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Blick Ins 19. Jahrhundert – VII

Blick ins 19. Jahrhundert – VII

So gar nicht nach Innsbruck schaut es auf diesem Aquarell aus. Ein bisschen Seufzerbrücke in Venedig, ein kleines bisschen Ponte Vecchio in Florenz. Südlich halt. Dabei sind die Gebäude alle im klassischen Kaisergelb. Bis vor einigen Jahren war ja auch die Hofburg in Innsbruck in dieser Farbkombination gefärbelt.

Gleich dahinter scheint ein Wald oder so anzufangen. Allein den Blümchen im Vordergrund rechts scheint der Schatten angenehm zu sein.

Eigentlich eine recht unspektakuläre Darstellung, aber allein die Tatsache, dass sie von Josef Gröber gemalt wurde, lässt den trefflichen Schluss zu, dass diese Konstruktion bald darauf futsch war.

Welchen Verlust hatte das Stadtbild dazu verzeichnen?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Bi/k-1177)

Dieser Beitrag hat 12 Kommentare
  1. Durchgang von der Maria-Theresien-Straße zum Sparkassenplatz.
    Hinter dem Durchgang rechts sieht man das dort noch lange zur wohlfälligen Nutzung bestehende Abort.
    … das ist natürlich Unsinn.
    Aber da ich meist nicht zur Lösung der Rätsel beitragen kann, und als Zugereister diese Seite hochinteressant finde, wollte ich doch auch mal der erste sein. Kommt nicht wieder vor!
    Ich danke den Machern / Kommentierern /Ratern für viele interessante und eigene Nachforschungen inspirierende Beiträge!

  2. Diese Hinweise müssten beim Knacken der Rätselnuss weiterhelfen:

    Im Gebäude linkerhand kann man in stilvollem Ambiente studieren, rechterhand gibt es schöne alte Bauernstuben zu besichtigen.

  3. Der Wald – oder seine östliche Fortsetzung – war einmal der botanische Garten. Ein paar Bäume, darunter ein damals exotischer Ginkobaum, stehen heute noch.

    Einwenig gedauert hat es mit dem Abbruch des linken Hauses noch, auf der von Herrn Roillo verlinkten Photographie steht es ja noch immer. Später stand da ein Turnsaal, dann eine Schule. Es war das querstehende Gebäude im Hintergrund, welches dran glauben mußte. Und das Tor natürlich, welches mich in der ersten Sekunde an die Herrengasse denken hat lassen.

    Hinter der Schule gehts weiter mit für Schüler weniger geeigneten Spelunken. Und lustigerweise, wenn man ein paar hundert Meter weiter geht, dann steht an einer Kreuzung, wo links die Schule früher war und rechts – gar nicht so falsch geraten – der Sparkassenplatz vor sich hinödet.

    1. Selbstkritik: Auch der querstehende Abbruchkandidat ist auf dem Foto zu sehen und hat glaub ich sogar den Bombenkrieg überlebt. Es geht nur um den Verbindungsgang.

  4. Nachdem es jetzt jeder weiß wo der Gang gewesen sein könnte, darf ich plappern, was mir grade auffällt: Damals konnte man von der Dogana ohne die Straße betreten zu müssen, bis zur Sillgasse durchgehen.

  5. Karl, danke für deine wie immer interessanten Ausführungen – gerade damit ich dich richtig verstehe: von der Dogana am Rennweg konnte man bis zur Sillgasse abseits der Oberfläche durchgehen?
    Dass das heute unterirdisch geht, ist klar, habe ich als ehemaliger Domplatzbewohner bei üblem Wetter auch gern mal zu und von den Haltestellen in der Kaiserjägerstraße bis zum Congress genutzt, aber damals? Gab es dort einen Tunnel, oder was meinst du mit „Verbindungsgang“?

    1. Die Tour ging oberirdisch und mit mehrfachem Wechsel der Innenarchitektur unter der Bedingung, daß kein Spaßverderber (der Ururenkel des Straßenschildradierers) eine der zahlreichen Türen abgespert hat. Die Gebäude hingen aber alle über die hohe Geistlichkeit bzw. deren Studenten zusammen:

      Von der Dogana über den Durchgang ober der Herrengasse in die Hofburg -> Silberne Kapelle -> Hofkirche -> Franzsikanerkloster (jetzt Volkskunsmuseum, Zugang via Mittelempore) -> der Verbindungsgang laut Gröber -> (ur)alte Universität -> Jesuitenkirche über die untere Empore (unter der Orgel) weiter zum Eingang ins Gebäude mit dem Leopoldsaal und Jesuitenkloster -> im Kloster ums Eck und bei der Sillgasse hinaus.

      Allerdings glaube ich nicht, daß das für den Normalsterblichen ohne peinliche Befragung seitens der Herren Fratres OFM, Proffesores Universitatis und Patres SJ möglich war. Ein wahrer Spießrutenlauf, auf den man wetten abschließen konnte, wie weit man es schafft. Wahrscheinlich hätten uns schon die Fratres OFM (ohne feine Manieren) eiskalt vor die Tür gesetzt.

      Den ersten Teil (ohne Dogana) bis zum Volkskunstmuseum bewältigt man heute mit Eintrittzahlung, die Wege in der uralten Uni kenne ich von der Studentenzeit, die zwei Emporentüren der Jesuitenkirche samt Jesuitenkloster aus der MK-Zeit. Über den Dachboden der Jesuiten konnte man sogar in ein Stiegenhaus des Palais neben der Sillgassenschule gelangen, und dann mußte man allerdings auf den Baum springen und dort weiter durch ein offenes Fenster einer Mädchenklasse (kreiiiiisch) ,,,,

        1. Eigentlich sogar vier Kirchen, wenn Sie bis zum Palais Pfeiffersberg wollen, denn im Jesuitenkolleg befindet sich ja meines Wissens auch noch eine Kirche / Kapelle, die man auch ‚mitnehmen‘ könnte.

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