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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Mit Der Drehleiter Durch Innsbruck – Teil 16

Mit der Drehleiter durch Innsbruck – Teil 16

Am 22. März 1974 herrschte um die Mittagszeit Hochbetrieb auf der Hauptfeuerwache. Binnen kurzer Zeit gingen mehrere Alarmmeldungen in der Nachrichtenzentrale ein: um 11:42 Uhr wurde die Berufsfeuerwehr Innsbruck nach Axams gerufen, wo ein Sportflugzeug abgestürzt und in Brand geraten war. Gegen 13 Uhr brach entlang der Trasse der Brennerbahn ein Feuer aus, das sich aufgrund der herrschenden Trockenheit rasend schnell ausbreitete. Daher rückte ein Großaufgebot in Richtung Patsch aus, darunter auch vier Fahrzeuge der Berufsfeuerwehr und vier FF-Einheiten aus Innsbruck-Stadt (mehr dazu morgen). Ein halbe Stunde später fuhr die 2. Gruppe der Berufsfeuerwehr zu einem Bahnböschungsbrand bei St. Bartlmä, der rasch gelöscht war.

Nur sechs Minuten nachdem die 2. Gruppe wieder auf der Hauptfeuerwache eingerückt war, erfolgte die Alarmierung zu einem Zimmerbrand in die Wilhelm-Greil-Straße. Und so rückten um 13:47 Uhr das Kommandofahrzeug (KDF-2), die 1. Gruppe, der 1. Trupp, eine Drehleiter und die 2. Gruppe zur Einsatzstelle aus. Beim Eintreffen drangen bereits dicke Rauchschwaden aus zwei Fenstern der obersten Etage. „Mit Atemschutzgeräten drangen die Feuerwehrmänner über das Stiegenhaus in den vierten Stock vor, da angenommen werden mußte, daß sich in den Wohnräumen Personen befanden. In einem Zimmer fanden die Feuerwehrmänner drei Kinder unverletzt vor. Sie wurden über das Stiegenhaus unbeschadet ins freie gebracht.“

Während der Atemschutztrupp die Kinder aus dem Gebäude brachte, wurde über die uns bereits bekannte Magirus-Drehleiter (DL 30) unter Atemschutz ein Löschangriff vorgenommen.

„Innerhalb von zwanzig Minuten konnte der Brand, der in abgelegten Akten und Papieren genug Nahrung fand, unter Kontrolle gebracht werden. Durch die gut funktionierenden Absperrmaßnahmen der Innsbrucker Polizei wurden die Löscharbeiten wesentlich erleichtert. Nach Angaben der Innsbrucker Berufsfeuerwehr dürfte der Brand vermutlich auf mit Sternspritzern spielende Kinder zurückzuführen sein“, so die Tiroler Tageszeitung tags darauf. Um 14:55 Uhr konnten die Kräfte der Berufsfeuerwehr wieder auf der Hauptfeuerwache einrücken.

(StAI, Archiv der Feuerwehr Innsbruck, Dia-Sammlung der BFI)

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