Waldbrand in Patsch
Zur Mittagszeit des 22. März 1974 hielten – wie bereits gestern erwähnt – gleich mehrere Einsätze die Feuerwehren in und um Innsbruck in Atem. Dazu gehörte auch ein Vegetationsbrand im Gemeindegebiet von Patsch, der vermutlich durch Funkenflug von einem bremsenden Zug ausgelöst worden war. Jedenfalls ging um 13:14 Uhr in der Nachrichtenzentrale der Innsbrucker Berufsfeuerwehr folgender Notruf ein: „Rechts vor der Europabrücke ist ein Waldbrand“, so der Anrufer.
Eine Minute später rückte Wachekommandant Herbert Moser mit dem Kommandofahrzeug, der 1. Gruppe, dem 1. Trupp und dem Großtanklöschfahrzeug (GTLF) zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen standen rund 30 Hektar Wald zwischen der Brennerautobahn und dem Ahrental in Brand. Dementsprechend groß war das Aufgebot der Feuerwehren. Im Einsatz standen – neben der Innsbrucker Berufsfeuerwehr – die FF Amras mit ihrem TLF-4000, die FF Ellbögen, die FF Hall, die FF Hötting mit zwei Tanklöschfahrzeugen und dem KLF, die FF Lans, die FF Mühlau mit dem LLF und dem TLF-4000, die FF Neu-Arzl mit einem LLF, die FF Patsch und die FF Volders.

Im unwegsamen Gelände kämpften rund 100 Feuerwehrmänner gegen das Feuer. Steinschlag, massive Rauchentwicklung und Wassermangel erschwerten die Löscharbeiten. Die Einsatzleitung richtete einen Pendelverkehr mit fünf Tanklöschfahrzeugen ein, zusätzlich war der Schienenlöschzug der ÖBB angefordert worden.

Angesichts der hohen Einsatzdichte rückte die Berufsfeuerwehr – mit Ausnahme des GTLF – recht bald vom Waldbrand in Patsch wieder ab, während die vier Innsbrucker FF-Einheiten über meherere Stunden die Löscharbeiten unterstützten. Erst spät abends konnte Einsatzleiter LFKDT Hermann Partl schließlich „Brand aus“ geben.
(StAI, BFI-NE-270-07 / BFI-NE-270-15 / BFI-NE-270-19 / BFI-NE-273-22)
Danke für den „Einsatzbericht“ mit Fotos,- sehr zeitintensive u. kräfteraubende Einsätze, aber man kommt untereinander wiedereinmal „zamm,“ auch wenn der Grund nicht so amused ist.