Bin ich froh, daß ich jetzt wieder ungefähr das gleiche geschrieben habe wie im November. Langweilig aber ehrlich. Immer bei der Wahrheit bleiben, zu jedem Bild gibt es eine Gegenrichtung :-.
Von der Buchstabenlänge her würde Villa Edelweiss in die Lücke passen, das ist jedoch nur geraten….
Vielleicht hilft das Mühlauer Häuserverzeichnis von 1903 beim Knacken der Rätselnuss, eines dieser Häuser muss es schließlich sein:
https://digital.tessmann.it/tessmannDigital/Medium/Seite/20710/49
Wie es der Zufall will, gibt es genau von dieser Unterführung einen Film vom 3. Mai 1945. Darin sieht man wie die amerikanischen Panzer an dieser Stelle begrüßt werden und weiter Richtung Innenstadt fahren. Weiters sieht man in diesem Filmdokument das eingemauerte Goldene Dachl und viele andere Highlights……
Der Startplatz würde passen (Tiger):
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19310908&query=%22radrennen+h%c3%b6ttinger+au%22~10&ref=anno-search&seite=8
Der Wetterbericht würde auch hinkommen (Regen).
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19310914&seite=4&zoom=33
Wenn sich bis zum Start noch ein paar Samurais eingefunden haben könnten es diese Herren sein, die man großteils heute nicht mehr auf Fotos erkennt.
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19310915&seite=8&zoom=33
Gute Vermutungen, gute Recherche, aber ich habe meine Zweifel.
Der Verband der Rennfahrer Tirols war ein Verband mehrerer bürgerlicher Rennradvereine. Das heißt einerseits, dass an einem solchen Rennen mehr als sieben Personen teilnahmen, die ja vor allem in Vereinen waren, um sich mit anderen Rennradlern messen zu können. Hier auf dem Foto haben wir augenscheinlich sehr wenige Teilnehmer. Und es erscheint mir unlogisch, dass der Fotograf lange vor Start, bevor alle Teilnehmer in Position sind, schon ein Foto macht. Und wenn wirklich noch weitere Teilnehmer später hinzustoßen, warum warten dann einige schon so früh auf dem Rad an der Startlinie?
Andererseits reden wir von bürgerlichen Vereinen und lizenzierten Fahrern. Mitglieder der bürgerlichen Vereine waren vor allem junge Männer aus gehobenen Schichten, die sich Sport (zeitlich und finanziell) leisten konnten. Auf dem Foto haben wir nur eine Person im „Rennoutfit“, also mit Trikot und „Radhose“. Er hat auch einen Ersatz-Schlauchreifen dabei, sieht also genau wie die Radrennfahrer jeder Zeit aus. Aber die anderen? Die Tragen ihre Anoraks, alte Soldatenröcke und irgendwelche kurze Hosen. Amateure! Bestimmt keine lizenzierten Rennradler.
Ich behaupte, das Foto zeigt den Start eines Rennen des ARBÖ – Arbeiter-Radfahrerbund Österreichs. Seit 1902 gab es in Innsbruck den Arbeiter-Radfahrerverein Lassalle, 1928 wurde in St. Nikolaus ein zweiter Arbeiterradfahrerverein gegründet (Innsbruck II) und schließlich 1931 mit Innsbruck III der dritte in Pradl. Die Vereine organisierten ihre eigenen Rennen, Vereins-, Landes-, Bundesmeisterschaften. Und ich denke, hier haben wir es mit so einem Rennen zu tun. Strecken wurden die gleichen gefahren, die auch bürgerliche Vereine fuhren, hier wahrscheinlich Höttinger-Au – Trankhütte – Höttinger-Au, ein 100km Rennen.
Im Jahr 1929 fand übrigens die ARBÖ-Bundesmeisterschaft auf einem Teil dieser Strecke statt (Wendepunkt Stams für ein 70km Rennen). Ein Vergleichsfoto zum Start findet sich auf der Titelseite der Verbandszeitung rechts unten: (hier sieht man auch, dass die Teilnehmer der ARBÖ-Bundesmeisterschaft schon sehr viel „professioneller“ gekleidet waren als unsere sieben Samurai)
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rad&datum=1929&page=21&size=45
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?aid=rad&datum=1929&page=22&size=45
Soweit meine Ansicht, ich bin jedoch sehr gerne offen für Einwendungen jeglicher Art!
Nett, dass der Waroschitz Hans (Fahrradgeschäft in der Pradlerstraße) – siehe https://innsbruck-erinnert.at/eine-verlorene-kunstform/comment-page-1/#comment-1441 – auch unter den „Top Ten“ war!
Interessant auch die Streckenbezeichnungen in diesen Zeitungsmeldungen:
Innsbruck – Rothenbrunn und
Radrennen Innsbruck – Trankhütte – Innsbruck!
Bei Rothenrunn wird in einer der Meldungen in Klammer Sellrain hinzugefügt – das hätte ich nicht gewusst. Aber wo die Trankhütte ist, weiß ich! Eine Rätselfrage für die Kollegenschaft!
Grüß Gott, Herr Stepanek. Ja – ich habe mein erstes selbstbezahltes Radl beim Waroschitz Hans gekauft. Es war ein tolles Fahrzeug, ein Rih-Super. Ich habe darüber in https://innsbruck-erinnert.at/eine-verlorene-kunstform/comment-page-1/#comment-1441 geschrieben.
Nun habe ich in meinen Fotoalben genauer nachgeschaut: Es muss im Frühsommer 1956 gewesen sein, denn meine erste Tour mit dem neuen Rad machte ich mit einem Arbeitskollegen nach Südtirol. Dabei „bezwangen“ wir am Rückweg zu unserer Arbeitsstelle (ich war damals Vermesser auf der Timmelsjochstraße) am 15.8.1956 das Timmelsjoch! Diese Straße war damals erst bis Schönau am Fuße des Kehrenaufstiegs im Passeier befahrbar (natürlich ohne Asphalt), von hier mussten wir das Radl durchs Timmelstal aufs Joch tragen, wo uns dann bei Schneetreiben der Baustellen-Unimog unserer Firma erwartete. Denn befahrbar war damals auch unsere Seite nur teilweise, Baubeginn (und damit Beginn meiner aktiven Laufbahn) war ja erst im Spätherbst 1955 gewesen! Spinner hat es unter den Radlern schon immer gegeben.
Wann Waroschitz zusperrte, kann ich leider nicht sagen – mein Leben spielte sich in dieser Zeit, mit Ausnahme im Winter, im Ötztal ab.
die Trankhütte lag (liegt?) kurz vor Imst. Man wählte sie als Wendepunkt für die 100km-Radrennen, weil sie genau 50km von der Höttinger Au entfernt ist. Heute heißt noch ein Ortsteil von Roppen so.
Wieder was:
„Kriegsgrelikt in Amras: Die Mattenelemente für Feldflugplätze, die beim alten Innsbrucker Rossau gelagert wurden, werden in Amras noch hie und da als Zäune benutzt. Leider fielen die meisten in den letzten Jahren Umgestaltungen zum Opfer.“
Unter: https://paschberg.blogspot.com/2011/04/kriegsgrelikt-in-amras-die.html
Laut Adressbuch von 1938 residierte im Haus Höttinger Au 36 ein gewisser Oswald Schindl, Mechaniker und Beleuchtungskörpererzeuger.
Der Name Schneider verweist wohl auf die Besitzerin des Gasthofs Tiger namens Josefa Schneider….
Diese charakteristischen rostigen Gitter kenne ich von Kindheit auf. Natürlich ohne jemals danach gesucht zu haben, kann ich mich aber an kein einziges „Vorkommen“ außerhalb von Amras erinnern!?
Umso interessanter, dass Amras offenbar geradezu ein „Nest“ dieser Dinger ist, es gibt sie nämlich (wahrscheinlich immer noch) im „Bierwirt-Bunker“ (Bild 7333 ganz am Ende):
http://www.bunkerfreunde-muenchen.de/main.php?g2_itemId=12065
Schon interessant, was alles im WEB gefunden wird. Leider wissen wir noch immer nicht genau, welchen Zwecken diese „Amraser Gitter“ dienten.
Diese Bilder vom Bierwirtbunker sind für mich besonders interessant. Ich besuchte ja – wie ich schon an anderer Stelle erzählt habe – im Schuljahr 1944 /45 kriegsbedingt die Volksschule Amras. Normalerweise hatten wir täglich nur mehr zwei Stunden, man entließ uns um 10 Uhr, damit mir zu den mittägigen Fliegeralarmen noch rechtzeitig heimkamen. Immer ging sich das nicht aus, da kamen die Flieger schon früher von Italien herauf und wir wurden bis zur Entwarnung in die Stollen verfrachtet.
So nebenbei noch und im Hinblick auf die derzeitige Situation: Irgendwann im März 1945 war das Schuljahr zu Ende. Erst spät im September gings wieder mit Ach und Krach notdürftig weiter. In dieser Zeit kümmerte sich niemand um uns! Wer sollte das auch?
1908 gabe es im Leosaal eine gemeinsame Christbaumfeier der Innsbrucker Kinderpatronagen. Laut diesem Artikel war Frau Gräfin Theodolinde Vetter wohl die Lokalpräsidentin der Patronagen.
Diese Information passt als Mosaikstein bzw. Missing Link gut zum Foto der Patronagekrippe:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19080117&query=%22LINDE+VETTER%22~10&ref=anno-search&seite=6
In welchem Bauteil des schon vor 1900 als durchgehendes E+2 Gebäude des Ursulinenklosters sollte das Sein? Die massive Vergitterung der beiden Fenster läßt zwar den Schluß auf garantierte Abgeschiedenheit zu, wie sich auch Klöstern sehr willkommen zu sein pflegt, aber ich habe ein Problem mit dem niedrigen Bauwerk. Hinter dem Geäst des rechten Fichtenbäumchens schaut noch der Wortteil „..stift“ hervor.
Damit ich auch was handfestes beitrage: Die ABADIE Reklame verbreitet die gute Nachricht von der Produktion von Zigaretten- und Pfeifenpapier.
Pfeifenpapier?? Das waren dünne kreisrunde braune Papierblätter, mit denen man eine Ladung Pfeifentabak einhüllte und zu einer Kugel gedreht in den Pfeifenkopf steckte. Oben angezündet bis ein kleines Loch glühte, versprach dieses Accessoire, daß die Pfeife nie ausgehen konnte, eine Pfeifen ansonsten lästigerweise anhängende Unart. Als Student konnte ich diese Abadie Pfeifenblätter beim Nessler noch kaufen. 3 hab ich benutzt.
Der Häuserschmuck anlässlich der Jahrhundertfeier muss in der ganzen Stadt sehr feierlich und eindrucksvoll gewesen sein:
Vor dem Goldenen Adler standen zwei haushohe Tannenbäume, wohl ähnlich wie hier. Zum abgebildeten Festschmuck wird berichtet:
„Eine hübsche Anordnung trafen auch die Ehrw.
Ursulinen, die mit Hinsicht auf den großen
Komplex des Klostergutes auch reichlich genannt
zu werden verdient.“
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19090830&seite=2&zoom=33&query=%22Ursulinen%22&ref=anno-search
Gibt es vom Palais Tannenberg-Enzenberg auch eine Glasplatte mit der Straßenseite?
In meiner Sammlung habe ich eine private Ansichtskarte von 1911 mit der Vorderseite des Palais gefunden. Die Dame ganz rechts schaut bei einem Fenster heraus. Das Foto ist spannenderweise mit den Initialen RV und einer Grafenkrone signiert….. Wohl ein Hinweis auf den Urheber und Fotografen der Ansichtskarte…..
Die Innsbrucker Nachrichten berichten am 4. März 1939 über die Bauarbeiten des Radwegs – sogar mit zwei Fotos! Vielleicht könnte man diese Fotos der Vollständigkeit halber in den Beitrag einbauen.
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19390304&query=%22radweg%22&ref=anno-search&seite=7
Am 19. Juni 1939 wird Innsbruck auf Grund des neuen Radwegs sogar als Radfahrer-Paradies gelobt….
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19390619&query=%22radweg%22&ref=anno-search&seite=3
Ich genieße mehr die Ruhe, die dieses Bild ausstrahlt, wenn man vom Radfahrer rechts absieht, der gerade in geduckter Haltung „Gas“ zu geben scheint.
Das Fehlen von Radwegen war aus meiner historischen Sicht weniger ein Baumangel als fehlende Notwendigkeit. Als ich noch mit dem Fahrrad als Schüler von der Mandelsbegerstraße in die Angerzellgasse fuhr regelte sich der Verkehr erstaunlicherweise durch quasi freiwillige Einhaltung der StVO. Man befand sich unter den Augen der übrigen Verkehrsteilnehmer auf der Straße, gab seine Richtungsabsichten mittels Handzeichen (ja, was ist das??) kund, die komischerweise auch von den Autofahrern respektiert worden sind. Oft genügte schon ein Kopf zurückdrehen und der Autofahrer stellte sich auf ein Abbiegemanöver ein. Nur die Straßenbahn mit ihrer Unbremsbarkeit und hilflosen Schienenfessel konnte nicht ausweichen. Und bei Nacht war keiner so ein Depp, daß er auf das Licht verzichtet hätte. Gehsteigfahrer wären sowieso am Watschenbäumchen gestreift.
Radwege waren wegen ihrer schmalen Bauweise, die wegen der lästigen Randsteinleiste das Überholen von Opas und das Nebeneinanderfahren schwierig machten, hingegen eher unbeliebt.
Temporam mutantur.
Naja, was heißt schon fehlende Notwendigkeit? Ich fahre z.B. mit dem Rad gerne über den Südtiroler Platz. Man kann sich wunderbar in den Fließverkehr einordnen, kommt gut weiter und die Autofahrer(innen) sind an dieser Stelle erstaunlich rücksichtsvoll. Dennoch fühlen sich viele Radfahrer (bitte ab sofort das „-innen“ dazudenken, gerade mit dem Rad sind ja auch sehr viele Damen am Weg!) ohne Radweg einfach nicht sicher. Daher wird heute der Bau von Radwegen gefordert, um diese Menschen dazu zu bringen, das Rad zu benutzen.
Zur NS-Zeit wurden die Radwege nicht für die Radfahrer, sondern für die Autos gebaut. Die Devise lautete: Radfahrer weg von der Straße, damit die Autos schneller fahren können! Radfahrer wurden als Hindernis betrachtet (dies läßt sich sogar aus dem Artikel vom „Radfahrparadies“ in den Innsbrucker Nachrichten herauslesen…). Die Straßenverkehrsordnung der NS-Zeit sah Vorrang für motorisierte und Nachrang für nicht-motorisierte Fahrzeuge (Pferdefuhrwerke, Fahrräder) vor. Erstaunlich, wie sich die Ideologie auch hier niederschlägt: Platz für das, was als schnell und modern angesehen wird, alles andere wird an den Rand gedrängt. Leider ist dieses Denken wohl bei vielen Verkehrsteilnehmern (und -innen) erhalten geblieben…
Mit NS-Zeit fühl ich mich jetzt doch nicht angesprochen, ich bin ja nicht 103 Jahre alt, gell Manni.
Damals(!) in den 50ern, 60ern hat sich kein Mensch in der Stadt auf der Fahrbahn regelrecht gefürchtet, weil man mehr aufeinander aufgepaßt hat. Und es auch nicht so eilig gehabt hat. Aufpassen muß man immer. Und geschimpft haben immer dieselben Grantler auch immer.
Die Autofabrikanten haben mit jedem Modelljahr größere Fenster für bessere Sicht eingebaut. Heute ist die Sicht nach schräg hinten kriminell schlecht, das Auto muß ja laut Werbung ausschauen „wie ein geducktes Tier“, und seit neuestem starren die Autolenker auf den Bildschirm anstatt auf die Straße weil das Bluetooth zickt und man unbedingt mit Amazon verbunden sein möchte. Wie hat schon der alte LHStV Gamper glasklar erkannt:
„Geschtern ischt nicht heite“
Erste Radwege wurden im Deutschen Reich schon in den 1920ern gebaut, in der „Reichs-Straßen-Verkehrs-Ordnung (RStVO)“ wurde 1934 auch schon eine weitgehende Benützungspflicht dieser Radwege für Radfahrer verordnet. Nach 1938 war dann mit der Übernahme der deutschen Gesetze auch in AT der juristische Rahmen geschaffen um hier Radwege bauen zu können.
Das im Foto abgebildete Verkehrszeichen „Radweg“ entspricht jenem das in Österreich mit dem Straßenpolizeigesetz 1947 eingeführt wurde und bis zur Einführung der StVo 1960 in Verwendung war.
Wenn man sich das Luftbild 1940 anschaut kann man auch die drei Radweg-Unterführungen unter der B1 erkennen: im Bereich Vögelebichl, am Ende der Kranebitter Allee, dort wo heute die B171b Richtung Völs abzweigt und bei der heutigen Zufahrt zur Standschützenkaserne.
Ich kann mich nur noch an die Unterführung unter die damalige B 1 draußen vor der Lohbachsiedlung erinnern. Wir Buben sind da extra nur deshalb mit den Radln hinaus! Meistens sind wir ein paarmal hintereinander gefahren, es war ja ein Erlebnis für uns, die Kurve hinunter und unter der Straße hindurch auf die andere Seite zu kommen.
Bei uns in Pradl gab es auch schon Radwege – in der Gumppstraße und in der Langstraße, also in den Südtiroler Neubauvierteln
Vielleicht nochmals zurück zum oben genannten Beitrag für die gleiche Gegend https://innsbruck-erinnert.at/winterliches-amras-mit-den-augen-des-unbekannten-fotografen-xxiii/ :
Herr Martin Schönherr erwähnt in seinem Kommentar die Innsbrucker Umfahrungsbahn aus dem Jahre 1944 / 45, die hinter diesem mittleren Haus verlaufen ist. Von dieser Bahn wissen nur mehr wenige!
Auch ich kann mich nur noch an die zwei Stahlpfeiler im Inn in der Rossau erinnern, die ja noch eine Weile nach dem Krieg standen. Dies, obwohl ich gerade im Schuljahr 1944 / 45 täglich den Weg Altpradl – Amras zu Fuß nehmen und damit irgendwo in der heutigen Philippe Welserstraße die Geleise queren musste.
Danke, als jemand, der sich mit Radwegen und vor allem deren Ausbau beschäftigt, ist dieser spezielle stadtgeschichtliche Aspekt sehr interessant! Zu sehen ist die damalige Bauweise für baulich abgetrennte Radwege, oder zumindest für diesen: ein niedriger Leistenstein, kein Sicherheitsstreifen. Bodenmarkierungen sind keine sichtbar. Aber es gab ein Radwegzeichen, und das sieht interessanterweise einer Ortstafel ähnlich – da frage ich mich, ob das die StVO so vorgab, oder der Radweg nur „informell“ durch die Stadt Innsbruck auf diese Weise beschildert worden war.
Und die genannten drei Radwegunterführungen – sind sie verschwunden, da es die Straße „Höttinger Au“ in dieser Form ja nicht mehr gibt? Zeigt das Foto die Mittenwaldbahnunterführung vor Errichtung der (beidseitigen?) Radwegunterführungen? Waren das dann 2 der 3? Oder wo waren die? War die dritte etwa jene zum Straßenseitenwechsel bei Vögelebichl, kann es wirklich sein dass die in ihrer ersten Ausführung schon damals gebaut wurde? Ich weiß selber nicht, an wen ich meine Fragen hier richte, sie seien einfach mal in den Raum gestellt. 🙂
Ergänzung: wie auch am Foto zu sehen ist, hat es sich scheinbar bereits damals eingeschliffen, woran wir noch heute in der Museumstraße leiden: Radwege werden ohne geeignete bauliche Anpassungen mitten durch Öffi-Haltestellen durchgeleitet. Da es offenbar schon am ersten Radweg der Stadt solchen Murks gab, kann das mit diesem Wissen jetzt wohl als „Murks mit langer lokaler Tradition“ bezeichnet werden. xD
Ich habs eh schon in meinem Kommentar anklingen lassen: Es hat einmal eine Zeit gegeben, wo man noch nicht alles reglementieren hat müssen und ein Radler selbst im Vollrausch eingesehen hat, daß da jetzt Leute ein und aussteigen. Und wenn er es nicht kapiert hat, dann haben die Fussgänger auf ihn aufgepaßt…
Mich würde hierzu interessieren, was eine „geeignete bauliche Anpassung“ wäre bzw. wie die Streckenführung hier idealerweise aussehen sollte. Gibt es andere Bereiche in der Stadt, wo das besser gelöst ist?
Die Lösung dort ist m.E. eine Fußgänger*innenzone mit öffentlichem Verkehr und Radverkehr, aber ohne motorisierten Individualverkehr. Gehsteige und markierte Fahrbahnbereiche müssen weg. In den Haltestellenbereichen Bahnsteige mit 24,5 cm Höhe wie überall anders. Für ÖV und Radverkehr sind 15 km/h verordnet. Das bisher geschriebene wäre Grundvoraussetzung für alle Varianten. Die Prioritäten wären in so einer FuZo automatisch: 1. Schienenverkehr, 2. Fußverkehr, 3. Busverkehr, 4. Radverkehr, der Schienenverkehr hätte also immer noch Vorfahrt (das wissen die Zufußgehenden intuitiv und weichen aus – kennt man aus anderen Städten). Die Radfahrenden können dann frei nach beiden Seiten ausweichen, es braucht keine Radfahrstreifen mehr, in den Haltestellenbereichen schützen die entsprechend gestalteteten Bahnsteige die Ein- und Aussteigenden vor Fahrradrowdies.
Die durchfahrenden Bahnen und Busse geben idealerweise ein permanentes, aber nicht penetrantes Warnsignal von sich; in Städten, in denen es so eine Lösung gibt, ist das meist eine leise Melodie, die permanent abgespielt wird. Manchmal auch ein diskretes Klingeln bei Bedarf.
Allerdings müsste dazu eine der beiden Gleisachsen etwas nach außen wandern, damit zwischen den Gleisen mehr Platz ist. Und ich weiß nicht, ob die Breite des Straßenraums ausreicht, um alle Richtlinien und Vorschriften bezüglich Rampenneigung, Aufstellflächen an den Haltestellen und Barrierefreiheit für Sehbehinderte einhalten zu können.
Eines von vielen Beispielen besonders in Deutschland für diese Lösung: https://www.youtube.com/watch?v=0yEgJff4k2Q
Eine Alternative wäre eine Begegnungszone mit einem geschützen Bereich in Fahrbahnmitte, der als Beidrichtungsradfahrstreifen ohne Benützungspflicht genützt werden könnte. Auch dazu müsste aber ein Gleis nach außen verschoben werden.
Eine weitere Alternative wäre ebenfalls eine Begegnungs- oder FuZo und die Verlegung der Buslinien auf die Südachse des Innenstadtrings und ebenfalls Verschieben eines Gleises nach außen. Dann würden nur noch in der Mitte Bahnsteige benötigt, da die Straßenbahnen ja auf beiden Seiten Türen haben. Dann wären seitlich Radfahrstreifen ohne Benützungspflicht möglich.
Die an andeen Stellen in der Stadt realisierte Lösung mit der Außenumfahrung der Bahnsteige durch den Radverkehr ist zwar gut, aber ich denke dass in der Museumstraße dafür die Fußgänger*innenfrequenz zu hoch und die Platzverhältnisse zu eng sind.
Jedenfalls sind zwei Dinge klar: 1. ich bin hier gerade total abgeschweift und 2. in der Museumstraße muss endlich eine Lösung her, das ist nun schon zu oft aufgeschoben worden. Ich werde jedenfalls weiterhin darauf drängen.
Für die Museumstraße wäre die Errichtung einer Schwebebahn ideal. In Wuppertal hat man schon seit 1901 sehr gute Erfahrungen damit. Mit einer solchen Bahn wären die Innbrucker Verkehrsprobleme perfekt gelöst 😉
Ich komme mit der Lösung der Haltestelle Klinik/Uni an der Linie 5 stadtauswärts sowohl als Radler alsauch Fahrgast am besten zurecht. V.a. ist sie für die Fahrgäste barrierefrei und die Anrampung und Umschwenkung motiviert das Bremsen für die Radler.
Dennoch ist auch diese Lösung umstritten und die Museumsstraße für die unveränderte Anwendung zu schmal.
Das Foto ist eine der wenigen Ansichten der Geyrstraße in Amras nach Norden, – die Postkartenmotive gehen meistens gen Süden mit dem Schloss im Hintergrund.
Die Aufnahme entstand jedenfalls vor 1966/67, als die Geyrstrasse verbreitert wurde und dabei das Bauernhaus links, der „Untere Gratl“, abgerissen wurde. Vom „Seewirt“ im Hintergrund führte ein ganz schmaler Weg hier herunter.
Das „zweigeteilte“ Haus war ursprünglich der Hof der Familie Andrä Steixner. Nach Andräs Tod 1960 überließ seine Frau Maria der Pfarre Amras die Hälfte des Hauses, welche den nördl. Teil neu baute: Unten der Kindergarten, oben Jugendräume. 1964 wurde der Kindergarten eröffnet, ein Jahr später besuchte ich ihn, betreut von der Kreuzschwester Sieglinde.
Nach dem Tod von Maria Steixner wurde das alte Haus abgerissen und durch den neuen Teil mit erweitertem Kindergarten, Kleinwohnungen und einem Saal um Keller ersetzt. Die Eröffnung des Gebäudes, wie wir es heute kennen, war 1974.
In den 1980er Jahren erfolgte wieder eine Umgestaltung der Geyrstraße, welche endlich den spätestens seit der DEZ-Eröffnung überfälligen Gehsteig brachte.
Grüß Gott, Herr Engelbrecht. Zuerst einmal danke für Ihre detaillierten Angaben zu dieser Örtlichkeit.
Grüß Gott, Herr Engelbrecht. Zuerst einmal danke für Ihre detaillierten Angaben zu dieser Örtlichkeit.
Weil Sie wahrscheinlich ein Amraser sind, eine Frage: Wo ist oder wo war der Volderauer Hof? Ich kann mich noch gut erinnern, dass Herr Volderauer sen. mit seinem Einspänner immer durch die Egerdachstraße bei uns vorbei zu seinem Gasthaus Altpradl fuhr, das ja bei uns nur „der Volderauer“ hieß. Wenn ich daheim fragte, wer das ist, hieß es immer: „Das ist einer von den ganz Reichen, er hat das Gasthaus hier, in Amras einen Bauernhof, und beim Adambräu ist er auch was“.
Die Egerdachstraße benützten ja früher viele Pferde- und Ochsenfuhrwerke, besonders die Pradler Bauern brachten hier Heu, Türken und Runggeln von ihren Reichenauer Feldern herauf – und auch die Bockeler fuhren hier zu ihrer Arbeit von der Bocksiedlung in die Stadt mit einem Pferdefuhrwerk!
Lassen Sie mich zuerst sagen, wie sehr ich Ihre Erzählungen und fachkundigen Beiträge schätze!
Der Volderauer ist/war die Geyrstrasse 1, – seit dem Umbau wohl nicht mehr als Hof zu identifizieren. Jedenfalls war da der Weg zur Egerdachstraße wahrlich naheliegend …
Recht lieben Dank, Herr Engelbrecht, für das Lob. Freut mich wirklich! Ich werde es aber diesmal, nicht so wie in meinem vorderen Kommentar, bei einmal danken belassen (ich weiß nicht warum ich dort eine Zeile doppelt geschrieben habe und das nicht bemerkt habe!)
Jetzt weiß ich wenigstens, wo der Volderauerhof war, ich hatte ihn weiter südlich im Kopf. Und dass ich ihn auf Google Map nicht fand, ist auch klar – der hat sich ja wirklich gewaltig verändert! Das war doch früher ein stattlicher Bauernhof ähnlich anderer in Amras – oder liege ich da falsch? Ob es irgendein Bild davon gibt? Vielleicht findet da Herr Morscher irgendwas??
Lieber Herr Morscher, das war eine sehr hübsche, falsche Fährte, die Sie da gelegt haben, denn:
1) die Häuserzeile verläuft real NICHT in Nord-Süd-, sondern in Ost-West-Richtung.
2) Die vermeintliche Baulücke, auf die ich (ebenso so wie Herr Hirsch) reingefallen bin, ist KEINE solche, sondern täuscht nur eine vor. Die Ansicht ergibt sich aus der Tatsache, dass der Balkonbauteil vor-, in diesem Fall besser zurückspringend angelegt ist. Daraus folgt, dass die Balkone in Richtung Westen ausgerichtet sind und noch von einer strahlenden Nachmittagssonne beleuchtet werden können, denn der im Westen vorgelagerten Häuserblock war damals noch ein Stockwerk niedriger. Das Haus rechts mit dem sehr flach vorspringenden Erker (Stiegenhaus) und dem nachlässig angelehnten Fahrrad ist Stafflerstraße 22,
Fazit: die 4 sonnigen Plätzchen befinden sich auf der Rückseite des Hauses Stafflerstraße 20!
Eine zur Zeit der Aufnahme noch bäuerliche Nebenstraße irgendwo im nicht allzu östlichen Mittelgebirge. Der Modernisierung ist mit dem Ersatz einer vermutlich schön gezimmerten hölzernen Tennenfassade durch eine fensterlose neue Mauer bereits eine Scharte geschlagen worden.
Das lustige kleine „Sacherl“, an dem der Spaziergänger vorbeistelzt, halte ich durchaus einer kurzen Betrachtung für würdig.Aber auch her schon eine Garage in Beton unter der Scheune, vermutlich statt des vorherigen Stalls.
Heute möglicherweise öde thujenumgürtete Schlafhäuser der Innsbrucker. Mit Wagenrad an der Mauer als Ausweis der ländlichen Verbundenheit.
Das mittlere Haus ist inzwischen umgebaut – gar nicht so ’schiach‘ finde ich. Das rechte Haus ist weg, trotz der hier so ’schönen‘ neuen Fassade und des neuen Daches. Der Neubau? Na, ja – Zweckbau! Statt des desolaten Stadels gibt es hier jetzt die Straße.
Hinter diesem mittleren Haus, auf der anderen Seite der Abfahrt ins ‚Tal‘ zu den Einkaufstempeln in den ‚Wiesen‘ dann eine ‚Staumauer‘!!
Ob Klosterkaserne oder Besele, darüber will ich nicht streiten. Mich hätte sowieso mehr das „wann war das?“ oder gar Namen interessiert. Ich glaubte nämlich, jemanden zu erkennen.
Herr Dr. Morscher teilte mir aber in einer E-Mail mit, dass man das im Stadtarchiv auch nicht wisse und dass er auf die Fünfziger tippt
Was mir so auffällt: am Bahnhof fehlt noch der Uhrturm, Adambräu noch keine Baustelle, ebenso beim Hallenbad. Knollerstrasse besteht schon bis Haus 12, Rapoldipark fehlt auch noch. Pradler Kirche dürfte auch noch fehlen, zumindest erkennt man den Platz noch nicht. Am Bahnhof ist schon alles elektrifiziert und das zweite Heizhaus steht schon.
Übrigens der wertvoll verschwendete Urbane Raum des Bahnhofes lag vorher weit abseits der Stadt und noch dazu teilweise ein Sillbett.
Danke auch. Aber wo ist dieser eigentlich sehr charakteristische Pyramidenstumpf, der links hinten hervorschaut? Den Häusern nach irgendwo im älteren 1890er-Teil der Stadt.
Dieser Pyramidenstumpf gehört zum Gebäude in der Stainerstraße, in welchem das IVB-Kundencenter sich befindet. Der dortige Erker trägt heute noch einen ganz gleichartigen Dachaufbau.
Hahaha, Fluglinie zwischen Amras und Igls! Fahrzeit mit dem Auto bis zum Flugplatz wahrscheinlich gleich lange wie direkt nach Igls. Und dann vorher noch tagelang warten, bis die sechs Passagiere beinand sind. Und dann in Igls irgendwo in der Nähe von Patsch oder Lans landen. Und wieder autofahren.
Ich vermute, daß dahinter der Luftfahrtfantast (copyright Dr. Tanja Chraust) Ing. Hummel steckt, der so tragisch wie unterhaltsam Innsbruck in ein frühes Rhein-Main verwandeln wollte. Von ihm stammt glaub ich auch die tatsächlich kurz ernstgenommene Idee, die Seegrube per Aeroplan anstelle der umständlichen Seilbahn zu erreichen. In die selbe Zeit fiel wohl auch die Schnapsidee, das Hafelekar und die Pfeishütte mit einer Liliputbahn zu verbinden.
Noch ein Zeitungsfund:
Die geplante Fluglinie Innsbruck-Vent scheint abgesehen von Probeflügen nie für den regulären Passagierverkehr eröffnet worden zu sein, weil das Flugzeug vorher in Seefeld abgestürzt ist:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19271217&query=%22Flugplatz+vent%22~10&ref=anno-search&seite=6
Der Hinweis auf Udet und Vent ist sehr interessant! In den Zeitungsarchiven findet sich dazu ein informativer Bericht, in dem auch die Rolle des Fabrikanten Pischl näher beleuchtet wird. Herr Pischl hat demnach bereits 1925 ein Flugzeug des Typs „Udet Flamingo“ gekauft:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19260828&query=%22udet+vent%22~10&ref=anno-search&seite=4
1923 gab es von anderer Seite sogar die öffentliche Ankündigung, zwischen Amras und Igls eine Fluglinie einzurichten – Ticketpreis 10.000 Kronen, das entspricht 10 Einzelausgaben der Innsbrucker Nachrichten. Ein eigener Shuttle-Bus hätte die Passagiere vom Stadtzentrum nach Amras transportieren sollen. Nachher hört man von dieser Idee aber nichts mehr:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19230627&seite=3&zoom=33&query=%22flugzeug%2Binnsbruck%22~10&ref=anno-search
Flugzeuge waren vor Eröffnung des Flughafens 1925 äußerst seltene Gäste in Innsbruck. Das Landen und Starten war auch ohne Flughafen möglich, aber sehr gefährlich:
Im November 1923 landete ein von Wien über Bruneck kommendes Flugzeug in Innsbruck. Im Pustertal wäre es fast von den Carabinieri beschlagnahmt worden:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19231108&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=3
Im September 1924 kam es auf der Ulfiswiese zu einer ziemlich unsanften Landung. Das kaputte Flugzeug musste mit dem Zug retour geschickt werden:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19240915&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=4
Ein Flugzeug zu sehen war ein großes und seltenes Spektakel, welches von vielen Menschen auf den Straßen aufmerksam beobachtet wurde. So geschehen bei der zweimaligen Landung einer von Zürich kommenden Maschine in der Reichenau im Mai 1925:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19250502&query=%22flugzeug+innsbruck%22~10&ref=anno-search&seite=1
Auf der Seite der Innsbrucker Nachrichten vom 8. November habe ich auch etwas entdeckt, das Herrn Roilo interessieren könnte: Eine Todesnachricht der Maria Roilo, geb. Huber, Bäckermeistergattin.
Oh, danke, Frau Michaela. Ich hatte bisher nur ein Sterbebildl von meiner Großmutter. Sie war eine gebürtige Brixnerin, Mutter von neun Kindern, die zwischen 1900 und 1914 geboren sind!
Der einzige dokumentierte zivile Start eines Flugzeuges nach dem WK 1 fand vom 3. bis 5, April 1920 statt. Damals beehrte uns ein Herr Schneider aus Augsburg kommend mit seiner damals schon hoffnungslos veralteten Rumplertaube, einer Raubkopie der Etrichtaube. Er führte an diesen Tagen von der Wiese hinter dem Kettenbrückensanatorium aus ein paar Rundflüge durch, mit je einem Passagier an Bord. Der hätte natürlich photographieren können, aber: Aber wie kommen die auf unserem Photo erkennbaren Heumandeln in den April?
Ich habe – wie wohl Niko Hofinger auch – zuerst auch an ein Flugzeug als Photoplattform gedacht. Gsnz ausgeschlossen wäre es ja nicht, das Flugzeug hätte ja von woanders aus starten können.
1962 und noch etliche Jahre danach war der Faschingsdienstag wie auch die beiden anderen, wenn auch weniger bemühten Eckpfeiler der Faschings ein ganz normaler Arbeitstag an dem sich vielleicht die Kindergartenkinder maskierten. Dafür war der Josephitag arbeitsfreier Feiertag.
Alle oder die meisten Faschingsumzüge fanden damals „vernünftigerweise“ (welch Widerspruch für Narren) am Sonntag statt, wenn reichlich Publikum zu erwarten war.
Die Eröffnung des Flughafens im Juni 1925 ist somit kein Kriterium für das Aufnahmedatum (leider habe ich das ins Spiel gebracht), man hat wahrscheinlich schon vorher Innsbrucker Flugaufnahmen von Fliegern aus gemacht. Die Aufnahme aus einem Ballon könnte auch passen – aber das wäre zu unfair von Herrn Hofinger gewesen.
Interessant wäre noch zu wissen, wann die Lücken bei den Rhomberghäusern in der Gaswerkstraße geschlossen wurden.
Am rechten Bildrand ist die Barackensiedlung zu sehen, die sich am Ende der Amthorstraße befunden hat (Amthorstraße 51-55). Die Baracken wurden 1924 erstbezogen und bestanden bis Mitte der 1980-er Jahre als städtische Wohnungen(!). Zusammen mit der Information von Herrn Auer bezüglich des Uhrturmgebäudes dürfte der Aufnahmezeitpunkt ziemlich genau in den Jahren 1923 oder 1924 liegen.
Höchst spannend, dass dieses Bild von einem Ballon aus aufgenommen wurde. Nachdem Ballone fahren und nicht fliegen, wäre „Anfahrt auf Innsbruck-Ost“ wohl der historisch zutreffendere Titel für diesen Beitrag.
Das genaue Datum für den Spatenstich des Uhrturmgebäudes war leider nirgends aufzufinden….
From Manfred Roilo on Schienen, Schienen, Schienen und ein paar Bretterwände
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From Martin Schönherr on Schienen, Schienen, Schienen und ein paar Bretterwände
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From Martin Schönherr on Schienen, Schienen, Schienen und ein paar Bretterwände
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From Manfred Roilo on Schienen, Schienen, Schienen und ein paar Bretterwände
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From Manfred Roilo on Der älteste Radweg der Stadt
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From Karl Hirsch on Der älteste Radweg der Stadt
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From Josef Auer on Villa gesucht
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From Karl Hirsch on Noli me tangere
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From Josef Auer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Team Stadtarchiv on Die sieben Samurai?
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From Friedrich Stepanek on Die sieben Samurai?
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From Manfred Roilo on Die sieben Samurai?
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From Friedrich Stepanek on Die sieben Samurai?
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From Manfred Roilo on Die sieben Samurai?
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From Friedrich Stepanek on Die sieben Samurai?
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From Robert Engelbrecht on Es wäre ein schönes Rätsel...
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From Josef Auer on Die sieben Samurai?
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From Robert Engelbrecht on Es wäre ein schönes Rätsel...
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From Manfred Roilo on Es wäre ein schönes Rätsel...
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From Josef Auer on Frohe(?) Weihnachten: Mit den Augen des unbekannten Fotografen XXII
Go to comment2021/02/17 at 7:05 pm
From Karl Hirsch on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Im Festschmuck ...
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From Karl Hirsch on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Rätsel (fast) gelöst! Mit den Augen des unbekannten Fotografen XVI
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From Josef Auer on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Im Festschmuck ...
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From Josef Auer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Karl Hirsch on Der älteste Radweg der Stadt
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From Friedrich Stepanek on Der älteste Radweg der Stadt
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From Karl Hirsch on Der älteste Radweg der Stadt
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From Walter Rangger on Der älteste Radweg der Stadt
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From Manfred Roilo on Der älteste Radweg der Stadt
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From Manfred Roilo on Der älteste Radweg der Stadt
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From Manfred Roilo on Nix los
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From Manni Schneiderbauer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Manni Schneiderbauer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Karl Hirsch on Der älteste Radweg der Stadt
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From Joachim Bürgschwentner on Der älteste Radweg der Stadt
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From Manni Schneiderbauer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Josef Auer on Der älteste Radweg der Stadt
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From Martin Schönherr on Der älteste Radweg der Stadt
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From Robert Engelbrecht on Nix los
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From Manfred Roilo on Nix los
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From Robert Engelbrecht on Nix los
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From Manfred Roilo on Nix los
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From Wolfgang Unterberger on 4 sonnige Plätzchen
Go to comment2021/02/16 at 5:06 pm
From Manfred Roilo on Nix los
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From Manfred Roilo on Nix los
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From Karl Hirsch on Nix los
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From Manfred Roilo on Nix los
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From Gottfried on Nix los
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From Manfred Roilo on Ernsthafter Sport
Go to comment2021/02/15 at 2:34 pm
From Manfred Roilo on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/15 at 2:21 pm
From Bernhard Dipl.Ing. Lindner on Ernsthafter Sport
Go to comment2021/02/14 at 11:55 pm
From werner schröter on Eine Minute später... oder doch früher?
Go to comment2021/02/14 at 9:14 pm
From Manfred Roilo on Eine Minute später... oder doch früher?
Go to comment2021/02/14 at 10:53 pm
From werner schröter on Eine Minute später... oder doch früher?
Go to comment2021/02/14 at 8:49 pm
From Manfred Roilo on Eine Minute später... oder doch früher?
Go to comment2021/02/14 at 8:58 pm
From Manfred Roilo on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 8:40 pm
From Manfred Roilo on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 8:43 pm
From Karl Hirsch on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 8:30 pm
From Josef Auer on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
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From Manfred Roilo on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 8:52 pm
From Karl Hirsch on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 7:13 pm
From Matthias Egger on Wer will fleißige Handwerker sehn ...
Go to comment2021/02/14 at 7:22 pm
From Karl Hirsch on location, location, location
Go to comment2021/02/14 at 6:32 pm
From Karl Hirsch on Eine Minute später... oder doch früher?
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From Josef Auer on Eine Minute später... oder doch früher?
Go to comment2021/02/14 at 12:24 pm
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From Josef Auer on Eine Minute später... oder doch früher?
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From Markus A. on Was soll das einmal werden?
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From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
Go to comment2021/02/14 at 10:22 am
From Michaela on Anflug von Innsbruck Ost
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From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
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From Karl Hirsch on Anflug von Innsbruck Ost
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From Karl Hirsch on Faschingssonntag in Mühlau
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From Karl Hirsch on Ernsthafter Sport
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From Manfred Roilo on Ernsthafter Sport
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From Manfred Roilo on Anflug von Innsbruck Ost
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From Walter Dobler on Anflug von Innsbruck Ost
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From Josef Auer on Anflug von Innsbruck Ost
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