skip to Main Content
#bilderschauen --- #geschichtenlesen --- #gernauchwiederimarchiv
Ein Weitgehend Unbeachtetes Denkmal

Ein weitgehend unbeachtetes Denkmal

Wir erinnern uns: Es gab eine Zeit, da sind wir schnell einmal nach Sterzing auf eine Pizza oder zum Einkaufen gefahren. Es fühlt sich an, als wäre das ewig her.

Wenn man aber gemächlich (und auch kostengünstiger) gen Süden reisen wollte, dann nahm man die Brennerbundesstraße. Auch wenn die ersten Kilometer meist recht unaufmerksam abgespult wurden, so passierte man dabei bereits in den ersten Minuten zwei Denkmäler:

Das „Kaiserdenkmal“ erinnert an die Begegnung der Braut Erzherzog Leopolds, Maria Ludovica von Spanien, mit Kaiserin Maria Theresia im Jahr 1765. Es wurde vom Statthalter Paris Graf Wolkenstein 1768 errichtet, als Maria Karolina von Österreich als Braut Ferdinands IV., Königs beider Sizilien, durch Innsbruck reiste.

Das zweite Bauwerk wird üblicherweise kaum wahrgenommen und schon gar nicht beachtet: Die Stephansbrücke, mit deren Errichtung bereits 1844 begonnen wurde. Am 13. September 1844 besuchte Seine kaiserliche Hoheit der Herr Erzherzog Franz Carl Innsbruck. Im Zuge des Berichts in der „Wiener Zeitung“ steht zu lesen: „Nach aufgehobener Tafel, zu welcher Se. kaiserl. Hoheit an diesem wie am folgenden Tage die Vorstände sämmtlicher Civil- und Militärbehörden, die Geistlichkeit, die anwesenden Mitglieder aller vier Stände und die hier anwesenden k.k. Kämmerer einzuladen geruhte, fuhren Höchstdieselben auf die neue Straße, durch welche der Berg Isel und Schönberg nun umfahren werden, und besichtigten die großartigen Anfänge der Stephansbrücke.“

Als im Jänner 1846 der Schlussstein der Brücke gesetzt wurde, war sie mit einer Spannweite von 138 Fuß oder 43,62 m die größte Brücke aus einem Bogen in der gesamten Monarchie und die drittgrößte weltweit. Diese Kunstwerk der Ingenieurskunst ist mit wenigen Adaptierungen bis heute in Verwendung. Es ist übrigens ein eindrucksvoller Anblick in das Tal etwas hineinzuwandern und diese Brücke Richtung Norden auf sich wirken zu lassen.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Sommer-4-068)

Dieser Beitrag hat 3 Kommentare
  1. eine beachtliche Leistung, geplant durch den Bauingenieur Josef Duile war der Bau der Strasse am Hang des Schönberg. Damit wurde das Steilstück hinauf zur Ortschaft und des Umweges in das Ruetztal beseitigt. Diese Brücke wird von kaum einem Reisenden so wahrgenommen, dabei ist sie eine technische Meisterleistung.

    1. In Gärberbach, gleich nach dem ehemaligen Gasthaus, gibt es noch eine zweite, aus derselben Zeit stammende Bogenbrücke aus Stein, sozusagen eine Ministephansbrücke., die sich über den von weit oben kommenden Mühlbach spannt. Ebenfalls eine sehr solide Ingenieursleistung. Und die Berechnungen zur Statik, Material und Arbeitsaufwand mußten alle ohne Taschenrechner und Build-it!-App mit eigenem Hirnschmalz durchgeführt werden.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Back To Top
×Close search
Suche