Die Höttinger Brekzie – Der Travertin Innsbrucks_Weltentfaltung 05
Was der Travertin für Rom ist, ist die Höttinger Brekzie für Innsbruck. Beide Gesteinsarten sind kennzeichnend für die Architektur der jeweiligen Stadt. In Rom sind es Bauten wie das Kolosseum, der Petersdom oder der Trevi-Brunnen, in Innsbruck die Triumphpforte, der Jakobsdom oder die Viaduktbögen.
Wie der Name schon sagt, lässt sich die Höttinger Brekzie in Hötting finden. Dort wurde sie in fünf Steinbrüchen abgebaut. Ab dem 13. Jahrhundert ist der Abbau urkundlich erwähnt. Der Erfolg der Höttinger Brekzie hielt bis ins 19. Jahrhundert an.
Welche Bauten lassen sich in der Stadt noch finden, die aus Innsbrucks „Heimatgestein“ gebaut oder dekoriert wurden?
Einen Ort verrate ich Ihnen gerne: Ein schönes Stück Höttinger Brekzie lässt sich im Stadtmuseum Innsbruck finden. Dort findet die Ausstellung „Weltentfaltung. Zeichnungen des Tiroler Barock“ noch bis zum 26. Oktober statt.
https://presse.innsbruck.gv.at/news-barocke-zeichnungen-aus-tirol?id=246649&menueid=34351&l=deutsch
Vermutlich ließen sich die barocken Künstler in Tirol von diesem lokalen Baumaterial inspirieren. Die Höttinger Brekzie ist ein Sedimentgestein, das sich durch unzählige Aushöhlungen auszeichnet. Viele Bruchstücke werden von einer Grundmasse zusammengehalten. Es entstehen unzählige Muster, Formen, Spiralen und Faltungen. Das Denken in Falten ist typisch für den Barock – ein Stilelement, das sich in allen Zeichnungen der Ausstellung wiederfinden lässt.
Am 10. Oktober2026 findet eine geokulturelle Wanderung zur Höttinger Brekzie im Bereich der Hungerburg statt.
Treffpunkt: Parkplatz Nordkettenbahn
Anmeldung: Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Telefon +43 512 5360 1400
Aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck Martina Pomaro
(Foto. privat)