Eine glänzende Oberfläche…
Heute haben wir als Titelbild eine eher gewöhnliche Aufnahme des Zeughauses. Diese Ansicht des Innenhofs ist ein häufig gewähltes Motiv, das sich mit einer schnellen Google-Suche leicht wiederfinden lässt. Doch warum glänzt der Innenhof so sehr? Was man auf den ersten Blick für einen Schotterboden halten mag, entpuppt sich bei genauerem Hinsehen als eine wellenlose Wasseroberfläche. Sogar ein Holzbrett treibt im rechten Drittel des Bildes auf der Oberfläche. Tatsächlich stand das Zeughaus am 6. August 1985 aufgrund einer Unwetterkatastrophe flächendeckend unter Wasser.
Leider war die Überflutung durch die Sill nicht nur auf den Innenhof begrenzt. Somit fielen große Teile des Landeskundlichen Museums dem Wasser zum Opfer. Die Auswirkungen, die Wasser auf museale Sammlungen hat, lassen sich auf dem nachfolgenden Foto gut erkennen. Man könnte zwar meinen, die Ausstellungsstücke werden nur einmal gut „durchgespült“, doch der mitgespülte Dreck lehrt uns eines Besseren. Durch den ganzen Schlamm, der bei einer solchen Überschwemmung mit dabei ist, wurde ein Teil der dort befindlichen Sammlung irreparabel zerstört.

(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-22089-1, Ph-22089-2)