Als Protest zum Verbot des Schützenwesens in Südtirol übernahm die Schützenkompanie Mühlau ab
1927 die Tracht des Burggrafenamtes, dessen markantes Kennzeichen die roten Aufschläge auf der „Joppe“ sind. Da die Musikkapellen immer die gleiche Tracht wie die Schützenkompanien tragen, ist anzunehmen, dass in Mühlau auch bei der Musik zu diesem Zeitpunkt die Burggräfler Tracht eingeführt wurde. Zur Burggräfler Tracht wurde die Kniebundhose (Schützen u. Musik), oder aber auch eine schwarze Lodenhose getragen.
Das Burggrafen Amt umfasst im Etschtal neben Meran und den Umlandgemeinden auch das Passeier-
und Ulten Tal, sowie Gemeinden am Deutsch Nonsberg, wie zum Beispiel Proveis
Der Name „Die Burggräfler“ rührt daher, dass die Musikapelle Mühlau sich in den 1920er-Jahren mit einer Burggräfler Tracht neu eingekleidet hat. Die Schützenkompanie war ebenfalls in Burggräfler Tracht gekleidet. Das sollte ein politisches Statement sein, vgl. dazu die Homepage der Schützenkompanie Mühlau:
http://www.sk-muehlau.at/die-kompanie/unsere-tracht.aspx
Der Wald – oder seine östliche Fortsetzung – war einmal der botanische Garten. Ein paar Bäume, darunter ein damals exotischer Ginkobaum, stehen heute noch.
Einwenig gedauert hat es mit dem Abbruch des linken Hauses noch, auf der von Herrn Roillo verlinkten Photographie steht es ja noch immer. Später stand da ein Turnsaal, dann eine Schule. Es war das querstehende Gebäude im Hintergrund, welches dran glauben mußte. Und das Tor natürlich, welches mich in der ersten Sekunde an die Herrengasse denken hat lassen.
Hinter der Schule gehts weiter mit für Schüler weniger geeigneten Spelunken. Und lustigerweise, wenn man ein paar hundert Meter weiter geht, dann steht an einer Kreuzung, wo links die Schule früher war und rechts – gar nicht so falsch geraten – der Sparkassenplatz vor sich hinödet.
Selbstkritik: Auch der querstehende Abbruchkandidat ist auf dem Foto zu sehen und hat glaub ich sogar den Bombenkrieg überlebt. Es geht nur um den Verbindungsgang.
Durchgang von der Maria-Theresien-Straße zum Sparkassenplatz.
Hinter dem Durchgang rechts sieht man das dort noch lange zur wohlfälligen Nutzung bestehende Abort.
… das ist natürlich Unsinn.
Aber da ich meist nicht zur Lösung der Rätsel beitragen kann, und als Zugereister diese Seite hochinteressant finde, wollte ich doch auch mal der erste sein. Kommt nicht wieder vor!
Ich danke den Machern / Kommentierern /Ratern für viele interessante und eigene Nachforschungen inspirierende Beiträge!
Von 1833 bis ca. 1890 war dort die Firma Schäfer Wagenbauer etabliert. Diese wurde von Anton Menardi übernommen
und ausgebaut. Er produzierte Fahrzeugaufbauten, Skier, Rodeln etc.. Für die Skiproduktion erhielt er mehrere
internationale Auszeichnungen. 1913 übersiedelte die Firma Menardi aufgrund Platzmangels in die Hunoldstrasse.
Die Nachkommen führten den Betrieb als Sattlerei und Lackiererei bis in die 70er Jahre. Weiters hatte Anton Menardi
den ersten Telefonanschluss der gefürsteten Grafschaft Tirol , in Betrieb genommen 1893 mit der Tel. Nr. 1.
Was mir auch noch auffällt: Draußen beim Flugülatz/Gutshof besteht bis auf die Hangars noch die alte Bebauung. Schon wenige Jahre (1928?) nach der Eröffnung des Flughafens wurde die Lodenfabrik errichtet, deren hoher Schlot ein äußerst unwillkommenes Hindernis in Flughafennähe darstellte und auf dem Foto noch fehlt.
Sehr interessant! Von diesem Areal gibt es in der Nationalbibliothek ein schönes Vergleichsbild samt dem Fabriksschlot:
https://crowdsourcing.onb.ac.at/oesterreich-aus-der-luft/ansehen/ODMwZGU5NTYtODgyOS00OThkLTk5ZjctMGNjYTdiNjhkMmYz
Die Benutzer und Bewohner der Stöcklgebäude kann man vielleicht aus einem Adressbuch ermitteln.
Was man einwenig sieht, wenn man weiß, wo man hinschauen muß, sind ein paar Meter Sillkanal gegenüber der Lücke, die heute von der Nationalbank ausgefüllt wird, ehe er untertaucht und erst (hier unsichtbar) in der Meinhardstraße wieder ans Tageslicht trat. Man sieht dann den schmalen Schluf bei der Einmündung des Klara Pölt Weg mit einer Mühle anstelle der Krankenkasse, und – es kann täuschen – man sieht ihn nohmals als Gerade neben dem langen Wohngebäude in der Kapuzinergasse jenseits der Bahn.
Ein alter Bekannter – das Dreieck – scheint noch in einer Urform vorhanden zu sein, mehr Grün als Mauerwerk zu Begrenzung.
Was noch lange unverändert zu bestaunen war und ich selber noch als junge Erwachsener gekannt habe, ist das zum Bürgerbräu gehörende Stöcklsammelsurium in dem zum Teil auch Brauereiangestellte wohnten.
Ebenfalls bekannt ist mir ein weiteres, noch lange bestehendes,die Lücke gegenüber der Gilmschule bildendes ebenerdige Gebäude. Es beherbergte bis Ende der 70er, wenn nicht länger, den CK Keller (ein Pleonasmus: Central Keller Keller), ein beliebtes Tanzlokal.
Noch eine (um himmelswillen unpolitische!) Frage: Mußte man um Gegensatz zu den rhombergschen Textilarbeiterinen damals schon Handwerker gendern? War glaub ich noch ausschließliche Männerdomäne. Oder kennt wer ein Gegenbeispiel?
Bei weiblichen Handwerksberufen denke man z.B. an Schneidergesellinnen und Schneidermeisterinnen, Modistinnen, Pfaidlerinnen = Hemdenmacherinnen usw. die es damals natürlich schon auch gab. Nichtsdestotrotz waren wohl 95% der Handwerksberufe eine Männerdomäne…..
Laut dem Gewerbe-Adressbuch von 1878 gab es in Innsbruck sogar eine Lithografin namens Friederika Perkmann.
Ein auffälliges Detail ist auch die Schuttrampe, welche beim Gebäude der Theologischen Fakultät aus dem 1. Stock ins Freie führt und wohl auf Renovierungsarbeiten hindeutet.
Ein gut datierbares Luftbild, zumal das 1930/31 erbaute Nationalbankgebäude in der Adamgasse noch fehlt.
Der neuerbaute Nordtrakt des Akadamischen Gymnasiums leuchtet jedoch in hellem Weiß bereits aus dem Stadtbild hervor. Dieser Teil des Gymnasiums mit seinen fünf Fensterachsen wurde erst um 1928 dazugebaut.
Das Bild muss demnach ca. 1929/30 aufgenommen worden sein….
Pradl, Ecke Amraser Straße – Roseggerstraße, Blickrichtung Osten.
An Stelle der abgelichteten Gärten steht heute unter anderem die Tankstelle und das Sonnpark-Hochhaus.
Das noch einzeln stehenden Haus rechts ist in der Anzengruberstraße zu verorten.
Brava – Barbara! Frühaufsteherin / Nachtschichtarbeiterin??
Gerade die Roseggerstraße hat es im Bombenkrieg sehr stark erwischt. Ich weiß noch, wie es bei uns im Geschäft geheißen hat: „Droben in der Roseggerstraße schaut’s ganz wild aus“! Laut Michael Svehla „Als in Innsbruck die Sirenen heulten“ waren gerade die hier zentral zu sehendem Häuser Roseggerstraße 1 – 5 total bis schwer beschädigt und wurden 1955 wieder aufgebaut.
In https://innsbruck-erinnert.at/ein-idyll-von-einem-industriegebiet/ ist dieses Viertel auch gut sichtbar
Ich bin Baujahr 1961 und der abgelichtete Bichl wurde immer „Glockner“ genannt. Glungezer habe ich nie gehört und wir Kinder waren ständig dort zum Rodeln und Schifahren. Bei guter Schneelage rodelten wir bis zur Umkehrschleife der Linie 3.
Gemischtwarenhandlung Josef Mayr, neben der Metzgerei Hölzl in Amras. Das Haus gibt es noch, auch wenn es äußerlich veändert ist, die Proportionen sind noch i.W. gleich. Hatte immer gut sortierte Süßigkeiten; und ab und zu frisch gefangen Forellen in der Kühltruhe liegen (letzters hat mich eher abgeschreckt).
N.m.E. die erste von den drei Gemsichtwarenhandlungen und zwei Kiosken in Amras, die wegen des DEZ schließen mussten. Bedingt duch die Mindestbestellmengen bei den Großhändlern konnten die kleinen Läden nicht mehr mithalten und man bekam dann auch dort nicht mehr alles sicher oder eher schon abgelaufen, so dass es dort immer stiller wurde bzw man nur mehr hinkam, wenn man im DEZ was vergessen hatte, was verständlicherweise auch nicht eben freundlich aufgenommen wurde. Anfang der Siebzigerjahre traf man sich jedenfalls noch dort, heute im DEZ. In den Siebzigerjahren kann ich mich erinneren, dass der Name Hocke noch geläufig war und für dieses Geschäft verwendet wurde.
Für mich besonders interessant: der doppelte Gleisbogen der Straßenbahn zwischen Maria-Theresien-Straße und Marktgraben. Bisher hatte ich das immer nur eingleisig gesehen.
Hallo Herr Schneiderbauer,
von diesem Gleisbogen gibt es im Luftbildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek auch noch ein schönes Bild. Hier geht es zu diesem faszinierenden Luftbild:
https://crowdsourcing.onb.ac.at/oesterreich-aus-der-luft/ansehen/ZmUyMDliOGQtOGViZS00ZGQ1LWIzOGQtODA0YWJkOGQ0NDM1
Auf dem Luftbild von 23.8.1960 https://lba.tirol.gv.at/public/bild.xhtml?id=49557 sieht man schon deutlich Bauteile des Tivolischwimmbades, die auf dem Foto auch schon zu sehen sein müßten. Vorsichtig geschätzt (zwischen Vorfrühling und August kann schon was gebaut worden sein) sogar vor 1960.
Hinter der grünen Insel des Pradler Militärfriedhofes sieht man ein großes Wohnhaus, das wie noch im Endzustand eines Rohbaus aussieht. Da könnte man, wenn man bessere Unterlagen hat als ich, ein Datum eingrenzen.
Mich würde der weitere Verlauf des Sillkanales interessieren. Wurde für die Firma Oberhammer Wasser abgezweigt und dann in die Sill geleitet oder im Kanal weitergeführt? Ich habe von 1971 bis 1975 bei der Firma Oberhammer gearbeitet. Ein Mitarbeiter aus Telfs war Autoliebhaber (Ford Mustang) und durfte sein Auto während der Arbeitszeit im ehemaligen Turbinenraum geschützt parken.
Was man hier noch ziemlich gut sehen kann, mit der Datierung des Bildes aber nichts zu tun hat, ist das Übrigbleibsel des rechten Widerlagers der Sillbrücke für die Umgehungsbahn südlich der Sillhöfe sowie die Auffahrt zur Brennerbahn (Damm)
Zur Datierung: Nach 1947 (Sillbrücke der Umfahrungsbahn war damals noch da), vor 1958 (Tivolibad gab es noch nicht), zusammen mit der Aussage von Herrn Roilo (nahc 1953) wäre nun der Zeitraum auf max. 5 Jahre eingeschränkt.
Das Wasserkraftwerk Mühlau wurde jedenfalls im Mai 1953 eröffnet. Nach Baustelle im Bereich des Trinkwasserbehälters vor dem Gebäude (Böschungen!) schaut es nicht mehr aus.
In der Sächsischen Landes- und Universitätsbibliothek ist ein schönes Foto überliefert. Dieses Bild zeigt den alten Sillkanal mit dem pittoresken Mühlrad in der Adamgasse. Im Hintergrund sind sogar die Häuser des Bozner Platzes zu erkennen:
http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/70006418/df_hauptkatalog_0086197
Schönes Bild! Aber, ausgerechnet Von diesem Mühlrad gibt es m.W. mehrere Aufnahmen auch im Stadtarchiv, gerade erst kürzlich wurde ein Winterfoto davon, mit Eis und Schnee, veröffentlicht. Aber vom Rest des Gewässers scheint es kaum Fotografien zu geben, zumindest habe ich noch keine gesehen von vermeintlich interessanten Stellen wie der Meinhardstraße, wo der Kanal anscheinend breit und langsam fließend war, vom heutigen Klara-Pölt-Weg, wo er mit ordentlichem Gefälle dahingerauscht sein soll, von den Ein- und Auslässen der unterirdischen Abschnitte zwischen Adamgasse und Meinhard, unter Ing.-Etzel und Eisenbahnviadukt, unter der Brennerbahn hinüber nach Westen, von der Inselsituation in Dreiheiligen, oder vom „Oberlauf“ entlang der Adamgasse und davor.
Den ehemaligen Durchlass des Sillkanals unter der Brennerbahn gab es übrigens vor ein paar Jahren noch, mittlerweile dürfte er wegen der großflächigen Umbaumaßnahmen am Bahngelände aber verschwunden sein. Ich konnte das fotografieren, bei Interesse suche ich es gern heraus.
Hierher passt sicher noch ein von mir bereits in einem anderen Beitrag eingestellter Link für eine Sonderbeilage der Innsbrucker Nachrichten mit dem Titel „Der Sill-Canal in Innsbruck-Wilten:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=18910328&seite=31&zoom=33&query=%22Sill%22&ref=anno-search
Im Städtischen Amtsblatt findet sich 1949 ein ausführlicher Bericht über die „Kleine Sill“, wie der Sillkanal ursprünglich genannt wurde.
Demnach konnte man im Sillkanal mit etwas Glück sogar Forellen fangen:
Bericht Teil 1
http://amtsblatt.stadtarchiv-innsbruck.at/bild.php?id=1212
Bericht Teil 2
http://amtsblatt.stadtarchiv-innsbruck.at/bild.php?id=1213
Ja, Sie haben sicher recht, dass von diesem Mühlrad wohl zahlreiche Bilder existieren.
Vom restlichen Kanal gibt es zumindest aus der Meinradstraße eine Ansichtskarte von 1902, wo der Sillkanal teilweise zu erkennen ist:
Die Namen der Familienmitglieder auf dem Bild 3964 lauten von links nach rechts:
Paula Hofer, Alexandra Hofer, Mutter Katharina Hofer, Johann Hofer, Anna Hofer, Vater Josef Hofer, Martina Hofer, Alexander Hofer.
Herzlichen Dank Herr Auer für die Zuordnung der Familienmitglieder auf dem Bild 3964! Kennen Sie die Nachfahren von Josef & Katharina Hofer oder besitzen Sie eine der Karten aus dieser Serie mit entsprechender Beschriftung?
Ein Exemplar dieser Karte mit Notizen bzgl. der abgebildeten Personen:
https://www.akpool.de/ansichtskarten/26992054-foto-ansichtskarte-postkarte-neustift-im-stubaital-in-tirol-tirols-letzter-heimkehrer-aus-sibirien-josef-hofer-familie
Lieber Herr Matthias Egger,
da ich ein Russlandanhänger (Land, Sprache, Menschen) bin , habe ich Ihren Bericht mit großem Interesse gelesen und darf Ihnen dazu recht herzlich gratulieren.
Es ist erstaunlich was ein Mensch alles aushalten kann.
Ein herzliches Doswidanja
Willi Hauser
Immer diese Einwände :-). Aber damals war eine Fronleichnamsprozession eher eine Abwechslung zur unerbittlich verpflichtenden Sonntagmesse. Der Sonntagvormittag war sowieso schon „verpatzt“. Man macht sich heute keine Vorstellung mehr davon, wie intensiv das kirchliche Leben den braven Bürger („kommunistische“ Bahneler ausgenommen) noch in die Pflicht zu rufen imstande war. Vielleicht war man aber auch tatsächlich dem Herrgott für den überstandenen Weltkrieg dankbar. Anstelle des sonn- und feiertäglichen dominus vobiscum Termins einmal gemütlich über die sonst tabubelegten verkehrsfreien Fahrbahnen zu spazieren, das war eher lustig. Außer es ging bergauf, dann gabs den leisen Anfraß wie ihn die Gesichter dokumentieren.
Das ist der Nachruf von Monsignore Prof. Dr. Josef Weingartner, Ehrenbürger und Ehrenringträger der Stadt Innsbruck. Darin wird auch der Trauerzug kurz erwähnt:
http://amtsblatt.stadtarchiv-innsbruck.at/bild.php?id=2149&suchtext=weingartner
Zur Datierung:
Zumal am Schloss Ambras bereits der barockisierende neue Turm zu erkennen ist, muss diese bäuerliche Dorfidylle nach 1913 fotografisch verewigt worden sein.
Der neugotische Turm wurde 1899 wegen Baufälligkeit abgetragen:
Hier im Oberland hört man eigentlich nur Tirggen oder Tirge! Das würde wahrscheinlich für sensible einheimische und fremdländische Ohren und Hirne angenehmer klingen!! Hoffentlich!
Der Ort – Meraner Straße beim Heimatwerk – wurde natürlich sehr gut aufgelöst.
Auch mit der Zeit waren Sie alle sehr gut dabei, insbesondere Herr Unterberger und Herr Roilo. Punktgenau mit 1957 eigentlich – nur die falsche Person war es.
Laut unserer Datenbank ist es nämlich nicht das Begräbnis von Abt Heinrich Schuler 1949 sondern jenes von Propst Josef Weingartner am 15. Mai 1957.
Und was die Begleiter betrifft, ebenfalls gut erkannt: Austria und Leopoldina, es folgen auch noch Rhenania und Tyrolia, aber vollständig sieht man das auf einer andere Aufnahme.
Ein kleiner terminologischer Exkurs, weil es weiter unten von Herrn Roilo angesprochen wurde: der in Tirol verwendete Begriff „Türken“ für Mais gilt zwar nicht als rassistisch, der türkische Kulturverein würde es aber, soweit ich mich erinnere, bevorzugen, wenn er nicht mehr verwendet würde, vor einiger Zeit war das mal in der Presse.
Für mich persönlich ist der Maßstab immer der Wunsch der betroffenen Minderheit selbst; Beispiele für andere Begriffe, die aus diesem Grund nicht mehr politisch korrekt sind, sind „Neger“ oder „Zigeuner“. Ich sehe den Begriff „Türken“ daher am aussterbenden oder eigentlich schon ausgestorbenen Ast und verwende ihn schon lange nicht mehr.
Hier habe ich sogar noch was dazu gefunden: https://tirv1.orf.at/magazin/tirol/stories/213520/index.html
Politische Korrektheit in der alltäglichen Kommunikation ist gar nicht so leicht, man muss sich da immer wieder selber updaten. Ich denke aber, das ist es wert, denn Sprache schafft Wirklichkeiten, dazu gibt es Studien.
Ich habe ja Verständnis für „sprachliche Korrektheit“, wenn etwa der Name eines Unkrauts in Zusammenhang mit einer Volksgruppe gebracht würde. Aber würde es jemanden in Tirol stören, wenn eine bis heute so wichtige Pflanze wie der „Türken“ aus Tirol stammen würde – und dieser Wortstamm bis heute in einem fremdsprachlichen Namen stecken würde? Wir würden uns doch wohl eher geehrt fühlen!?
Wollten die Begründer der Mohren-Apotheken denn wirklich alle Schwarzen beleidigen, oder war es nicht vielmehr ein Qualitätsmerkmal, die weltweit führende Heilkunst der Mauren anzubieten?
Sind unsere Sprachpolizisten wirklich so viel klüger als etwa Martin Luther King, der stets von „Negro People“ sprach? Tatsächlich ging es ihm nicht um Namensänderung, sondern um die Schaffung gerechter Wirklichkeiten.
Natürlich dürfen (kollektiv) abwertende Bezeichnungen keinen Platz mehr haben, aber die Abschaffung durchwegs positiver, historisch interessanter Bezeichnungen kann doch nicht das Ziel sein.
Aber ruhig: Das Wort Türken hab ich aus Bauernmund schon lang nimmer gehört. Der hat alles industrialisiert und korrespondiert zur Sache unter dem Begriff Mais. Er lernt in der Schule Mais, und bestellt Saatgut für Mais. Wenn er Türken bestellt versteht ihn keiner. Oder besser, es kommt in der scroll down list nicht vor.
Und das drollige Synonym Kuckurutz ist mir seit der Lektüre des Volksschullesebuchs nicht mehr untergekommen.
Nit immer aufregen. Man bietet nur freiwillig Breitseiten.
Ende August, um 18 Uhr 10 laut Kirchturmuhr. Damit stimmt auch der Weg Richtung Stadt und Abendessen des hinter dem Zaun gehenden Herrn überein. Der vor dem Zaun überlegt sich, ob er nicht doch noch zum Bierwirt zurück soll.
Getreide reift im Juli, mit der damaligen Erntemethode – Korn noch in der Vitalphase Ende Juli gelb geschnitten und in Bündeln am Feld trocknen lassen – kann es schon Ende August sein, wenn nicht Anfang September. Die Schatten sind jedenfalls schon recht lang.
Aus meiner Sicht befindet sich der Herr hinterm Zaun im konzentrierten Endspurt zum Seewirt, welcher am Ende des Zauns rechts stehen muss, – und der Fotograf irgendwo davor.
Ganz sicher hat er nicht geahnt, dass er heute am westlichen Gehsteig der breiten Geyrstrasse stünde und – vom Verkehr abgesehen – einfach schräg zum Seewirt hinübergehen könnte, wenn es diesen noch gäbe …
Getreidegarben – die Ähren müssen immer innen beim Trocknen liegen, sonst fressen sofort die Vögel die Körner! Ich tippe auf September, vorher wird selten Getreide reif.
Türken passt – so haben wir diese Pflanzen auch genannt, nur heutzutage soll man das ja nicht mehr sagen ;-)! Aber lange Grasgarben? Dürften wohl Roggengarben sein (oder ein anderes Getreide), also einzelne Bündel, die zum Trocknen mit den Ähren nach außen kreuzweise übereinandergelegt werden.
Post scriptum: Nachdem dort mot „Bauwaren“ gehandelt wurde, nehme ich eher an, daß die Lieferung nicht angekommen ist, sondern gerade zur Abfahrt bereitsteht. Vielleicht hat der Bauherr den ersten Schritt zur Entstehung seines Hauses abgelichtet?
evt Kranebitter Allee 120 (da wäre das Quergebäude etwas anch Norden springend)
Ansonsten gäbe es noch die Möglichkeit, dass das Objekt am Sieglanger steht….so in der Gegend östlich Weingartnerstraße 6, heute durch Autobahn abgebrochen, dann wäre die Pappel raber privat gewesen und es müsste die Aufnahme sehr überbelichtet sein (denn sonst müsste man den Mittelbrigshang dahinter sehen)
Könnte beim Wiltenerplatzl sein. Schon wegen des Localbahngeleises.
Außerdem habe ich den Verdacht, dass der Zaun noch die 70ér oder 80ér Jahre erlebt hat.
Es war das Begräbnis des am 4. Oktober 1949 in Meran verstorbenen Abt heinrich Schuler.
http://sterbebilder.schwemberger.at/picture.php?/153227
Ich habe mich im bekannten Dunstkreis des schon mehrfach erwähnten Dr. Herbert Geiler schon einmal mit diesem Bild befaßt, und sind zu diesem Schluß gekommen. Von damals stammt auch noch dieser Bericht im Amtsblatt:
http://www.literature.at/viewer.alo?objid=1031065&viewmode=fullscreen&scale=3.33&rotate=&page=3
Laut diesem war der Abt Ehrenringträger der Stadt Innsbruck, was vermutlich auch die Referenz der Stadt in Form dieses für einen „Wiltener“ nicht unbedingt üblichen Leichenzuges durch die Innenstadt.
Ein warmer Oktobertag paßt zur Kleidung.
Anhand der Kleidung und insbesondere des sportlichen Kinderwagenmodells kann man auf einen Aufnahmezeitpunkt Mitte der Fünfzigerjahre schließen. Trauerzug für den 1955 verstorbenen Abt H. Treindl von Stift Wilten?
Wenn, dann Abt Triendl – Abt Hieronymus Adof Triendl! Er ist aber erst 1957 verstorben und war nur bis 1955 Abt des Stifts Wilten (er resignierte aus Gesundheitsgründen). 1954 hatte er noch unsere neuen Pradler Kirchenglocken geweiht.
Er verstarb allerdings am Christtag 1957 und nach Winter schaut es bei diesem Trauerzug nicht aus.
Irgendwie stehen die alle verkehrt – sie müssen ja wahrscheinlich ins Oberinntal fahren. Aber da die Morgensonne scheint, mussten sie sich für ein anständiges Foto umdrehen!
From Hermann Pritzi on Gebündelter Wohlklang
Go to comment2021/02/26 at 8:43 am
From Josef Auer on Gebündelter Wohlklang
Go to comment2021/02/26 at 8:38 am
From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/26 at 8:33 am
From Karl Hirsch on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/26 at 8:37 am
From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/26 at 5:56 am
From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/25 at 9:28 pm
From Klaus Will on Blick ins 19. Jahrhundert – VII
Go to comment2021/02/25 at 9:13 pm
From Matthias Habel on Ein Rätsel für Spezialisten
Go to comment2021/02/25 at 8:40 pm
From Karl Hirsch on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 8:02 pm
From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 8:25 pm
From Karl Hirsch on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 7:24 pm
From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 7:49 pm
From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 7:11 pm
From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 7:07 pm
From Josef Auer on Gleißende Häuserschluchten
Go to comment2021/02/25 at 6:51 pm
From Barbara on Garten mit Hintergrund
Go to comment2021/02/25 at 4:03 am
From Manfred Roilo on Garten mit Hintergrund
Go to comment2021/02/25 at 8:23 am
From Brigitte Peer on Wintersport anno 1964
Go to comment2021/02/24 at 9:04 pm
From Martin Schönherr on Lokale Wirtschaft V
Go to comment2021/02/24 at 8:50 pm
From Manni Schneiderbauer on Bitte lächeln!
Go to comment2021/02/24 at 12:05 pm
From Josef Auer on Bitte lächeln!
Go to comment2021/02/24 at 4:30 pm
From Karl Hirsch on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/24 at 9:24 am
From Klaus Fischler on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/24 at 6:55 am
From Sebastian on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/23 at 11:02 pm
From Manfred Roilo on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/23 at 10:56 pm
From Franz Haller on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/23 at 10:54 pm
From Martin Schönherr on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/23 at 11:19 pm
From Manfred Roilo on Ein Idyll von einem Industriegebiet
Go to comment2021/02/23 at 10:46 pm
From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2021/02/23 at 9:57 pm
From Manni Schneiderbauer on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2021/02/24 at 9:28 am
From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2022/04/25 at 10:35 am
From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2021/02/24 at 8:30 pm
From Manfred Roilo on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2021/02/24 at 8:01 pm
From Josef Auer on Blick ins 19. Jahrhundert – VI
Go to comment2021/02/24 at 4:39 pm
From Josef Auer on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/23 at 4:20 pm
From Matthias Egger on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/24 at 10:32 am
From Walter Rangger on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/24 at 5:36 pm
From Matthias Egger on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/25 at 4:15 pm
From Josef Auer on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/24 at 4:33 pm
From Erwin Betschart on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/09/03 at 9:53 pm
From Karl Hirsch on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/09/04 at 11:59 am
From Matthias Egger on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/24 at 4:45 pm
From Willi Hauser on "Was ein Tiroler in Sibirien erlebte"
Go to comment2021/02/23 at 4:12 pm
From Karl Hirsch on Prozession in Hötting III
Go to comment2021/02/23 at 2:27 pm
From Josef Auer on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/23 at 1:55 pm
From Josef Auer on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 1:45 pm
From Manfred Roilo on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 12:29 pm
From Joachim Bürgschwentner on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/23 at 11:24 am
From Manni Schneiderbauer on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 10:16 am
From Robert Engelbrecht on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 12:13 pm
From Karl Hirsch on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 11:11 am
From Karl Hirsch on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 9:22 am
From Robert Engelbrecht on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 1:04 pm
From Barbara on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 4:49 am
From Manfred Roilo on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/23 at 11:26 am
From Manfred Roilo on Eine Rast am Zaun
Go to comment2021/02/22 at 11:17 pm
From Karl Hirsch on Zwoa Brettl, a gführiger Schnee, juchhe...
Go to comment2021/02/22 at 7:36 pm
From Markus Unterholzner on Zwoa Brettl, a gführiger Schnee, juchhe...
Go to comment2021/02/23 at 6:18 am
From Karl Hirsch on Lieferung angekommen!
Go to comment2021/02/22 at 10:33 am
From Karl Hirsch on Lieferung angekommen!
Go to comment2021/02/22 at 9:38 am
From Markus Unterholzner on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/22 at 8:47 am
From Markus A. on Lieferung angekommen!
Go to comment2021/02/21 at 10:59 pm
From Martin Schönherr on Abgeschnitten
Go to comment2021/02/21 at 10:25 pm
From Martin Schönherr on Lieferung angekommen!
Go to comment2021/02/21 at 10:11 pm
From Walter Rangger on Lieferung angekommen!
Go to comment2021/02/22 at 9:06 am
From Barbara on Villa gesucht
Go to comment2021/02/21 at 5:53 pm
From Karl Hirsch on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 5:48 pm
From Manfred Roilo on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 10:05 pm
From Barbara on Villa gesucht
Go to comment2021/02/21 at 4:04 pm
From Manfred Roilo on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 3:49 pm
From Wolfgang Unterberger on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 12:48 pm
From Manfred Roilo on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 3:28 pm
From Manfred Roilo on Die weiße und die schwarze Kutsche
Go to comment2021/02/21 at 3:33 pm
From Manfred Roilo on Die versteckte Kirche
Go to comment2021/02/21 at 10:50 am
From Josef Auer on Die weiße und die schwarze Kutsche
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From Manfred Roilo on Easy Rider
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