Unverändert und doch ein bisschen anders
Nix, was für ein Rätsel taugen würde. Das zentrale Gebäude hat sich bis heute nicht sonderlich geändert. Den Lift sieht man von hier nicht. Auch nicht das neue Entrée. Linker Hand befindet sich ein großer Supermarktparkplatz mit strengen Parksheriffs, die hier laufend auf der Jagd sind. Aus der Vogelperspektive würde man zwei große Supermärkte quasi Wand an Wand sehen. Mit einer feschen Grüninsel dazwischen. Was war denn hier früher eigentlich? Den heutigen Parkplatz könnte es schon als Freifläche gegeben haben.
In dem Gebäude befinden sich mehrere Dienststellen der Landesverwaltung. Die Kulturabteilung beispielsweise. Aber auch eine andere uns befreundete Landeseinrichtung.
Kurios ist die recht hoch installierte Straßenlaterne. Keine Ahnung, wie viel Licht da am Boden wirklich ankommt.
Rechter Hand sehen wir – eben nicht – eine der größten potenziellen Grünflächen der Stadt, die absurderweise als Parkplatz genutzt wird.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-7381)
Unverkennbar Michael-Gaismair-Straße von der Leopoldstraße Richtung Westen
Zumindest ist der viel gescholtene TIWAG Parkplatz keine Versiegelte Fläche
Hier war in den 50-er JJahren auch bereits ein Lagerplatz einer Holz- und Kohlenhandlung.
Ich erinnere mich an eine „Furggl“ (einen zweiädrigen Handkarren), welche von 2 Personen hierhergeschoben wurde. Meine Mama flüsterte mir leise und sehr ehrfurchtsvolll zu: „Der alte Herr, das ist der Herr Professor Dr D. von der Leopoldstraße 9 – und sie ist seine Tochter, die Klara. Ihr erster Mann ist im Krieg gefallen, 2 Kindelen hat sie von ihm gehabt. Aber sie hat nochmals geheiratet – der ist allerdings viel älter – und jetzt hat sie noch zwei Kinder…“
Es hat mich sehr beeindruckt! Ein Professor, der sich nicht zu gut dafür war, den Handkarren selbst, gemeinsam mit seiner Tochter, zur Holz- und Kohlenhandlung zu schieben….
Aber die beiden kleinen Grünanlagen, bei der ehemaligen „Gebärklinik“, dem nachmaligen Bezirksgericht und jetzigen Landesrchiv, an die kann ich mich nicht erinnern.
Hingegen darf ich in Erinnerung rufen, daß der „Steidl-Garten“ einst für einen Neubau der Post- und Telegraphendirektion ausersehen war. Die „Hauptpost“ platzte wegen der „Technik“ (Telegraphenbau- und Fernmeldebetriebs- etc.) bereits aus allen Nähten. Vorläufiges Ausweichquartier war das Cafe Paul, Ecke aximilian – Andreas Hofer Straße. Und dann wurde eh in der A – Hofer – Str. gebaut und.. und … und.. bis alles zusammenfiel wie ein Kartenhaus.
Was sich alles in 87 Jahren, 8 Monaten und 14 Tagen alles an Erinnerungen ansammelt…