nr. 4 mit dem Krüppelwalmdach und der Außenstiege – das Sie gemeint haben! – steht und ist bewohnt –
und auch Nr.1, der Bauernhof mit dem großen Garten südlich davor, steht noch. Vor einiger Zeit hats geheißen, hier komme ein Parkhaus – eine Parkgarage hin.
Aber über all dieses haben wir meiner Erinnerung nach eh schon einmal geredet – oder halt geschrieben. Also haben Sie heute auch nichts Neues erfahren – einfach, weil ich halt nicht mehr weiß.
Liebe Frau Stepanek! Danke für Ihren langen Eintrag – Sie können versichert sein: Zumindest einer hat das alles sehr interessiert gelesen. Ich staune ja immer wieder, erstens: was sich nach meiner „Auswanderung“ alles zugetragen hat und zweitens: was Sie alles wissen!
Eine Frage: Wurden Sie noch nie von jemanden kontaktiert? Ich kenne Gemeinden z.B. im Ötztal, da werden Menschen unserer Jahrgänge eingehendst über frühere Zeiten befragt, im Internet kann man diese Gespräche abrufen! Zumindest ein Büchl könnten’s schreiben, Frau Stepanek, – es gibt ja schon solche, zum Beispiel über Dreiheiligen oder aus Pradl droben!
Das Wichtigste aber: Machen’s bei uns weiter!
Ja, Herr Roilo, das sind ja Fragen über Fragen!
Zunächst zum Sporthaus K i e f e r: Weihnachten 1968 habe ich hier noch für den Heini ein neues „Gebirgswestl“ im Norwegermuster erstanden – das alte war schon sehr dünn – aber es wurde doch noch lange nicht in Pension geschickt – gell, die vielen Erinnerungen!
Was die Verschönerung“ von Nr.11 zu einer urigen Granitberghütte mit tiefdunkelbraunem Holzgebälksdachstuhl betrifft – das war irgendwann in der Zeit nach 1975 – aber da kann ich mich jetzt wirklich nicht festlegen – die Zeit war zu turbulent! Nachwuchs mal 3!!!
Von wann bis wann im Haus 9 die Sailertochter irmgard hier wieder ein kleines Lebensmittelgeschäft betrieb (über zwei, drei Stufen hinunter), kann ich auch nicht mehr genau sagen. Ziemlich gleich nach Auszug Kiefer – und nach Schließung des Lebensmittelgeschäfts auf Nr.10, dem von Ihnen so genannten „Stepanekhaus“, das rundherum nur „beim Gasser“ hieß.
Hier hatte, nach Frau Liepert, das Ehepaar Dengg ab Mai oder Juni 1968 das Lebensmittelgeschäft in Pacht. Und da Herr Dengg ein großer Sportsfreund war – und daher gerne mit seinen Kollegen fachsimpelte – beim Bruggnwirt drüben – und die Arbeit im damals noch stets bummvollen Geschäft wem wohl(?) überlassen blieb, kam als Nachpächter eine junge Familie Gastl, die mit einem Geschäft in der Mozartstraße … Länger als 1 Jahr ging das bei uns auch nicht, dann hat Herrn Gastls Vater noch manches in Sicherheit bringen können, bevor der Kuckuck geflogen kam.
Das Geschäft stand kurz leer.
1975 wurde der Boden im Ladengeschäft dann betoniert – und mein SWchwiegervater und Heini haben damals auch die Trittsteine bei uns im Hof selbst angefertigt und gelegt („Hearst – a Monieräisn broochat i, Heini“ hab ich immer noch im Ohr – und die Zeit 1975 deshalb, weil d3r Heini beim Muttertagsausflug von der ganzen Betoniererei fürchterliches Ischias hatte)
Jaaa, ich weiß, ist „nicht von allgemeinem Interesse“)
Nach Alessandra Kunz, also ab ca. 76/77 war ein Herr Plamauer hier als Lebensmittelhändler – aber – ja! (Vielleicht darf ich erzählen, daß die ehemalige Schwiegermutter des Herrn P eines Tages erschien und den ihr gehörigen Ölradiator wieder heim nach Oberlangkampfen oder Niederbreitenbach mitnahm. Meiner Schwiegermutter stellte sie die bedeutungsschwangere Frage „Wia ku ma an sölchan Menschn krad a G’schäft varmiatn?“ worauf meine Schwiegermutter die Gegenfrage stellte „Und wie kann man einem solchen Menschen bloß die eigene Tochter zur Frau geben?“ /Bei der Post hab ich gelernt, daß nach 40 Jahren der Datenschutz erlischt/)
Ja, und dann übernahm der Kiefer – Reparaturwerkstatt und Lager für Schier- Geschäftslokal und Wohnung. Herr Luft von Schmidgasse 12b/IV hat meiner Erinnerung nach hier gearbeitet. Jg 1918,
verst. 26.10.08.
In diesen Geschäftslokalen war dann – nach Abverkauf des Kiefer-Schilagers (die Schischulen tirolweit holten sich kleinbusweise die „alten“ Schimodelle ab „weil zum Lernen is’s eh gleich!)
Dann die ALI – vermitteltdurch eine neue Mieterin im 2. Stock – und die waren im August 1985 gottseidank schon da und halfen bei der Ausschöpfung des Schlammes im Keller tatkräftig mit.
Dann ging das Lokal an den Mobilen Hilfsdienst über – und anschließend an den Psychosozialen Pflegedienst, der den Teil vom Gehsteig bis zu seiner Eingangstüre pflastern ließ – wegen der Rollator- und Rollstühlfahrer. (Jetzt im Thönikaus oben!)
Und dann privat vermietet.
Bezüglich Volderauer: Ich habe noch erlebt, wie der „alte“ Volderauer täglich sein Roß einspannte um dann mit dem Wagen hinauszufahren zu seinem Bauernhof, auf dem er pflügend abgebildet ist, mit dem „G’spualn-Faßl“. Auch seine Haushälterin, die Toni, fuhr mit. Eine Idylle!
Sein Sohn Sepp, geb. 11.3.1928, hat mit seiner tüchtigen Frau dann Gasthaus und Hotel geführt.
Er ist am 17.10.1995 verstorben – angeblich an einer Blutvergiftung, die er sich bei der Pediküre zugezogen habe.
Ja, und jetzt, nach dem Umbau, ist das halt ein (Eigenstums?) Wohnhaus. Bisher keine wie immer gearteten Schwierigkeiten, soviel ich weiß.
Und wenn ich geahnt hätte, daß das alles irgendwann einmal noch jemanden interessieren könnte, dann hätte ich mir mehr aufgeschrieben. Ehrlich!
Ja, und einmal war auch ein Schild „Bosporus“ am „Sailerhaus“ angebracht. Im Februar 1990 bei Schneefall schauten Ihr Parallelklassler Bernhard und ich vom Erkerfenster aus hinüber – und der Bernhard sagte „I woaß aa, wia der Koch hoaßt! Des isch der Izmir Ybel!“
Ich, ganz entgeistert: „Woher woasch du des scho wieder???Und er darauf: „Mamma!!! Sprichs oanfach langsam aus!!!
Aber – bitte seids mir nit bös! – ich hab das in so einem Haus mit seiner Geschichte einfach stillos und unpassend gefunden.
Genau an Stelle des geplanten Schießstandes erstreckt sich heute das Klärwerk…
Der Verlauf des Langen Grabens entspricht zum Teil dem heutigen Vorauweg.
Der „Lange Graben“ ist der heutige – auch sehr lange – Grabenweg vom Baggersee bis zur Andechsstrasse. In diesem Graben floss das Wasser vom Inn einerseits zu den Amraser Feldern, anderseits war er (neben dem Wasser vom Mittelgebirge und dem Sill-Wasser über die Egerdachstraße) der dritte Zulauf zum Amraser See.
Hier stand auch das Haus des „Seehüters“, welcher See und Zuläufe vor Wasser- und Fischdieben schützen musste. Es dürften recht durchtrainierte Herren gewesen sein …
Dieses Haus ist mein Geburtshaus in welchem wir unsere Kindheit verbracht haben. Es befand sich am Innrain 70, dort wo nun das Haus mit dem M Preis steht. Das obere und das untere Eckfenster war jeweils von verschiedenen Tanten von mir bewohnt. Links am Rand im 1. Stock das Fenster meines Jugendzimmers. Im weiteren befand sich die Tischlerei meines Onkels im Anbau welche bis zuletzt die letzte mit Transmissionsantrieb ( Lederriemenantrieb) bei den Maschinen war.
Dieses Gruppenbild in Tracht ist eine große Freude, herzlichen Dank!
Der Maurermeister Alois Wörle hatte seine Firma im Haus Pradl Nr. 65. Seine Backöfen waren weitum bekannt, einer stand sogar in der Backstube des Ludwig von Fioresi in der Pradler Straße 15:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18960814&query=%22w%c3%b6rle+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=8
1884 gehörten die Pradler Standschützen erstaunlicherweise dem k.k. Schießstand Aldrans an, weil in Pradl bekanntlich keiner vorhanden war:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18840701&query=%22schie%c3%9fstand+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=4
Klar, dass mich die Pradler Schießstandpläne und die Pradler Standschützenkompanie auch sehr interessiert haben, da muss ich sowieso an Herrn Egger noch Fragen stellen.
Vom Stuhl gerissen hat es mich aber mit Ihrem Link bezüglich Maurermeister Alois Wörle und seinen Backöfen! Endlich weiß ich, wer unseren Holzbackofen hergestellt hat. Bis zum 19.6.1979 lieferte er unser ‚tägliches Brot‘. Sicher: Es mussten die Schamotteziegel ausgewechselt werden, eine neue Ofentüre wurde eingebaut und einmal kann ich mich gut erinnern, wie das Gewölbe neu gemauert wurde. Erinnern deshalb, weil ich als schmälster hineinschliefen musste, um die hölzernen Abstützungen zu entfernen. Was hatte ich für Ängste!
Richtige Todesängste hatte ich in unserer Backkuchl – so hieß der Raum, in dem der Ofen stand – beim 2. Bombenangriff am 19.12.1943, als es die Pradler Volksschule – heute Leitgebschule – mehrmals erwischte. Die ebenerdig gelegene Bachkuchl war nämlich der Luftschutz „keller“ unseres Hauses. Was hatten doch die Leute damals noch für Vorstellungen vom Bombenkrieg!! Es hieß immer: Da ist ein Gewölbe, da passiert nichts! Ausgerechnet bei einem Gewölbe!! Als zusätzlichen Schutz hatte mein Onkel ausgediente Schamotteziegel vor dem Fenster trocken aufgeschlichtet. Das war also Luftschutz vor dem Dezember 1943!
Beim ersten Angriff vier Tage vorher ließ sich noch niemand beim Mittagessen stören, ich war der Einzige, der Schutz suchte! Ich war noch im Hausgang des Erdgeschosses, als die große Haustüre wackelte. Das kam von den Einschlägen in der Rhombergfabrik, wie wir danach erfuhren.
Beim zweiten Angriff waren aber beim Vollalarm schon die ganzen Hausbewohner in der Bachkuchl versammelt – bei zehn Personen. Alle an der Mittelwand! Das war gut so – denn nach dem Pfeifen und Krachen fiel das ganze Fenster samt den Steinen in den Raum. Das waren Momente!
Nach diesen Ausflug in die Kriegszeit aber doch zurück zu Ihrem oberen Link bzw. zum Inserat vom Maurermeister Alois Wörle in Pradl Nr. 65. Diese Hausnummerierung des Dorfes Pradl ist heute Egerdachstraße 6, also unser Stöcklgebäude, das ebenfalls zur Liegenschaft gehörte, die 1908 mein Großvater von der Rauchmühle gekauft hat!! Da tun sich neue Verbindungen auf, denen ich erst noch nachgehen muss!
Für ‚Außenstehende‘, denen es vielleicht interessiert, verweise ich auf den Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/wohnen-im-pradlorama/
Da wir nun doch schon einiges über das Haus Pradlerstraße 15 gehört haben, möchte ich nun noch Details aus der Baugeschichte aus dem Grundbuch dranfügen, vielleicht interessiert es doch den einen oder anderen Innsbrucker / Pradler:
Am 13.11.1827 kaufte Josef Mehrle, Bäckermeister, fünf Grundstücke mit 226 Qu. Klafter und ließ darauf „1 Behausung mit Stadl und Stall und Frühgarten“ erbauen. Der Hausname war „der Böck“, die Adresse Pradl Nr. 23.
Josef Mehrle kam anscheinend 1841 in arge Zahlungsschwierigkeiten, musste einige Grundstücke (Äcker) verkaufen, der übriggebliebene Rest („2 Grundstücke mit der Behausung samt Stadl, Stall, Frühgarten und Zubauten“) im Werte von 4000 Gulden Reichswährung verpfändete er an den Bäckermeister Franz Dialer „für Getreide und Viktualienlieferungen“.
Am 15.6.1864 „vererbt der Vater josef Mehrle, Bäckermeister zu Pradl seinen Söhnen Josef jun., Peter und Kassian Mehrle seinen gesamten Besitz bestehnd aus: 1 neu erbaute Behausung mit Bäckerei sowie Stadl, Stall, Frühgarten zu Pradl dem Sohn Josef Mehrle jun. – den Laden erhielt der Sohn Peter, als Handelsmann, und der Sohn Kassian wurde ausbezahlt“. Hausname nun „der Böckenpeter“.
Am 24.9.1868 mussten die Söhne Josef und Peter Mehrle zu Pradl wegen Zahlungsschwierigkeiten ihren Besitz versteigern lassen und als größter Gläubiger ersteigerte ihn Anton Rauch von Mühlau.
So wie wahrscheinlich die ganze Rauchmühle übergab Anton Rauch 1869 auch seinen Pradler Besitz dem Kunstmühlenbeitzer Leopold Rauch und 1898 dieser wiederum seinem Sohn Lorenz Rauch.
Ab ca. 1900 (??) war der Hausname „der Pradlerböck“
Irgendwann und durch irgendwen (habe ich bisher noch nicht herausbekommen) kam auch das Haus Egerdachstraße 6 (Pradl Nr. 65) dazu
Am 27.6.1908 verkaufte Lorenz Rauch diesen „Pradlerböck“ mit allem Drum und Dran an Vinzenz Roilo – meinem Großvater – um 70.000 (siebzigtausend) Kronen.
Der Bäckermeister Ludwig von Fioresi, über den man in diesem Beitrag schon Verschiedenes lesen konnte, war nur Pächter
Eine sehr spannende Hausgeschichte! Aus den Zeitungen lässt sich noch folgendes berichten:
– 1898 wurde Fioresi von einem Rittmeister mit dem Säbel verwundet:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18980825&seite=5&zoom=33
– 1902 haben randalierende Burschen das Schaufenster der Bäckerei verwüstet:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19020120&seite=3&zoom=33
– 1865 eröffnen die Brüder Mehrle eine Filiale in der Ottoburg. Aus diesem Inserat ergibt sich ein interessanter Einblick in das damalige Brot-Sortiment:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18650516&query=%22mehrle+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=5
Ich brauch mir keinen Krimi mehr anschauen, auch keine Corona Berichterstattung – ich habe „innsbruck erinnert“!!
Wie schön! Danke an alle!
Aber bei mir kann ich nun nicht mehr die Standschützen finden! Keine Ahnung, was da passiert ist??? Herr Auer, könnten Sie bitte den Link mit Maurermeister Alois Wörle – Backofen auf diese Seite schicken, passt auch besser hierher! Danke
Damit das auch einmal erledigt ist: https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18960814&query=%22w%c3%b6rle+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=8
(siehe auch Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/ein-schiessstand-fuer-pradl/ )
Der Ordnung halber möchte ich noch erwähnen, dass ich dies alles aus einer Aufstellung des jetzigen Besitzers der Pradlerstraße 15, Herrn Mag. Christoph Mayrhofer, entnommen habe. Herr Mayrhofer hat dankenswerterweise im Grundbuch entsprechend nachgeforscht.
Von 1973 bis 1975 versah ich im alten Wachzimmer Hötting, in der Schulgasse meinen Dienst. Wir
mussten häufig wegen dem „Goaslschnöllen“ Einsätze fahren. Dies erfolgte meist in gemächlicher
Anfahrt und kurz vor dem „Tatort“ unter kurzer Verwendung des Folgetonhorns. Daher war es
uns „leider“ nicht möglich den oder die „Täter“ zu stellen. Und somit war auch das gute Verhältnis
zur Höttinger „Urbevölkerung“ gewahrt.
Erstaunlich was über den Bäckermeister Fioresi nach über 100 Jahren noch alles bekannt wird. Gratulation zu diesem neuen Fund, Herr Roilo!
Der Vollständigkeit halber dürften noch folgende Anekdoten für die Hausgeschichte von Interesse sein:
– Fioresi war ein großer Tier- und Vogelfreund und betrieb zusätzlich zur Bäckerei noch eine Vogelhandlung, 1905 hatte er sogar 2 exotische Amazonas-Papageien im Angebot:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19051219&query=%22pradl+v%c3%b6gel%22~10&ref=anno-search&seite=19
– Er machte sich offenbar gern einen Jux und spielte den Pradlern einen ziemlichen Streich:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19060212&query=%22fioresi+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=4
– Das Brot aus der Bäckerei wurde mit dem eigenen Fuhrwerk bis nach Sistrans geliefert. Abfahrt von Pradl um 4 Uhr früh, Ankunft in Sistrans um ca. 6 Uhr! Die Fahrzeit lag bei sagenhaften 2 Stunden…..
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19000623&query=%22flores+pradl%22~10&ref=anno-search&seite=18
Bitte, bitte suchen Sie weiter, Herr Auer! Sagenhaft alles – was war das für ein Mensch!
Jetzt glaube ich meinem Onkel die Geschichte mit dem Affen!! Auch nehme ich jetzt schon wirklich an, dass sein Tod im Inn ein Unglücksfall war!
Danke für diesen enorm interessanten Beitrag und die Bilder. Wieder eine stadtgeschichtlich bedeutsame Einrichtung, von der ich zuvor noch nie gehört hatte.
Was spiegelt sich in den Scheiben? Über der (anzunehmenden) Tür Wald und drüber ein Stück Felsen, beim Fenster links entweder ein Haus oder weiter entferntere Berge.
In der Bienerstraße hinter dem Viadukt in der Nähe der Bahndirektion gab es bis vor wenigen Jahren ein einstöckiges Haus in ÖBB Besitz. War es das?
Die Menschengruppe davor finde ich gruselig interessant. Viele Hitlerbärtchen, und am Revers häufig der verdächtige „Knopf“, das Parteiabzeichen. Und wenn man die Gesichter studiert, gute Nacht. Kein Wunder, daß sich damals niemand gewagt hat aufzumucken. Die Sozis unter den Bahnelern waren verfolgt, eingesperrt, im Krieg.
Die Menschengruppe davor finde ich gruselig interessant. Viele Hitlerbärtchen, und am Revers häufig der verdächtige „Knopf“, das Parteiabzeichen. Und wenn man die Gesichter studiert, gute Nacht. Kein Wunder, daß sich damals niemand gewagt hat aufzumucken. Die Sozis unter den Bahnelern w
Also hat Gröber die Kutsche dort geparkt, um zu dokumentieren, wie schmal die Gasse bis zum Abbruch des Ballhauses war?
Mir fällt dazu immer ein, irgendwo gelesen zu haben, dass die Existenz eines Ballhauses in Innsbruck den Hinweis liefert, dass schon in alter Zeit Faschingsbälle gefeiert wurden…
Wobei „Ballhaus“ in erster Linie ein Ort war, in dem man Warenballen zwischenlagern konnte. Deshalb der Name Ballhaus. Ein Ballhaus für diese Zwecke gibt es z.B. auch hier in Imst.
Das war heute eine riesige Überraschung, als ich nach dem Abendessen den heutigen Eintrag sah – meine Heimat! Dazu noch die Aufstellung aller ehemaligen Bewohner unseres Hauses und dann noch als Draufgabe die von Herrn Auer gebrachten Zeitungsmeldungen.
Herr Hofinger – ich möchte Ihnen vorerst nur ein herzliches Dankeschön übermitteln. Ich werde jetzt weiter mein Hirnkastl bemühen und versuchen, Erinnerungen an die verschiedenen Personen wachzurufen.
Was mich schon etwas nachdenklich stimmt: Von all diesen Menschen, die hier genannt sind, lebt nur noch einer!
1893 hat jener Ludwig von Fioresi seinen Mietern das Leben gerettet, die Geschichte könnte sich sehr wahrscheinlich im Hause Pradler Straße 15 zugetragen haben, vgl. Innsbrucker Nachrichten vom 7. 12. 1893:
(Die leidige Ofenklappe) hätte jüngst beinahe
wieder zwei Menschenleben gefordert — zwei junge,
kaum 8 Tage verheiratete Eheleute, namens Cle-
menti in Pradl, welche dem sichern Tod nur da
durch entrannen, dass ihr Wohnungsvermiether,
Herr Ludw. v. Fioresi, die bereits Bewusstlosen
noch zur rechten Zeit rettete. Er schlug mit einer
Axt die Doppelthüren ein und fand die Eheleute
in der mit Kohlengas gefüllten Wohnstube, das
eine auf dem Boden, das andere im Bette, be
reits bewusstlos. Er trug sie heraus und holte
mit seinem Einspänner sofort Herrn Dr. Zimmer-
ling. Das Ehepaar, welches aus Sparsamkeit die
Ofenklappe zugemacht hatte, dies aber beinahe
mit dem Leben gebüßt hätte, befindet sich nun
wieder außer Gefahr.“
Was man nicht alles in den Zeitungen findet….
Dieses Geschehen vom 7.12.1893 spielte sich mit großer Wahrscheinlichkeit im Haus Pradlerstraße 15 ab. Fioresi war zu dieser Zeit Pächter des Hauses (Besitzer war Anton Rauch, Rauchmühle in Mühlau). Ein weiterer Hinweis ist die eingeschlagene „Doppelthüre“.
‚Unser‘ Haus wurde 1828 vom Bäckermeister Josef Mehrle als Bäckereihaus errichtet. In jedem Stockwerk befand sich ein langer Mittelgang in der Längsrichtung, von hier kam man in einzelne Zimmer, die fast alle mit Doppeltüren ausgestattet waren. Der Grund hierfür: Die Bäcker mussten in der Nacht arbeiten und untertags schlafen, da wollten sie ihre Ruhe haben.
Ich kann mich noch gut erinnern, wie wir als Kinder immer langsam und vorsichtig die langen Holztreppen benützten und bei jedem Knarren erschraken – es könnten ja der Großvater und die ‚Bäcker- Onkel‘ aufwachen!
Sehr interessante Erzählungen, besonders die Geschichten von der Truhe!
Besonders stolz war der Bäckermeister und Lebensretter Fioresi auf seine Anis-, Laugen-, Salz- und Fasten-Brezen samt Lieferservice, wie dieses Inserat von 1894 bezeugt:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18941020&query=%22fioresi+ludwig%22~10&ref=anno-search&seite=47
Die Brezen der Bäckerei Roilo waren in Pradl bestimmt auch sehr begehrt.
Die Bäckerei Roilo war weniger wegen der Brezen als wegen ihrer Semmelen weitum bekannt. Ich erinnere mich noch an Kunden, die dafür sogar aus der Stadt nach Pradl kamen. Es gab nur ‚handgewirkte‘ Semmel und gebacken wurden sie im Holzbackofen – war schon wirklich eine Spezialität, ein Roilo-Semmele!
Anfang 70er, weg vom Reithmann Gymnasium zum Hallenbad. Ein Semmelkauf bei den zwei alten Damen war ein Muss. Immer gleich 4 Stück für den restlichen Unterricht
Gewaltig, Herr Auer! Danke nochmals!
Mein Onkel, Jahrgang 1902 – also selbst erst 4 Jahre, als dieser schreckliche Unfall passierte, bzw. 6 Jahre, als Großvater die Bäckerei kaufte, erzählte mir öfters, dass Herr Fioresi unser Vorgänger war und dass er im Inn ertrank. Was mich aber damals mehr interessierte: Unsere Waschküche neben unserem Haus war zu diesen Zeiten ein Stall und darin war der Esel von Herrn Fioresi. Ein Esel mitten in der Stadt war schon faszinierend und dass er damit Brot ausführte noch mehr. Danach zeigte er mir in der Brotkammer immer eine große hölzerne, blaugrüne Truhe mit der Aufschrift „Bäckerei L. Fioresi – Pradl“ – diese Truhe war auf dem Wagen befestigt und darin das Brot für die Kunden!
Diese Truhe steht jetzt in unserem ehemaligen Stöcklgebäude Egerdachstraße 6!
Ob das der Einspänner im obigen Artikel war, mit dem er den Arzt holte??? Das waren Zeiten!
Noch etwas erzählte mir mein Onkel, vielleicht stimmt’s wirklich, vielleicht hat man ihm als Buben auch nur einen Bären aufgebunden: Auf der Truhe saß immer ein Affe, der Herrn Fioresi auf seinen Fahrten begleitete!
Nun ja – nach den Zeitungen soll ja Herr Fioresi ein allzeit lebenslustiger und heiterer Mann gewesen sein.
Am 10. Oktober 1906 ist in den Innsbrucker Nachrichten folgender Bericht erschienen:
„Abgängig. Der Bäckermeister Ludwig
von Fioresi in Pradl ist seit Montag abend
6 Uhr abgängig. Als er in der Nacht vom
Montag auf Dienstag nicht nach Hause kam, be-
gab sich sein Sohn auf die Suche nach dem
Vermißten und zwar in der Richtung nach der
Reichenau, weil man dort Fioresi gesehen haben
wollte. Wirklich fand der Sohn dort auch, un-
gefähr 200 Schritte vom Innufer entfernt, den
Hund seines‘ Vaters, welcher am Vortage in der
Begleitung seines Herrn war. Am Boden lagen
die Mütze, der Rock und das Gilet Fioresis,;
das treue Tier bewachte die Kleidungsstücke.
Nahe am Ufer des Flusses fand man Fuß-
spuren. Nach der Lage der Dinge wäre wohl
anzunehmen, daß hier ein Selbstmord vorliegt,
was aber von jenen als unglaublich bezeichnet
wird, welche den allzeit lebenslustigen und
heiteren Mann kannten.“
Am 22. 11. 1906 heißt es in der Zeitung:
(Bäckermeister Fioresi aufgefunden.)
Heute kommt uns die Meldung zu, daß
der seit einigen Wochen abgängige Bäckermeister
Ludwig v. Fioresi in Wasserburg (Bayern) von
den Fluten des Inns angetragen wurde. Man
hat den Leichnam bereits am 14. d. Mts. auf
gefunden. Die Identität wurde auf Grund der
Kleidung und der Wäsche-Marke festgestellt.“
Die Innsbrucker Nachrichten berichten am 11.10.1906:
„Der vermisste Bäckermeister Fioresi aus Pradl ist bis heute nicht gefunden worden. Gestern waren über den weitum bekannten Mann die abenteuerlichsten Gerüchte verbreitet. Weil niemand an einen Selbstmord des gutsituierten und lebensfreudigen Mannes glauben wollte, entstanden die seltsamsten Behauptungen. In Wirklichkeit ist man über das Schicksal des Abgängigen noch ganz im Unklaren.“
Erst am 21. November heißt es: „Der seit einigen Wochen vermisste Bäckermeister Ludwig v. Fioresi aus Pradl ist in Wasserburg (Bayern) von den Fluten des Inn angetragen worden.“
Ob Herrn Roilo vielleicht nähere Informationen dazu bekannt sind?
Bei mir überschlagen sich die Ereignisse – das können Sie sich ja vorstellen! Ich muss das alles erst richtig verdauen, möchte mich aber vorerst bei Ihnen, Herr Auer, recht herzlich bedanken.
Bisher kannte ich nur die Meldung in den Innsbrucker Nachrichten vom 24.Mai 1908
Laut Adressbuch von 1938 gehörte das Haus Pradler Straße 13 einem Josef Singewald.
Hausbesitzer von Nr. 15 war der Bäckermeister Vinzenz Roilo.
Im Allgemeinen Tiroler Anzeiger vom 4. August 1908 findet sich eine interessante Geschäftsanzeige:
„Ich erlaube mir hiemit anzuzeigen, daß ich die
Wiener Bäckerei von Fioresi, Pradlerstr. 15
käuflich erworben und mit heutigem Tage über-
nommen habe.
Indem ich meinen werten Kunden für das
mir bisher geschenkte Vertrauen bestens danke,
bitte ich auch weiterhin um gütigen Zuspruch und
werde ich bestrebt sein, das P. T. Publikum von
Innsbruck nach Möglichkeit in allem zufrieden
zu stellen.
Achtungsvollst und ergebenst
Vinzenz Roilo, Bäckermeister.“
Bis jetzt hat keiner mitgerätselt, darum drau ich mich drüber.
Es ist die Fahnenweihe des Kath. Burschenverein Enzian im Jahre 1928. Die Festgäste mit wahrscheinlich der Fahnengotl befinden sich vor dem Haus Schneeburggasse 40, dieses Haus befand sich 2 Häuser westlich vom ehem. Gasthaus Vögele (letzte Wirtin dort war Hedwig Heis „Vögele Hedwig“, bekannt für ihren Grauen!).
Die heutige Adresse ist Schneeburggasse 46.
HerrMuglach,wie sie richtig das Haus erkannt haben, in dem ich aufgewachsen bin (*1952), hatte die Hausnr.48 in dem auch ein Schneider Namens Murr? seine Werkstatt hatte. Gegenüber dem Gasthaus „Vögele“war eine Greislerin namens Loacka von der wir Kinder beim Einkauf immer ein (Stollwerk)bekommen haben.Die Frage wäre wann die Nummernumstellung stattfand? Habe eine schöne Aufnahme von der Häuserzeile inkl.15.Bauer und dem öfentl.Brunnen, von dem wir bis in die 60er Jahre unser Wasser bezogen haben. L.g.
Oh, Herr Fingerland, das ist ja interessant. Sind Sie mit Herrn Herbert Fingerland verwandt?
Ich habe hier eine Weihnachtspostkarte von 1982, wo es heißt:
„Frohe Weihnachten von Herbert und Hilde Fingerland, Sohn von Onkel Luis“
L.g.
Was noch besonders gut heraussticht: Die Häuser der Glasmalereianstalt links vom Schlot der Klinikwäscherei (zwischen Schöpfstraße und Müllerstraße gelegen) – siehe auch Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/oesterliche-fenstergucker/ – und in Wilten unterhalb Basilika / Leuthaus der „Riese Haymon“.
Bemerkenswert ist noch, die am Ende der And. Hofer Straße befindliche Haltestelle Innsbruck-Wilten der Staatsbahn. Hinter der Brennerstrasse Auffahrt beim Kloster dürfte sich schon das Werkstattgebäude der Localbahn Innsbruck Hall in Tirol befinden.
Da gerade wieder einmal dieser Beitrag bei mir aufgetaucht ist – nämlich die Pradler Notkirche in der Amthorstraße: Sie stand ganz am östlichen Ende dieser Straße (heute Nr. 59) am Dodlbichl, also am Rand des Schuttkegels der Sill. Heute ist hier eine Firma für Hausinstallationen.
Wie richtig erwähnt, war das eigentlich das ‚Lehrlingsheim‘. Ich glaube, bin mir aber nicht ganz sicher (vielleicht weiß jemand mehr), dass das Heim auf einem ehemaligen Wasserbehälter (Zweck??) aufgebaut war – jedenfalls kann ich mich noch an den „Betonbunker“ mit den herausstehenden Flanschen von Wasserrohren erinnern, zu dem von der Egerdachstraße (direkt bei deren Krümmung) ein Weg hinaufführte.
Später war hier die Weinkellerei Meraner.
Der Dodlbichl war ja unser Rodlbichl, hier habe ich auch das Schifahren gelernt! Den Namen hat er vom Hof der Familie Dodl (Ecke Egerdachstraße / Pembaurstraße) einer der großen Landwirtschaften im ehemaligen Dorf Pradl.
Am Bild sieht man links das Haus Kravoglstraße 18a in den „Heimstätten“, das Haus rechts hinter dem Auto (Marke??) dürfte das Haus Klappholzstraße 3 sein. Beide liegen schon ‚drunten‘ am Inntalboden.
Westlich der damaligen Notkirche befindet sich jetzt der lange „Schlangenbau“ von Architekt Josef Lackner („Wohnanlage Amthorstraße“). Auf der freien Fläche nördlich davon (hier standen einst Barracken aus dem 1. Weltkrieg, in letzter Zeit wurde hier mit Wohnmobilen gehandelt) zwischen Pestalozzistraße und Egerdachstraße soll ja nun eine riesige Wohnanlage entstehen – möglicherweise hat man mit dem Bau schon begonnen (??)
https://www.architekturwettbewerb.at/competition.php?id=2635
https://www.zima-wettbewerb.net/
Wenn man den Franziszeischen Kataster mit dem heutigen Stadtplan vergleicht, ist eine Veränderung deutlich zu erkennen: Die Kiebachgasse, vormals Ballhausgasse ist heute breiter als damals.
Das Haus Kiebachgasse 2 wird wohl um 1890/1900 von Grund auf erneuert worden sein. Das Aquarell zeigt wohl den Vorgängerbau kurz vor dem Abbruch.
Ich kann nur umgekehrt fragen, Warum soll er das romantische Gassl beim Sporereck nicht malen? Der Eulenspiegel ähnliche Dachrinnenkopf wird wohl nicht gewesen sein. Der Goldene Adler ist drauf, lange Zeit das erste Haus am Platz.
Taufpatin des Anton Pinzger jun. war interessanterweise Anna Margreiter, Hausbesitzersgattin. Sie war bestimmt die Gattin des Verpächters Ludwig Margreiter.
Anton Pinzger jun. starb 1957 mit 60 Jahren in Innsbruck.
In den Taufbüchern von Schwaz findet sich eine Carolina Walser, geboren am 29. September 1889, wohl identisch mit der betreffenden Lina Walser. Sie war die Tochter des Schuhmachers Fabian Walser und der Monika Kellerer. Der Vater stammte aus Vorarlberg. Laut Eintragung des Pfarrers starb Lina Walser am 07.11.1975 in Graz.
Meine Hypothese ist, dass das Bild seitenverkehrt eingescannt wurde. Die Mauer steht heute noch und befindet sich kurz nach der Abzweigung des Schillerweges vom Richardsweg.
From Markus A. on Was soll das einmal werden?
Go to comment2021/02/14 at 11:30 am
From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/14 at 10:22 am
From Michaela on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/14 at 10:53 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/15 at 8:01 am
From Karl Hirsch on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/14 at 8:51 am
From Karl Hirsch on Faschingssonntag in Mühlau
Go to comment2021/02/14 at 8:39 am
From Karl Hirsch on Ernsthafter Sport
Go to comment2021/02/14 at 8:29 am
From Manfred Roilo on Ernsthafter Sport
Go to comment2021/02/13 at 11:12 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 10:03 pm
From Walter Dobler on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 8:29 pm
From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 7:32 pm
From Karl Hirsch on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 6:57 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 7:38 pm
From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 6:24 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 6:41 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 6:12 pm
From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 5:45 pm
From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/13 at 4:33 pm
From Josef Auer on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/13 at 3:44 pm
From Manfred Roilo on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/15 at 2:08 pm
From Manfred Roilo on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/13 at 1:50 pm
From Matthias Egger on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/15 at 9:40 am
From Manfred Roilo on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/15 at 11:56 am
From Karl Hirsch on 4 sonnige Plätzchen
Go to comment2021/02/13 at 11:29 am
From Schier Manfred on location, location, location
Go to comment2021/02/13 at 9:34 am
From Walter Rangger on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/13 at 8:17 am
From R.Dietmar Mair on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/15 at 4:30 pm
From R.Dietmar Mair on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/15 at 4:33 pm
From Barbara on Nahversorger
Go to comment2021/02/12 at 6:17 pm
From Matthias Egger on Nahversorger
Go to comment2021/02/12 at 6:44 pm
From Mannio Schneiderbauer on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/12 at 4:01 pm
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/12 at 5:34 pm
From Manni Schneiderbauer on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2021/02/17 at 10:09 am
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 10:12 am
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 12:15 pm
From Karl Hirsch on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 10:50 am
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 10:05 am
From Henriette Stepanek on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/18 at 9:40 pm
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 9:54 am
From Henriette Stepanek on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 12:54 pm
From Manfred Roilo on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 12:43 pm
From Henriette Stepanek on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/16 at 12:07 pm
From Henriette Stepanek on High Noon in Pradl Gulch
Go to comment2024/01/15 at 10:14 pm
From Josef Auer on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/12 at 3:14 pm
From Manni Schneiderbauer on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/17 at 9:55 am
From Robert Engelbrecht on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2022/09/23 at 11:02 am
From Josef Auer on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/12 at 2:51 pm
From Walter Rangger on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/13 at 8:05 am
From Andreas Zenleser on Unbekannte Häuser…? – XVI
Go to comment2021/02/12 at 2:46 pm
From Josef Auer on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/12 at 2:42 pm
From Manfred Roilo on Ein Schießstand für Pradl?
Go to comment2021/02/12 at 9:19 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/12 at 11:08 am
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/12 at 11:57 am
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/12 at 5:49 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/12 at 5:53 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2023/09/11 at 2:55 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/12 at 11:25 am
From Hermann Pritzi on Jetzt schnöllt´s
Go to comment2021/02/12 at 9:36 am
From Walter Rangger on Jetzt schnöllt´s
Go to comment2021/02/12 at 8:17 am
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 8:49 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 11:01 pm
From Manni Schneiderbauer on Im Ausländerlager
Go to comment2021/02/11 at 4:43 pm
From Karl Hirsch on Ein Wort – lang wie eine Eisenbahn
Go to comment2021/02/11 at 11:13 am
From Karl Hirsch on Ein Wort – lang wie eine Eisenbahn
Go to comment2021/02/11 at 11:37 am
From Karl Hirsch on Ein Wort – lang wie eine Eisenbahn
Go to comment2021/02/11 at 11:37 am
From Friedrich Stepanek on Blick ins 19. Jahrhundert - III
Go to comment2021/02/11 at 10:11 am
From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert - III
Go to comment2021/02/11 at 12:25 pm
From Markus A. on Ein Wort – lang wie eine Eisenbahn
Go to comment2021/02/10 at 11:02 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 9:27 pm
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 9:25 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 10:27 am
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 2:06 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 5:18 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2022/09/23 at 10:21 pm
From Ulrich Kromer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2022/09/23 at 6:19 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/11 at 5:53 pm
From Hermann Pritzi on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 10:21 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 10:11 pm
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 9:02 pm
From Josef Schönegger on In Hötting ist immer was los!
Go to comment2021/02/10 at 8:18 pm
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 8:17 pm
From Manfred Roilo on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 8:42 pm
From Josef Auer on Wohnen im Pradlorama
Go to comment2021/02/10 at 7:55 pm
From Muglach Hans on In Hötting ist immer was los!
Go to comment2021/02/10 at 6:52 pm
From Fingerland Klaus on In Hötting ist immer was los!
Go to comment2022/01/11 at 8:49 pm
From Josef Auer on In Hötting ist immer was los!
Go to comment2022/01/11 at 10:33 pm
From Josef Schönegger on In Hötting ist immer was los!
Go to comment2021/02/10 at 8:16 pm
From Manfred Roilo on Eine Reise mit dem Teleobjektiv II
Go to comment2021/02/10 at 5:47 pm
From werner schröter on Eine Reise mit dem Teleobjektiv II
Go to comment2021/02/10 at 4:03 pm
From Manfred Roilo on Auf‘s Seelenheil in Pradl-Ost…
Go to comment2021/02/10 at 12:32 pm
From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert - III
Go to comment2021/02/10 at 9:36 am
From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert - III
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From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert - III
Go to comment2021/02/10 at 8:41 am
From Josef Auer on Anton Pinzger und die Frauen
Go to comment2021/02/09 at 9:02 pm
From Josef Auer on Anton Pinzger und die Frauen
Go to comment2021/02/09 at 8:44 pm
From Karl Hirsch on Mut zur Lücke - jetzt auch in Farbe
Go to comment2021/02/09 at 7:32 pm
From KB on Mühlauer Winteridyll: Mit den Augen des unbekannten Fotografen XXI
Go to comment2021/02/09 at 6:28 pm