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Hätte Ich Das Nur Früher Gefunden…

Hätte ich das nur früher gefunden…

ist ein Gedanke, der mir im Zusammenhang mit den „Innsbruck erinnert“ Beiträgen immer wieder mal in den Sinn kommt. Oft findet man das perfekte Foto zu einem Thema erst nachdem der dazu passende Beitrag schon veröffentlicht wurde. Genau das ist mir gestern erneut widerfahren. Ich bearbeite im Moment gerade einige Fotos aus der Sammlung Kreutz und verzeichne selbige in unserer Datenbank. Als dann unser heutiges Titelfoto an der Reihe war, ist mir besagter Satz gleich doppelt in den Sinn gekommen, denn gleich bei zwei Beiträgen hätte diese Aufnahme wie die Faust aufs Auge gepasst. Ärgerlich, aber was soll man machen. Darum mach ich hier frei nach dem Motto „When life gives you lemons, make lemonade“ (Wenn das Leben dir Zitronen gibt, mach Limonade.) einfach das Beste draus, nämlich ein Rätsel. Da aber die Frage nach dem Aufnahmeort viel zu einfach wäre, ist meine Frage dieses Mal eine ganz andere. Wer unter unseren LeserInnen hat besonders sorgfältig meine Beiträge gelesen und kann mir sagen zu welchem meiner Beiträge diese Aufnahme noch gut gepasst hätte?

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Sammlung Kreutz)

Dieser Beitrag hat 9 Kommentare
  1. Ein letzter O Dorf Block ist noch eingerüstet schaut aber sonst recht fertig aus. Der Türken rechts steht schon recht hoch und ein Mäher steht auch schon bereit. Ich tippe daher auf eine Aufnahmezeit im Spätsommer 1963.

    1. Der eingerüstete Bliock könnte auch nach 1964 gebaut worden sein und gar nicht zum O Dorf gehören. Das Bild könnte somit auch jünger sein und sogar noch von 1968 stammen.

  2. zur Piuskirche (Pfarrkirche St. Pius X. Innsbruck / Neu-Arzl):

    1958 Arch. Josef Lackner’s Plan belegt beim Wettbewerb den 1. Platz
    Nov. 58 Baubeginn
    19.04.1959 Offizielle Grundsteinlegung
    Dez. 59 Firstfeier
    03.09.1960 Piusglocke kommt in den Turm
    24./25.09.1960 Konsekration und Weihe
    Das Pfarrhaus wird erst 1961 fertig.

    Architekt Josef Lackner
    Statiker DI Josef Dolp
    Bildhauer Hans Ladner
    Maler Prof. Eduard Klell
    (zitiert aus meiner HTL-Arbeit vom 23.01.91)

  3. Die Bebauung entspricht dem Stand der Luftbilder aus dem Jahr 63, auch wenn man meinen könnte, das vorderste Haus hat einwenig andere Fenster. Tatsächlich ist etwas später ein weiteres Hochhaus sehr ähnlicher Bauweise dazugekommen, An-der-Lan-Str.29, aber da waren die Original O-Dorf Häuser längst bewohnt. Wird also wirklich Spätsommer 62 gewesen sein.

    Zur Piuskirche: Der Akademische Maler Eduard Klell war mein Zeichenlehrer und Malereiprofessor im Auergymnasium. Ein herrlich unkonventioneller Lehrer, und auch Maler. Bei der Weihe der Piuskirche soll laut Erzählung unseres Religionsprofessors Blassnig der bekannt konservative Bischof Rusch angesichts eines Bildes abrupt auf modus latinus umgestellt haben, „Non dignum est!“ sprachs und erklärte das (Klell?) Bild somit zur heidnischen Enklave.

  4. Auslöser für die Weigerung des Bischofs, die Kirche einzuweihen, war das von Hans Ladner geschaffene Altarkreuz mit einem überlebensgroßen Christus. Es musste entfernt und durch ein einfaches Holzbalkenkreuz ersetzt werden. Erst Im Jahre 1985 anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums durfte der Gekreuzigte von Ladner wieder über dem Altar angebracht werden.

    Ein Seitenaltarbild von Eduard Klell, den Heiligen Josef darstellend, musste ebenfalls auf Anordnung des Bischofs entfernt werden.

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