„Wer hat an der Uhr gedreht“? – Teil IV
Vor einigen Jahren gab der Beitrag „Wer hat an der Uhr gedreht?“ – Teil II bereits einen kleinen Überblick über die faszinierende Vielfalt der Sonnenuhren in Innsbruck.
Die meisten der damals gezeigten Fotos stammen von Günter Sommer. Er hatte sich vor über 25 Jahren in unserem Auftrag auf den Weg gemacht, um die Sonnenuhren im Stadtgebiet zu dokumentieren.
In Innsbruck existiert eine Vielfalt an Sonnenuhren, die sich in den Ausführungen unterscheiden. Am häufigsten ist die Vertikalsonnenuhr vertreten, deren senkrechtes Zifferblatt direkt an den Häuserfassaden angebracht ist.
Der Aufbau einer Sonnenuhr ist minimalistisch. Sie besteht aus einem Zifferblatt und dem Polstab. Letzterer – auch Schattenstab oder Gnomon genannt – ist dabei exakt parallel zur Erdachse ausgerichtet.
Die Abbildung zeigt eine Sonnenuhr, die sich auf das Wesentliche konzentriert. Im Zentrum steht jeweils eine plastisch ausgearbeitete Sonne, die sich dreidimensional von der Wand abhebt. Auch die Stundenziffern sind kunstvoll aus Metall gefertigt. Abgelesen werden die Stunden von IX bis IV. Warum ausgerechnet die „XII“ aus der Reihe tanzt, bleibt wahrscheinlich ein kleines Geheimnis.
Eine sehr ähnlich gestaltete Sonnenuhr lässt sich an einer anderen Stelle bewundern. Diese zeigt die Zeit sogar bis VII an.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-27610)
Sie können diese beiden Sonnenuhren in Hötting und in Hötting-West finden. Wer die genauen Standorte nicht kennt, hat beim Erraten zumindest eine 50-Prozent-Chance.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-27773)