Reisezeit – Unterwegs unter gutem Schutz_ Teil 1
Als Patron der Reisenden ist der Heilige Christophorus besonders in den kommenden Monaten sehr gefragt. Im Alpenraum ist er – meist als Riese dargestellt, der das Jesuskind auf seiner Schulter trägt und sich auf einen Wanderstab stützt – eine besonders bekannte Heiligenfigur. Zu seiner großen Popularität trug bei, dass er an vielen Orten die Außenwände von Kirchen und Häusern zierte, die an alten Reiserouten, liegen. Diese großflächigen, weithin sichtbaren Fresken sollten Reisende, Pilger und Fuhrleute auf ihren Wegen beschützen und vor dem plötzlichen Tod bewahren. Nicht zuletzt ist das auch der Grund, weshalb sich der hl. Christophorus seit um 1900 zum Patron der Autofahrer „entwickelt“ hat.
Es überrascht nicht, dass in Innsbruck, seit dem Mittelalter, ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt, einige Christophorus-Abbildungen an Häuserfassaden zu finden sind. Mein Kollege Christof Aichner hat Sie schon vor knapp drei Jahren eingeladen, sich an der Suche nach dem Heiligen im Stadtgebiet zu beteiligen. Kommen Sie mit und entdecken Sie, wo der Heilige Christophorus überall auf Sie wartet!
Diese Darstellung des Heiligen Christophorus mag ich ganz besonders. Sie zeigt eine besondere Vertrautheit. Frech zerzaust das Jesuskind dem weißhaarigen, weißbärtigen Christophorus die Haare.
Wissen Sie eigentlich, wo sich an welchem Gebäude diese Szene befindet?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-30579, 2003)
Ah, das ist nett! Hat er es geschafft, unser Heiliger – in der Nähe einer Brücke, wo es früher einmal eine Furt gegeben hat! Sollte ihn jemand noch nicht kennen – er ist ja nicht protzig oder aufdringlich – dann spaziere man einfach von der Pembaurbrücke Richtung Reichenauerstraße. Dort wartet er darauf, entdeckt zu werden.