Rätsel gefällig?
Die Stunde der Rätselliebhaber*innen ist gekommen. Ein altes, heruntergekommenes Haus. Ein Stück der Wand fehlt. Auch das Dach ist teilweise beschädigt. Schuld daran war vermutlich ein Bombentreffer. Einige Fensterscheiben sind mit dem Wandstück verloren gegangen. Vielleicht war dort auch einmal eine Tür. Vielleicht musste man zum Betreten des Hauses aber auch auf die andere Seite gehen. Vorausgesetzt das Haus war in diesem Zustand überhaupt noch zugänglich.
Draußen bedeckt der Schnee das, was einmal ein Garten war, und auch die Straße davor. Er nimmt einem die Sicht auf alles, was sich rund um das Gebäude noch befindet und taucht es in undurchdringliches Weiß. Der Hintergrund wird nichts über den Standort dieses Fotos sagen können. Aber das Rätsel ist trotzdem lösbar. Allerdings ist Ihnen schon jemand zuvor gekommen. Günter Sommer hat dieses Foto von einem*r anderen Fotografen*in reproduziert und im Zuge dessen auch lokalisiert. Es ist Teil einer ganzen Reihe solcher Fotos, dessen Urheber*in leider nicht bekannt ist. Dank seiner Recherche wissen wir mit Sicherheit, dass es sich hier um Innsbruck handelt. Haben sie schon eine Idee wo genau dieses Haus steht?
(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Ph-26516)
Haben Sie schon einmal von der „PERCHTN-MARIANN“ gehört? Oder hat jemand sie gar noch vom Sehen gekannt?
Wie sie hieß, wußte niemand. Ihren Übernamen hatte sie wohl daher, daß sie auf ihrem alten Hut – oder eher „Stumpen“ – eine lange Pfauenfeder trug.
Von ihr wußte man nur, daß sie manchmal zu Ruhestörungen neigte, daß sie manchmal längere Zeit nicht sichtbar war (aha!-Hall…), manchmal auf der Straße krakeelte – und sich „in einer halberten Bombenruine – im Keller“ einen Unterschlupf zurechtgerichtet hatte.
Wo diese halberte Bombenruine war? In der Friedhofsallee natürlich.
Das was Sie meinen war die von uns Kindern mit Ruinenhex betitelte Frau, die letzte Bewohnerin des Treichlhauses.
Ich denke eher an Pradl. Da gab es einmal einen Beitrag in welchem einer im Hintergrund sichtbaren Villa das baldige Ende durch Bombentreffer prophezeit worden ist. Längs einer Querstraße zur Pradlerstraße.
Leider auch falsch, der Stadtteil Pradl stimmt dafür aber schon
Oha – Pradl! Vielleicht Kranewitterstraße – Landseestraße??
Leider nein
Aber das ist jetzt wirklich nur geraten:
Sillufer – Helblingstraße.
Im Hintergrund die spätere Christbaumplantage.
Politisch: Pradl
Pfarrlich`Wilten – da westlich des „Steines vom Riesen Haymo“ gelegen (des röm. Meilensteins)
Also im Tollinger-Umkreis.
Sicher wieder gaaaaaaaaaanz falsch, gell!
Etwa gar die Helblingstarße 2 – Tollinger?
https://innsbruck-erinnert.at/1000-jahre-wacker-innsbruck/ – Titelbild links
Guter Versuch, doch leider handelt es sich hierbei nicht um die Friedhofsallee.
Falsch? Ganz im Gegenteil, sogar goldrichtig, Frau Stepanek! Bei dem gesuchten Gebäude handelt es sich um die Helblingstraße 2. Mittlerweile sieht sie aufgrund von gröberen Umbauarbeiten etwas anders aus als damals. Auffallend ist vor allem, dass der Erker verschwunden ist und an der linken Hausseite ein Balkon angebaut wurde.
Wie ich draufgekommen bin, hab ich das Haus in meiner Fotosammlung und Fotografien auch schon zweimal verlinkt, bei der Suche nach dem haus zwischen Wiltener Basilika und Haymon (https://innsbruck-erinnert.at/hilfe-erwuenscht/) und noch viel schöner beim Thema Akzishaus/Maria Hilf Kapelle postimg.cc/w1zCcwbk
Ich war sogar während der Studienzeit über eine Tochter des Hauses mit der dort wohnenden Familie Tollinger bekannt und auch ein paar mal dort zu Besuch. Damals gabs einen Anbau mit einem Hallenbad. Das ist jetzt verschwunden. Lang ists her, sogar zu lang, für ein Déjà-vu hats nimmer gereicht 🙂 .