Kleine Korrektur: Burgler-Hof. Kein „ü“
Hof und Mauer n steht noch, im Gegensatz zum Bauernhaus im Hintergrund. Die schönen Quarzphyllitdeckplatten gibt es leider ebenso nicht mehr.
Die Obusleitung führte dann bei der Gemischtwarenhandlung Hocke (damals wohl schon Mayr) vorbei, die Geyrstraße südwärts und beim Bierwirt war der Wendeplatz. Eine Oberleitungsverankerung kann man dort noch beim Haus Bichlweg 4 sehen (ein älterer im Krieg recycelter Straßenbahnoberleitungsanker)
Falls die Lackierung von Interesse ist (Farbton und deren Bezeichnung) wird man hier fündig:
http://yehmen-bug.blogspot.com/2009/02/81957-71958-lichtbronze-l245.html
Funktioniert natürlich nur mit kalibriertem Bildschirm …
Warum ich auf NKB tippe:
Die Kleidung der Zuschauer sieht nach 20er/30er Jahre aus. Damals wurde die NKB gebaut. Der Ort für den Umlad auf das Gefährt der Fa. Menardi, die die Rolle dann rauf transportierte ist plausibel, da diese Seilrolle wohl zu schwer für die alten Innbrücke gewesen wäre. Also wird man dort weiter über den Hohen Weg zur Höhenstraße gefahren sein.
Ich könnte mir vorstellen, dass der Seilrollentransport von Wien hierher (falls er nicht teilweise mit der Bahn oder Schiff erfolgte) eine ziemlich aufwändige Planung war, bei der man sich überlegen musste, auf welche Seite eines Flusses man bleibt….
Aber:
Rechts geht das Seil ab und hinauf den Hang… das wäre ein Indiz dafür, dass das ein Seiltausch „nur“ für die Hungerburgbahn, aber ungefähr zur selben Zeit wie der NKB-Bau stattfand.
Ich habe mich nun mit https://rechneronline.de/rolle/ gespielt: bei einer Rolle von ca. 1,2m Außenradius und 0,6 m Innenradius und einen Seilstärke von ca. 20mm hätten im besten Fall so 700m Seil auf dieser Rolleplatz. Für die Hungerbrugbahn braucht mann 1700m, für die NKB ca 5km (Zugseil).
Oder:
Jetzt müsste man „Seilerfahrung“ haben: Wie hängt ein Gleichschlagseil ungespannt durch? Wie hängt ein Gegenschlagseil? Klar ist zweiteres steifer. Und würde,, falls es zutrifft doch wieder auf die NKB hinweisen.
Langer Rede kurzer Sinn – ich komme noch nicht weiter. Vielleicht regt mein Kommentar weitere Dedektive an
Die Autos brachte man meines Wissens in die Zollfreizone, wo sie in eine Wachshülle eingepackt auf den Import nach Österreich warteten.
Interessant der Hinweis auf die Farbe Petrol. Es gab ein recht häufiges Himmelblau (hieß vielleicht Azur), aber soviel ich auch mit der Bildbearbeitung herumexperimentiert habe, man bekommt es nicht heraus, auch wenn man den offensichtlichen Blaustich des Fotos korrigiert.
Wenn wir schon wissen wo da ist kann man das Bild immer noch in ein Rätsel verwandeln: Wo ist die Lok? Am andern Ende? Deutsche Lok abgekuppelt? Warten auf Vorspann für den Brenner? Oder Kulisse für den Gruselfilm „Die Todeskarawane der blauen Käfer“?
Weniger geheimnisvoll ist die Häufigkeit des VW (Käfer brauchte man damals garnicht dazusagen). Die Fahrschulen boten zum Großteil Käfer als Schulungswagen an, viele blieben wahrscheinlich einfach gerne beim schon Vertrauten, vor allem, wenn sie nur „irgend ein Auto“ brauchten und keine größere und komfortablere Karre.
Eine ganz schnelle Richtigstellung (muss schnell wieder weg!): Im Krieg verschwanden nur die Kandelaber – das alte Geländer blieb bis zum Abbruch der Brücke! Siehe meine Bilder aus 1983, die ich am 20.1.2020 per Email dem Stadtarchiv übermittelt habe
Hier wurde das sogenannte Wildling-Haus errichtet.
Die Innsbrucker Nachrichten berichten diesbezüglich am 17. Feber 1905:
(Abbruch und Neubau.) „Seit wenigen
Tagen befindet sich das in der Landhausstraße
fast die ganze Front zwischen der Maria The-
resienstraße und Erlerstraße ausfüllende Ge-
bäude, in welchem bisher u· a. der Groß’sche
Klaviersalon untergebracht war, im Abbruch.
Herr Gemeinderat Wildling läßt an dieser
Stelle einen großen Neubau aufführen, der
auch eine größere Tiefe als das bisherige Ge-
bäude haben wird. Daher mußten die paar
Bäume, welche im Hofe standen, fallen. Die
Bauarbeit führt Baumeister Huter. Die Ge-
schäftslokale mußten sämtlich, mit Ausnahme
dessen der Schirmhandlung Zanetta geräumt
werden. Der Klaviersalon der Musi-
kalienhandlung Groß befindet sich nunmehr
im ersten Stocke ober dem Verkaufsgeschäfte
au der Ecke der Maria Theresienstraße. Herr
Goldschmied Wilfling übersiedelte in ein
hübsches Geschäftslokal im neuen Winklerhause
nächst der Triumphpforte, auf einen Posten,
der schon heute günstig zu nennen ist, aber
seinen besonderen Wert erst bei Eröffnung der
Maximilianstraße als zweiter Zufahrtsstraße
vom Bahnhofe erhalten wird. Die Blumen-
handlung Pittner befindet sich nunmehr am
Margarethenplatz und die Schreibmaschinenhand-
lung von Glogowski und Komp. hat in der
Museumstraße ein neues Geschäftslokal gefun-
den.“
Zur Datierung:
Laut dem Tiroler Kunstkataster wurde das Millerhaus 1905 erbaut, das benachbarte Eckhaus Meraner Straße 1 wurde 1909/10 neu erbaut.
Das Bild stammt wohl von ca. 1904/05.
Dieses Bild ist eine hochkarätige stadtgeschichtliche Preziose, vielen Dank!
Im Hintergrund ist das Ottenthalhaus in der Maria-Theresien-Straße zu erkennen, vgl. dazu folgendes Vergleichsbild:
Neben dem offensichtlichen Insiderwissen von Herrn Engelbrecht, der Übereinstimmung mit alten Luftbildern und sogar dem Schatten des Kirchturms an der richtigen Stelle wäre ich – Absturz ins Profane – für eine Aufklärung betreffend der Oberleitung dankbar. Ist dort einmal der B vorbeigefahren? Hab immer gedacht, bei der Schutzengelkirche ist Endstation gewesen.
Beim Bau des Obussystems in den 1940ern war auch eine Linienführung nach Amras geplant.
Gefahren ist dort allerdings nie etwas, es blieb bei ein paar montierten Oberleitungsabschnitten im Ortskern von Amras.
Wie schön, wieder ein Amraser Foto!
Die Prozession geht in der Phil.-Welster-Straße gerade an der Kirche vorbei, links vorne der Bürgler-Hof.
Bis etwa 1960 gab es in Amras gleich zwei große Prozessionen, – zu Fronleichnam und am Hohen Frauentag, dem Patrozinium der Kirche. Von vielen weiß ich, dass sie ihre Urlaube eigens so geplant haben, dass sie am 15. Augusi in Amras waren!
Mir scheint, dass dies eine der August-Prozessionen war.
Siehe auch https://innsbruck-erinnert.at/andaechtig/
Lieber Matthias,
als alter ‚Knopfologe‘ kann ich Deiner Verdachtsdiagnose, dass es sich um Hauptleute des Generalstabs handelt, nur zustimmen: Die Ärmelaufschläge beider Reiter schimmern so, wie es nur bei Samt der Fall ist. Darüber hinaus scheinen die Knöpfe wirklich glatt zu sein, was vielleicht mit einer Lupe genauer zu sehen ist, womit Gendarmerie-Offiziere auszuschließen sind, da diese ja auf den Knöpfen die Nummer des Landesgendarmeriekommandos (Tirol und Vorarlberg: ‚3‘) trugen.
Herzliche Grüße
Clemens
In https://www.google.com/search?source=univ&tbm=isch&q=AEG+Wien+Stadlau&client=firefox-b-d&sa=X&ved=2ahUKEwiwm7_pvY_vAhVOKuwKHQo-CykQjJkEegQICRAB&biw=1376&bih=631
Kann man noch mehr Bilder von diesem Industriedenkmal der AEG in Wien-Stadlau sehen
Wenn ich das gestern schon gewusst hätte, wäre ich früher ins Bett gekommen! Aber auch ich habe mir nicht vorstellen können, wo dieses Bauwerk in Innsbruck sein hätte können.
Das Gerät ist ein Transformator, wie diese in dieser Größe ab 1927 in Innsbruck zum Einsatz gekommen sind, als die Versorgung von Innsbruck von 42 Perioden auf 50 Hz umgestellt wurde. Die Bauweise ohne angebaute Kühler lässt vermuten dass dar Trafo, sollte er nach Innsbruck geliefert worden sein, im UW Bismarkplatz (Heute UW Mitte) eingesetzt worden ist. Die Abwärme wurde schon damals zur Beheizung des Dampfbades verwendet.
ich habe Zugang zu einer Fotodokumentation der AEG mit dem Titel „UW Wilten und Fernleitung“; aufgenommen 1924 – ’28.
Dem Vergleich nach dürfte es sich um einen einpoligen ölgefüllten Leistungsschalter (damals konzipiert für 125 kV) handeln. Leider darf ich die Fotosammlung nur zeigen, nicht aber vervielfältigen oder veröffentlichen. Bei Interesse melde dich.
Mich würde interessieren, warum es immer wieder zuu Gewaltdeliketen gegenüber den Anzündern gekommen ist. Ich hätte gedacht, dass diese Arbeit gar nicht laut war und niemand was dagegen hatte, nicht mehr durch die absolute Dunkelheit stolpern zu müssen?
Lieber Herr Engelbrecht, Entschuldigung, dass meine Antwort so lange gedauert hat. Nachdem die Laternenanzünder in der Nacht gearbeitet haben, trafen sie immer wieder auch auf angetrunkene Männer, die vom Gasthaus auf dem Heimweg waren. Manchmal kam es zu Handgreiflichkeiten.
https://www.schlot.at/2007/08/21/wien-22-gleisdreieck-erzherzog-karl-strase-ii/ – hier findet man Infos zur AEG-Union-Werke-AG im 22. Wiener Gemeindebezirk (später ELIN-UNION). Ein dortiges Foto beweist, dass das Bild in diesem Werk aufgenommen worden ist. Vielleicht ist es im Stadtarchiv gelandet, weil das Gerät für Innsbruck oder eines der Kraftwerke an Sill und Ruetz bestimmt war.
Dacht ich mir’s doch, daß das nicht in Innsbruck sein konnte. Danke für den Link! Interessant zu welchen Themen es Hobbyforscherwebseiten gibt. Soweit ich die Hinweise auf Ihrem Link interpretieren kann, brauchte es den Schlot für einen Dampfgenerator zum Testen von Dampfturbinen.
P.S.: Wenn einmal in Jahrzehnten der erste Kernfusionsreaktor mit seiner überkandidelten Technik Wasser zu erhitzen ans Netz geht, dann kommt vermutlich der Strom noch immer von der Kraft einer Dampfturbine.
Rechts sieht man ansatzweise etwas das als Schornsteint, vermutlich sogar als recht hoher Schlot bezeichnet werden kann. Sowas gehört eher zu einem in Innsbruck meines Wissens nie vorhandenen Wärmekraftwerk. Oder war das kein Kraftwerk, sondern eine Fabrik, die einen eigenen Trafo oder Gleichrichter betrieben hat?
Ich la´mich von der Lösung überraschen.
Bin gestern beim Spazierengehen durch den Waltherpark gekommen und kann berichten, dass der Brunnen nach dem Unfall leider noch nicht wieder aufgestellt ist.
Danke für die Auskunft.
Also muß man obigen Text „…in den Waltherpark (Innpark) versetzt, wo er sich bis heute befindet. “ auf „bis vor einigen Jahren befand“ berichtigen. Was für Konsequenzen die leider noch dazu fatale Gedankenlosigkeit eines Einzelnen haben kann.
Im Namen aller von ‚innsbruck.erinnert‘ danke für die Nachricht! Wäre das nicht etwas für die „Bürgermeldungen“?
https://www.buergermeldungen.com/Innsbruck
Jetzt, wo wir wissen, wo wir uns befinden (Gratulation an Martin Schönherr, der den Aufnahmeort wieder einmal blitzschnell aufgelöst hat!), müsste noch geklärt werden, für welche Bahn das Zugseil gedacht war?
Ich glaube, dass dies wirklich einVolltreffer ist. Auf dem 1940er Luftbild ist zwar von der Seeberstraße noch nichts vorhanden, aber das Haus Amraserstraße 85 in seiner alten Gestalt müsste mit seinen Vorbauten und seiner Lage passen! Wohnblock Seeberstraße sowieso (Balkone!) – Gratulation!
Ich war zwar beim Anblick dieses Bildes auch sofort in dieser Gegend, eher Bereich Grenzstraße, habe aber nichts gefunden! Bin dafür später ins Bett gekommen!
Laut Luftbild ist das Haus zumindest bis 1974 hier gestanden. In meinen Kindheitserinnerungen das Haus vor der schönen Steinmauer zum Draufgehen, – und dann war die Gemischtwarenhandlung Melichar (im alten Blindenverbandshaus) nicht mehr weit.
Ich habe heute „Beweisfotos“ von der Seebergasse gemacht — es stimmt wirklich jedes Detail inkl. nordseitigen Kaminen ..
Aus meiner Sicht geht sich das familiär etc. mit dem „Brunnenmacher“ (Geyrstraße 59) nicht aus, obwohl die Hausfronten sehr ähnlich sind/waren.
ICH glaube, dass auf dem Foto das Haus Geyrstraße 80 abgebildet ist, welches in den 1970ern abgerissen wurde. Meines Wissens hatte Rudolf Ullmann aber seine Werkstatt aber nicht in diesem Haus, sondern hinten im Hof.
ja das haus am bild ist die heutige geyrstraße 80 (auch abrissfoto hr. schönherr) und der wagner war mein uropa, die werkstatt war allerdings im innenhof heute geyrstraße 82 in der ehem. werkstatt lebt heute mein onkel und ich selbst lebe genau zwischen den beiden gebäuden auch 82.
p.s.: geyrstraße 59 „brunnenmacher“ habe ich meine agentur/büro, hat damit nichts zu tun ;-P
Richtig, Herr Engelbrecht, Hausnummern lesen sollte man können 😉 habe gestern ein Photo des richtigen Hauses beim Abbruch an das Stadtarchiv geschickt, da fiel mir das „Detail“ nicht auf.
Der Grund für die Verkleinstädterung der Dörfer ist – ohne jetzt der Autoverteufelung das Wort reden zu wollen – die allgemeine Motorisierung. Wenn ein Innsbrucker auf die Stubaitalbahn angewiesen gewesen wäre, dann wäre er vermutlich lieber in der Stadt geblieben. Die lokale Infrastruktur hätte sich halten können und statt Cyta und Dez könnten Wohnungen stehen. Allerdings wäre dann auch zu vermuten, daß umgekehrt vor allem die jüngere Bevölkerung der umliegenden Dörfer nicht Schafe hüten gegangen wäre, sondern in die Stadt ziehen hätte wollen. Mit entsprechendem Hochhauswildwuchs. Mächtiger als der Satz von der Erhaltung der Energie ist die Erhaltung des Problems.
Danke für die Erwähnung der um sich greifenden Läutwerkorgien. Man muß kein Gottloser sein, daß einen das gehörig auf die Nerven geht. Ein wundervolles Beispiel für den Umstand, daß weniger wieder einmal mehr sein kann. Dabei ruinieren sich die Pfarreien nur die Glockentürme, die für so ein Dauergebimmel nicht gebaut worden sind. Es würde mich nicht wundern, wenn einmal ein Glockenturm beim Läuten einstürzt.
1955 konnte man in Mutters noch Baugründe um 50 Schilling pro Quadratmeter kaufen. Die heutzutage marktüblichen Preise sind im Vergleich dazu astronomisch hoch….
Sie waren deutlich schneller 🙂 ich hatte nun beim Reinschauen,was es Neues gibt, so eine vage Ahnung, dass ich das Haus von meinem Zimmer aus gut sehen konnte, allerdings nicht mehr mit Holztennen.
Naja, das Vorrangschild übersteuerte die Rechtsregel einiger Seitenstraßen für die von der Aldranserstraße herunterbrausenden Fahrer. Wär ja noch schöner, da anhalten zu müssen!
Was mich noch mehr wundert ist die Unversehrtheit es alten Wegkreuzes. Das da niemand drangefahren ist! Wahrscheinlich, weil Fühler am Auto waren ;-).
Haha, was Ähnliches hab ich mir auch gleich gedacht angesichts der Haltestelle beim Pradler Friedhof, wo alle paar Wochen das Leit-Schild umgefahren wird! Aber damals hatte man eben deutlich weniger PS und“Fühler“ – statt Hightech-Multimedia gekoppelt mit allen Smartphone-Funktionen …
Noch etwas zu Ihrem Eintrag, Herr Engelbrecht: Es stimmt, dass die Häuser 89 – 99 noch nicht stehen, aber auch die Häuser 103 – 105 sind noch im Bau (Gerüste, Baustelleneinrichtung davor).
Das Vorrangschild an dieser Stelle ist wirklich eigenartig. Es scheint sogar ziemlich neu zu sein. Wenn man das 1940 er Bild anschaut, kann man das eher verstehen (Einmündung der damals noch nicht ausgebauten Wiesengasse).
April 1958: https://lba.tirol.gv.at/public/bild.xhtml?id=47643
Südseitig dunkle Dächer, nordseitig noch kein Dach.
Auf dem Stadtarchiv-Bild ist zwar das Dach schon drauf, aber das von Herrn Roilo entdeckte Gerüst zeigt, das dieses wohl gerade in der Fertigstellung ist — diese Konstellation gab es verläßlich nur in diesem Jahr …
AUCH diese Frage wäre also wohl beantwortet!
Das Gerüst haben Sie ja toll gesehen!
Bei HNr 89 muss ich exakter sein, denn die dortige Baulücke wurde erst in den 70ern geschlossen, während 91-99 Anfang der 60er erbaut wurden.
Heute Vormittag habe ich mich übrigens fotografierend beim Haus Amraser See-Str. 4 herumgetrieben, weil dieses gerade abgerissen wird. Da hatte ich noch keine Ahnung, dass ja genau da die Kapelle gestanden sein muß!?
In diesem Haus waren ja der Metzger Hölzl und die Bäckerei Mühlbacher, wo wir Amraser Kinder an Süßigkeiten kamen. Auf
Naja, das Vorrangschild übersteuerte für die von der Aldranserstraße herunterbrausenden Fahrer die Rechtsregel einiger Seitenstraßen. Wär ja noch schöner, da anhalten zu müssen!
Was mich noch mehr wundert ist die Unversehrtheit es alten Wegkreuzes. Das da niemand drangefahren ist! Wahrscheinlich, weil Fühler am Auto waren ;-).
Da ich heute nach der Panzing Kapelle am Fürstenweg Pradl – Schloss Ambras suchte, fand ich dieses Bild im Mitteilungsblatt Nr. 01/2006 – https://docplayer.org/111900908-Mitteilungsblatt-nr-01-2006-bei-einem-festakt-am-3-dezember-2005-in-den-raiffeisensaelen-ueberreichte-buergermeisterin.html mit folgender Beschreibung vonFranz-Heinz v.Hye:
Innsbruck um 1885/99. Eine historische Photographie. Eine besondere Freude bedeutete es mir, als ich durch unseren Obmann mit jenem Foto aus Privatbesitz konfrontiert worden bin, welches hier nun vorgestellt werden soll. Es verdient zweifellos allgemeines Interesse. Gesehen ungefähr von den ehemaligen Wiesen (später Schönruh) oberhalb von Schloss Ambras, zeigt das Bild im Vordergrund das Schloss mit jenem neogotischen Spitztürmchen, welches ihm von Erzherzog Karl Ludwig um 1855/59 verpasst worden war und zunächst bis 1899 bestanden hat. Rechts darunter sieht man den damals ornamental gedeckten Turm der Amraser Pfarrkirche. Zu Füßen des Schlosses erstrecken sich beiderseits die unverbauten Fluren südlich der Stadt, durchzogen von der Amraser Straße ( Amraser Fürstenweg ) mit der ehemaligen Panzingkapelle (heute Südring). Die Pradler Straße wird von der alten Pradler Kirche (abgetragen 1941, heute Leitgeb-Turnhalle) bis herauf zur Gaststätte Lindenhof (heute Sparkasse) von einer stolzen Pappelallee begleitet. Links davon ist in den Feldern der k. u. k. Militärfriedhof an der Anzengruberstraße zu erkennen, hinter dem Lindenhof der Schlot des ehemaligen Gaswerkes. Der Jesuitenkirche fehlen noch die erst 1900/01 ergänzten Fassadentürme. Im Hintergrund rechts sieht man hingegen bereits die 1882/85 erbaute neue St. Nikolaus-Pfarrkirche, während der Bauplatz der neuen Höttinger Pfarrkirche (erb. 1909/11) noch leer ist. Weiter westlich erkennt man den 1882/83 angelegten Landschaftlichen Friedhof zu Mariahilf; die 1902 unweit davon erbaute dortige Volksschule fehlt hier noch. – Wie aus diesen Daten ablesbar ist, stammt diese Aufnahme aus der Zeit nach 1885 und vor Bei detaillierter Analyse der fast unzähligen weiteren hier bildhaft dokumentierten Bauten könnte man die Entstehungszeit des Bildes sicherlich noch präziser einengen. Leider sind uns dabei aber weder die 1875/76 erbaute, mit ihrem Mittelgiebel markant hervorragende Volksschule Dreiheiligen (rechts) noch der in der Bildmitte/links erkennbare, frei stehende ehemalige Eichhof, erbaut um 1880 (heute Pradler Post), hilfreich. Franz-Heinz v.hye
Um Herrn Roilo zuvorzukommen sei gesagt, dass die Kopie der Getznersäule 1913 vom Bildhauer Andreas Hinterholzer in Pradl geschaffen wurde.
1933 wurde das Original durch diese Kopie ersetzt, und im Zuge der (damals) neuen 3er-Endstation (1960er Jahre) nördlich vor das Haus Amraserstraße 113 verlegt.
Die Häuser 89 bis 99 gibt es offenbar noch gar nicht, stattdessen an der Südring-Kreuzung sogar noch Bäume.
Interessant für Autofahrer die Situation vom Tummeplatzweg her kommend, und das Vorrangschild ganz links ist da wohl auch nicht besonders hilfreich. Aber das Verkehrsaufkommen war ja offensichtlich durchaus überschaubar.
Keine Angst, Herr Engelbrecht, der Roilo weiß nicht alles, aber hat aus Ihrem Eintrag wieder allerhand dazugelernt (Getzner Säule!!)
Zu Ihrem zweiten Absatz: „……. stattdessen an der Südring-Kreuzung sogar noch Bäume“. Ich kann mich noch gut erinnern, dass hier sogar eine Kapelle stand! Auf unseren Fußmärschen von Altpradl zum Friedhof, meist durch die Grenzstraße, war es praktisch das Ende des verbauten Gebietes und wir wussten, dass wir jetzt schnell einmal an unserem Ziel waren. Man muss bedenken, dass damals bei uns ja noch niemand ein Auto hatte und alles, was man fürs Grab herrichten brauchte, transportierten wir mit einem Leiterwagele! Besonders zu Allerheiligen diese typischen weißen Chrysanthemen Stöcke, die man meist wegen eines eventuell zu erwartenden Frostes erst am Vormittag hinausstellen konnte!
Den Namen dieser Kapelle wusste ich nicht mehr, aber irgendwo und irgendwann habe ich einmal ein Foto gesehen. Aus verschiedenen Beschreibungen, z. B. aus der Doktorarbeit vom ‚Wiltener‘ Sebastian M. Huber glaube ich, dass es die Panzing Kapelle war – finden Sie mehr darüber?
Bis heute hätte ich „Panzing“ immer in der Geyrstraßén-Gegend zwischen Voderauer und Seewirt angesiedelt und das Ganze auch ein bisserl nach Westen. Tatsächlich ging dieser Flur offensichtlich (zumindest) bis zum damaligen „Fürstenweg“, der heutigen Amraserstraße.
Daher haben Sie völlig Recht, dass dort die „Panzing-Kapelle“ stand, – ich kannte sie nur als „Maria Schnee“ nach dem dortigen Gnadenbild. Die Kapelle wurde 1951 abgerissen.
Auf dem herrlichen Panoramabild in https://innsbruck-erinnert.at/immer-wieder-faszinierend/ sieht man diese Kapelle (besonders in einem der Ausschnittsvergrößerungen) sehr gut. Sie wird auch im Bericht von Dr. Hye (siehe mein heutiger Eintrag in diesem Beitrag) erwähnt.
Falls der Link zur dieser Doktorarbeit nicht bekannt ist, liefere ich ihn hiermit nach https://www.yumpu.com/de/document/read/10699376/doktorarbeit-sebastian-huber-pfarre-pradl
Ab Seite 39 sind die diversen Kapellen und Bildstöcke in Pradl beschrieben. Übrigens: Neben der Getzner Säule stand seinerzeit auch noch die Stapfkapelle!!
Von Linksverkehr sehe ich da nichts. Und die für städtische Fahrzeuge übliche dreistellige T-Nummer paßt erst recht nicht. Die gläsernen Pneumatiktüren waren auch eine spätere Einführung. Zusammen mit der Bauweise der neuen Häuser würde ich Ende der 50er für eine gute Näherung halten.
Vielen Dank! Laut Hye wurde dieser Straßenabschnitt 1961/62 verbreitert und wurden dabei die Bäume gefällt. Also zwischen 1951 und 1961, wobei mir die Näherung von Herrn Hirsch mit „Ende der 50er“ am wahrscheinlichsten vorkommt.
Die Fühler verdeutlichten dem Fahrer die Position oder wenn man will das Ausmaß des Fahrzeugs. Der Fahrer hat auch bei den „Schnauzen“ nicht genau gesehen wo das Auto anfängt bzw. aufhört. Das konnte man bei engen Durchfahrten gut brauchen, aber auch zur Abschätzung, wie nahe zum Rand man eine Mauer entlang fahren oder z. B. auf Bergstraßen ausweichen konnte.
Der kompakt aussehende Bustyp, der auf der Linie K von Amras nach St. Nikolaus, sowie anfänglich noch nach Igls gefahren ist, wurde für diese Linien exklusiv verwendet. Mich faszinierte als Kind der wild hin und her schlagende Ganghebel, nach welchem der Fahrer regelrecht fischen mußte. Kleines Rätsel für mich bis heute: Eine am senkrecht aus dem Boden ragenden Schalthebel angebrachte zusätzliche Stange mit einem fingergerechten Zughebel oben unterhalb des Knaufs und einer Spiralfeder. Es sah so aus, als hätte man diesen Hebel gegen die Federkraft mit Mittel- und Zeigefinger nach oben ziehen können. Ich hab niemals beobachten können, daß ein Fahrer Gebrauch davon gemacht hätte.
Weitere liniengebundene Typen waren die Busse für die Dörferlinie, und schließlich der anfänglich einzige und auch als Einzelstück betriebene Bus der IVB ohne „Schnauze“. Das war der Bus der Linie F zum Flughafen und nach Kranebitten, mit innenliegendem, direkt neben dem Fahrer befindlichen Motor. Zur Schalldämpfung hatte er eine Verkleidung mit Steppmuster. Laut Kreutz wurde das Exemplar „Trambus“ genannt.
Um Ihr Rätsel mit dem Schalthebel zu lösen: genaue Definition aus Wikipedia
Vorschaltgetriebe
Bei diesem Getriebe handelt es sich um eine Erweiterung eines herkömmlichen Getriebes. Dabei wird auf der Eingangswelle eine zusätzliche Vorgelegestufe angebracht. Dies hat den Effekt, dass man jeden Gang in zwei Stufen durchfahren kann. Es gibt also für jeden Gang eine kleine und eine große Stufe. Der einzelne Gang wird also aufgeteilt, „gesplittet“. Dies bringt diesem Getriebe den Namen „Splitter“ und der Gesamtkonstruktion den Namen Split-Getriebe ein. Der Begriff Vorschaltgetriebe deutet darauf hin, dass dieses Getriebe vor dem Basisgetriebe installiert ist. Häufiger wird jedoch die Vorschalt-Gruppe direkt im Getriebe untergebracht.
Split-Getriebe finden sich in schweren Lkw. Sie werden üblicherweise über einen Schalter am Ganghebel bedient. Wird nur der Splitter betätigt oder wird von einem hohen in den nächsthöheren niedrigen Gang geschaltet, so spricht man von „einen halben Gang hochschalten“. Wird von einem niedrigen in den nächstkleineren hohen Gang geschaltet, so schaltet man „einen halben Gang herunter“.
Vielen Dank Herr Rieder! Ich hätte nicht einmal gewußt, nach welchem Begriff ich suchen müßte. Nach ca. 65 Jahren Rätsel gelöst!
Ob man diese Feinabstufung beim K verwendet hat? Daß ich e – obwohl als autonarrisches Kind alles beobachtet habe, kann es mir doch entgangen sein. Jedenfalls hatte dieser kleine Bus nach Igls hinauf ordentlich zu schnaufen.
Falls Sie Kindheitserinnerungen auffrischen wollen: beim Österreichischen Omnibusmuseum in Wien ist ein bauähnlicher Gräf&Stift 120 OGW, Baujahr 1949 betriebsfähig erhalten:
Ein kunsthistorisches Highlight ist die über 600 Jahre alte Getznersäule rechts im Bild.
Das Original von 1418 steht heute im Schloss Ambras, während am alten Standort eine Kopie aufgestellt ist.
Beim Josef Mayr habe ich als Elektrolehrling immer die Jause für die Monteure und mich gekauft.
Bei der Frau Herta Hölzl, gleich daneben, bekam man die besten und dicksten Fleischkäsesemmel von
Innsbruck und das um fünf Schilling.
ich würde auf die Zeit um 1953/54 tippen. Habe ein Bild von 53, wo die Umfahrungsbahn ähnlich drauf ist. Der Wohnblock Knollerstrasse wurde im Krieg beschädigt, hier ist das Haus Nr 20 ganz neu aufgebaut, würde auch auf diese Zeit hintippen.
Nebenbei nett die Igler fährt gerade mit einem 4 Wagen Zug zur Sillbrücke hin – würde auf einen Sonntag hinweisen.
Und der Sillkanal verlief hier weiter unter dem Gleis, der Brennerbahn durch, man erkennt bei der Einfahrt zum Frachtenbahnhof die Brücke.
Möchte nur bekanntgeben, dass nun Herr Hofinger meine Bilder aus 2006 mit dem Goldenen Winkel und den zwei Löwen etc. nachträglich aufgenommen hat – dies besonders für Herrn Stepanek! Nochmals Dank an Herrn Niko Hofinger!
Ist der Brunnen am Walterpark wieder aufgestellt? Den hat man doch nach einem bedauerlichen wie skurrilen tödlichen Unfall mit einer Hängematte, die man überall, nur nicht an der Brunnensäule festmachen hätte sollen, erst einmal abgeräumt.
Ein neuer Josefsbrunnen steht ja bei der Johanneskirche. Wenn man sich an die etwas eigenartige Armhaltung und an das Beil gewöhnt hat, welches auf den ersten Blick eher an den Beruf eines Scharfrichters als an den eines Zimmermanns denken läßt, ist diese Skulptur eine zumindest für mich sehr seltene originelle Darstellung des Josef ohne das Jesuskind im Arm.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Josefsbrunnen_Reinhold-Stecher-Platz_01.jpg
In Berlin gibt es interessanterweise einen exakten Nachbau dieses Brunnens. Die Kopie des Trautsonbrunnens befindet sich am Innsbrucker Platz im Berliner Stadtteil Schöneberg:
https://www.berliner-stadtplan.com/img/mpoix/003841_2.jpg
Im Beitrag wurden wohl die Himmelsrichtungen vertauscht:
der Joachimsbrunnen stand südlich der Annasäule, der Josephsbrunnen nördlich davon. Vgl. dazu den Beitrag:
In den Beständen des Salzburg Museum gibt es ein sehr schönes Bild vom Josefsbrunnen aus der Zeit um 1868:
https://sammlung-online.salzburgmuseum.at/detail/collection/215ac25d-dbc1-4aed-a5a8-28ab5bed104c
Bleibt zu hoffen, dass der Josefsbrunnen irgendwann rekonstruiert und an zentraler Stelle neu aufgestellt wird….. Ein neuer Josefsbrunnen wäre ein großer Gewinn für das Stadtbild.
Karl, danke für deine wie immer interessanten Ausführungen – gerade damit ich dich richtig verstehe: von der Dogana am Rennweg konnte man bis zur Sillgasse abseits der Oberfläche durchgehen?
Dass das heute unterirdisch geht, ist klar, habe ich als ehemaliger Domplatzbewohner bei üblem Wetter auch gern mal zu und von den Haltestellen in der Kaiserjägerstraße bis zum Congress genutzt, aber damals? Gab es dort einen Tunnel, oder was meinst du mit „Verbindungsgang“?
Die Tour ging oberirdisch und mit mehrfachem Wechsel der Innenarchitektur unter der Bedingung, daß kein Spaßverderber (der Ururenkel des Straßenschildradierers) eine der zahlreichen Türen abgespert hat. Die Gebäude hingen aber alle über die hohe Geistlichkeit bzw. deren Studenten zusammen:
Von der Dogana über den Durchgang ober der Herrengasse in die Hofburg -> Silberne Kapelle -> Hofkirche -> Franzsikanerkloster (jetzt Volkskunsmuseum, Zugang via Mittelempore) -> der Verbindungsgang laut Gröber -> (ur)alte Universität -> Jesuitenkirche über die untere Empore (unter der Orgel) weiter zum Eingang ins Gebäude mit dem Leopoldsaal und Jesuitenkloster -> im Kloster ums Eck und bei der Sillgasse hinaus.
Allerdings glaube ich nicht, daß das für den Normalsterblichen ohne peinliche Befragung seitens der Herren Fratres OFM, Proffesores Universitatis und Patres SJ möglich war. Ein wahrer Spießrutenlauf, auf den man wetten abschließen konnte, wie weit man es schafft. Wahrscheinlich hätten uns schon die Fratres OFM (ohne feine Manieren) eiskalt vor die Tür gesetzt.
Den ersten Teil (ohne Dogana) bis zum Volkskunstmuseum bewältigt man heute mit Eintrittzahlung, die Wege in der uralten Uni kenne ich von der Studentenzeit, die zwei Emporentüren der Jesuitenkirche samt Jesuitenkloster aus der MK-Zeit. Über den Dachboden der Jesuiten konnte man sogar in ein Stiegenhaus des Palais neben der Sillgassenschule gelangen, und dann mußte man allerdings auf den Baum springen und dort weiter durch ein offenes Fenster einer Mädchenklasse (kreiiiiisch) ,,,,
Eigentlich sogar vier Kirchen, wenn Sie bis zum Palais Pfeiffersberg wollen, denn im Jesuitenkolleg befindet sich ja meines Wissens auch noch eine Kirche / Kapelle, die man auch ‚mitnehmen‘ könnte.
Nachdem es jetzt jeder weiß wo der Gang gewesen sein könnte, darf ich plappern, was mir grade auffällt: Damals konnte man von der Dogana ohne die Straße betreten zu müssen, bis zur Sillgasse durchgehen.
Aber „… zum gewesen sein könnte….“: Er war es auch! https://hik.tirol.gv.at/?basemap=bm0&category=Detailkarten_georef&scale=4513.99773337655¢erx=1268481.254026589¢ery=5985899.3708248455¢erspatial=102100&map=309
Als Protest zum Verbot des Schützenwesens in Südtirol übernahm die Schützenkompanie Mühlau ab
1927 die Tracht des Burggrafenamtes, dessen markantes Kennzeichen die roten Aufschläge auf der „Joppe“ sind. Da die Musikkapellen immer die gleiche Tracht wie die Schützenkompanien tragen, ist anzunehmen, dass in Mühlau auch bei der Musik zu diesem Zeitpunkt die Burggräfler Tracht eingeführt wurde. Zur Burggräfler Tracht wurde die Kniebundhose (Schützen u. Musik), oder aber auch eine schwarze Lodenhose getragen.
Das Burggrafen Amt umfasst im Etschtal neben Meran und den Umlandgemeinden auch das Passeier-
und Ulten Tal, sowie Gemeinden am Deutsch Nonsberg, wie zum Beispiel Proveis
Der Name „Die Burggräfler“ rührt daher, dass die Musikapelle Mühlau sich in den 1920er-Jahren mit einer Burggräfler Tracht neu eingekleidet hat. Die Schützenkompanie war ebenfalls in Burggräfler Tracht gekleidet. Das sollte ein politisches Statement sein, vgl. dazu die Homepage der Schützenkompanie Mühlau:
http://www.sk-muehlau.at/die-kompanie/unsere-tracht.aspx
Der Wald – oder seine östliche Fortsetzung – war einmal der botanische Garten. Ein paar Bäume, darunter ein damals exotischer Ginkobaum, stehen heute noch.
Einwenig gedauert hat es mit dem Abbruch des linken Hauses noch, auf der von Herrn Roillo verlinkten Photographie steht es ja noch immer. Später stand da ein Turnsaal, dann eine Schule. Es war das querstehende Gebäude im Hintergrund, welches dran glauben mußte. Und das Tor natürlich, welches mich in der ersten Sekunde an die Herrengasse denken hat lassen.
Hinter der Schule gehts weiter mit für Schüler weniger geeigneten Spelunken. Und lustigerweise, wenn man ein paar hundert Meter weiter geht, dann steht an einer Kreuzung, wo links die Schule früher war und rechts – gar nicht so falsch geraten – der Sparkassenplatz vor sich hinödet.
Selbstkritik: Auch der querstehende Abbruchkandidat ist auf dem Foto zu sehen und hat glaub ich sogar den Bombenkrieg überlebt. Es geht nur um den Verbindungsgang.
Durchgang von der Maria-Theresien-Straße zum Sparkassenplatz.
Hinter dem Durchgang rechts sieht man das dort noch lange zur wohlfälligen Nutzung bestehende Abort.
… das ist natürlich Unsinn.
Aber da ich meist nicht zur Lösung der Rätsel beitragen kann, und als Zugereister diese Seite hochinteressant finde, wollte ich doch auch mal der erste sein. Kommt nicht wieder vor!
Ich danke den Machern / Kommentierern /Ratern für viele interessante und eigene Nachforschungen inspirierende Beiträge!
Von 1833 bis ca. 1890 war dort die Firma Schäfer Wagenbauer etabliert. Diese wurde von Anton Menardi übernommen
und ausgebaut. Er produzierte Fahrzeugaufbauten, Skier, Rodeln etc.. Für die Skiproduktion erhielt er mehrere
internationale Auszeichnungen. 1913 übersiedelte die Firma Menardi aufgrund Platzmangels in die Hunoldstrasse.
Die Nachkommen führten den Betrieb als Sattlerei und Lackiererei bis in die 70er Jahre. Weiters hatte Anton Menardi
den ersten Telefonanschluss der gefürsteten Grafschaft Tirol , in Betrieb genommen 1893 mit der Tel. Nr. 1.
Was mir auch noch auffällt: Draußen beim Flugülatz/Gutshof besteht bis auf die Hangars noch die alte Bebauung. Schon wenige Jahre (1928?) nach der Eröffnung des Flughafens wurde die Lodenfabrik errichtet, deren hoher Schlot ein äußerst unwillkommenes Hindernis in Flughafennähe darstellte und auf dem Foto noch fehlt.
Sehr interessant! Von diesem Areal gibt es in der Nationalbibliothek ein schönes Vergleichsbild samt dem Fabriksschlot:
https://crowdsourcing.onb.ac.at/oesterreich-aus-der-luft/ansehen/ODMwZGU5NTYtODgyOS00OThkLTk5ZjctMGNjYTdiNjhkMmYz
Die Benutzer und Bewohner der Stöcklgebäude kann man vielleicht aus einem Adressbuch ermitteln.
Was man einwenig sieht, wenn man weiß, wo man hinschauen muß, sind ein paar Meter Sillkanal gegenüber der Lücke, die heute von der Nationalbank ausgefüllt wird, ehe er untertaucht und erst (hier unsichtbar) in der Meinhardstraße wieder ans Tageslicht trat. Man sieht dann den schmalen Schluf bei der Einmündung des Klara Pölt Weg mit einer Mühle anstelle der Krankenkasse, und – es kann täuschen – man sieht ihn nohmals als Gerade neben dem langen Wohngebäude in der Kapuzinergasse jenseits der Bahn.
Ein alter Bekannter – das Dreieck – scheint noch in einer Urform vorhanden zu sein, mehr Grün als Mauerwerk zu Begrenzung.
Was noch lange unverändert zu bestaunen war und ich selber noch als junge Erwachsener gekannt habe, ist das zum Bürgerbräu gehörende Stöcklsammelsurium in dem zum Teil auch Brauereiangestellte wohnten.
Ebenfalls bekannt ist mir ein weiteres, noch lange bestehendes,die Lücke gegenüber der Gilmschule bildendes ebenerdige Gebäude. Es beherbergte bis Ende der 70er, wenn nicht länger, den CK Keller (ein Pleonasmus: Central Keller Keller), ein beliebtes Tanzlokal.
Noch eine (um himmelswillen unpolitische!) Frage: Mußte man um Gegensatz zu den rhombergschen Textilarbeiterinen damals schon Handwerker gendern? War glaub ich noch ausschließliche Männerdomäne. Oder kennt wer ein Gegenbeispiel?
Bei weiblichen Handwerksberufen denke man z.B. an Schneidergesellinnen und Schneidermeisterinnen, Modistinnen, Pfaidlerinnen = Hemdenmacherinnen usw. die es damals natürlich schon auch gab. Nichtsdestotrotz waren wohl 95% der Handwerksberufe eine Männerdomäne…..
Laut dem Gewerbe-Adressbuch von 1878 gab es in Innsbruck sogar eine Lithografin namens Friederika Perkmann.
From Manfred Roilo on Eine Horde Nixen
Go to comment2021/03/02 at 10:55 pm
From Martin Schönherr on Ernste Andacht
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From Klaus Will on Er läuft und läuft und läuft
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From Martin Schönherr on Blickfang
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From Karl Hirsch on Er läuft und läuft und läuft
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From Matthias Egger on Das Ende einer Brücke
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From Josef Auer on Das Ende einer Brücke
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From Manfred Roilo on Das Ende einer Brücke
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From Josef Auer on Was gibt's da zu sehen?
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From Josef Auer on Was gibt's da zu sehen?
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From Josef Auer on Was gibt's da zu sehen?
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From Karl Hirsch on Ernste Andacht
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From Walter Rangger on Ernste Andacht
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From Robert Engelbrecht on Ernste Andacht
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From Clemens Hofmann on Hoch zu Ross in Igls?
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From Matthias Egger on Hoch zu Ross in Igls?
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From Manfred Roilo on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
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From Roland Tiwald on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
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From Andre Bacher on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
Go to comment2021/03/09 at 12:35 pm
From Robert Engelbrecht on Glückliches Neujahr von den Innsbrucker Laternenanzündern
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From Renate Ursprunger on Glückliches Neujahr von den Innsbrucker Laternenanzündern
Go to comment2021/04/07 at 2:20 pm
From Elmar Berktold on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
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From Karl Hirsch on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
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From Karl Hirsch on Allgemeine Electricitäts-Gesellschaft
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From Barbara on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
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From Karl Hirsch on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
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From Manfred Roilo on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
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From Martin Schönherr on Blickfang
Go to comment2021/02/28 at 7:56 pm
From Matthias Egger on Blickfang
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From Walter Rangger on Ein schmuckes Haus
Go to comment2021/02/28 at 6:52 am
From Manfred Roilo on Ein schmuckes Haus
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From Robert Engelbrecht on Ein schmuckes Haus
Go to comment2021/03/11 at 6:40 pm
From Robert Engelbrecht on Lokale Wirtschaft VI
Go to comment2021/02/28 at 12:38 am
From René Geiger on Lokale Wirtschaft VI
Go to comment2021/03/20 at 7:43 pm
From Martin Schönherr on Lokale Wirtschaft VI
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From Karl Hirsch on In Mutters Garten
Go to comment2021/02/27 at 9:26 pm
From Josef Auer on In Mutters Garten
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From Barbara on Lokale Wirtschaft VI
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From Martin Schönherr on Lokale Wirtschaft VI
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From Karl Hirsch on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 10:58 am
From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 12:55 pm
From Manfred Roilo on Ein Bus mit Fühlern
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From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/03/03 at 6:38 pm
From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 7:05 pm
From Karl Hirsch on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 10:56 am
From Manfred Roilo on Immer wieder faszinierend ...
Go to comment2021/02/27 at 9:04 am
From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 12:34 am
From Manfred Roilo on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 9:51 am
From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 12:44 pm
From Manfred Roilo on Ein Bus mit Fühlern
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From Manfred Roilo on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 12:39 pm
From Elmar Berktold on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/27 at 7:15 am
From Karl Hirsch on Ein Bus mit Fühlern
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From Walter Rangger on Ein Bus mit Fühlern
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From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/28 at 5:42 pm
From Robert Engelbrecht on Ein Bus mit Fühlern
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From Karl Hirsch on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/26 at 10:16 pm
From Andreas Rieder on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/02/28 at 8:37 am
From Karl Hirsch on Ein Bus mit Fühlern
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From Walter Rangger on Ein Bus mit Fühlern
Go to comment2021/03/02 at 9:10 am
From Josef Auer on Ein Bus mit Fühlern
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From Hermann Pritzi on Lokale Wirtschaft V
Go to comment2021/02/26 at 8:32 pm
From werner schröter on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/26 at 7:00 pm
From Manfred Roilo on Im Goldenen Winkel
Go to comment2021/02/26 at 2:50 pm
From Karl Hirsch on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
Go to comment2021/02/26 at 2:12 pm
From Karl Hirsch on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
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From Josef Auer on Der Trautsonbrunnen
Go to comment2021/02/26 at 2:04 pm
From Josef Auer on Denkmäler im Waltherpark, Teil 1
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From Manni Schneiderbauer on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/26 at 11:06 am
From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Hermann Pritzi on Gebündelter Wohlklang
Go to comment2021/02/26 at 8:43 am
From Josef Auer on Gebündelter Wohlklang
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From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Klaus Will on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
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From Matthias Habel on Ein Rätsel für Spezialisten
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From Karl Hirsch on Gleißende Häuserschluchten
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From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
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From Karl Hirsch on Gleißende Häuserschluchten
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From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
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