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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
1926 In Die Luft Gegangen

1926 in die Luft gegangen

Genauer gesagt am 20. Juni 1926. Und so richtig weit weg von zu Hause ist das Flugzeug noch nicht oder es kommt jemand gerade nach Hause. Die Gebäude hinten in der Mitte löst allfällige offene Fragen.

Interessant ist dass der namensgebende Fluss einen rechten Winkel macht. Oder gibt es vielleicht eine andere Lösung dieser Frage?

Dann wären jenseits des vorderen Gewässers ein paar Gebäudeansammlungen zu besprechen. Nichtwahnsinnig spannend, aber immerhin.

Kurios ist noch der untere Rand der Aufnahme, wo ein mächtiger Wohnblock ins Bild ragt. Nicht, dass uns das wirklich überrascht, aber die große Nähe von urbanen und beinahe ruralen Gegenden der Stadt ist hier wieder einmal deutlich zu sehen. Oder, anders formuliert, die Trennung der Stadt durch den „vorderen“ Bach ist bis heute aufrecht und wohl noch vertieft worden.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Kr/Pl/k-1134)

Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Der Schlachthof Block im Vordergrund ist hier tatsächlich erst 1 Jahr alt, und über die Pembauerbrücke wird man erst 4 Jahre später fahren.
    Dem Sandwirt im Hintergrund fehlt auch noch die Brücke. Zum Schießstand vis-à-vis ist’s demnach noch recht weit. Am linken Bildrand sieht der Pilot neben Sill und Inn die Lodenfabrik. Wahrscheinlich interessiert ihn der Flugplatz voraus aber weit mehr.

  2. Ich hab mich jetzt eine geschlagene Stunde damit aufgehalten, vergnüglich unterhalten oder verplempert, um das einzige immer noch bestehende Gebäude des Altbestandes, Adresse Matthias Schmid Straße 10, aus dem alten Foto von 1926 herauszuschälen. Anscheinend stammt es als Rest aus einer alten Verbauung, die am Flugfoto noch garnicht vorhanden ist. Am 1940er Luftbild sieht es hier schon ganz anders aus.

    Die einsame große Gärtnerei links der Bildmitte wäre auch noch eine Bemerkung wert. , mir unbekannteAber jetzt brauch ich meinen Kaffee.

    Der verschwommenen Strebe und dem Spanndraht nach zu schließen wurde das Foto aus der Rundflugmaschine „Tirol“ aufgenommen. Flugrichtung nach rechts Richtung Flughafen.

  3. ….und die kleinen Häuschen im Gebiet „Pradler Saggen“ – optische Täuschung? Oder handelt es sich um jene kleinen Arbeiterhäuschen, die in Leokadia Justmanns Buch Erwähnung finden (wo sie in der Nähe der Fabrik zur Untermiete wohnen konnte)
    Die Baur-Foradori-Lodenfabrik in der (heutigen) General Eccher Straße vermisse ich hier noch. Die Richtung Sill anschließende Wasenmeisterei glaube ich bereits zu erkennen.

    2 oder 3 kleine Feldzeichen(?) oder Wegkapellen(?) scheinen auch ersatzlos abhanden gekommen zu sein

    1. …und daß der Name „Sandwirt“ nicht unbedingt etwas mit „Passeiertal“ und „Andreas Hofer“ zu tun haben muß, zeigt uns der große weiße Fleck am Innufer westlich des noch von Bäumen umstandenen Gasthauses.

  4. Stimmt, die damals vorgestellte und ausführlich kommentierte Kapelle sehe ich jetzt ebenfalls. Auch der Wegverlauf dazu passt gut. Etwas östlich der Kapelle knickt er leicht vom Ufer weg.
    Gegenüber, auf der linken Innseite erkennt man einen Bahnübergang mit S förmiger Straße. Sieht heute nicht viel anders aus und führt über die Kreuzgasse rauf zur späteren Umkehrschleife des C. Die elektrische Betriebsbahn ging doch gleich neben diesem Bahnübergang ab Richtung Rauch Mühle. Allerdings war sie zum Aufbahmezeitpunkt bereits wieder Geschichte. Andererseits wird die Elektrifizierung der Unterinntalbahn erst 1927 abgeschlossen sein.

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