Am Padasterjochhaus
Langsam, langsam machen Tirols Hütten wieder auf. Im Bild zu sehen ist das Padasterjochhaus im Gschnitztal oberhalb von Trins. Das hat zwar aktuell meines Wissens noch nicht offen, ist allerdings historisch interessant: es handelt sich nämlich um das „erste Naturfreundehaus“. Planungen dafür gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Der Beschluss zum (sehr aufwendigen und schwierigen!) Bauvorhaben erfolgte am 17. April 1905. Eröffnet werden konnte rund zwei Jahre später, am 12. August 1907. Dafür reisten auch Mitglieder der Naturfreunde aus Wien und Graz an. Auch Dr. Karl Renner war – als Mitbegründer der Naturfreunde – anwesend und hielt eine der Eröffnungsreden. Die Website der Hütte gibt noch viel mehr spannende Details zu Baugeschichte und späterer Entwicklung (siehe hier: Geschichte – ich möchte diese gar nicht im Detail nachplappern.
In meine eigene Erinnerung hat sich ein Abstieg vom Gschnitzer Kirchdach über das Padasterjochhaus nach Gschnitz am 5. August 2017 eingeprägt. Ein strahlender Tag – auf der letzten 200 Metern zum Auto gerieten wird aber in so einen unglaublich heftigen Regen, wie ich ihn selten erlebt habe. Schnell raus aus dem Gschnitztal, gerade noch dem Hagel entkommen, und kurze Zeit später waren die Straßen aufgrund von Murenabgängen gesperrt…
Unser Titelbild zeigt das Padasterjochhaus ebenfalls im August, lt. Aufzeichnungen am 16./17. August des Jahre 1936.
(Fotograf: Emil Schneider, Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-3930)