Arbeiten am Gschnitzbach
Unwetter mit großen Regenmengen verursachten ab dem 23. September 1927 große Überschwemmungen und Murenabgänge in weiten Teilen Tirols. Unter anderem trat der Gschnitzbach im Gschnitztal über die Ufer und richtete große Schäden an. Der Allgemeine Tiroler Anzeiger berichtete über die Naturkatastrophe am 26. September 1927 unter anderem Folgendes: „Der Gschnitzerbach ist während des Samstags und Sonntags derart gestiegen, daß das äußerste zu befürchten war. Die Wasser traten überall aus den Ufern, links und rechts des Baches wurden die Fluren verwüstet und vermurt. Sämtliche Brücken von Steinach bis Gschnitz sind durch die tobenden Fluten weggerissen worden. […] Zu Gschnitz ist das Wasser in die Kirche eingedrungen. Zwei Wohnhäuser waren derart gefährdet, daß sie schleunigst geräumt werden mußten. Die letzten Häuser der Ortschaft wurden durch das Wasser und die weggeschwemmte Brücke vollständig vom Verkehr mit der Gemeinde abgeschnitten.“
Das Titelbild zeigt eine Glasplattenfotografie aus der Sammlung Walter Kreutz. Die Aufschrift am Original-Umschlag lautet „Juli 1927. Gschnitz Wasserbach Regulierungsarbeiten„.
(Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-3919)