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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Dschungelcamp Analog

Dschungelcamp analog

An mehreren Stellen wurde in unserem Blog schon der Grauen Katz gehuldigt, die ein originelles altes Innsbrucker Gasthaus war und dann doch in der kollektiven Erinnerung völlig von der Burgtaverne verdrängt wurde.
Noch schwieriger aus dem Langzeitgedächtnis der Stadt hervorzukramen ist selbst für Menschen wie unsere Zeitzeugin, die diese Bilder in der Mitte der 1990er erstellt hat, der Name eines dazwischen hier betriebenen Gasthauses, das sein Alleinstellungsmerkmal durch große Ficus-Einbauten (vermtlich aus Plastik oder Dekostoff) zu erreichen suchte.

Bitte alle Dreiheiliger, Ex-Dreiheiliger und Universitätsstraßenbewohner:innen um höchste Konzentration, ob wir diesen in Vergessenheit geratenen Namen noch herbekommen. Die Adresse war Universitätsstraße 28, im Jahr 1997 kommt im Amtsblatt einmal eine Schnegg Gastronomie- und Verwaltungs-GesmbH an dieser Stelle vor.


Dieser Beitrag hat 7 Kommentare
  1. Es ist wirklich schwer, sich an einen Namen zu erinnern, wenn’s ihn gar nicht gegeben hat. Im Telefonbuch 1999/2000 steht nämlich immer noch Burgtaverne. Telefon 57 94 14, falls wer einen Tisch reservieren oder einen Dekorbaum kaufen möchte.

    Das Fuzzi war glaub ich das ehemalige Lotus House, einer der ersten Chinesen in Innsbruck, jedenfalls auf der anderen Straßenseite.

  2. Trivia: der Name war eine Hommage an den Song „Boing Boom Tschak“ von Kraftwerk, der mehr oder weniger den Weg für Techno in den Mainstream ebnete, auch wenn es die typisch minimalistischen elektronischen Technobeats schon seit Jahren gab und diese nicht nur in Berlin, sondern auch in Innsbruck schon 1990 sowohl gehört als auch produziert wurden. Das weiß ich vor allem deshalb, weil ich selber zu diesen Leuten gehörte und zwischen 1990 und ca. 1995 hobbymäßig ein bisschen elektronische Musik gemacht habe. Die ab Anfang der 1980er aufgekommenen Heimcomputer und preisgünstige Synthesizer ermöglichten den niederschwelligen Zugang zur Musikproduktion auch für junge Leute mit wenig Geld und die Trackersoftware, mit der die Musik komponiert wurde, verlangte keinerlei musikalische Vorkenntnisse wie Notenlesen. Man musste die Tracks allerdings noch durchaus mühsam selbst schreiben und sequenzieren, Samples selber aufnehmen und brauchte schon zumindest ein bisschen musikalisches Gehör und perkussives Gespür, im Gegensatz zu KI-Musiktools wie Suna, für die man wirklich gar nix können muss außer ein bisschen Melodien vorträllern und prompten.

    1. „Boing Boom Tschak“ Sie hören den Song „Obelix durchreitet die römische Legion“.

      Danke für die ergänzende Trivia. War Kraftwerk jemals in Innsbruck? Zu lange her.

      1. und die Autokorrektur hat die ganze Blödelei verdummt. Durchschreitet sollte es heißen, das Pferd, auf dem Obelix reiten kann, muß erst einmal gezüchtet werden.

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