Ein Urlaubsgruß aus Innsbruck
Heute habe ich zwei Postkarten herausgesucht, die gut in die Urlaubssaison passen, die schon bald vor der Tür steht. Auch wenn das Postkarten eigentlich schon grundsätzlich so an sich haben. Zumindest werden sie meistens zur Urlaubszeit verschickt.
Für das Postkartenverschicken gibt es unterschiedliche Gründe. Man kann jemandem von seinem Urlaub erzählen und dabei ganz subtil betonen, wie toll man es selbst und wie schlecht es der*die Andere hat. Sozusagen das altmodische Instagram der Selbstdarstellung. Schließlich kann man darauf schlecht antworten. Und wenn doch, dauert es sehr lange. Die andere Variante ist, der Person beispielsweise nur mitzuteilen, dass man gut angekommen ist, damit sie sich keine Sorgen macht. Unsere Titelpostkarte scheint mir eher Ersteres als Ziel zu haben, die untenstehende Postkarte hingegen klar Zweiteres.
Beide Postkarten haben Eines gemeinsam. Abgesehen von den Stempeln haben sie keinerlei Bezug zu Innsbruck. Meist sind auf Ansichtskarten Sehenswürdigkeiten oder passende Motive zu einer Stadt abgebildet. Unsere Zwei wurden vorgedruckt und hätten von jedem Ort der Welt verschickt werden können. Fehlt nur noch, dass vor dem Abschicken vom Postkartengeschäft ein „Gruss aus Wien/Bali/Honolulu“ draufgestempelt wird. Solange die Nachricht richtig ankommt (Beruhigung der Angehörigen oder Eifersucht der Daheimgebliebenen), sind die Sehenswürdigkeiten egal.
Ob Sie im Urlaub daheim sind oder nicht, suchen Sie sich doch eine nette Postkarte und schreiben Sie jemandem, wie schön Sie es gerade haben. Auch Innsbruck brachte und bringt wie Sie sehen schicke Postkarten hervor, die sich sehr gut für einen schnellen Urlaubsgruß eignen. Allerdings gibt es darauf leider kein „Like“ wie bei Instagram.

(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-Dig-763-31, Ph-Dig-763-29)
Der Bezug zur jeweiligen Stadt ist doch dort verborgen, wo man bei dieser Sorte Postkarte an der Lasche zieht? Ich hatte sowas noch nie in der Hand, kenne es aber von eBay. Man sieht bei beiden Motiven diese Laschen und dass da was ausgeschnitten ist.
Ja, ja, da war jeweils ein ganzer „LEPORELLO“ drin mit den – was weiß ich – sieben wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Was mich einigermaßen verwundert: Es steht n i c h t „Sammlung Sommer“ als Quellenangabe. Ja, hat denn sonst noch jemand…???
Sehr gute Beobachtung! Mir ist die Lasche beim Schreiben dieses Beitrags gar nicht aufgefallen. Ich hätte Ihnen gerne in einem zweiten Beitrag auch das Innere des Koffers und der Tasche präsentiert. Aber leider haben wir diese Postkarten nur als digitales Foto. Das kann bei einigen Stücken der Fall sein, von denen sich die Besitzer*innen nicht trennen möchten. Weil sie unsere Sammlung bereichern nehmen wir sie in solchen Fällen manchmal in Form eines Scans auf. Die Person, die damals die Fotos beschrieben hat, hat die Lasche zwar bemerkt, jedoch kein Foto vom Innenleben gemacht. Laut Datenbank befinden sich in beiden Laschen „Ansichten von Innsbruck, Hötting, Andreas Hofer-Denkmal, Maria-Theresien-Straße, Hungerburgbahn“. Schade nur, dass wir diese nicht mehr sehen können.
Hier gibt es eine Postkarte mit Leporello > https://innsbruck-erinnert.at/eine-postkarte-mit-integriertem-leporello/