Ist das in Innsbruck?
Diese Zeichnung wurde vor einiger Zeit im Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck abgegeben. Der Künstler hat das Blatt mit Pfeifhofer und 1979 signiert und datiert, jedoch fehlt ein Titel oder ein Ortsname.
Die Pastellkreidezeichnung zeigt einen landwirtschaftlichen Gebäudekomplex mit Stallungen und Scheunen, die durch einen breiten Weg voneinander getrennt sind. Konkrete Anknüpfungspunkte sind jedoch nicht ersichtlich, deshalb stellt sich die Frage, ob das Motiv überhaupt aus Innsbruck stammt. Auch über den Künstler wissen wir außer dem Nachnamen leider nichts. Vorname, Lebensdaten, Wohnort sind uns nicht bekannt. Können Sie vielleicht weiterhelfen?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)
Kürzlich war i auf einer Vernischas, da hams auch alles solche Bildlen ghabt !
Da sich Herr Roilo bis jetzt noch nicht gemeldet hat, kann es unmöglich eine alte Ansicht der Schmuckgasse in Pradl sein – und das rechts auch nicht der Soaler-Stadl.
Wahrscheinlich eh nur eine phantastische Traumlandschaft aus grauer Vorzeit.
Diesen Schluß – Herr Roilo weiß es nicht, also Pradl abhaken – hab ich auch schon gezogen. Auch die Igls- und Höttingexperten schweigen. Ohne Berge im Hintergrund ist man schnell einmal „derschossen“, das etwas dunklere Gewölk rechts ist kein echter Hinweis.
Meine ersten Schnapsideen waren übrigens Angerzellgasse zwischen Treibhaus und Museum, oder Neumayr mit Ur-Innerkoflerstraße.
Aber ich halte das Bild ohnehin für nach der Natur gezeichnet. Jedenfalls hat das als Bogen gestaltete Tor eine relativ moderne an einer Schiene aufgehängte Schiebetür. Die kümmerliche Laterne am Eck hingegen halte ich für nostalgische Ausschmückung.
Amras? Arzl? Horec na Prsztnitschka?
Oder eine Themenmalerei „Verträumtes Gäßchen“ ohne Ortsbezug. Dann stört aber das Schiebetor.
Vielleicht handelt es sich bei dem grauen „Pfosten“, der sich im VG links des vorgebauten Hüttelwerks befindet, um einen aufgestellten Mühlstein? Dann wäre in dem Pfeifhofer’schen Gebäudekomplex womöglich einst eine Mühle untergebracht gewesen.
Am Ende am bis zum Abwinken zitierten Ramsbach 🙂 . Könnte dann auch eine Säge gewesen sein, mit dem langgestreckten Anbau, wo das Sägegatter Bretter schnitt.
Es gibt die Schnitz- und Malerwerkstatt Pfeifhofer in Sexten. Vielleicht stammt das Bild aus dieser Familie.