Wer bin ich_Teil 23
Und weiter geht es mit dem heiteren Personenraten.
Bei der gesuchten Person handelt es sich um einen Mann.
Freud und Leid begleiteten sein Leben.
Er wohnte direkt neben seinem Arbeitsplatz.
Regelmäßig war seine Stimme im Radio zuhören.
Er arbeitete auch an Feiertagen.
Um wen handelt es sich?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Raimund Wörle, Bi-152)
Das“ sprechende Wappen“, nämlich die beiden „Kundschafter“ aus dem Alten Testament, verstärkt meinen Verdacht, daß es sich nur um den evangelischen Pastor Wolfgang L I E B E N W E I N handeln kann!
Ich hatte ja doch auch evangelische Mitschülerinnen, die im Gespräch diesen Namen erwähnt haben.
Andreas Babler, wer sonst?
Eher Tobias Moretti, aber schlecht gealtert…
Oder aber der schöne Schorsch (ohne Bart). Nach seinem Rauswurf aus der SPÖ hat er vielleicht Unterschlupf in der Kirche gefunden…?
Verzeihung, meine Herren – aber glauben Sie wirklich, daß diese „lustigen“ Beiträge beim Portrait eines Amtsträgers einer Religionsgemeinschaft angebracht sind? (Es geht hier wohl eher um das „Amt“ an sich: Talar, Bäffchen.., als um den Amtsträger und evtl. menschliche Eigenheiten).
Ich danke für die Erinnerung an das Wort Bäffchen. Allein diese Bezeichnung hat in unseren inneralpinen Ohren einen gewissen humorigen Klang. Man hat die Bezeichnung „lustiges Personenraten“ halt wort-wörtlich genommen. Außerdem durfte der politische Teil von Herrn Schneiderbauer seine Seele am vermutlichen Feindbild Babler reiben, so schnell kommt diese Gelegenheit nicht wieder.
Der evangelische Pfarrer von Wien-Süd, Leopold Potyka, sieht aus wie Don Camillo für Arme, stark verjüngt und geglättet. Noch eins drauf: Mit d e m Namen muß man aus Wien stammen. Duck und weg.
Herr Hirsch, Sie überinterpretieren schon wieder. Erstens habe ich sicher nichts gegen Andi Babler, solang er keine Autobahnprojekte oder fossilen Ssubventionen, zweitens sieht die Person in meinen Augen halt wirklich aus wie Andi Babler. Ich kann ja auch nix dafür dass es so ist.
So oder so, „Bäffchen“ muss ich mir merken! Ich werde es allerdings uminterpretiert als Verkleinerungs- und Verniedlichungsform von „baff“ verwenden.
Trotz allem – es wäre angenehm, wenn wir hier mehr erfahren könnten – ich erinnere mich daran, daß zur Zeit des Ungarnaufstandes das evangelische Pfarrhaus… oder irre ich mich da?
Eine sachliche Biographie dieses Pastors, sowohl als Amtsträger als auch privat, wäre bestimmt nicht uninteressant,
Meine Pflichtschulzeit umfaßte die Jahre 1944 – 1952.
Auch schon in der Dorfvolksschule gab es einen evangelischen Mitschüler – Flüchtling aus Siebenbürgen, der nach wenigen Monaten nach Kanada ausgewandert ist.
In der Hauptschule Hall waren es zwei, die Kriemhild Eder und die Göstl Hilde, wenn ich mich recht erinnere, beide aus Schlesien geflüchtet…
In Wattens die Schiestl Erika. „Gell, du bisch protestantisch?“ versuchte ich (neugierig seit Geburt!) ein Gespräch über religiöse Fragen zu beginnen. Sie antwortete hoheitsvoll „ICH BIN EVANGELISCH!“ „Wo ist da der Unterschied???“ „Der Unterschied ist, daß WIR die MARIA nicht ANBETEN!“
Also eh kein Unterschied….???
Und erst vor ein paar Jahren erzählte mir eine Innsbrucker Mitschülerin, sie sei in Mutters zur Volksschule gegangen – und eine dortige Mitschülerin habe sie am Heimweg angesprochen „Derf i schon mit dir redn?“ ‚Ja… – …warum denn nicht…???‘ und darauf eher hämisch-triumphierend „Ja weil du ja protestantisch bisch!!!“
Ja, uninteressant. Ja, Kinder sind halt so. Ja, Außenseiter – aus welchem Grund auch immer – gibts überall.
Wäre es nicht gut, das Verbindende zu suchen?
Ich denke, daß die Biografie eines evangelischen Pastors Aufklärung über manche zeitgeschichtlichen Aspekte geben könnte – und ich hoffe, INNSBRUCK ERINNERT SICH!