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Ich sag es Ihnen ganz ehrlich: Ich habe keine Ahnung welches Haus das ist und wo es genau steht. Persönlich würde ich auf Pradl oder Reichenau tippen – oder doch Saggen? Die Ansichtskarte wurde handschriftlich mit 1923 datiert, weshalb die Ansicht aus den Jahren davor stammen wird.

Können Sie uns bei der Identifikation helfen?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-36822)

Dieser Beitrag hat 26 Kommentare
  1. Das Haus ist in seinen Umrissen durchaus vergleichbar, die seit 100 Jahren erfolgten möglichen Umbauten eingerechnet.

    Meiner Ansicht nach passen aber die Berge nicht dazu. Auf der Archivaufnahme sieht man die Bergspitzen westlih des Brandjochs, Hohe Warte und Kleiner Solstein, recht deutlich aufragen. In der Reichenau sind sie so gut wie verdeckt (was auch für den Saggen zutrifft).

    Umgekehrt passt die Nordkette zu einem Standort weiter westlich, wobei man aufpassen muß, daß die Frau Hitt noch stimmt. Vielleicht westseitige Helblingstraße? Ich habe aber noch Bedenken wegen der Gartenmauer, die schon vor 100 Jahren recht alt ausgeschaut hat und das Haus mitdatiert. Und nicht zu vergessen sie Silhouette des niedrigen Gebäudes parallel zur Straße im Hintergrund, winw bauliche Kombination, die man vielleicht noch immer (oder 1940) findet. Nach dem Kaffee gehts weiter..

      1. Aber nur zum Beispiel. Dort stimmt einmal die Bergkulisse und ein paar ältere Einzelhäuser gäbe es – leider ohne überzeugende Ähnlichkeit – auch. Es sollte ja nicht sooo schwer sein wie es erscheint. Wenn man Baumwuchs und die ramponierte Mauer berücksichtigt, 120 Jahre mindestens alt, dazu in einem nicht allzu breiten Streifen Richtung Brandjoch gelegen, Wobei man noch bemerken wird, daß viele der ad-hoc-Häuseln z.B. im Umkreis Wetterherrenweg, oder Höttinger Au keinen Gehsteig hatten, die am Bergisel, wo ohnehin nur bei zweien die Orientierung stimmen kann, haben bis heute kein Trottoir. Auch wenn der Baustil für dort (und Vill/Igls) typisch wäre, wie Frau Stolz richtig bemerkt hat. Igls glaub ich wegen der Entfernung zur Nordkette eher weniger, siehe auch das Foto im neuen Viller Beitrag.

        Es bleibt vergnüglich.

  2. Kaffee wäre getrunken und ich säße jetzt an einer anständigen Tastatur, die nicht s mit und w mit e vertippen läßt.

    Letztendlich läufts darauf hinaus, einen Altbestand von Villen/Einzelhäuschen zu finden, der rechts und links der Linie Helblingstraße/Bergisel – Bachlechnerstraße liegt. Das Sonnenstraßenviertel hat schon den Achselkopf vor der Nase, die Nordkette ist aber nicht all zu weit weg. Jedenfalls befinden wir uns an einer Straße mit einem Gehsteig, was vor 100 Jahren auch nicht überall der Fall war. Und nach dem Schatten zu schließen waren gegenüberliegend auch nur niedrige Gebäude. Vom Blitzableiter oder der Wetterfahne des Hauses gegenüber sieht man den Schatten.

    Griff zum Strohhalm: Hat jemand so gute Augen oder Kombinationsfähigkeit, dass er/sie die Aufschrift auf der Tafel links des Balkons lesen kann?

    1. An dieser Tafel habe ich mir gestern schon die Zähne ausgebissen, Herr Hirsch. Keine Chance. Je länger ich draufstarrte, umso mehr unterschiedliche Buchstaben habe ich gesehen. Manchmal habe hier beim Entziffern von Schriften die Erfahrung gemacht, dass die erste Vermutung, ohne lange zu überlegen, dann auch tatsächlich stimmte. Gestern schien es mir beim allerersten Blick, ich würde „erei“ als die letzten Buchstaben sehen, was mich zunächst an eine Bäckerei denken ließ. Aber sofort wieder verworfen, weil das Haus eindeutig nach Wohnhaus aussieht, auch wenn früher in solchen ebenerdig oftmals ein Laden untergebracht war. Dann fiel mir noch Imkerei ein, wäre bei den Obstbäumen auch nicht ganz von der Hand zu weisen und ein Verkauf auch ohne eigenen Laden möglich. Nach der letzten Variante, da sah ich plötzlich die Großbuchstaben „FXI“, habe ich aufgegeben, weil einfach alles nur Spekulation 🙁
      Der Baustil (Balkon mit Säulen zum Dach und verzierter Giebel) erinnert mich ein bisschen an Häuser in Igls oder auf dem Bergisel.

  3. Nachdem anscheinend noch immer keine befriedigende Lösung gefunden worden ist, habe ich mich auch einmal über das Rätsel gewagt.
    Ich habe ausgehend von der Topografie auf dem Foto in tiris eine Linie durch die zweite Bergspitze westlich des Brandjochs und den „Waldspitz“ links unter dem Brandjochkreuz gezogen, die auf dem Rätselbild in meinen Augen ziemlich genau untereinander zu liegen kommen. Die Verlängerung dieser Linie führt im Inntal etwa durch die „Mobilfunk-Hütte“ südwestlich des Höttinger Schießstands, den botanischen Garten, nahe der Unibrücke über den Inn sowie nach der dichteren Bebauung durch die Glockengießerei Graßmair, den Frauenanger zur Helblingstraße jenseits der Sill.
    Das Haus im Vordergrund des Fotos muss etwa West-Ost ausgerichtet sein, also die Straße Nord-Süd verlaufen. Der Kamin sitzt ziemlich genau auf dem Dachfirst, etwa ein Drittel von Westen und zwei Drittel von Osten. Der First des folgenden, etwa ein Stockwerk höheren Hauses hat die gleiche Ausrichtung und ebenfalls einen Kamin am First. Dann habe ich auf dem 1940er Luftbild einen Korridor entlang der Linie auf der Suche nach passenden Dachformen durchgescannt.
    Für mich sind nur die zwei südlichsten Gebäude auf der Westseite der Helblingstraße in Frage gekommen. Das hintere Haus wäre demnach die Nummer 4. Die Hausnummer 2 fehlt bereits auf dem Luftbild aus den 1970er Jahren und musste offensichtlich der Verlegung der Igler im Zuge des Baus der Brennerautobahn weichen. Die Lage des Kamins und die Gebäudebreite vom 8 m würden sehr gut mit dem Rätselbild übereinstimmen. Heute ist dort ein Kleingarten. Ich bilde mir auch ein, auf dem 1940er Luftbild ein Gebäude zu erkennen, welches das niedere Nebengebäude mit Zeltdach auf dem Foto sein könnte.
    Ich stelle diese Vermutung, die sich ja auch mit Überlegungen von Herrn Hirsch deckt, zur Diskussion.

  4. Mein Tipp: südliches Ende der Helblingstraße. Eines jener Häuser, die dem Bau der Südtangente zum Opfer gefallen sind.

    1. Das Foto ist übrigens kein Pflanz. Ich hab mich erst jetzt dran erinnert ich habe eigentlich darauf den Beweis zu sehen gehofft.

      1. Lieber Herr Roilo, wir wissen ja, wie schnell ein Kommentar ungesehen untertauchen kann. Iin dieser Frage bin ich mir mit der Antwort sicherer als mit der nach der Position des „…erei“-Hauses. (@ Frau Stolz: Schneiderei und Sattlerei wären auch noch Betriebe mit home office Charakter.)

        Siehe: https://postimg.cc/6T95cFBb

        An der Seitenwand kann man eine Fensteröffnung erkennen, die die gebotene sakrale Abrundung aufweist oder andeutet, und eine ältere online-Karte zeigt genau an dieser Stelle das entsprechende Symbol.

        1. Danke, Herr Hirsch, dass Sie sich diese Arbeit angetan haben. Jetzt können wir nur hoffen, dass das Stadtarchiv auf diesen Zug aufspringt und uns noch etwas über diese Mariahilfkapelle erzählt!

  5. Bekanntlich(?) beanspruchen wir Amraser die ganze Wiesengasse bis zur Sill. Entsprechend sind im Hye-Amras-Buch auch die Kapellen in diesem Bereich aufgelistet.

    Die von Herrn Roilo (resp. HH Huber) angesprochene „Sillhof-Tollinger- oder Mariahilfkapelle“ wird dort als „Sillhofkapelle“ bezeichnet, an der Südostecke der Kreuzung Wiesengasse-Helblingstraße gelegen. Auf dem wunderbaren Foto von Herrn Hirsch ist sie m.E. ganz klar erkennbar. Sie war 1962 im Weg und wurde – dem Zeitgeist entsprechend – einfach abgerissen …

    In weiterer Folge standen auf dem „Kirchweg“ (Wiesengasse) Richtung Amras am Wetterherrnweg die „Fieberkapelle“ (heute Kreuzung Joh.Strauß-Str) und an der Kreuzung Amraserstraße die Stapfkapelle (frühere 3er-Endstation). Am Paschbergweg stand auch noch eine „Anderle-Kapelle“, welche 1966 leider der Autobahn „im Weg“ war.

    Welche Kapellen westlich der Sill standen, geht aus dem Amras-Buch nicht hervor …

    1. Grüß Gott, Herr Engelbrecht! Durch den heutigen Kommentar von Herrn Tobias Rettenbacher in diesem Beitrag (siehe weiter unten) bin ich erst draufgekommen, dass Sie sich schon am 21. Juli meiner angenommen und mir einen Hinweis auf die Sillhofkapelle in der Wiesengasse gegeben haben. Danke.
      Der Anspruch der Amraser auf die ganze Wiesengasse ist allerdings nur ein Wunschdenken, bekanntlich beginnt ja beim Wetterherrenweg schon Pradl!
      Leider wären die letzten Kommentare im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/eins-am/ besser aufgehoben. Da Herr Rettenbacher ja immer alles genau durchliest, könnte er eventuell seinen Kollegen Herrn Bürgschwentner dazu ermuntern, dass dieser dasselbe auch bei seinen Beiträgen macht. https://innsbruck-erinnert.at/eins-am/ harrt immer noch einer Lösung!

  6. Des Rätsels Lösung liefert vielleicht doch ein anderes Luftbild aus meiner Sammlung, welches die Umgebung der Wiltener Kirche zeigt.

    https://postimg.cc/GHXdBZH8

    Das große Haus mit dem Walmdach im Hintergrund ist der Riese Haymon, die massive Grundstücksmauer ist da, und man sieht sogar den schattengebenden Pfosten, den ich als Blitzableiter mißdeutet habe.

    Die beiden niederen Häuser sind auf keiner historischen Karte zu sehen, und zum Zeitpunkt des Goldstandards „Luftbild 1940“ steht an ihrer Stelle schon der Gartensaal des Gasthauses.

    Bleibt noch, in den Adressbüchern die „…erei“ zu finden.

      1. Inzwischen sind unsere Kommentare unter den Ereignishorizont gerutscht, ohne dass Herr Rettenbacher je erfahren wird, dass sein Anliegen in Erfüllung gegangen ist. So wirds der MH Kapelle auch gehen, die Anfrage ist wiedereinmal ungelesen durchgerauscht.

        Ich hab gestern einige Zeit verbracht mit Suchen und Finden, nicht um gelobt zu werden, sondern weil ich die Plage der Ungewißheit beenden wollte. Wurscht. Naja, jetzt steht der Beitrag kurzfristig wieder oben am Stack.

        1. Ich bin sicher, Herr Rettenbacher wird die Lösung erfahren. Seine Rückmeldungen kommen eigentlich immer recht zeitnah. Vielleicht hat er ja gerade Urlaub und genießt irgendwo 45 Grad im Schatten.

          Auch wenn Sie nicht auf ein Lob aus sind, Herr Hirsch, darf’s vielleicht ein Kompliment sein? Wirklich Hut ab vor Ihrer Mühe, Ihrer Ausdauer und Ihren anschaulichen Erläuterungen! Die Sache mit der „Plage der Ungewissheit“ kann ich gut nachvollziehen. Manch harte Nuss kriegt man einfach nicht aus dem Kopf, und immer spannend bleibt die Frage, ob sie wohl von einem/r der Teilnehmer*innen geknackt wird.

          So ging es mir mit dem Schild auf diesem Haus. Nachdem Sie die Haymongasse als Standort herausgefunden hatten, sollte es mit Hilfe der Adressbücher nicht mehr allzu schwierig sein, dachte ich. Falsch gedacht. Schwierig und zeitaufwändig. Auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die Haymongasse früher Kirchgasse hieß, war kein entsprechender Hinweis zu finden, weder mithilfe der Karten noch des Hausbesitzerverzeichnisses. Man könnte meinen, das Haus hätte es nie gegeben bzw. nur für einen sehr kurzen Zeitraum. Die (etwas eigenartige) Nummerierung der Haymongasse hat das Ganze auch nicht gerade erleichtert.

          Etwas habe ich immerhin erfahren: Die Haymongasse ging wohl früher bis über den Stubaital-Bahnhof hinaus in Richtung Bergisel, zumindest teilten sich dort ein paar Häuser die Anschriften Haymongasse und Pater-Reinisch-Weg. Google Street View wies im März 2021 diese Strecke auch kombiniert aus, als Pater-Reinisch-Weg und Pastorstraße. Aber das ist eine andere Geschichte …

          1. Vorallem war ich mir zum Schluß durch geometrische Vergleiche der Berge absolut sicher, dass der Ort in unmittelbarer Nähe der Wiltener Kirche sein muß. Es mußte einfach auf diesem anfänglich vergessenen Foto zu sehen sein.

            Ich tippe auf das Haus Nr. 4, Filomena Margreiter, Wwe., der Haymon hat Nr. 2 und dazwischen ist nur der Schuppen. Nr. 6 gehörte schon den Chorherrn und war das Pfarrheim.

            Inzwischen wühl ich mich bereits durch Anno Ausgaben auf der Suche nach Margeiters. Das Problem ist nämlich, daß das Dorf in der Zeit vor der Eingemeindung Wiltens die Adressen wohl nur auf in Kurrentschrift beschriebenen Karteizetteln a jour gehabt haben wird und wir garnicht nach der Kirchgasse suchen müssen. So tappen wir bezüglich Baudatum im Dunkeln. Ich vermute aber wie Sie, daß das Haus keinen allzu langen Bestand gehabt haben wird. Das Christliche Vereins- und Jugendheim, welches an der selben Adresse Haymongasse 4 von 1935 bis 1939 bestand, wird sich wohl nicht in dieses Zwergenhaus gepfercht haben?

            Nichteinmal die Sterbedaten der Margreiters sind erreichbar, da diese als Wiltener sicher auf ihrem Dorffriedhof bestattet worden sind, welcher bis heute kein städtischer Friedhof ist und daher in das digitale Grabesregister nicht einbezogen ist. Jetzt dilettiere ich im Metier von Herrn Auer, indem ich mittels Anno noch etwas herausfinde. Wobei ich mir erhoffe, den Beruf des Herrn Margreiter zu erfahren, vielleicht kann man dann das Schild mittels Analogieschluß entziffern.

            Jetzt wo ich weiß, wo ich hinschauen muß, habe ich das Häuschen noch auf allen möglichen Photographien und Ansichtskarten („Innsbruck von der Brennerstraße“) entdeckt. Die neueste von ihnen zeigt gleichzeitig schon das Stadtwerkehochhaus.

            Es ist anzunehmen, daß Frau Wwe Margreiter Filomena im Jahr des letzten Adressbucheintrags 1909 verstorben ist. Vielleicht ist daraufhin das Haus leer gestanden. Da zwischen 1909 und 1935 kein Besitzer aufscheint, war womöglich auch der Nachlaß unklar.

            Abgesehen von allem ist es ja ulkig, dass wir das Rätsel nur der absoluten Unterbelichtung der Aufnahme zu verdanken haben. Sonst hätte man gleich gewußt: Aha, beim Haymon, das ist kein Rätsel.

        2. Lieber Herr Hirsch, die Kommentare sind bei mir sehr wohl angekommen, jedoch hat Frau Stolz dieses Rätsel gelüftet: der Urlaub war schuld 🙂
          Ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen und auch allen anderen fleißigen DetektivInnen bei der zähen Suche nach diesem Haus. Ich werde den erbrachten Tatbestand in unserer Datenbank hinterlegen, sodass zukünftige Generationen auf Ihr Wissen zugreifen können!

  7. Filomena Margreiter hatte mindestens 2 Söhne namens Hans und Alois. Der Sohn Alois Margreiter starb bereits 1898, der Sohn Hans ist 1930 im Saggen aus einer Straßenbahn gestürzt und verunglückt. Die Innsbrucker Nachrichten vom 11. November 1930 berichten über diesen tragischen Unfall:

    „Tödlicher Sturz aus einem Straßenbahnwagen. Am
    Sonntag, um 9 Uhr abends, ist Ecke Adolf-Pichler-Straße
    —Falkstraße ein Mann aus einem fahrenden Straßen­-
    bahnwagen herausgefallen und, am Hinterkopf stark
    blutend, bewußtlos auf der Straße liegen geblieben. Die
    Rettungsgesellschaft überführte den Verletzten ins Kran-
    kenhaus, wo er seiner erlittenen schweren Verletzung er-
    legen ist. Der Verunglückte war der Sohn der ehemaligen
    Besitzer des Gasthauses „Zum Riesen Haymon“ in Wilten namens
    Hans Margreiter. Er hat den Weltkrieg als Train-
    offizier mitgemacht und ist im Verlaufe desselben bis zum
    Rittmeister avanciert. Margreiter war in den letzten
    Jahren bei der „Tiwag“ als Beamter tatig und in letzter
    Zeit als kaufmännischer Angsstellter bei der Firma Schif-
    feregger und Ischia und war in Innsbruck eine gut be-
    kannte Personlichkeit.“

  8. Ein Hinweis in den Innsbrucker Nachrichten vom 1. 4. 1927 könnte im Zusammenhang mit dem Haus noch Aufklärung bringen. Hier heißt es auf Seite 6 unter der Überschrift „Anträge der Bausektion“ u. a.: Für das in der Haymongasse aufgestellte kleine Holzwohnhaus des Architekten Adalbert Fritz wurde die Verlängerung des Provisoriums auf weitere 5 Jahre bewilligt.
    Nun in Kenntnis des Besitzernamens (vorausgesetzt das in den IN erwähnte kleine Holzwohnhaus ist ident mit dem Titelbild) ergibt eine nochmalige Recherche in den Adressbüchern folgendes: In den Jahren 1921 bis 1931 wird Architekt Adalbert Fritz als Besitzer des Hauses Haymongasse 4 bzw. 4 a geführt. Haus Nr. 4 war und ist bis heute zwar die Adresse vom Gasthaus Riese Haymon, vielleicht hat man aber, weil Provisorium, zunächst keine eigene Hausnummer vergeben, um nicht im Falle einer Nicht-Genehmigung die Adressen nachträglich nicht wieder ändern zu müssen. Über eine weitere Verlängerung bzw. Nicht-Verlängerung des Provisoriums konnte ich noch nichts finden, aber ganz im Sinne der „Plage der Ungewissheit“ bleibe ich dran 😉

  9. Also fasse ich für mich privat zusammen: Meine Durchnummerierung 2 für den Haymon, 6 für das Pfarrhaus und notgedrungen 4 fürs kleine Haus war falsch, weil ich die Haymongasse beim Haymon beginnen ließ, nur das Pfarrheim stimmt. Die Nr. 2 zählte ich zum Roten Gassl.

    Der große Bau des Gasthauses hatte genug Platz für das Christliche Heim, welches nirgends hinpaßte. Die Adresse 4a (von der Rückseite ist der Haymon ja ein Doppelhaus) erbte es vom mittlerweile abgerissenen Postkartenhaus. Wenn! dieses jemals eine Adresse hatte. Vielleicht suchen wir in die falsche Richtung und es gehörte bauordnungsbefreit der Kirche. Die gewerblich aussehende Tafel spricht dagegen. Oder es war – meine Lieblingsvariante – der Wiltener Zugang zu Hogwarts Haymongasse 4 3/4.

    Der später dort stehende langgestreckte Lagerschuppen, wie ich ihn in Erinnerung habe, paßt andererseits zu einem Baumeister besser und war für Herrn Fritz letztlich nützlicher als das von der Bausubstanz womöglich baufällige Häuschen.

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