Auf dem Titelfoto ist die bekannte Lehrerin Elfrieda Rungg geb. Lechleitner fotografisch verewigt, welche über den Schriftsteller und Heimatforscher Prof. Dr. Hermann Holzmann ihre Dissertation geschrieben hat. Sie wurde am 10. September 1903 geboren und starb am 6. März 2004 im 102. Lebensjahr. Ihr Grab befindet sich am Westfriedhof.
Das gleiche Foto sieht man auch in diesem Beitrag:
Hallo Hanna,
das ist das Marienbild beim Bucher Johann, vulgo Kassl Hansi in der Dorfgasse. Das Bauernhaus ist mit dem Marienbild ca. im Jahre 1983 abgebrand wurde danach wieder aufgebaut und das Bild wieder an der Hausfassade angebracht. Näheres und Fotos vom Brand beim Kassl kann Dir sicher Lercher Christian (FF Hötting, Pension Heis) zur Verfügung stellen.
NICHTS in meiner Jugend hat so viele Erinnerungen hinterlassen wie das Akademische Gymnasium ab 1964. Der Hofrat Auer („Freund, geh zum Friseur !“), all die ehrwürdigen Professoren wie Gerber (Mathés – ein wunderbarer Mensch), Hohlbrugger (Latein – „Hast wieder nicht studiert, Bursche! Jeder will studieren und keiner will studieren.“ Wobei er st wirklich als s-t und nicht tirolerisch als sch-t ausgesprochen hat), Murr (Griechisch – rief immer triumphierend die Namen der von ihm Auserkorenen zur Prüfung), Schrom (der mich mit seiner außerordentlichen Gabe als Pädagoge für´s Leben geprägt hat), Klell (ein echter Künstler), Gerhold („Krautwachter ! Stehplatz bis Weihnachten !“) usw. usw., also darüber könnte ich echt auch einen ganzen Wälzer schreiben. Alles in allem hat mir diese Schule unschätzbare Werte für´s Leben mitgegeben, obwohl ich Rolling Stones Fan war (und immer noch bin).
Dann die „Erholungsmärsche“ im Hof in der großen Pause – alle geordnet schön im Kreis und immer in Bewegung – und eng damit verbunden natürlich auch die Zeit in der MK mit dem legendären Pater Kripp.
Vor einigen Jahren war Tag der offenen Tür im Gymnasium. Ich ging rein und stellte mich im 1. Halbstock, unter dem Kreuz auf genau den Platz, wo der Hofrat Auer immer mit seinem Bambusstöckchen gestanden ist und die Haare der Schüler kontrolliert hat (1 cm über den Ohren war so ziemlich die tolerierte Obergrenze – also nix Beatles oder Stones !). Dann sagte ich ganz laut: „Freund, geh zum Friseur !“ Zum Glück war niemand in der Nähe. Die hätten wohl gedacht „Na der hat oan schianen Schuß“ .
Vielleicht schreib i meine zahlreichen Erinnerungen doch noch einmal auf, Zeit genug hätt ich jetzt ja.
Kann mich noch gut erinnern, welche Hysterie der Film „Helga – vom Werden des menschlichen Lebens“ (lief als „Aufklärungsfilm“ im Kammerkino, wurde aber im Volk als Sexfilm gehandelt, weil – wie man mir erzählte – „da sigsch du Aufnahmen, de du no nia gsegn hasch“) 1967/68 entfacht hat. Eine riiieeesige Menschentraube stand vor dem Kinoeingang, als ich vorbeiging. Als ca. 14jähriger hatte ich natürlich keine Chance da reinzukommen. Ich glaube, die Vorstellungen waren auf Dauer der Laufzeit ausverkauft. Viele Jahre später kam ich irgendwie in den Genuss des Films und konnte nur lachen und den Kopf schütteln über die damalige Aufregung.
Demgegenüber bin ich im Koreth Kino einmal „geflogen“. Der Film hieß „Old Surehand“ mit Stewart Granger und Pierre Brice als Winnetou. Der war ab 16 (!!!!!) und am Kinoeingang stand ein Polizist (!!!!!), der mich prompt nicht reinließ, weil ich wohl zu jung aussah (ich glaube, ich war damals auch noch nicht ganz 16). Die 6 oder 7 Schilling für die Eintrittskarte habe ich auch nicht wiederbekommen, Punkt, aus, friß oder stirb und geh nach Hause.
Überhaupt war es damals üblich, daß während mancher Vorstellungen das Licht anging und ein Polizist mit Argusaugen die Reihen abschritt, und so manchen Jungspund herausholte und des Saales verwies.
Dann gab´s da ja noch das Triumphkino (Nackenstarre in der 1. Reihe inklusive), Zentralkino, Forumkino, Laurinkino (der Direktor Kinigadner – eine wundervolle Seele von einem Menschen, ich denke heute noch oft an ihn) und eben besagtes Korethkino und…und…und…Erinnerungen…
Löwenkino kenn ich vom Hören, hab ich aber selber nicht mehr erlebt.
Nonstop-ja selbstverständlich, waren ja die Sonntagsausflüge bei Schlechtwetter. Nach einem BESONDEREN Festtagsmahl (heißt Hendl oder Schnitzel) spazierten wir (Papa, Mutti und Kind=ich) ins Nonstop (3 Wochenschauen, 1 Dokumentarfilm und speziell für mich Zeichentrickfilme). Danach gabs noch irgendwo Kracherl/Schabeso und Kuchen und dann Spaziergang nach Hause in die Türingstrasse.
Bei Schönwetter: Spaziergang ab Türingstrasse durch die Sillschlucht auf die Sonnalm und retour. Tja, so war das damals.
Salzburg/München wird es leider nicht werden. Eher Passau via Rosenheim, wenn der Schnee von der Kettenbrücke direkt in den Inn entsorgt wird.
Das Kennzeichen am Unimog schaut schon sehr gefälscht aus, speziell durch den Punkt nach dem „S“.
Ich weiß nicht, wie es anderen Teilnehmern geht, aber für mich ist dieses Bild mit den aufgereihten Schweinen eine noch größere Überraschung als manches der hier oft präsentierten städtebaulichen Gustostücke. Ein absolut verschwundenes Bild. Dabei geht es mir um Himmelswillen nicht um tierschützerische Pflichtempörung, Fleischkonsum Pflichtempörung oder ähnliches, mich plagt die Frage. Was tut man mit dieser Menge? Auch wenn am Foto etliche Frauen zu sehen sind, Hausfrauen, auch wohlhabend verheiratete, werden sich kein ganzes Schwein gekauft haben, Wirtsleute binden auch nicht gerne Personal mit Zerlegungsarbeiten. Bleiben die Mezger. Da die Kühlgeräte damals aber nicht das selbe waren wie heute, muß das meiste (??) in Speck, Räucherschinken und Geselchtes verwandelt worden sein. Oder weiß da jemand Genaueres?
Den Lodenbaur gibts schon längst nicht mehr, weiß garnicht wann der zugesperrt hat. Auch die an seiner Stelle etablierte Zillertaler Trachtenwelt hat das Geschäft aufgelassen.
Das Bild der Ladengeschäfte hat sich in der Brixnerstraße total verändert.
Nicht mehr existent: Ecke Boznerplatz Wiener Moden, dann (was ist das denn für eine Adresse? Brixnerstraße 2 ist erst das nächste Haus?) Wagon Lits und später die AVA Bank (die Brennerautobahn und ein Badeinrichter mit einem jahrelang gleichen schwarz verfliestem Musterbad waren in mir nicht mehr erinnerlicher zeitlicher Zuordnung auch dort beheimatet), eine altertümliche Tabaktrafik mit ständig den gleichen Pfeifen im Schaufenster, und dann das Europastüberl. Alles weg, dafür eine an Schlichtheit dem doofen Massentourismus angepaßte Fassade eines Reisebüros…
Auf der Anderen Seite gabs einstens den Foto Wolffram, ein erst in jüngerer Zeit aufgegebenes Spezialgeschäft für Briefmarkensammler und – ewig her – das Swissair Büro.
Leider wurde auch diese Fassade, wie so viele andere in Innsbruck, Opfer einer blinden Verschandelungswut, die diese Stadt seit dem Krieg heimzusuchen scheint und ist heute nur noch zum Teil vorhanden. (Die Trachten hätten sich vielleicht besser aus einem klassischen Schaufenster heraus verkauft, aber who am I…) Auch der Bindestrich bei „Loden-Versandthaus“ schien den Wandel von der Residenzstadt Innsbruck, hin zur postmodernen Megacity in the Alps nicht überstanden zu haben.
Eine, meiner Meinung nach, ganz spannende Parallele. Der Gründer des „Kleiderbauer“ Modegeschäfts, des einzigen Bauers, der dieser Tage in Innsbruck noch etwas mit Mode zu tun hat, hieß ebenfalls Rudolf. Aber dem aufmerksamen Lesenden wird schon aufgefallen sein: BauEr nicht Baur.
Noch zu „(Die Trachten hätten sich vielleicht besser aus einem klassischen Schaufenster heraus verkauft….)“: Diese „Trachten“ sicher nicht!! Das Schild passt zu diesem Laden, aber ganz und gar nicht zur übrigen Hausfassade. Wer hat eigentlich diesen Umbau der Schaufenster verbrochen und wann war das?
Ja, der Sockelaufsatz, das könnte es gewesen sein, vielleicht erinnere ich mich DARAN. Wie lang hats eigentlich den Kürschner Schwammenhöfer links gegeben ? Ist mir auch noch sehr gut in Erinnerung.
Ich brauch langsam doch ein Implantat, die Reihen lichten sich,,, Jedenfalls werd ich drauf bestehen, daß man damit wie üblich das Bier aufbeißen kann. Mit russischen Implantaten geht das.
Der Gutshof wurde doch schon in den 70ern abgerissen, oder? Der „Raul“ wird damals Stadtrat gewesen sein, Vizebürgermeister wurde er erst 77, da sieht man am Luftbild schon keinen Gutshof mehr.
Ja, was haben die geredet? „Wie geht es Ihnen? Sind Sie zufrieden? Kann die ÖVP irgendwas für Sie tun was mich nix kostet? Niescher war ÖVP Obmann des Stadtteils Reichenau, Prokurist der Tiroler Gemeinnützigen und kannte sich dort besser aus als die Gesprächspartner. Natürlich konnte er mit einem Bagger nix anfangen, das politische Grab hat er sich auch viel eleganter mit Verkehrskonzept und gescheiterter Olympiabefragung geschaufelt. Aber sein Nachfolger war dann kritikwürdiger, besonders im menschlichen Sinn.
Am 31. März 2023 schrieb Herr Hirsch in einem Kommentar: „……. Im Übrigen hoffe ich, daß dieses schöne Stadtarchivforum unpolitisch bleibt……….“
Nachzulesen in: https://innsbruck-erinnert.at/fast-aus-der-stadt-verschwunden/comment-page-1/#comment-32863
Mir gefällt die in Rückenansicht zu sehende Dreiergruppe – Die Mammi im „Paletot“, an ihrer Rechten der 9 – 10jährige Sohn, zu ihrer Linken eine kleine „Nachzüglerin“, welche – der Haltung nach ratlos-erstaunt – die Bedeutung dieser Schilderwand zu enträtseln versuchen…
…..und die Uhr – am Turm der Servitenkirche – die scheint auch schon wieder zu gehen? Die in die M.Th.Str. vorspringende Seitenaltarnische ist noch nicht wiederaufgebaut (Für den Wiederaufbau wurden damals „Politische“ /vom Gefängnis herüber/ eingesetzt.)
Das Sac ist mir jetzt gar nicht aufgefallen…Es hat um diese Zeit die Neugründung des SAC, Salzburger Automobil Club, gegeben, aus dem später der ÖAMTC wurde.
Könnte(!) es mit gewagter Spekulation so sein, daß dieser Club (von der Kleinschreibung sehen wir einmal ab) tatsächlich gemeint ist und dieser ganz in der Nähe war und die Belehrungstafel dann von ihm stammt?
Die Aufschrift ist mir auch schon mehrfach auf Bildern der Triumphpforte aufgefallen, habe mir darauf aber auch noch keinen Reim machen können, insofern finde ich Ihre Vermutung interessant. Ich hatte eher einen Bezug zur französischen Besatzungsmacht im Sinn, aber habe nichts diesbezügliches gefunden
Was etwa die Aufschrift SAC auf der Triumphpforte bedeuten mag? Oder fehlen noch ein paar Buchstaben? Könnte französisch sein. Das Bild dürfte im April (1947?) entstanden sein, wie man an den knospenden Kastanien erkennen kann.
Zur Schilderwand kann ich leider nichts beitragen. Das Mädchen an der Haltestelle beim Greif brachte mich aber zum Schmunzeln. Wahrscheinlich googelt es gerade die Abfahrtszeit der 3er auf seinem Handy / Tablet.
Das Rätsel ist insoferne „gelöst“, als daß wir jetzt wissen, wo sich dieser Schilderwald befunden hat. Aber immer noch keine Rede davon, ihn in eine Erläuterung einbetten zu können.
Sicher bin ich mir, daß es nicht zur Palaisruine gehört hat, das Ding ist höher als die an den Resten in ihren Dimensionen erkennbaren Räume. Also wird man das Tafelgerüst einmal von irendwoher herbeigeschleppt haben.
Die erste Assoziation ist natürlich, es als Lehrmaterial zu sehen, Inventar einer zivilen oder behördlichen, militärischen etc. Fahrschule.
Aber es gäbe auch noch die Möglichkeit, daß das die Präsentation eines Sortiments eines Schildermalers gewesen sein könnte. Ganz in der Nähe, Leopoldstraße 2a, gab es z.B, die Firma Albrecht, in der bombengeschädigten Heiliggeiststraße einen weiteren Schildermaler.
Vielleicht?
Jetzt lese ich erst einmal die „Aichnersche Vermutung“.
Gehe ich in Lembkescher Manier recht in der Annahme, Herr Aichner, daß Sie glauben, daß auf Grund der neuen Straßenverkehrsordnung diese Tafeln sozusagen als „Open Air“-Anschauungsmaterial an einer belebten Kreuzung aufgestellt worden ist, wo jeder bald einmal vorbeikommt? Es gab ja kein Internet 🙂 . Ja, doch, so könnte es sein.
Obwohl, die Druckereien, allen voran der Zeitungen, lagen ja nicht darnieder, und für die Debatte des Gesetzesentwurfs wird man auch papierene Informationen zur Hand gehabt haben müssen.
An die Verkehrsregelung an dieser Stelle durch einen Polizisten kann ich mich noch sehr gut erinnern. In meiner frühesten Kindheit- muss wohl Mitte bis Ende der 50er gewesen sein – stand dort ein Polizist mit weißem Mantel und weißer Schirmmütze/Tellerkappe auf einem weißen Podest und regelte den Verkehr. Muss einen ziemlichen Eindruck auf mich gemacht haben, dass ich mich noch so genau daran erinnern kann.
Nur beim Podest bin ich mir nicht ganz sicher, ich hab´s „zu meiner Zeit“ (hi hi) weiß und aus Kunststoff in Erinnerung (auch ohne Sicherheitsgeländer). Vielleicht hams des gemauerte Podest aus Verkehrssicherheitsgründen abgebaut ?
Oder – i täusch mi ganz einfach.
Ich habe da noch etwas über die Verkehrsregelung am Stockereck gefunden – schon mit Ampel und mit Schaltpult am Gehsteig. Aber der Sockel (ohne Geländer) steht noch – wahrscheinlich als eiserne Reserve.
Bei diesem Angriff wurde das Amraser Feuerwehrhaus durch einen Volltreffer zerstört.
Entgegen der Polizei-Dienstanweisung befand sich die Mannschaft nicht im Feuerwehrhaus, sondern war von Kommandant Karl Zimmermann in sichere Keller geschickt worden. Niemand hätte diesen Volltreffer überlebt. Die Amraser Feuerwehr gedenkt dieses Ereignisses bis heute an jedem 19.12.
Überhaupt fielen an diesem Tag über 1000 Bomben auf das Gemeindegébiet von Amras.
Eindrucksvoll nachzulesen im „Amraser Boten“ vom Dezember 2003, verfasst vom Enkel des damaligen Kommandanten, dem kürzlich allzu früh verstorbenen Hans Zimmermann.
Laut diesem Bericht gab es bei diesem Angriff Todesopfer, nämlich die gesamte Familie Dr. Bergmann in der Lönsstraße.
6020 Innsbruck – Anton-Rauchstr.14Erbaut 1898 für den Wattefabrikanten Carl Metzler. Im Erdgeschoß 1928 von Baumeister Josef Mayr ein Geschäftslokal (ehemalige Apotheke) ausgebaut. Zweigeschoßige Villa mit genutetem Erdgeschoß und Gesimsgliederng. Der mittlere Balkonvorbau im Erdgeschoß gemauert mit Rundbogenfenster (1928), im Obergeschoß über gemauerter Brüstung in Holz erbaut mit schlanken toskanischen Säulen, Rundbogen durch Schleierbretter gebildet und Giebelabschluß.
wir haben in unseren Beständen einige Bilder und Ansichten von markanten Gebäuden in Mühlau (Pfarrkirche, Badhaus, Koreth, Volksschule, Ansitz Grabenstein, etc.). Einzelne Ansichten wurden auch schon in unserem Blog vorgestellt, so zB hier:
Frau Stepanek hat auch Recht und die Spiegelbilder von Herrn Hirsch: Haus Nr. 25!
https://earth.google.com/web/@47.26999503,11.40493398,578.78588867a,0d,60y,309.91849828h,113.83544084t,0.0017r/data=IhoKFkFFSHdIS1RMdTZyZWdma1NwN3N0WkEQAjoDCgEw
Zum Aufnahmezeitpunkt knapp nicht mehr, aber es ist schön, dort aufgewachsen zu sein. Ihr Gedächtnis ist wirklich phänomenal, Frau Stepanek. Ganz liebe Grüße zurück!
Da Sie ja in der Rennerschule in der Parallelklasse meines mittleren Sohnes waren – und dieser bei mir am Tablet Ihren Namen las – und voll Freude ausrief: Der Schneiderbauer-Manni!!!- der wohnt da in Dreiheiligen drüben – mitn Radl isch er allweil ummigfahrn nach der Schul! – nein, das hat nichts mit phänomenalen Gedächtnis zu tun! .Denn das ist ja wirklich erst zwei, drei Jahre her, gell.
Und ich hoffe, mich auch weiterhin noch lange über Ihre fundierten Straßenbahn-Expertisen freuen zu können (so langs halt mir als 38-er Baujahr noch erlaubt ist!).Und Ihnen alles, alles Gute – und xund bleim, gell!
Bis zum nächsten Jahr!
!
Erker mit dunkelgrünen Fensterrahmen auf gelber Fassade – ich glaube, ich habe die schon mal gesehen.
Eine Straßenbahn zur Dreiheiligenkirche war 1911 immerhin ernsthaft in Diskussion gewesen, ich war ganz aus dem Häuschen als ich als 12-Jähriger erstmals im „Kreutz“ davon gelesen habe. Die wäre dann immerhin nur einen Block weiter südlich vorbeigefahren und wenn es sie 70 Jahre später noch gegeben hätte, dann hätte ich sie vom Hauseingang aus sehen können.
Zitat „Kreutz“ 3. Auflage, S. 30: „Die Zweiglinie (…) nach Dreiheiligen hätte ihren Ausgangspunkt an der Ecke Pradler Straße/Defreggerstraße, km 0,4 Hst. Schmiedgasse, km 0,6 Hst. Zeughausplatz, km 0,9 End-Hst. Dreiheiligen (vor der Kirche).“
Ich nehme an, dass die Verbindungsstrecke dann dort an die Strecke der Linie 1 angebunden worden wäre, ähnlich der 2er-Strecke vom Kaiserschützenplatz zur Andreas-Hofer-Straße. Wäre ein schöner Netzlückenschluss von Pradl nach Dreiheiligen gewesen, bis heute sinnvoll. Wie wir alle wissen, ist leider noch nichts daraus geworden. Aber für die Zukunft ist nichts auszuschließen. 🙂
In den Aufzeichnungen meines Vaters, Luis Schönherr, ist ein Treffer im Hochaus nur beim Angriff am 15.12.43 notiert. Ein Totalschaden eines Straßenbahnzugs am Westbahnhof und Treffer bei der Lokalbahnendhaltestelle sind auch bei diesem Angriff u.a. erwähnt.
Trefferliste im Detail:
Cafe „Weiß“, Hauptbahnhof (Gleisanlagen und Ankunftshalle,
letztere mußte später gesprengt werden), Unterberger
Haus, Meinhardstraße, Boznerplatz (Konradapotheke),
Jesuitenkirche, Hochhaus, Kochstraße, Frauenanger
(Priester-Villa), Gaswerk, Lokalbahnendstation, Rhombergfabrik
(Pradl) Erlerstraße, Seilergasse, Anatomisches
Institut, Westbahnhof, Volltreffer in Straßenbahnzug
vor dem Westbahnhof (Hotel Veldidena).
Der rückwärtige Teil des Kaufhauses „Kraus“ (ehemals
Bauer & Schwarz) brannte noch im Lauf des Nachmittags
völlig aus und das Haus Erlerstraße 14 (Schneiderei
Dawatsoh) wurde von den Parteien schon geräumt, da ein
Übergreifen des Feuers befürchtet wurde.
Das obere Bild ist eine Bundesheererinnerung, die letzten paar Wochen als OPd war ich noch in der Klosterkaserne stationiert (1967, das Versetzungsgesuch von Salzburg hat viele Monate gedauert, und ich landete ohne besondere Kompetenzen in einem Büro, wo man mich nicht brauchte) . Die Alpenrose war damals eine Stehbar, ein „Schluf“ oder Schlauch eben, mit grauslichem Rauch und ständig lautem Gebrüll der sehr zahlreichen Gäste die man bis zur Torwache herüber hörte.
Ich halte das obere Bild für das ältere, da hatte das Lokal ein Fenster weniger, dafür neben dem Eingang noch eine Haustür.
Immer diese Rückzieher. Wenn ich die frischen Beschriftungen des Lokals und der Drogerie mit der Fassade des Farbfotos vergleiche, dann ist doch das untere Foto das ältere. Selten, daß man etwas kleiner Macht anstatt es zu erweitern. Der Schlauch wurde noch schmäler.
Ein Sprung weiter nach links war doch die Bäckerei Moschen, die Graue Katz und der Vitschela, des Obstgeschäft…… Und wieder nach rechts war ein Friseur, da musste ich als Kind rein, mir für meine Erstkommunion die Haare machen lassen und ich fands einfach nur scheußlich….
Bruno Witschela (darf ich auf W korrigieren?) hatte ein sehr nettes Geschäft in einem Gewölbe mit bestem Obst und Gemüse. Daneben hatte er ein paar Kleinigkeiten. die man häufig brauchte, in Kleinmengen. Er war ein sehr freundlicher bescheidener Mensch, der sich mit seiner Frau Anni die Arbeit teilte und ewig mit einem alten Opel Caravan unterwegs war. Er verstarb 2012, seine Frau 2019.
Ja genauso war es Herr Hirsch! Wir waren quasi Nachbarn und die Frau Anni hatte immer diese Handschuhe, welche an den Fingern offen waren. Ach das waren noch irgendwie unbeschwerte Zeiten… Und der Bruno lachte immer so über seine eigenen Witze..
Übrigens hab i damals einen guten Freund ghabt, der wurde auch „Schlauch“ genannt, der Günter Tomasini, seines Zeichens Malermeister und Eishockey-Schiedsrichter. War der Vater der Frau eines meiner besten Freunde. Wir sind oft in der legendären Saggen-Bar und im Jahnstüberl beinandergsessen und haben a Mordshetz ghabt (vor allem der Schlauch hatte ja eine spitze Zunge). Später haben wir dann mit dem Bachmann Fritz (hatte ein Obststandl im Saggen), einigen Anderen und unseren Frauen eine Kegelrunde im Gasthof Tengler aufgemacht. Mesch, war das eine Hetz damals. Echt bärig (sorry Hansi, aber hier MUSS ich dich zitieren) !
Oha, der „Schlauch“, war ich einige Male drinnen. Interssantes Lokal damals und – interessant, wenn man die beiden Photos vergleicht, muß das Lokal irgendwann zum „Schlauch“ mutiert sein. Kann mich aber auch noch an den Gastraum und die Tische erinnern. Desgleichen an den Friseur links daneben. Wie sich Bilder einprägen…
Was sagst du dazu, Hermann ?
Ja Thomas, möglicherweise wurde das Lokal irgendwann umgebaut. Auf dem Bild von 1972 sieht es aus, als wäre es größer als ich es
in Erinnerung habe. Mir ist auch nicht in Erinnerung, daß dort eine Küche bestand, was die zwei Fenster vermuten lassen.
Kann mich nicht erinnern, daß dort aufgekocht wurde. Der Gastraum war definitiv sehr eng, eben der „Schlauch.“
Auch ohne google kann iches ein Halb-Einheimischer bestätigen. Hinten Milders, der Eingang zum Stubaier Obernbergtal, die Häuser am Bichl und weiter talein die von Ober und Unteregg, oben Seblas und Brennerspitz. Irgendwo müßte man auch die Milderaunalm sehen, eventuell Brandstatt, wenn keine Bäume davor stehen.
Ich würd sagen, dass es Milders im Stubai ist – Im Hintergrund ist die linke Spitze die Brennerspitz
Stackler würde dem Standort des Fotografen gerecht werden
Ins Blaue geraten: Stanzer Tal bei Schnann/Pettneu? Aber müsste man dann nicht die Arlbergbahn sehen, oder ist sie das womöglich im Vordergrund mit den Masten?
Oder im Lechtal?
Mit den verschwommenen Autos wären es sieben, zwei VW T1, zwei Opel Rekord A, ein Peugeot 404 und ein schwer identifizierbarer geparkter PKW, gefühlsmäßig ein Opel. Die Rekord A wurden ab 1963 gebaut, also 1963 oder später.
Das Haus sieht man von der Sillseite her noch in zwei anderen Beiträgen
https://innsbruck-erinnert.at/noch-mal-land-unter/ und https://innsbruck-erinnert.at/wer-erkennt-ein-potpourri-aus-den-stadtteilen_teil-15/
Mit dieser Mauer – ich weiß nur nicht mit der Errichtung oder mit dem Abriss – hatten seinerzeit auch die Schüler der Bauabteilung der Gewerbeschule (heute HTL) was zu tun. Während meiner Schulzeit dort von 1950 bis 1955 wurde darüber gesprochen, irgendwo habe ich auch einmal darüber gelesen.
Zufällig habe ich in Michael Svehlas schon weiter oben erwähnten Buch „Als in Innsbruck die Sirenen heulten“ dieses Foto entdeckt: https://postimg.cc/HcKXW1Dj
Zur Ergänzung:
https://www.google.at/maps/@47.2565405,11.3820567,3a,75y,263.35h,92.89t/data=!3m6!1e1!3m4!1st8GOJdQBmVK7mbnvZO9-3g!2e0!7i16384!8i8192?entry=ttu
Von diesem Kunstwerk („Bahneler mit Koffer“) war bereits bei den Kommentaren zum Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/kunst-am-bau-xi/comment-page-1/#comment-31603 etwas enthalten! Herr Stefan hat damals bereits die Lösung für diesen Beitrag gegeben!
Mir als „sehr lange Nachgeborenem“ ist nur der Angriff vom 15.12.1943 bekannt, deshalb habe ich an einen Schreibfehler gedacht, aber vermutlich hat es genau ein Jahr später ebenfalls einen Luftangriff gegeben.
Allerdings: Zwischen dem zweiten Angriff vom 19.12.1943 und dem dritten Angriff gab es eine „Ruhepause“, zumindest mit den Bombardierungen. Der dritte Angriff war erst am 13.6.1944!
Alles nachzulesen in Michael Svehlas Buch „Als in Innsbruck die Sirenen heulten“
Ganz richtig.
Was ich sehr spannend finde an dem Bild: es sieht für mich so aus, als hätte der Triebwagen Nr. 60 den Bombenangriff an dieser Stelle stehend überstanden. Ich schließe das daraus, dass der Stromabnehmer, soweit erkennbar, in die Höhe gestreckt ist, was dann passiert, wenn der Gegendruck vom Fahrdraht fehlt, etwa weil dieser im Zuge der Explosionen gerissen ist oder anderweitig beschädigt wurde. Auf dem Foto ist der Stromabnehmer etwa so hoch wie der Triebwagen selbst, was darauf hindeutet. Auf allen anderen Bildern aus dieser Zeit in meinem Besitz ist er deutlich niedriger.
Dazu passen Angaben in der Literatur, wo von einem Bombenschaden bei Tw 60 die Rede ist (und das noch im Jahr seiner Inbetriebnahme!), allerdings ohne genaues Datum. In der Chronik „…von Dampf zu Niederflur“ von Ing. Walter Pramstaller als neueste Veröffentlichung und einzige mit einer detaillierten Fahrzeugchronik ist vermerkt, dass der Wagen erst am 25.6.1946 neu lackiert und repariert wieder in Betrieb genommen wurde.
Nicht in diesem Buch, aber auf der Website der TMB ist die Information zu finden, dass er 1944 nach dem Bombenschaden am Gelände der Ziegelei Mayr hinterstellt worden sei, um weitere Schäden zu verhindern, was auch gelungen ist. Die Ziegelei Mayr hatte einen Gleisanschluss an die Linie 4, der hier im Bild in dem Bereich direkt hinter dem abgebildeten Zug abzweigte, rechts im Hintergrund sieht man die Ziegelfabrik: https://postimg.cc/1nWVxQGy (18.6.1964, Dia aus meiner Slg. und Copyright bei mir). Die Anschlussbahn gab es zum Aufnahmezeitpunkt allerdings schon nicht mehr.
Dieses In-Sicherheit-Bringen müsste somit kurz nach der Aufnahme dieses Fotos erfolgt sein. Das könnte damit auch das letzte Bild sein, auf dem er in der Originallackierung in zwei Grüntönen zu sehen ist (ich glaube in dem Bild das in dieser Lackierungsvariante nach unten zeigende Dreieck an der Wagenfront zu erkennen). Ab seiner Inbetriebnahme 1946 war der Triebwagen unterhalb der Fenster hellgrau und im Fenster- und Dachbereich silbern lackiert, erst in den 1950-ern erhielt er die typische rote-weiße Lackierung der IVB.
Es wäre natürlich sehr interessant, dieses Foto in voller Auflösung zu sehen, um das alles besser bestimmen zu können.
Mein Kompliment, Herr Schneiderbauer! D a s nenne ich gründlich.
Ja, an diesen Wagen kann ich mich auch noch gut erinnern, mit diesen Einzelsesseln, die man um 180° wenden konnte.
Bei der „Einser“ wars ja normalerweise nicht nötig, aber wenn die Wendeschleife beim Stift Wilten nicht erreicht werden konnte (Konzertkurvenbau!), da mußte ja der Schaffner an der Endstation durch den Wagen gehen und jedem Sessel den nötigen Schubs geben.
Nein, er fuhr gut und ruhig, dieser Wagen (in meiner Erinnerung!) – aber: Hintere Plattform gabs natürlich keine – also…. bei den Garnituren mit Plattform sah man halt mehr (und die Luft war außen auch besser)
Danke, Frau Stepanek! Das Umdrehen der drehbaren Sessel durch den Schaffner ist ein weiteres mir bisher unbekanntes, aber sehr interessantes Detail! Ich hatte angenommen, dass die Fahrgäste das bei Bedarf selbst erledigt hätten, manche werden ja auch freiwillig verkehrt gesessen sein, etwa um sich mit der/dem Hintermann/-frau zu unterhalten – würde ich zwar vermuten, aber haben Sie das tatsächlich beobachten können? Oder kam da vielleicht gleich der mahnende Schaffner, weil man nur nach vorne schauend sitzen durfte?
Noch eine Frage, Frau Stepanek: können Sie sich zufällig auch an die Außenfarben dieses Wagens in der Zeit zwischen 1946 und ca. 1955 erinnern? War er wirklich in der oberen Hälfte silbern und in der unteren (unterhalb der Fenster) grau, oder haben Sie ihn nur in rot/silber oder rot/weiß gesehen? Von der grünen (1944) und der grauen (1946-1950er) Lackierungsvariante sind leider bisher keine Farbbilder bekannt, die Angaben in der Literatur sind unterschiedlich. Das älteste bekannte Farbbild des Wagens ist nicht genau datierbar, es findet sich in „Straßenbahnen und Lokalbahnen in Innsbruck“ von Günter Denoth mit der Datierung „Anfang der 1950er“, man kann anhand dieses Fotos nur sicher sagen, dass er irgendwann in den 1950-ern rot/silber war und von weiteren Fotos, dass er Anfang der 1960-er das rot-weiße IVB-Design erhielt.
Ja, offene Plattformen hatte der nicht mehr. Die LBIHiT und dann die IVB waren aber schon ab den 1930-ern bestrebt, offene Plattformen nach Möglichkeit in geschlossene umzubauen, quasi den Balkon zur Loggia zu machen, was bei diversen Trieb- und Beiwagen auch gemacht wurde. Hätte ich zumindest im Sommerhalbjahr sicher auch nicht erfreulich gefunden, es gibt ja nichts Schöneres als Mitfahren auf der offenen Plattform… 🙂
Noch lange Zeit war das Gebäude einfach „das Hochhaus“, als noch eine Mehrzahl der Innsbrucker lebte, die Zeitzeugen des ultramodernen Hauses wurden. Die erste Generation danach übernahm den Begriff von den Eltern. Auch als es schon höhere Bauten als das Hochhaus gab, wußte man sofort, was gemeint war, wenn jemand vom Hochhaus sprach. Der dort residierende Kommunalbetrieb war das „Ewe-í „, das ElektrizitätsWerk Innsbruck, wobei ich nicht weiß, ob EWI nicht Elektrizität und Wasserwerk Innsbruck abkürzte, aber das läßt sich leicht feststellen.
An der Salurnerstraße gab es im EWi-Gebäude lange einen Untermieter, ein kombiniertes Radio-, Schallplatten-, Kasetten- und – Fahrradgeschäft, die Radio Union. Aber daran werden sich nur die reiferen Altersschichten erinnern. Die, die auch noch Hochhaus sagen.
Als schon lange ausgewanderter Innsbrucker muss ich jetzt ganz dumm fragen: Kennt man heutzutage bzw. unter den Jüngeren dieses Gebäude nur mehr als „IKB-Gebäude“? In unserer Zeit war es DAS Hochhaus.
Die Uhr ist übrigens eine andere!
Um von einem Bombenangriff „nichts mitzubekommen“, darüber entschied einzig und allein der….Zufall!
Oder der „Schutzengel“! Unserer war mein Onkel Konstantin Nicolodi, der als Bahnbeamter damals auf der Strecke Innsbruck – Bozen eingesetzt war – und der in Bozen schon Angriffe miterlebt hatte.
Ich erinnere mich deutlich an einen schnellen Besuch von ihm bei uns in der Maximilianstraße 3. Er hatte ein von irgendwelchen Splittern getroffenes Paket aus dem Postwagen des Zuges mit und fragte „Habts ös koan Klebstreifen – weil so fliagt ja alles außer, wenn mirs weiterschicken nach Deutschland – waar ja schad …“ und setzte fort „…und seit dee Bombnangriff auf Bozn denk i mir ‚Gscheider ins Freie laffn als wia in Keller – weil wenn di was im Freien trifft, dann bisch glei hin – aber im Keller – „verschüttet“ – da dersticksch langsam und qualvoll und kimmsch nit außer…“
Genau diese Worte sind meiner Mutter eingefallen, als es ihr am 15,12.1943 nach der Treppe vom 4.Stock herunter am Fuß der Stiege im Parterre einen starken Ruck gab, als hätte eine große Hand sie plötzlich aufgehalten – und sie mit meiner Nonna und mir nicht nach rechts zur Kellerstiege, sondern geradeaus zum Seitengang zwischen Stiegenhaus und Hof – Durchfahrt lief…
Der Rest ist bekannt.
Ich denke oft noch an den 10.4.1945, an den einzigen Nachtangriff auf Innsbruck. Es war etwas vor 22 Uhr und ich schon im Bett – Fliegeralarm! Ich rannte als Erster die Stiege vom 2. Stock hinunter, meine Mutter hinterher, hinaus in den Hof. Alles war hell, die Vorhut des nahenden Bombengeschwaders hatte schon die „Christbäume“ abgeworfen. Unser Haus, die Pradlerstraße 15, war ja nicht unterkellert, meine Tanten und die übrigen Hausbewohner suchten wie immer in unserem Stöcklgebäude Egerdachstraße 6 Zuflucht. Dieser Keller war aber meiner Mutter zu unsicher, so liefen wir hinüber in die Schmiedgasse, in den Rhomberg-Fabrikshäusern gab es einen halböffentlichen Luftschutzraum (nur ein schräger weißer Pfeil auf schwarzen Untergrund an der Wand).
Kaum waren wir dort im Keller, hörten wir schon ein Pfeifen, dann Krachen und alles bebte. Dann wieder Ruhe! Der Villerbauer von der Pradlerstraße 13 war auch bei uns, der ging noch vor der Entwarnung nachschauen, er bangte um sein Vieh. Er kam bald einmal zurück „Drüben, beim Gaswerk, brennt es!“ Beim Gaswerk! Da hatte ich schon immer schreckliche Angst!
Noch beängstigender war seine zweite Aussage: „Bei mir ist alles in Ordnung, aber visavis beim Roilobäck! Da schaut’s wild aus!“
Nun hielt uns nichts mehr, auch wir rannten hinüber. Und tatsächlich: Genau zwischen den drei Häusern, war eine Bombe gelandet – man sagte uns später, es sei eine 250 kg Bombe gewesen! Unser Hof, auf dem wir vor einer guten halben Stunde gestanden sind, und unser Garten ein riesiger Trichter, das Material aufgetürmt bis zum ersten Stock, die Außenwand im ersten Stock der Egerdachstraße weggerissen, die Fenster in unseren Häusern kaputt, Risse im ganzen Haus Pradlertraße 15!
Sie, Frau Stepanek, kennen ja die Gegend. Aber ich glaube nicht, dass es noch jemand gibt, der das miterlebt hat. Leider hat niemand Fotos gemacht – wer sollte das auch? Oder doch? Ob da nicht im Stadtarchiv etwas zu finden wäre?
Dieser Bombenabwurf läuft sowohl im Bombenkataster als auch bei Michael Svehla unter „Egerdachstraße Nr. 2“. Stimmt schon: Das Pichlerhaus trug den größten sichtbaren Schaden davon. Wäre die Bombe einige Meter weiter westlich gefallen, dann wäre das Roilohaus dran gewesen, aber furchtbar wäre es gewesen, wenn es weiter nach Osten gegangen wäre: Da saßen beinahe zwanzig Menschen in einem Keller!!
Nein, Sicherheit gibts nirgends – und in einem Krieg schon gar nicht! Man überlebt nur mit Glück – und weil zufällig ein komplett falscher Ratschlag im entscheidenden Moment der richtige war – wobei es um Sekunden – Sekundenbruchteile!- gegangen ist.
1944 waren wir in Sicherheit – in Erl, am Bauernhof „Beim Blauen“ in der Weidau außerhalb des Dorfes. Obwohl so weit weg, spürte der Bauer, der Anker Michl „Heut hams wieder Münchn bombadiaschd!“ Er vermutete, daß da unterirdisch eine Schicht von München bis Erl gehe, weil wie könne er das sonst spüren?
Schad, daß ich keine Geologin bin – so kann ichs weder bestätigen noch bestreiten.
Etwas erstaunt und verblüfft mich noch immer und immer wieder: Wie stolz war man doch auf kräftig qualmende hohe Schlote in der Landschaft, wie auch auf das „Tsch – tsch – tsch – tsch – tschiiiii“ der Dampflokomotiven – so daß man auf An- sichtskarten noch kräftig dazumalte…
Waren halt insgesamt andere Zeiten… Sollen wir ihnen wirklich nachtrauern?
From Josef Auer on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
Go to comment2023/12/21 at 6:46 pm
From Josef Auer on Ein Rätsel aus der Werkstatt
Go to comment2023/12/21 at 6:40 pm
From Manfred Leiter on Madonnen-Rätsel XVI
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From Hanna Fritz on Madonnen-Rätsel XVI
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From Thomas Fink on Alt & ehrwürdig
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From Thomas Fink on Ich hab' die Haare schön
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From Thomas Fink on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Manfred Roilo on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Thomas Fink on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Manfred Roilo on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Hermann Pritzi on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Thomas Fink on Skandal: "Supersexkino" in Innsbruck
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From Hannes Lechner on Schnee muss nach Salzburg/München
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From Karl Hirsch on Am Thomasmarkt
Go to comment2023/12/21 at 10:34 am
From Karl Hirsch on Kleidungshaus Rudolf Baur
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From Martin Raich on Kleidungshaus Rudolf Baur
Go to comment2023/12/21 at 7:17 am
From Manfred Roilo on Kleidungshaus Rudolf Baur
Go to comment2023/12/21 at 8:09 am
From Manfred Roilo on Kleidungshaus Rudolf Baur
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From Thomas Fink on Aus dem Stadtbild...
Go to comment2023/12/20 at 7:20 pm
From Karl Hirsch on Ein gestelltes Pressefoto
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From Manfred Roilo on Ein gestelltes Pressefoto
Go to comment2023/12/28 at 2:07 pm
From Manfred Roilo on Ein gestelltes Pressefoto
Go to comment2023/12/19 at 9:39 pm
From Manfred Roilo on Ein gestelltes Pressefoto
Go to comment2023/12/19 at 9:54 pm
From Henriette Stepanek on Des Rätsels Lösung
Go to comment2023/12/19 at 8:54 pm
From Henriette Stepanek on Des Rätsels Lösung
Go to comment2023/12/19 at 9:01 pm
From Karl Hirsch on Des Rätsels Lösung
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From Christof Aichner on Des Rätsels Lösung
Go to comment2023/12/22 at 12:31 pm
From Robert Scheitnagl on Des Rätsels Lösung
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From Karl Hirsch on Des Rätsels Lösung
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From Karl Hirsch on Des Rätsels Lösung
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From Christof Aichner on Des Rätsels Lösung
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From Thomas Fink on Aus dem Stadtbild...
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From Manfred Roilo on Aus dem Stadtbild...
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From Thomas Fink on Aus dem Stadtbild...
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From Thomas Fink on Aus dem Stadtbild...
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From Manfred Roilo on Aus dem Stadtbild...
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From Joachim Bürgschwentner on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/19 at 2:25 pm
From Robert Engelbrecht on Fliegeralarm! (IX.)
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From walter oberhammer on Schöner wohnen
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From Matthias Egger on Schöner wohnen
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From walther oberhammer on Schöner wohnen
Go to comment2023/12/24 at 10:44 am
From Matthias Egger on Schöner wohnen
Go to comment2024/01/04 at 1:11 pm
From Manfred Roilo on Des Rätsels Lösung
Go to comment2023/12/19 at 11:37 am
From Manfred Roilo on Madonnen-Rätsel XV
Go to comment2023/12/19 at 8:52 am
From Angelika Maislinger on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/19 at 6:25 am
From Manfred Roilo on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/19 at 8:45 am
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/19 at 9:15 am
From Manni Schneiderbauer on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/22 at 9:00 pm
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/22 at 10:20 pm
From Karl Hirsch on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/19 at 8:39 am
From Manfred Roilo on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/19 at 9:37 am
From Karl Hirsch on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/18 at 10:24 pm
From Henriette Stepanek on Madonnen-Rätsel XV - 2
Go to comment2023/12/18 at 10:41 pm
From Manni Schneiderbauer on Madonnen-Rätsel XV - 2
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From Martin Schönherr on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/18 at 9:08 pm
From Karl Hirsch on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 8:44 pm
From Karl Hirsch on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 8:55 pm
From Daniela Caccavo on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 7:43 pm
From Karl Hirsch on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 8:52 pm
From Daniela Caccavo on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 9:37 pm
From Thomas Fink on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 6:27 pm
From Schneider Erwin on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 4:11 pm
From Thomas Fink on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 6:16 pm
From Manfred Roilo on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 4:18 pm
From Thomas Fink on Verblühte Alpenrosen
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From Hermann Pritzi on Verblühte Alpenrosen
Go to comment2023/12/18 at 4:24 pm
From Karl Hirsch on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 9:57 am
From Markus Unterholzner on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 8:41 am
From Andreas on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 8:06 am
From Walter Rangger on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 7:40 am
From Stefan on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 12:11 am
From Markus Unterholzner on Hinaus ins Land (94)
Go to comment2023/12/18 at 6:31 am
From Manfred Roilo on Bilder, die die Welt – nicht ? – braucht – V
Go to comment2023/12/17 at 9:48 pm
From Richard Dietmar Mair on Was ist denn hier passiert?
Go to comment2023/12/17 at 5:09 pm
From Manfred Roilo on Bilder, die die Welt – nicht ? – braucht – V
Go to comment2023/12/17 at 5:04 pm
From Josef Auer on Bilder, die die Welt – nicht ? – braucht – V
Go to comment2023/12/17 at 7:12 pm
From Manfred Roilo on Bilder, die die Welt – nicht ? – braucht – V
Go to comment2023/12/17 at 9:43 pm
From heute inkognito on Keksfabrik
Go to comment2023/12/17 at 4:00 pm
From Manfred Roilo on Was versteckt sich unter dieser Schutzmauer?
Go to comment2023/12/17 at 3:15 pm
From Manfred Roilo on Was versteckt sich unter dieser Schutzmauer?
Go to comment2024/01/10 at 8:33 am
From Manfred Roilo on Autoherzen schlagen höher
Go to comment2023/12/17 at 2:58 pm
From Stefan on Kunst am Bau XVI
Go to comment2023/12/17 at 2:19 pm
From Josef Schönegger on Kunst am Bau XVI
Go to comment2023/12/17 at 12:08 pm
From Manfred Roilo on Kunst am Bau XVI
Go to comment2023/12/16 at 6:22 pm
From Lhtm on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/16 at 2:25 pm
From Manfred Roilo on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/16 at 6:43 pm
From Lhtm on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/17 at 3:27 pm
From Manfred Roilo on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/17 at 8:04 pm
From Manfred Roilo on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/17 at 3:50 pm
From Josef Auer on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/16 at 1:15 pm
From Manni Schneiderbauer on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/17 at 2:57 am
From Henriette Stepanek on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/17 at 5:37 pm
From Manni Schneiderbauer on Fliegeralarm! (VIII.)
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From Manfred Roilo on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/16 at 6:39 pm
From Franz Wirtenberger on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/16 at 12:52 pm
From Karl Hirsch on Fliegeralarm! (VIII.)
Go to comment2023/12/18 at 9:27 am
From Manfred Roilo on Fliegeralarm! (VIII.)
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From Manni Schneiderbauer on Fliegeralarm! (VIII.)
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From Henriette Stepanek on Was versteckt sich unter dieser Schutzmauer?
Go to comment2023/12/15 at 8:01 pm
From Manfred Roilo on Was versteckt sich unter dieser Schutzmauer?
Go to comment2024/01/10 at 3:17 pm
From Henriette Stepanek on Was versteckt sich unter dieser Schutzmauer?
Go to comment2023/12/17 at 1:28 pm
From H on Das Löwenhaus (II.)
Go to comment2023/12/15 at 7:40 pm