Für das 2.Foto (aufgenommen vom Kreuzbichl im Westen von Wattens aus, vermutlich im Frühsommer) bräuchten wir dringend einen Riß-Mindel-Günz-Würm-Eiszeitspezialisten, der uns die einzelnen Terrassen an der Nordseite drüben erklärt, „Fritzens liegt auf einer Mörääääääääne“ – aber aus welcher Eiszeit? Fangen wir beim Foto einfach von links an – drüben auf der Fritzener Innseite und jenseits des Bahnkörpers ist links eine kleine weiße Pyramide zu sehen – Ton! aus der (hier nicht sichtbaren) Lehmgrube im Wald am Abhang der Gnadenwalder Terrasse.
(1946 war ein noch höherer Lehmkegel direkt am östlichen Beginn des Tonwerksgeländes – sogar mit einer Seilbahn, deren kübelartige Wägelchen sich von selbst öffneten, wenn ihre Unterseite eine an einem Holzmasten befestigte querstehende Stange streiften… -aber 47 wurde der Kegel schon niedriger und war dann verschwunden)
Am Waldrand hinten die kleine spitzgiebelige Direktorsvilla. Da wohnte meine Mitschülerin Christl.
Die Hallen des Tonwerks mit den hohen Fabrikskaminen.
In der größten befand sich der Ringofen. Hier wurden die rohen schmutziggrauen Lehmziegel gebrannt, bis sie ihre Farbe bekommen hatten. ZIEGELROT.
Dsa Tor dieser Halle stand offen. Eine mörderische Hitze drang an heißen Sommertagen heraus. Der Vorplatz zwischen dem hohen Lehmkegel und dieser Ringofen-Halle den ich überqueren mußte, wenn ich die Christl besuchte, war mit rotem Ziegelstaub und – schrott übersät. Oh, das stupfte schon, wenn man barfuß ging!
Rechts der Fabrik, dieses langgestreckte Gebäude, das war das Personalwohnhaus, in welchem die Arbeiterfamilien wohnten.
Und das nächste Haus drüben – wenn ich richtig sehe, mit einem hölzernen Dachgiebel – das ist eines der ältesten Gebäude von Fritzens, das MARXENHAUS. Hier wohnte z.B.die junge Zeitungszustellerin mit ihrer fast erblindeten Mutter – und der pensionierte Gendarm mit seiner taubstummen Tochter und deren Bübl… Ja. Das Marxenhaus!
Dann swhw ich jenes Haus, in welchem „der Rutzinger“ die Gemischtwarenhandlung betrieb..
Und schon sind wir in der Bahnhofsumgebung. Westlich des Bahnhofs-Restaurations-Gebäudes hat der Bärenbahc einen gewaltigen Schuttkegel hinterlassen – da muß es zuvor ordentlich gewittert haben!
Wir sehen gut, daß das Bahnhofsgebäude auf einer kleinen Anhöhe stand – samt allen Nebengebäuden. Und jenseits des Bahnkörpers drüben die riesige Schottergrube – eine öde Wüstenei. Daneben östlich das erste Haus – da war die Dachplattenerzeugung eines Herrn Angerer (übrigens der häufigste Familienname in Fritzens…)
Aber zurück in die Bahnhofsgegend: Wir ahnen den Weg hinauf ins Dorf.
Links des Wegs ein Haus mit einem seitlichen Anbau – da wohnte jemand aus der Familie Swarovsky. Und der hatte einen Hund. Einen kohlrabenschwarzen Schäferhund. Wenn der mich sah, wenn ich morgens zur Schule hinaufging, stand er laut bellend oben ganz am Rand der Dachterrasse und ich hatte Angst, daß er herunterspringen und mich angreifen könnte..
Das erste kleine Haus am Aufgang zum Dorf war die „Postablag'“ – also die „Posthilfsstelle“ des zuständigen Postamts Wattens. Auch wenn die Postlerin, die flinke Angerer Hermine, unterwegs war als Zustellerin im Ort, bekam man hier im Haus die benötigten Briefmarken. Die Mutter der Zustellerin machte dazu die rechte Kredenzschublade auf, kassierte und händigte dann die Marken aus. In der Wohnküche, ja – es war gemütlich.
Die Tochter des Schneidermeister im nächsten Häuschen oben war ebenfalls meine Mitschülerin.
Und drüber schon der erste Bauernhof an der Dorfstraße – „beim Müller“ der Familie Strasser .
Wann dieses Foto entstand?
1926 sind der neue Widum und der Friedhof errichtet worden. Fritzens wurde damals „Kaplanei“
der Pfarre Baumkirchen“ und erhielt einen eigenen Seelsorger.
Auf dem Foto ist noch das alte Kirchlein zu sehen, welches als Ersatz für die beim Bahnbau abgetragene Johanneskapelle errichtet worden ist … In diesem Kirchlein wurde am Josefitag 1933 zum letzten Mal die Messe gefeiert.
Die neue Kirche wurde innerhalb von drei Monaten erbaut – mitten in der „Arbeitslosenzeit“. Die vielen Arbeitslosen des Tonwerks „durften“ mit (mühsam erhaltener!) „Genehmigung“ der zuständigen Behörden bei der Verbauung des Bärenbaches eingesetzt und (in Naturalien) bezahlt werden, ohne ihre Arbeitslosenunterstützung zu verlieren. So hatte man auch gleichzeitig Baumaterial für die neue Kirche. Allerdings – sie durften dieses Material zwar a u f laden, aber nicht mit zur Kirche fahren, um es a b zuladen…. (hat mir meine Mitschülerin, die Tochter des damaligen legendären Bürgermeisters Zimmermann, berichtet – und wieviele Paar Schuhe sich der Vater damals „durchtreten“ habe müssen, um diesen Kompromiß zu erzielen…!)
Aber von allen Abgründen der damaligen Zeit ist auf diesem friedlichen Foto des Dorfes Fritzens nichts zu sehen.
Ergänzung:
Erst jetzt habe ich erfahren, daß am 8.11.2025 vor dem nunmehr neuesten, dem 3, Bahnhofsgebäude Fritzens-Wattens eine große Skulptur aufgestellt worden ist . ein riesiger Bär – wegen des Bärenbachs westlich des Bahnhofs, dessen Mündung man am 2.Foto deutlich erkennen kann – das aus runden weißen Steinen gebildete in den Inn hineinragende Delta.
„Namen“ scheint dieser Bach-Bär, das Symbol des Bärenbachs, noch kinen zu haben
Das sind Erinnerungen! Die DC-10 der Swissair, die natürlich niemals in Innsbruck gelandet ist. Aber man bewarb damit das Umsteigen in Zürich, viel praktischer für Flüge in den Süden und Westen als das östliche Wien oder das nördliche Frankfurt, und von den Passagieren auch gerne angenommen.
Rechts sieht man am Foto den Edelholzverschlag der Tyrolean Lounge, früher war dort der Kundenbereich der AUA.
Was man nicht mehr sieht war links hinten eine Tür,beschriftet mit „Abendeingang Restaurant“. Die war ach untertags offen und man konnte den Flughafen durch ein Hintertürl betreten. Was mir in Erinnerung geblieben ist, neben dieser Tür war jahrelang ein Rad für ein Flugzeug gelagert, der Größe nach für ein garnicht so kleines. Was es damit für eine Bewandtnis hatte? Würde mich freuen, wenn ich das noch erfahren könnte.
Die kleine Terrasse ist mir noch gut in Erinnerung. Wann ist sie nur verschwunden? Ebenso kann ich mich an die „Gummischwelle“ beim Ausgang neben dem Zoll erinnern. Das war ein auf Belastung auslösender Türöffner, den die kleinen Elektrofahrzeuge mit den angehängten Gepäckkarren für die Aus- und Einfahrt benutzten. Aber man konnte sie auch durch Drauftreten auslösen, wenn man – Herzeigen der Kamera durchs Zollfenster und huldvolles Durchwinken – ein Foto vom Vorfeld aus machen wollte. Einer der Zollwachebeamten . er hieß glaub ich Elmar Krenkel – war selbst begeisterter Flugzeugfotograf, etliche seiner Bilder sind bei Sammlern noch erhalten.
Das winterliche zweite Foto mit dem alten Postauto ist ein zufälliges Dokument für den Fortschritt, den das damals neue Anflugverfahren für den Flughafen bedeutete. Bei diesem Wetter, leichter Schneefall, wäre es früher keinem Piloten gelungen, sicher in Innsbruck zu landen, und niemand hätte es gewagt, eine Fluglinie zu gründen um nahezu ausfallsfreie Linienflüge anzubieten.
Wenn rechts oben das selbe Haus (welches sonst?) zu sehen ist, wie im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/leben-auf-der-verkehrsinsel/ , dann befinden wir uns im Bereich der Kreuzung Frauenanger – Neurauthgasse.
Dort ist auch dieses Haus in Kommentaren erwähnt.
Im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/lauschig-und-rauschig/comment-page-1/#comment-6658 hab ich ein Foto gepostet, allerdings falsch mit Stiegele beschriftet, Herr Rangger und Herr Heis stellten damals richtig.
Sehen wir hier vielleicht den Nordost-Ast der „Konzertkurve“ während der Bauphase? Grob passen würden die Wände des Grabens – links vertikal gemauert, rechts ein schräger Hang ohne sichtbare Befestigung (die hier passenden Fachbegriffe kenne ich leider nicht). Das Gebäude rechts oben könnte schon zum Gelände Hauptbahnhofs gehören. Nur das Gleis kann ich nicht wirklich einordnen. Eine Baustellenbahn wäre schmalspurig gewesen, 600 mm wahrscheinlich, und nach nagelneuem Vollbahngleis schaut das auch nicht aus, eher nach einem stillgelegten Relikt. Dunno.
Ja, das tut gut.
Links im Vordergrund die Westfront des alten Holzbaues, des „Magazins“, zu dem ein eigenes Gleis abzweigte. Am Vorplatz wird ein Karren beladen.
Im Schatten östlich des Bahnhofsgebäudes ahnt man diese niedere Baracke, in der manches zur späteren Abholung gelagert war, wenn nicht alles auf dem Abholwagen Platz fand..
Daran anschließend ein Gartenteil.
Das Gebäude selbst stand 5 oder 6 Stufen höher als der Bahnsteig. Das ostseitige Vordach war ein zumeist offen stehender Durchgang zum Weg Richtung Brücke – und den beiden Holzkabinen im Freien (hinter einem diskret labyrintartigen Eingang (mit Zwischenwand und den Tafeln „Herren“ und „Frauen“ )
Bahnhofsvorstandsbüro und Fahrdienstleitung nahmen die Nordhälfte des Erdgeschoßes ein. In der Südhälfte im großen Wartesaal, ebenfalls über die gesamte Breite des Gebäudes, konnte man am Schalter die Fahrkarte kaufen (Der Schalter war halt so ein Schubfensterle, das von der Fahrdienstleitung aus geöffnet werden konnte)
#
Im ersten StocK in der Nordhälfte (über der Fahrdienstleitung)befand sich die „Vorstandswohnung“. Eine zweite Wohnung nahm die Südhälfte ein. Aus dem Dachkammerl (nicht beheizbar) hatte man einen herrlichen Blick nach N auf das Bettelwurfmassiv….
Am Spalier im W ein Marillenbaum.
Im „zu ebener Erde“ stehenden „Stellwerk“ befanden sich – ich weiß nicht mehr, ob 5 oder 6 – „Hebel“ zum Stellen der Weichen – und außen, an der Westseite, 2 Kurbeln zum Auf- und Ab-Ziehen der Schranken. Und am Zaun gegen die Straße war ein kleiner Brunnen, an welchem regelmäßig die Streckengeher mit ihren Karbidlampen hantierten.
Und daneben ist eh schon das Dach von der „Reste“, der Bahnhofsrestauration.
Nach Wattens hinüber führt noch die alte hölzerne Brücke, die bis 1949 ihren Dienst tun mußte. Erst im Herbst 1949 wurde die neue Brücke eingeweiht – welche auch schon wirder längst Geschichte ist.
Aber das kleine Mauthäusl an der Brücke steht noch – obwohl längst nichts mehr zu bezahlen war.
So viel freie Felder und Wiesen in Wattens! Freie „Bahnhof-Straße“ bis zur Papierfabrik….
Ja, das tut gut.
Links im Vordergrund die Westfront des alten Holzbaues, des „Magazins“, zu dem ein eigenes Gleis abzweigte. Am Vorplatz wird ein Karren beladen.
Im Schatten östlich des Bahnhofsgebäudes ahnt man diese niedere Baracke, in der manches zur späteren Abholung gelagert war, wenn nicht alles auf dem Abholwagen Platz fand..
Daran anschließend ein Gartenteil.
Das Gebäude selbst stand 5 oder 6 Stufen höher als der Bahnsteig. Das ostseitige Vordach war ein zumeist offen stehender Durchgang zum Weg Richtung Brücke – und den beiden Holzkabinen im Freien (hinter einem diskret labyrintartigen Eingang (mit Zwischenwand und den Tafeln „Herren“ und „Frauen“ )
Bahnhofsvorstandsbüro und Fahrdienstleitung nahmen die Nordhälfte des Erdgeschoßes ein. In der Südhälfte im großen Wartesaal, ebenfalls über die gesamte Breite des Gebäudes, konnte man am Schalter die Fahrkarte kaufen (Der Schalter war halt so ein Schubfensterle, das von der Fahrdienstleitung aus geöffnet werden konnte)
Im ersten StocK in der Nordhälfte (über der Fahrdienstleitung)befand sich die „Vorstandswohnung“. Eine zweite Wohnung nahm die Südhälfte ein. Aus dem Dachkammerl (nicht beheizbar) hatte man einen herrlichen Blick nach N auf das Bettelwurfmassiv….
Am Spalier im W ein Marillenbaum.
Im „zu ebener Erde“ stehenden „Stellwerk“ befanden sich – ich weiß nicht mehr, ob 5 oder 6 – „Hebel“ zum Stellen der Weichen – und außen, an der Westseite, 2 Kurbeln zum Auf- und Ab-Ziehen der Schranken. Und am Zaun gegen die Straße war ein kleiner Brunnen, an welchem regelmäßig die Streckengeher mit ihren Karbidlampen hantierten.
Und daneben ist eh schon das Daach von der „Reste“, der Bahnhofsrestauration.
Nach Wattens hinüber führt noch die alte hölzerne Brücke, die bis 1949 ihren Dienst tun mußte. Erst im Herbst 1949 wurde die neue Brücke eingeweiht – welche auch schon wirder längst Geschichte ist.
Aber das kleine Mauthäusl an der Brücke steht noch – obwohl längst nichts mehr zu bezahlen war.
So viel freie Felder und Wiesen in Wattens! Freie „Bahnhof-Straße“ bis zur Papierfabrik….
https://photos.app.goo.gl/eeY4sA2ownWX8zYMA
Ganz exklusiv für Sie, Herr Roilo – so sah der Bahnhof Fritzens-Wattens am Karfreitag 1961 aus!
(Mein mittlerer Sohn hat es mir „hingezaubert“ – wie gut, wenn man Söhne hat!) L.Gr.!
So, Herr Roilo, jetzt hab ich den Salat! Denn alles, was ich übers 2.Foto geschrieben habe – ist futsch.
Foto: aufgenommen nach 1927 (Fritznerhof!) aber vor dem 19.3.1933 (letzte Messe in diesem Kirchl vor dessen Abriß.
Falls morgen ein Nothelfer vorbeikommt, könnte noch etwas über den Lehmkegel am 2.Foto ganz links usw. nachkommen. Inzwischel laß ichs bleiben. Gute Nacht!
…und auf einmal hör ich mich wieder – kläng-kläng-klang – die eiserne Wendeltreppe hinaufsteigen. Was so ein Bild auslöst.
Oben waren die niederfrequent konsultierten Schriftstücke, entweder uninteressant oder veralteten Inhalts. Aber auch – ziemlich genau dort, wo der Fotograf gestanden hat – die berühmten „Annalen der Physik“ mit Albert Einsteins „Zur Elektrodynamik bewegter Körper“, eine Arbeit, die es in irgendeiner Form von anderen Autoren in allen Unibibliotheken bzw. deren Analogien in jeder Galaxie hundertfach geben wird. Manche mit Tentakeln geschrieben. Mit UV.Tinte.
Zur Erdung und Rückholung auf den Boden des Gewöhnlichen konnte man dann auf dem Rückweg zur Wendeltreppe – also auf einsteinischem Niveau 😉 – die säuberlichst eingeordneten Jahrbücher des Adelsgotha durchblättern. Was es doch alles gegeben hat.
Neben diesem großen Lesesaal benutzte ich auch das kleinere Zeitschriftenzimmer und im Parterre den kleinen schmucklosen Lesesaal, dort gab es keine Bücher, man las die eigene mitgebrachte Literatur, meistens bei Schlechtwetter zwischen zwei Vorlesungen.
Den Star der „Ubé“, den Entdecker der Geometrie des Lebens, hab ich schon vorgestellt. https://innsbruck-erinnert.at/wohin-fuehrt-diese-stiege .
Ja, was ist mit den beiden Blumenbinderinnen am Obergeschoß bloß los? Sind die stuff aufeinander, daß sie einander den Rücken zukehren?
Da gefällt mir der Merkur mit seinem Flügelhauberl am Fenster darunter schon besser – der macht einen optimistischeren Eindruck. Jetzt sollten aus den beiderseitigen Füllhörnern aber auch einmal klingende Goldstücke herausspringen – und nicht nur „Blüten“ – weil man die im Geldverkehr so rein gar nicht schätzt….
Und daß man von hier so frei zum „Greisenasyl“ blicken konnte…, ungewohnt, gell.
Ich tue mich auch schwer, hier „unsere“ Amraser Madonna zu erkennen.
ABER: Im Hye-Amras-Buch ist diese abgebildet und drunter steht: “ Das von Prof. Adalbert Kuttler nach dem Brand vom 3.12.1970 restaurierte und gerettete Amraser Gnadenbild vor der neuerlichen Fassung. Die hellen Stellen sind die Ergänzungen der verkohlten Originalteile.“
Es hieß auch immer, dass „der Kern original“ ist, was allen sehr wichtig war.
Das ist das Bild der Fieberkapelle in der Wiesengasse, vom Wetterherrenweg verlegt ans SW-Eck des Pradler Friedhofs!
Es wurde 1864 von A. Kirchebner gemalt.
Peter Wegenstein meint in seinem Buch über die Strecke Kufstein-Innsbruck-Brenner, dass die Haltestelle am 15.1.1887 mit dem Namen „Volders“ eröffnet wurde und seit 14.1.1893 den heutigen Namen „Volders-Baumkirchen“ trägt. Im Zuge des Baus der Umfahrung Innsbruck Anfang der 1990er Jahre wurde die Haltestelle auch von der ursprünglichen Lage beim Baumkirchner Ortsteil Unterdorf um ca. 1km näher zum Dorf Baumkirchen hin verlegt.
Wahrscheinlich sind einige damals jedem verständliche Seitenhiebe in der Namensgebung nicht mehr nachvollziehbar. Die Hypobank-Kirche dem Hl. Eduard gewidmet zu haben, halte ich allerdings für geradezu prophetisch-
Den Stadtturm hätte man als Ausguck zur Früherkennung des nahenden Weltgerichts als Turris ad iudicii ultimi observationem vermerken können,
Als Touristenattraktion wäre eine solche Stadt ein Weltwunder. Geheimtipp vom tripadvisor: Steig zur Mittagszeit auf den Stadtturm um den Lärm des tausendfachen Mittagsgeläutes zu genießen. Dabei fällt meistens eine goldene Schindel vom Goldenen Dachl. Wer sie auffängt darf sie behalten.
In meinem Fall nicht nur wahrscheinlich, sondern ganz sicher nicht mehr nachvollziehbare Seitenhiebe in der Namensgebung. Verbindungen herzustellen ist schwierig. Falls dann eine gefunden wird, auch nicht wirklich witzig, wie mir am Beispiel von „St. Max“ scheint, mit dem wohl das Cafe-Restaurant Maximilian gemeint war. Dafür sind es Ihre Kommentare, Herr Hirsch 😉
St. Sozii wird vermutlich mit der Redaktion der Volkszeitung in der Hofgasse 5 ident sein und hinter der „Redaction des Pelican“ könnte die Autorin Bertha Pelican (auch Hohenegger-Pelican) stecken. Sie hat sich in ihren Werken schwerpunktmäßig mit Heiligen, Kirchen und Klöstern befasst. Allerdings ist sie in den Adressbüchern nicht zu finden, hat vorwiegend in Wien und Rom gelebt und wird’s demnach wohl eher nicht sein.
Könnte diese Namensgebung etwas mit dem Wahlverhalten der in diesem Block doch in sehr enger Konzentration (in eher „überbelegten“ kleinen Wohnungen) lebenden Bevölkerung zu tun haben?
wir befinden uns auf dem Werksareal der Lodenfabrik. Eine der Werkhallen steht schon, der Grund für eine Erweiterung nach Südwesten ist wird gerade ausgehoben. Rechts eine alte Stützmauer.
Hier eine Ansichtskarte mit dem Zustand vor der Baustelle, Man sieht noch die hohe Mauer mit Garten und Geländer vor der Werkhalle: https://postimg.cc/DWDNG9CY
Und hier en wohlbekannter Link: https://innsbruck-erinnert.at/ganz-viel-wiese/ mit dem fertigen Bau.
Als Zeitmarke kann die schon bestehende Korethveranda mit dem runden Erker dienen, 1933 oder 36.
Am 40er Luftbild ist alles schon fertig gebaut. Laut Kommentar von Frau Stolz
Jaaa, der Haltepunkt Baumkirchen – oder „Volders-Baumkirchen“, der ist auf diesem Foto nicht mehr drauf. Wie auch? Er war von beiden Dörfern ja gleich entsetzlich weit entfernt….
Aber der Standpunkt des Fotografen? Ich tippe auf einen Erker von Schloß Friedberg. Von hier konnte er von Baumkirchen bis – fast- zum Bahnhof Fritzens die ganze Bahnstrecke sehen, die zum größten Teil fast am Innufer verläuft.
Die ersten Einzelhäuser am Talboden gehören noch zur Gemeinde Baumkirchen. Bis zum „Siechenbachl“, einem kleinen Rinnsal, welches aus der Tongrube oben im Wald herunterkommt und die Gemeindegrenze bildet. Aber pfarrlich reichte Baumkirchen bis hinunter zur Terfener Gemeindegrenze – und die Fritzener wurden bis zur Pfarrerhebung in Baumkirchen beerdigt. An der Gemeindegrenze fand jeweils die Übergabe der sterblichen Überreste statt.
Ja, und jetzt Fritzens! Hier ist nicht mehr die Ziegelei zu sehen, mit den hohen Fabrikskaminen. Auch die kleine Materialseilbahn, welche das Material aus der weiter oben mitten im Wald liegenden Tongrube herunterbeförderte, gibt es länger nicht mehr. Das ist schon ein Riesensilo der Firma W.-H..
Westlich davon glaube ich noch die frühere spitzgiebelige Direktorsvilla zu erkennen. Sie dürfte nicht allzu lange nach der Entstehung dieses Fotos verschwunden sein. In ihrem ehemaligen großen Garten fanden bald 8 Einfamilienhäuser mit kleinem Gärtchen Platz.
Ein Sträßlein führt hinauf zum „Kralinger“ Bauernhof. Und drüben im Osten die Fritzner Kirche.
Der Fritzner Bahnhof ist für mich am Bild nicht zu erkennen. Ein bißchen weiter östlich wäre er gewesen…
Eine kleine Ergänzung:
Östlich des kleinen Waldstreifens, der an der Grenze zwischen Baumkirchen und Fritzens „senkrecht“ bis zur Bahn herunterzieht, steht eine kleine Häuserreihe. Da ist der Feneberg-Karli aufgewachsen. Als die eine Hälfte vom „Duo Feneberg-Moser“ wurde er den Freunden volkstümlicher Musik später ein Begriff.
Etwas weiter rechts (östlich) ein einzelnes Haus. Das ist Ende der 0-er Jahre erbaut worden anläßlich der Hochzeit einer Tochter des Altbürgermeisters Zimmermann, als sie heiratete. Dieses Haus hat den (mittlerweile offiziellen) Namen „DREIZEHNLINDEN“ – so wie die deutschsprachige Kolonie drüben in Brasilien. Die älteste Zimmermann-Tochter hatte einen Sohn des Landwirtschaftsministers der Zwischenkriegszeit – THALER – geheiratet und war schon seit der Gründung dieser Kolonie in Brasilien. Und deshalb nannte die jüngere Schwester ihr neues Haus fast ganz am Westrand vom Fritzner Gemeindegebiet eben auch „Dreizehnlinden“
Ein Bild voller Geschichte und Geschichte(l)n….
Ich bin fasziniert Herr Roilo, dass Sie sich nicht nur alle Kirchen und Orte, sondern auch die dazu veröffentlichten Beiträge dazu merken können. Gut, dass Sie schon in Pension sind, sonst müsste ich mir am Ende noch Sorgen um meine Arbeitsstelle machen. 🙂
Ja, da müßte man die beiden Bilder nebeneinander sehen – nach dem Motto:
„FINDE DIE UNTERSCHIEDE“
Denn wenn Maria plötzlich eine habsburgische Doppelschalen-Kaiserkrone trägt, ist das keine „Anrufung“ Marias, also nicht mehr eine „Königin Maria“. Die Kaiserkrone ist Attribut heiliggesprochener Kaiser (z.B. Heinrich II)
Auch das „Kindlein, nackt und bloß“ hat nun plötzlich ein – wenn auch durchsichtiges – Hemdlein an.
Und statt eines Zepters empfängt es von einem Englein – eine Nelke… Als Attribut auf Heiligendar- stellungen wohl eher ungewöhnlich. Da gibt es eher Lilien – oder Rosen – –
Vielleicht insgesamt eine dem Geschmack der 2.Hälfte des 19.Jhdts entsprechende Darstellung von „Maria mit Kind“, in der figürlichen Haltung aber sicherlich an die Ambraser Muttergottes „angelehnt“
Eduard Widmoser „Tirol von A – Z“, Südtirol Verlag 1970, Seite 887, rechte Spalte:
„1356 erhielt Hall zwei Jahrmärkte, die dank der Saline – und da hier wegen des Holz r e ch e n s , der das aus vorbehaltenen Wäldern im „Oberen Gericht“ angeschwemmte Holz aufzufangen hatte, die Inngroßschifffahrt e n d e t e . „
Da habe ich wohl nicht konzentriert genug nachgedacht, Frau Stepanek. Als ich Ihren Hinweis bzgl. Saline las, fiel mir ein, dass im Beitrag über den Innsbrucker Inn-Rechen Herr Hirsch und Herr Roilo den Haller Rechen bereits erwähnt hatten – gerade nochmal schnell nachgesehen.
Betrifft November 2021 eigentlich noch das Kurzzeitgedächtnis? Mir schwant Übles …
Jawohl, den Inn-Rechen hat es gegeben.
Man brauchte jede Menge Holz für die Saline – siehe die Rauchfahnen am Bild! –
– und außerdem: Was haben wir in der Schule gelernt?
„….der Inn ist erst ab Hall schiffbar!“
Und warum?
„Wegen dem Rechen!!!“
Den Zeitpunkt der Aufnahme würde ich auf 1971 schätzen. Beim Zubau („Neubau“) der Volksschule steht noch ein Kran, das Schützenheim ist hell erleuchtet, von den Wohnhäusern Schützenstraße 46 – 46g fehlt noch jede Spur, die Mauer des Schießstandes entlang der Schützenstraße steht noch. Das Wohnhaus An-der- Lan- Straße 24 befindet sich noch im Rohbau.
Das scheint eine Unterweisung im Gas-SPAREN mittels „Turmkochen“ zu sein. Allerdings ist meine einzige diesbezügliche „Unterweisung“ein Siemens-Elektroherd-Kochbüchl.
Es gibt da einige kleine schematische Bildchen. z.B. steht auf dem Kochgeschirr „Kochsalat“ ein höheres mit gleichem Durchmesser „Wasser für die Suppe“. Daneben findet sich die Anweisung: „Schaltstufe: 3 dann 1“
Aber ob die Innsbrucker Hausfrauen der Zwischenkriegszeit wirklich dem Turmkochen gehuldigt haben, weiß ich nicht.
Hingegen schaut man bei derartigen Vorführungen des Unterhaltungswertes stets gerne zu.
Der Aufnahmezeitpunkt dürfte im Juni/Juli 1990 liegen, Konzerte ab August sichtbar. Eros Ramazzotti spielte am 12.10.1990 im Olympiastadion. Eintritt für Jugendliche S 260,- und für Raika Club Mitglieder S 240,- für einen Stehplatz Parterre. Das war ein tolles Konzert! Im Parterre – also direkt vor der Bühne – ging die Post ab. Ganz ohne Red Blubb und Alkohol… So nahe kommt man einem Musiker dieses Formats (war er auch damals schon) heute nicht mehr. Und dass solch einer in Innsbruck auftritt… davon kann man heute nur noch träumen.
Und das hier findet man auch, was dieses Datum bestätigt….
https://db.musicaustria.at/node/144710 :
Deflores & Beatrice – Schauspielmusik
Komponist:in Bramböck Florian
Entstehungsjahr 1990
Und wenn Sie nun genau schauen, sieht man rechts vom Münzerturm zwischen den Türmen der Frauenstifts- und der Jesuitenkirche dieses kleine Türmchen der „Spitalskirche“ – denn hier war das Haller Spital bis zu seiner Neuerbauung… Ja, das Schulkirchl mit seinen barock gedrehten Säulen im Inneren…
Beeindruckend sind die Rauchfahnen der Sudhäuser. Ja, der Ostwind, der bläst in dieser Gegend bei Schönwetter ständig.
Bitte vielmals um Entschuldigung! Ich weiß zwar leider nicht, wo sich dieses Bild befindet. Obwohl – bekannt vorkommen tut es mir.
Nur “ I M M A C U L A T A“ – ich fürchte fast, der UNBEFLECKTE EMPFÄNGNIS (nicht die des Jesukindleins, sondern Mariens selbst im Schoße ihrer Mutter Anna ohne Erbsünde empfangen) entspricht dieses MADONNENBILD nicht . Die Immakulata – die Unbefleckte – trägt ein weißes Gewand. Ihr Fuß zertritt den Kopf jener Schlange (der Sünde), welche sich um die ganze Erdkugel windet, auf welcher Maria steht. Ein Kranz von 12 Sternen schwebt hinter ihrem Kopf mit dem mädchenhaft offenen Haar.
Diese Mariendarstellung Scheint mir eher – die „Doppelschalenkrone“ verrät es uns, eine „Himmelskönigin“.zu sein.. Vielleicht meldet sich ein Ikonographie-Fachmann zu Wort und liest mir jetzt gründlich die Leviten!
Hallo an Alle, Ich kann mich noch erinnern, dass ich als Kind mit meiner Mutter in der Badgasse gebadet habe. Wenn ich mich so richtig erinnere konnte man damals gegen Bezahlung einen kleinen Raum mit Badewanne und warmen Wasser benützen. Würde mich sehr über andere Beiträge freuen.
ANNO wirft 4 derartige Veranstaltungen zwischen Oktober 1927 und März 1936 aus, aber nur eine davon, die vom 28. März 1936, verweist auf den Großen Stadtsaal als Veranstaltungsort. Die übrigen fanden im Kleinen Stadtsaal statt. Ich war zuerst etwas vom Raum irritiert, bis mir dämmerte, dass es sich natürlich nicht um den Großen Stadtsaal handeln kann, den ich noch kannte, sondern um seinen Vorgänger im Redouten-Gebäude, das 1936 ja noch Bestand hatte.
Ich habe in jungen Jahren mit Dr. Neuzil auch gesprochen, er hat mir erklärt, wie das NS-Regime kostengünstig zum Bauland der Südtiroler Siedlungen gekommen ist. Sehr interessant.
Ringler könnte tatsächlich passen, Herr Pechlaner! Bei meinen Überlegungen zu einer noch gezielteren Suche bin ich allerdings von einer einmaligen Veranstaltung ausgegangen, nicht wissend, dass der gute Herr Ringler über Jahre hinweg Auftritte in Innsbruck hatte, zuerst im Grauen Bären, dann im Apollo-Saal und auch im Stadtsaal. Das ist mir bei der neuerlichen Suche – nun in Kenntnis des Namens – aufgefallen.
Das Plakat hier muss jedenfalls eine Veranstaltung VOR November 1915 (Denkmal!) angekündigt haben, da geht sich der 8. September 1919 nicht aus.
Die letzte Möglichkeit der Kombination Ringler plus Apollo-Saal ergibt sich lt. ANNO am 13. Juli 1913 (IN 12. 07. 1913, S. 8). Jetzt kann man noch spekulieren, wieviele Tage vorher plakatiert oder wieviele Tage nachher das Plakat entfernt wurde … Aber Juli 1913 würde sich jedenfalls ausgehen, sogar inklusive der Cavalier-Schuhcreme, wenn sie schnell genug übern Großen Teich kam. 😉
Es sei denn, ein “Schattenspezialist“ macht auch diese Überlegung zunichte.
Ich hab etwas tiefer recherchiert und diese Riegler Truppe trat auch noch 1913 im Apollo Saal auf. Auch Jahre vorher und nachher war dieser Franz Ringler noch fleißig, jedoch nicht mehr im Apollo.
Tut mir leid, Herr Pechlaner, meine Antwort direkt auf Ihren Kommentar von 13:45 Uhr war offensichtlich etwas länger in der Warteschleife, sonst hätte ich natürlich nicht auf 1919 und die häufigen Auftritte des Herrn Ringler hingewiesen!
Vielleicht haben sich auch meine Kommentare einfach ein bisschen Zeit gelassen – kein Drama, sowas passiert eben.
Jedenfalls ist es den Beteiligten erneut gelungen, den gewünschten zeitlichen Rahmen gemeinsam einzugrenzen.
So viele Schilder und Plakate sind zu sehen und trotzdem geben sie wenig Hinweise auf einen noch genaueren zeitlichen Rahmen. Entweder nicht gut genug lesbar oder keine Vergleichs-Bilder, wie im Falle der Schicht-Seifen-Werbung. Von dieser sind alle möglichen Varianten im www zu finden, nur diese nicht und jene aus einem ähnlichen Titelbild https://innsbruck-erinnert.at/standlerei/
Auch der Globus-Putz-Extrakt hilft nicht weiter, für ihn wird in Zeitungen schon 1898 Werbung gemacht.
Der Apollo-Saal, die umgebaute und vergrößerte Veranda vom Deutschen Cafe, wurde ab 1907 so genannt. In ihm gab’s jede Menge Veranstaltungen, von Tanzkursen über Varietés bis zu Faschingskränzchen und Generalversammlungen. Leider war keine zu finden, die dem Schriftzug auf dem Plakat auch nur halbwegs ähnelt.
Der Innrain wird seit 1871 so benannt und die Herzog-Otto-Straße findet man auf ANNO als Herzog Ottostraße bereits 1842.
Die IN schreiben am 13. Nov. 1915, S. 5: „Die anno Neun-Gruppe bei der Ottoburg ist nun fertiggestellt und heute früh wurde mit Hilfe eines Flaschenzuges die Figur selbst auf die Grundlage gehoben. Die Gruppe ist natürlich noch verhüllt und vorläufig unsichtbar. Der Tag der Denkmalsenthüllung ist noch nicht bestimmt.“ Über die Enthüllung selbst war (für mich) kein Bericht zu finden.
Einen möglichen Hinweis zur weiteren Eingrenzung liefert evtl. das Plakat der Cavalier-Schuhcreme, welche 1913 in Baltimore auf den Markt kam. Falls sie es geschafft hätte bis 1915 nach Europa zu kommen, würde sich der Zeitrahmen auf 2 Jahre reduzieren.
Aber vielleicht kann jemand aus der Leserschaft die angekündigte Veranstaltung vom Apollo-Saal entziffern, dann wäre eine noch gezieltere Suche möglich.
Ja das wird ein eigener Beitrag . Verschiebebahnhof und Umfahrung. Da es von dem Bahnhof leider wenig Fotos gibt und wir nicht in der Sammlung haben warte ich noch auf die Genehmigung externe Fotos zu verwenden. Aber in Bälde sollte es hoffentlich klappen.
Ja, da taucht schon wieder so Manches aus der Schulzeit auf. Natürlich ist auch das Türml der „Schulkirche“ (der Franziskus-Schwestern) am Unteren Stadtplatz zu erkennen.
Und südlich des Bahnkörpers? Könnte das schon ein Vorläufer der „Nepomuk“-Kapelle sein? Und weiter östlich – das Haus mit dem abgewalmten Dach – die alte „Glashütte“ (das spätere und jetzt wieder ehemalige Altersheim“) Wir sahen es vom Klassenfenster aus im Schuljahr 1948/49, wenn uns vom November bis zum Februar nicht die flach hereinscheinende Sonne mörderisch blendete – und wir die Vorhänge nicht schließen durften, weil Sr Klara kategorisch befand „Im Winter sperrt ma koa Sonn aus!“
Aber genug der Erinnerung!
Das Gebirgspanorama im Hintergrund ist gewissermaßen eine – zugegebenermaßen verzerrte – Ergänzung zum „Alpenrundflug“.
Die Hohe Fürleg – der Hundskopf – der Walder Kamm – und davor, aber schon in gaaanzer Länge – der Gnadenwald… als wäre er eine „Talsperre“ – lustig, gell!
Hier wird an der Pionierbrücke gebinselt.
Einst diente sie als Ersatz für die alte Innbrücke und später als Vorgängerin der Verbindung vom O-Dorf in die Rossau.
Der erste Teil der Stammstrecke der Dampftramway wurde im August 1909 elektrifiziert in Betrieb genommen und die bisherige Dampftram zerfiel ab November 1909 in die beiden elektrischen Trambahnlinien 2 und 4. Das heißt, wir müssen uns in einem Zeitfenster befinden vom Aufziehen der in der Fotografie erkennbaren Fahrleitung im Sommer 1909 bis vor die Aufstellung des erwähnten Denkmals im Jahr 1915 laut Frau Stepanek. Also: Mitte 1909-1915.
Wieder mal eine hoch detaillierte, tolle Aufnahme. https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2025/11/Ph-31877.webp
Die Stars hier sind für mich die Werbetafeln auf der Ottoburg, dem ersten kommerziellen „Tower“ Innsbrucks. Hatte das Schild mit der Uhr auf der rechten Fassade vielleicht eine wechselnde Belegung und war das Pendant unserer heutigen LED-Werbetafeln?
Und das Denkmal „anno 9“ vor dem Rest der Stadtmauer bei der Ottoburg wurde erst 1915 aufgestellt.
(geschaffen von Christian Plattner 1904). Wie heißen die Beiden – Vater und Sohn- welche den Feind beobachten, auf Höttingerisch? Ich hab einmal sagen gehört „de zwoa ‚Spann uni'“ – also „Schau aufmerksam hinan“ – aber jetzt sagt das sicher niemand mehr…)
Monika Flunger geb. Pfister (* 30. 4. 1849 in Hart/Zillertal, + 4. 5. 1894 in Innsbruck) muss eine beeindruckende Frau gewesen sein. Obwohl 1894 verstorben, war noch bis weit nach 1900 in sämtlichen Annoncen (Hinweise auf Veranstaltungen, Vereinstreffen, etc.) von der „Restauration Monika Flunger“ die Rede und wie es aussieht, hat auch Vincenz Brehm diese Bezeichnung übernommen.
Josef und Monika Flunger betrieben zunächst die Adambräu-Gaststätte, die Frau Flunger auch nach dem frühen Tod ihres Mannes (* 6. 11. 1843 in Nenzing, + 27. 7. 1885 in Innsbruck) weiterführte. Im März 1888 bewirbt sie (vermutlich als Pächterin) den Büchsenhausener Bockbier-Ausschank über die Osterfeiertage in der Restauration Wern. (IN 29. 3. 1888, S. 13).
Am 4. Jänner 1890 berichten die IN auf S. 4: „Das Haus Nr. 10 in der Leopoldstraße (Wilten) sammt Restauration ist aus dem Besitze des Franz X. Wern in den der Witwe Monika Flunger übergegangen.“
Der Wiltener Gemeinderat genehmigte in seiner Sitzung vom 29. 8. 1890 ihr Ansuchen zur Fortführung des Gartenschankes (IN 30. 8. 1890, S. 4). Der „neue Restaurationsgarten zur Touristenquelle in Wilten“ wurde am 7. 5. 1891 eröffnet (IN 6. 5. 1891, S. 14). Viele Konzerte und sonstige Veranstaltungen fanden in diesem Gastgarten statt, bis Frau Flunger – ähnlich jung wie ihr Gatte – im Mai 1894 vestarb. Sie hinterließ die 4 unmündigen Kinder Johann, Amalia, Josefa und Otto, „Flungers Erben“.
Als Nachbesitzer werden in div. Inseraten ein Herr Auer, der vorher die Kantine in der Kadettenschule betrieb, eine Frau Marie Pichlkostner und ein Herr Hans Kellerer genannt. Im Mai 1932 zog in der Leopoldstraße 10 eine „Detailverkaufsstelle von echten Südtiroler Weinen […] nebst Ausschank“ ein, die „Weinhalle zur Triumphpforte“. (ATA 31. 5. 1932, S. 16)
Ja, diese Madonnendarstellung ist wohl einzigartig – zumindest konnte mir nicht einmal Mr Google weiterhelfen. Er haute mir bloß eine Maria lactans nach der anderen heraus. Ich fühle mich von Mr G. s e h r unverstanden!
Aber – Spaß beiseite! – wen könnte man tatsächlich fragen, ob es diese Darstellung sonst noch irgendwo gibt? Irgendwo wurd es wohl einen Spezialisten für „Barocke Gotik“ geben?
Die Frage bzgl. des Preises für den Mittagstisch hatte ich mir auch gestellt und gleichzeitig auf das Wissen aus dem Forum spekuliert. Leider konnte ich das nämlich auch nicht endgültig klären. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass mit kr. die Kronenwährung gemeint ist. Die Umstellung von Gulden auf Kronen dauerte offiziell von 1892 bis 1900, aber in der Regel erfolgte diese relativ rasch.
Ein Vergleich mit zeitgenössischen Speisekarten zeigte, dass ein Fleischgericht in etwa 1,5 Kronen kostete. Daher könnten die 42 kr tatsächlich ein Monatspreis sein, was dann allerdings auch nicht ganz so günstig wäre.
Die offizielle Kurzbezeichnung für die 1892 neu eingeführte Währung war „K“ für Kronen und „h“ für Heller (bzw. „f“ für Filler in der ungarischen Reichshälfte).
Die alte Währung war noch bis 1.1.1900 gültiges Zahlungsmittel – „Fl“ für Gulden und „kr“ Kreuzer waren die Abkürzungen.
From Henriette Stepanek on Map Stories: #Lueger City
Go to comment2025/11/11 at 5:24 pm
From Walter on Getrübter Blick
Go to comment2025/11/11 at 12:53 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/11 at 12:14 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2026/02/03 at 8:09 am
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/11 at 8:38 am
From Karl Hirsch on Tyrolean Airways – 2: Flugzeug-Abfertigung in Innsbruck anno dazumal
Go to comment2025/11/11 at 8:23 am
From Karl Hirsch on Unscharf, aber gut. Besonderes aus der Sammlung Kreutz –XXXIV
Go to comment2025/11/11 at 7:02 am
From Manni Schneiderbauer on Unscharf, aber gut. Besonderes aus der Sammlung Kreutz –XXXIV
Go to comment2025/11/11 at 12:42 am
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/10 at 9:56 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/10 at 9:06 pm
From Manfred Roilo on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/10 at 8:45 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/12 at 6:21 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/10 at 10:47 pm
From Manfred Roilo on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Fritzens-Wattens
Go to comment2025/11/10 at 11:30 pm
From Karl Hirsch on Mensa academica
Go to comment2025/11/10 at 7:02 pm
From Henriette Stepanek on Baustelle am Haydnplatz
Go to comment2025/11/10 at 5:59 pm
From Robert Engelbrecht on Madonnen-Rätsel XVIII
Go to comment2025/11/10 at 2:46 pm
From Hanna Fritz on Madonnen-Rätsel XVIII
Go to comment2025/11/11 at 11:43 am
From lEIMGRUBER Renato Neffe vom Prof Hans Andre on Neue Deckenfresken für die Servitenkirche
Go to comment2025/11/10 at 11:19 am
From Robert Engelbrecht on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/10 at 1:02 am
From Walter Rangger on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Volders-Baumkirchen
Go to comment2025/11/09 at 7:09 pm
From Karl Hirsch on Map Stories: #Lueger City
Go to comment2025/11/09 at 6:21 pm
From Ingrid Stolz on Map Stories: #Lueger City
Go to comment2025/11/11 at 10:03 am
From Karl Hirsch on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/09 at 5:45 pm
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/14 at 12:34 pm
From Manfred Roilo on Ein Kirchlein in der Schlossergasse
Go to comment2025/11/09 at 4:06 pm
From Manfred Roilo on Was knistert denn da?
Go to comment2025/11/09 at 4:01 pm
From Henriette Stepanek on Map Stories: #Stalingrad
Go to comment2025/11/09 at 11:18 am
From Karl Hirsch on Eine tiefe Grube in Mühlau
Go to comment2025/11/09 at 9:35 am
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Volders-Baumkirchen
Go to comment2025/11/08 at 9:09 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Nächster Halt Volders-Baumkirchen
Go to comment2025/11/09 at 6:23 am
From Manfred Roilo on Hinaus ins Land (139)
Go to comment2025/11/07 at 9:44 pm
From Joachim Bürgschwentner on Hinaus ins Land (139)
Go to comment2025/11/11 at 11:43 am
From Manfred Roilo on Hinaus ins Land (139)
Go to comment2025/11/13 at 11:17 pm
From Martin Schönherr on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/07 at 6:50 pm
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/09 at 4:02 pm
From Martin Schönherr on Hinaus ins Land (139)
Go to comment2025/11/07 at 6:39 pm
From Günter Knapp on Innsbruck bei Nacht (XVIII)
Go to comment2025/11/07 at 12:01 pm
From Ingrid Stolz on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/07 at 11:40 am
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/07 at 2:31 pm
From Ingrid Stolz on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/07 at 3:37 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/07 at 1:30 pm
From Manni Schneiderbauer on Innsbruck bei Nacht (XVIII)
Go to comment2025/11/06 at 11:16 pm
From Hannes Lechner on Innsbruck bei Nacht (XVIII)
Go to comment2025/11/08 at 8:00 am
From Henriette Stepanek on Werbeshow?
Go to comment2025/11/06 at 9:33 pm
From Stefan Lackner on Kultur-Vielfallt
Go to comment2025/11/06 at 8:09 pm
From Martin Schönherr on Kultur-Vielfallt
Go to comment2025/11/07 at 6:55 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/06 at 8:03 pm
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XXIX
Go to comment2025/11/06 at 7:49 pm
From Elfriede on Straßen von Innsbruck – Die Badgasse
Go to comment2025/11/06 at 5:56 pm
From Ingrid Stolz on Werbeshow?
Go to comment2025/11/06 at 1:02 pm
From Georg Humer on Kultur-Vielfallt
Go to comment2025/11/05 at 11:12 pm
From Gert Walden on Tagträumen wie Phönix am Inn
Go to comment2025/11/05 at 4:00 pm
From Hans Pechlaner on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/05 at 1:45 pm
From Ingrid Stolz on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/05 at 3:24 pm
From Hans Pechlaner on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/05 at 2:15 pm
From Hans Pechlaner on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/05 at 3:18 pm
From Ingrid Stolz on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/05 at 4:39 pm
From Hans Pechlaner on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/06 at 8:21 am
From Ingrid Stolz on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/04 at 6:48 pm
From Hannes Lechner on So sind sie, die Kollegen
Go to comment2025/11/04 at 5:51 pm
From Walter on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Thaur
Go to comment2025/11/04 at 1:30 pm
From Christian Herbst on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Thaur
Go to comment2025/11/06 at 10:59 am
From Hans Pechlaner on So sind sie, die Kollegen
Go to comment2025/11/04 at 12:57 pm
From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol
Go to comment2025/11/04 at 11:22 am
From Hans Pechlaner on So sind sie, die Kollegen
Go to comment2025/11/04 at 7:50 am
From Manni Schneiderbauer on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/03 at 9:32 pm
From Henriette Stepanek on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/03 at 6:03 pm
From Hans Pechlaner on Belebte Ecke
Go to comment2025/11/03 at 5:21 pm
From Ingrid Stolz on Studentenalltag um 1900
Go to comment2025/11/03 at 3:11 pm
From Henriette Stepanek on Zum Madonnen-Rätsel XVIII
Go to comment2025/11/03 at 11:53 am
From Christof Aichner on Studentenalltag um 1900
Go to comment2025/11/03 at 10:26 am
From Walter on Studentenalltag um 1900
Go to comment2025/11/03 at 11:14 am