Unsere Fotosammlung feiert!
Unsere Fotosammlung feiert einen Meilenstein! Oder so. Es sind mittlerweile 42.000 Fotos in die allgemeine Foto und Postkartensammlung der Datenbank eingespielt worden. Darin finden Sie diverse Ansichtskarten und Fotos von unterschiedlichsten Fotograf*innen und mit unterschiedlichsten Motiven. Eines haben alle gemeinsam: es gibt einen Innsbruck Bezug. Wenn Sie jetzt aber glauben, wir hätten nur diese eine Sammlung, dann haben sie weit gefehlt! Dies ist nur die allgemeine Sammlung für Fotos in Postkartengröße. Dazu kommen noch viele weitere mit einer beachtlichen Fülle an Material. Die folgenden Zahlen geben jeweils die Anzahl der Datensätze an, die innerhalb einer Sammlung bestehen (Stand: 20.04.2026). Normalerweise beschreibt jeweils ein Datensatz ein Foto:
-Fotos Mittelformat: 3.765
-Fotos Großformat: 477
-Fotoplatten: 15.462
-Dias: 59
-Dias Großformat: 125
-Fotos digital: 3.055
-Negative: 397
Einige dieser Unterteilungen bestehen noch nicht lange. Dementsprechend ist auch die Zahl an Datensätzen kleiner. Doch noch immer fehlen Teile unseres Bestandes, die ich bisher noch nicht erwähnt habe.
Zum Einen haben wir eine eigene Kategorie für Fotoalben. Diese werden unterschiedlich gelagert und aufgrund dessen separat verzeichnet. Momentan gibt es davon 588. Da noch nicht von jedem Album der Inhalt digitalisiert und in der Datenbank verzeichnet wurde, gestaltet es sich sehr schwierig mit überschaubarem Arbeitsaufwand die genaue Anzahl der Fotos in den Alben zu ermitteln. Bei einem einzelnen Album bewegen wir uns irgendwo zwischen 10 und 900 Bildern.
Zum Anderen gibt es noch Sammlungen von Berufs- oder Hobbyfotograf*innen, die so groß sind, dass sie einzeln verzeichnet werden und deshalb bei diesen Zahlen noch nicht inbegriffen sind. Das trifft beispielsweise auf die Fotos von Richard Frischauf, Walter Kreutz, Richard Müller, Friedl Murauer, Gottfried Newesely, Günther Sommer und Jörg Thien zu. Dazu kommen noch viele Kleinsammlungen und Nachlässe, in denen ebenfalls Fotos enthalten sein können. Eine genaue Zahl der Fotos bei uns zu berechnen gestaltet sich gerade durch die große Zahl an Kleinsammlungen schwierig. Auch Kartons mit unaufgenommenem Material machen es nicht leichter. Beispielsweise haben wir große Mengen an Pressefotos, die zwar einsehbar sind, jedoch aufgrund ihrer Ausmaße noch nicht vollständig erfasst werden konnten.
Was man jedoch mit Sicherheit sagen kann ist, dass das Stadtarchiv weit über 100.000 verzeichnete Fotos hat. Wenn wir uns also entspannt zurücklehnen und unsere Sammlung nicht weiter vergrößern würde, hätten wir schon genug Fotos, um unseren Bilderblog in dieser Form die nächsten 68 Jahre weiterzuführen. Neugierig geworden? Unsere Fotos dürfen Sie sich gerne jederzeit bei uns im Stadtarchiv ansehen und in den Untiefen der Sammlungen recherchieren. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie ja sogar den ein oder anderen Schatz darunter?
Unser heutiges Titelbild kommt übrigens aus der Sammlung Gottfried Newesely, die allein schon 35.406 Fotos beinhaltet. Es wurde im Jahr 1967 gemacht und der Titel des Datensatzes lautet sehr aussagekräftig: Ingrid und Geburtstagskuchen für Wolfgang. Wie Ingrid und Wolfgang jedoch mit Nachnamen heißen, werden wir vermutlich nie herausfinden.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, GoNe-29723)
….und ebenfalls ein Zeitdokument:
Eingeschoben zwischen dem Holz – und Kohlen – Küchenherd und der Metallspüle mit der gerippten Abtropf-Geschirrablage (spart Geschirrtücher!!) steht schon ein Kühlschrank…!
Und die junge Hausfrau und Mutter trägt daheim ein praktisches Schürzenkleid.
(Jetzt wäre es interessant, zu erfahren, wann die Parole ausgegeben wurde „NEIN!!! Schürze trägt man nicht mehr“)
Offenbar hat der Zuckerstreuer beschlossen, seinen Inhalt großzügig zu verteilen. Ob Ingrid begeistert darüber war, dass dieses Malheur fotografisch festgehalten wurde ? Wenigstens steht schon eine neue Packung Staubzucker bereit für den nächsten Versuch.
Offenbar is der kleine Wolfgang grad 5 Jahre alt geworden, von daher müsst er mit Nachnamen gleich heißen wie Mutter Ingrid. Es sei denn er wäre unehelich geboren, aber das war ja damals strengstens verboten.
Hut ab, Herr Fink, da haben Sie ein heikles Thema aufs Tapet gebracht – Sie getrauen sich was!
Unter uns gesagt – auch „kalendarische Frühgeburten“ (4 1/2 Monate nach der Hochzeit!!! Zzzz!!!) hatten es nicht leicht. Vor allem die väterlicherseitige Verwandtschaft (nahm ihre Finger zur Hand und) zählte mißtrauisch nach, ob dös Kind wohl von „eahm“ sein könne – und es schaue „eahm“ doch überhaupt nicht ähnlich,,,, Die mißtrauischen Blicke bei jeder Begegnung… und die gänzlich anderen „Begabungsschwerpunkte „…also von uns hat’s des nit“ – oder „…woher hat’s dees bloß? Von uns kann des do koaner“ – meiner Seel….
Ja, dafür haben Sie – als ehemaliger Standesbeamter – wohl einen „geschulten Blick“, gell!
Und bei dem liebevoll angezuckerten und mit 5 Kerzen besteckten Sonntagskuchen hoffe ich direkt noch nachträglich, daß der kleine 5 jährige Wolfgang sich als das sehnlich erwartete Wunschkind nicht nur seiner Eltern, sondern auch seiner beiden Herkunftsfamilien – nein, nicht „fühlt“, sondern weiß!