Dem Kommentar von Herrn Rangger müssen wir zustimmen. Die Revisoren schmieren-/pflegen die Gummieinlage der Laufräder des „leeren“ Gondelfahrwerkes welches durch das dünnere Zugseil über das Tragseil gezogen wird. Die Hafelekarbahn ist eine Gondel-Seilumlaufbahn, bei der im Gegensatz zur Seegrubenbahn nur auf einer Seite eine Gondel montiert ist, da die Einfahrtsöffnungen in die Stationen nur für eine Gondelbreite gebaut sind. Auf der Gegenseite ist nur ein leeres Fahrwerk eingehängt, vermutlich damit das Zugseil gegenüber dem Tragseil eine gewisse Abstands-Stabilität hat.
Der Herr am Podest beim Schmieren war Wilfried Marx (1933-2016)- Angestellter der Nordkettenbahn. Dem am Foto jungen Gesicht nach dürfte die Aufnahme in die 60-iger Jahre oder Anfang 70-iger-Jahre zu datieren sein.
Herr Marx ist auch am veröffentlichten Foto von einer Weihnachtsfeier in der Hafelekarstation auf dieser Plattform zu sehen.
An das Bild kann ich mich genau erinnern, gesehen hat man den Kaiser schon, aber eben nur am Wagonfenster. Meine Mutter hat mich damals auf den Bahnhof mitgenommen zum „Kaiser schauen“.
Herrlich, interessante Bilder.
Um diese Zeit existierte doch noch kein Tanklager in der Egger Lienz Strasse, deshalb hat man eine provisorische Abfüllanlage in den Anschlussgleisen auf den Feldern gemacht. Die Verzweigung der Schienen führt genau zu den Baracken, und wie man am ersten Bild vom Herrn Hirsch sieht, haben diese bis zum Stubaier Bahnhof hin Laderampen. Es gab bis zum WK 1 kaum einen Frachtenbahnhof in Innsbruck, die Südbahn hatte den Frachtenbahnhof erst zum ausbauen begonnen und die Staatsbahn hatte nur die Verladung bei der heutigen Panalpina. Das Konsum-Gleis war auch erst am Start. Nach dem WK benötigte man schnell Umschlagplätze und diese boten sich einfach südlich des Staats- nunmehr Westbahnhofes an. Die Geometrie aller Weichen zeigt genau zu den Lagern.
Am Hauptbild erkennt man die kaputten Baracken und links der Kesselwaggons erkennt man auch eine Art Schrotthaufen, -ob hier nicht ein Brand durch die Kesselwaggons die Baracken zerstört hat.
Das Gleis zum TIWAG Gelände ist noch nicht weiter gebaut, dies ist noch in Planung.
Danke Werner! So kommt langsam Licht in die Sache mit den bisher nur auf einigen Fotos erahnbaren Gleisen.
Lagerung und Umschlag von Brennstoffen scheint dort vermehrt stattgefunden zu haben. Nicht weit entfernt befand sich seit den 1920ern der Brennstoffhandelsbetrieb des Josef Engerisser, über den in Kürze hier auf dieser Plattform mehr zu lesen sein sollte; in den 1970ern dürfte dort immer noch noch ein Öllager eines seiner Nachfahren gewesen zu sein, zumindest war eine solche Nutzung 1971 von der Stadt genehmigt worden. Ebenfalls ganz in der Nähe ist eine undokumentierte, teils gemauerte und teils betonierte, mittelgroße Stollenanlage mit Gasschleuse, die ich „Westbahnhofbunker“ oder „DRG-Bunker“ nenne, in der sich zumindest vor ein paar Jahren dem stechenden Geruch nach immer noch Überreste petrochemischer Stoffe befanden. Vielleicht war dort im Zweiten Welrkrieg einiges eingelagert?
2015 hab ich dort „ein paar Steine“ fotografiert, vermutlich Originalteile der Burg.
https://postimg.cc/qzy49f8K
https://postimg.cc/SjVvRgmJ
https://postimg.cc/K3YQtyxW
Damals stand dort noch ein solides Haus im Landhausstil, welches auf den LB-Fotos vor 2016 zu sehen ist.
https://postimg.cc/Jy1Xs5rm
Auf dem zitierten LB von 2016 sieht man eher den sich schon 2015 abzeichnenden Abriß des Hauses, keine Ausgrabungen.(?)
Und das war die Aussicht der Ritter:
https://postimg.cc/fVMyCW6L
In der Hoffnung, es meldet sich noch ein (pensionierter) Bauingenieur zu Wort, um sich zu dieser Deckenkonstruktion zu äußern, frage ich einmal ganz unschuldig: Das sind aber keine Katzenberger-Decken, oder?
Das Gebäude hinten hat mich an die Siegmair-Schule erinnert, dann an den nicht mehr existenten Turnsaal in der Angerzellgasse. Beides trifft aber nicht zu.
…..oder – aus aktuellem Anlaß!!! – auf „Petrus Canisius“ vor der Ausräumung zwecks Umbau zur Kletterhalle. (Zumindest würde ich nicht unbedingt geweihte Paramente in der Nähe von dieser übermütigen sportlichen Jugend lagern… Sünden fürchten tät ich mich da!!!!
Wenn es der gleiche Dienstgang wie letztens [https://innsbruck-erinnert.at/wir-hatten-einen-dienstgang-xxiii/] war, dann ist ja der Ziegelstadl nicht weit. Vielleicht hat der Gefangenenseelsorger keine größere Sakristei?
Im Rohbau sind hinter jeder Stütze Ziegelzwischenwände eingebaut, Klassenzimmer gehen sich da nimmer aus. Vielleicht erinnert sich die jüngste Ururenkelin vom Kaiser im Prinzip richtig.
Der Wald ist recht nah, vom Bewuchs eher südlicher Stadtrand. Das ist das Genaueste was ich ohne Herumgoogeln weiß.
Ich hab da noch ein altes Foto, ich glaub, es ist noch älter, weil mindestens ein Haus weniger (das einzige Massivhaus inmitten der Schuppen und Baracken, Vorläufer des Raiffeisen Lagerhauses?). https://postimg.cc/BthGD2Wb und https://postimg.cc/zV0FSS52
Die Gleise sieht man auch dort, und ich glaube, die Betriebszufahrten sind wirklich heute noch eben diese aus der kuk Zeit. Es ist eher noch das eine oder andere hinzugekommen.
Am älteren Foto sieht man auch noch die Baracken, die am aktuellen Foto mit dem Tankzug verdächtig abgebrannt aussehen. Die Waggons stehen vermutlich nicht umsonst im Freiland.
Schaut wie ein liegen gelassener Rohbau aus. Das Gebäude im Hintergund sieht einer Bildungseinrichtung aus den 60-ern ähnlich, evtl. Schule oder ein Institutsgebäude? Das waren die Zeiten, wo man den untersten Fensterteil nach unten aufklappen konnte. Vorstellbar ist, daß die geziegelte Mauer unverputzt als Fassadenelement sichtbar ist. Wenn das Gebäude noch steht. Ich würde die Situation auf die Schnelle irgendwo im Westen der Stadt verorten.
Für einen kurzen Moment hatte ich beim Anblick dieses Fotos das irre Gefühl – wie einen Alptraum! – als stünde ich am Hinterausgang des Kaiser-Franz-Josefs-Jubiläums-Greisenasyl und blickte gegen Süden. Na ja, wenn man schon 1 Jahr älter ist als der Kaiser…1830 – 1916….da kann man schon auf so absurde Gedanken kommen. Nichts für ungut!
Lieber Lukas, ich danke dir, das ist der Beweis, dass dort zumindest ein Gleis bis zum Stubaitalbahnhof herüber reichte. Dieses Gleis scheint auch an der selben Position zu sein wie auf meinem im anderen Thread veriinkten Foto, das einen unscharfen Hochbord-Güterwagen zeigt – das sehe ich hiermit auch als erwiesen an.
Feldbahn ist das keine, Nebenbahn auch nicht, es ist eine „Anschlussbahn“, salopp auch Industriebahn genannt. Sie unterschiedet sich von der Feldbahn und der Nebenbahn dadurch, dass sie keine in sich abgeschlossene, im Fall einer Feldbahn schmalspurige Bahnanlage ist, sondern an das Hauptbahnnetz anschließt, nur deshalb existiert und nur wenigen eisenbahnrechtlichen Vorschriften unterliegt (das gilt allerdings auch für Feldbahnen).
Neben dem Buch von Horst Schreiber lohnt sich auch ein direkter Blick in die Gerichtsakten, digital abrufbar: https://junsv.nl/westdeutsche-gerichtsentscheidungen/suchen
Ich glaube, das Bild ist eine Fotomontage aus 3 Bildern. Hintergrund links passt mit Hintergrund rechts nicht zusammen. Man beachte auch die gute Ausleuchtung von unten…
Die beiden Arbeiter sind vermutlich bei der Kontrolle des Seils und fetten dieses gleichzeitig mit Seilbahnfett im Sprühverfahren – dazu müsste es recht warm gewesen sein. Wegen des Sprühnebels – ohne Maske! – dürfte eine lange Kleidung getragen worden sein.
Zur Sicherung nur ein Gurt um den Bauch so wie es aussieht. Wer den braucht hält nicht lange durch, falls er nicht eh gleich durchwitscht. Bitte nicht nachmachen, das mit der Sicherung.
Vielleicht sitzt der Herr auch nur deshalb in der Mitte, weil bis vor Kurzem links von ihm der Fotograf oder die Fotografin saß.
Ich denke, ein solches Idyll kann man sogar heute noch beobachten – warm genug wäre es bereits.
Links sieht man das Haus Innerkoflerstr. 24, hinter dem Kran den Neubau Hormayrstr. 12. , welches 1971/72 zeitgleich mit dem Haus Innerkoflerstr. 11, dem Besele „Verwaltungsbüro“, errichtet worden ist.
Im übrigen wieder einmal ein altes Bild aus dem Wilden Westen, damals hab ich grad Innsbruck den Rücken gekehrt. Der Kameramann tat dies mit den „Karwendelhäusern“, wie wir von Frau Stepanek aus https://innsbruck-erinnert.at/map-stories-friedensjahre/ wissen, geradezu todesmutig mit den dortigen Rowdies.
Zur da schon recht altersmorschen Tribüne, bzw. Tribühne, wie es ein mir unbekannter Kommentator dort geschrieben hat (2x!) gibts einen netten Beitrag:
Die Werbung für Donau-Versicherung auf dem Gebäude links des Altstadteingangs wäre vielleicht mal eine eigene Betrachtung wert, weil sich seit vermutlich mehr als hundert Jahren Werbe(Leucht-)schilder dieser Versicherung dort befinden, technisch und gestalterisch immer dem Zeitgeist entsprechend. Marketingtechnisch Verständlich angesichts der Millionen von Fotos, die dort schon entstanden sind und weiterhin entstehen. https://maps.app.goo.gl/AH8tvn7rV6jteWG49
du fragst, ob jemand etwas über BRUNO FAIELLA weiß. Viel weiß ich nicht, aber ein wenig doch: Im Herbst 1971 kam ich als einfacher Landbub von Ebbs nach Innsbruck in das Schüler- und Lehrlingsheim in der Anichstraße (als HTL-Schüler). Im tristen Alltag des Schülerheimes war ein Highlight, daß wir in der Mittagspause oder spätnachmittags nach der Schule noch im Kaufhaus TYROL einen Besuch absolvierten (meistens zum Gratis-Musikhören mit Kopfhörer in der Schallplattenabteilung). Da konnte ich im Eingangsbereich auf der rechten Seite neben dem Haupteingang eine (für mich) Neuheit kennenlernen: die PIZZA. Das war nicht ein Restaurant, sondern ein „Standl“ ähnlich wie wir die Würstlbuden kennen. Auf einer Beschriftung war irgendwo zu lesen der Name MAESTRO BRUNO. Während er mit italienischem Smile so vor sich hin ein Liedchen sang, schupfte er effektheischend den Pizzateig, und für mich war dann fast immer beim Kaufhaus-Besuch der Genuß einer Pizza-Schnitte mit dabei. – In den 1980er- Jahren war dann fast jeden Sonntag der Besuch der Pizzeria „La Bella Italia“ am Fürstenweg für mich und meine Freundin an der Abend-Ordnung – und siehe da – ich konnte den mir schon visuell bekannten Maestro Bruno nunmehr als Bruno Faiella kennenlernen. – Und dann wieder viele Jahre später konnte ich bei einem meiner Kufstein-Besuche in den späten 1990er- und Anfang2000er-Jahren feststellen, daß der besagte Maestro sich nunmehr in Kufstein am neu errichteten Arkadenplatz mit einer Pizzeria niedergelassen hatte.
Erinnerung an die Jugendzeit. Gegenüber vom Laurinkino beim Schachermann Häusl Dozenhaken gespielt. Bitte setzen 10 Groschen….. Kaum hatten wir einen Schilling zusammen gings zum Kaffee Meran. Bei der Tür rein und links abgebogen sah man in der Vitrine das Ziel unseres Begehr. Schwedenbomben mit und ohne Kokosstreuesel mir läuft noch jetzt das Wasser im Mund zusammen wenn ich daran denke.
Hier noch eine kleine Anekdote zum Haus in dem sich die Apotheke befand. Im obersten Stock beim Fenster links der Regenrinne wohnte einer meiner Freunde. Statt brav in seinem Zimmer den Hausarrest abzusitzen kletterte er der Rinne entlang nach unten und ab gings zum Fussball spielen. Der Fuchs war schon ein wilder Hund.
Der Plan, Industriegleise vom Westbahnhof her bis zum Stubaitalbahnhof herüber zu ziehen, bestätigt die Vermutung, die Werner Schröter vom Tiroler Bahnarchiv und ich bereits auf Grund dieser Aufnahme aus 1922 hatten: https://postimg.cc/t1x0Q8X0
Da steht vermutlich ein Hochbord-Güterwagen in der Wiese, Mitte links unten – leider nicht mit hunderprozentiger Sicherheit als solcher zu bestimmen, aber es sieht schon sehr danach aus. Würde mit dem Plan zusammenpassen.
Ein kurzer 4er-Zug, der vom Wiltener Platz gekommen isat, wartet auf die Abfahrt, er wird gleich nach links in den Marktgraben einbiegen. Wer genau hinschaut, sieht noch die Linie 1 rechts hinten in den Burggraben verschwinden, dieser Zug kam aus der Anichstraße. In der Maria-Theresien-Straße hatten die beiden Linien ihren innerstädtischen Umsteigepunkt miteinander und je nach Epoche mit den Linien 0, 1B, 2, 3, 5 und 6. Dafür war die Gleisanlage wie leider so vieles an der Innsbrucker Straßenbahninfrastruktur vollkommen unterdimensioniert. Mit Auflassen der nördlichen Saggenstrecke Mitte 1939 verlor der Umsteigepunkt an Bedeutung.
Von Seitenwerbung und Dachwerbung auf den großen Vierachsern gibt es relativ wenige Fotos, diese habe ich überhaupt noch nicht gesehen. Danke dafür!
Die Angabe „um 1930“ stimmt schon, Umstellung auf Rechtsfahren war am 2. April 1930. Noch genauer eingrenzen lässt sich die Datierung mit der Haltestellentafelm am Querspanner, am 12. Oktober 1929 verbot die Stadt das Aufstellen von Haltestellentafeln. Somit kann das Bild auf „Mitte Oktober 1929 bis Anfang April 1930“ datiert werden. Im tiefen Winter sind wir eher nicht, aber ist (Früh-)Herbst oder (Vor-)Frühling?
Auch wenn JK Rowling sich ins gesellschaftliche Aus geschossen hat, ist meine erste Assoziation natürlich Gringotts Wizarding Bank, die allerdings ihren Eingang im runden Eck hat, Herrliches Foto, danke!
…und der Peter Schuler (Inhaber: Schuler Maria) – hatte später (Nachkriegszeit) 2 Häuser weiter westlich nur mehr „Baby- und Kinderbekleidung“ –
– für welche unsere unmittelbare Nachbarin , Frau Amalie Fritz, eifrig hellblaue, rosarote und weiße Jäckchen und Häubchen in Heimarbeit häkelte.
Die Münchner Schwalben waren öfters bei ihren Kollegen in Innsbruck zu Gast, auch zu div. Gründungsfesten. Ich vermute, dass es sich beim 2. Bild um das 3. Gründungsfest i. J. 1902 handelt – nicht zuletzt wegen der bodenlangen Kleidung der Kellnerin/Wirtin und der vielen Banner im Hintergrund. Über 10 Radfahrvereine aus Österreich, Deutschland und Italien waren anwesend.
Gefeiert hat man im Bierwastlgarten, im Bürgerlichen Bräuhaus und im Hotel Arlberg. Vielleicht ist ja der Gastgarten auf dem Foto eindeutig einem dieser Häuser zuordenbar, dann würde September 1902 als Aufnahmejahr passen:
https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19020911&seite=5&zoom=33&query=%22M%C3%BCnchner%2BSchwalben%22~2&ref=anno-search
Karl Gstrein wurde bereits in der konstituierenden Sitzung vom 16. 3. 1900 in den Ausschuss (Zeugwart) gewählt (IN 22. 03. 1900 S. 4) und hat wohl neben seinen sportlichen und musikalischen Fähigkeiten auch noch zeichnerische besessen: Das Klub-Banner ist nach seinem Entwurf gefertigt worden (IN 25. 09. 1902, S 4).
Nach dieser Meldung ist Karl Alfons Gstrein in Reutte verstorben: https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19450125&query=%22Karl+Gstrein%22~2&ref=anno-search&seite=4
Aus dem „Tiroler Oberland“ stammte nicht nur sein Vater, auch seine Großmutter mütterlicherseits, Rosalia Fink, geb. Hackl kam von dort. Sie wurde am 28. 08. 1785 in Schönwies als Tochter des Wagnermeisters Christian Hackl und der Johanna Röllin geboren und verstarb am 29. 05. 1866 in Innsbruck in der Bäckerthorgasse 130 (= Seilergasse).
Korrektur / Ergänzung:
Im Traubucheintrag zu Gstrein/Resch der Pfarre St. Jakob wurde sein Sterbeort und -datum nachgetragen mit 19. 01. 1945 in Breitenwang. Mit dem Totenbuch-Index der Pfarre Petrus u. Paulus Breitenwang wird dieser Nachtrag bestätigt. Der Hinweis in den IN vom 25. 01. 1945 auf Reutte als Sterbeort wurde der Redaktion evtl. falsch übermittelt oder er bezog sich auf den Bezirk Reutte.
Die Katasternummer 130 in der Bäckerthorgasse entspricht der heutigen Hausnummer 10 in der Seilergasse.
Wenn ich mich nicht ganz täusche: Blick nach links in den Burggraben, Blick nach rechts in die Maria-Theresien-Straße (Irgendwie „stört“ mich aber der Baum)
Der Baum muss Sie nicht stören, Herr Theiss. Zur Zeit als sich dem Stockereck gegenüber die Hauptwache befand, gab es hier auch Bäume: https://innsbruck-erinnert.at/eine-reise-weit-zurueck-vi/
In diesem Beitrag hat Herr Hirsch eine schöne Ansichtskarte davon gepostet:
Der Hammerl war später auf der anderen Straßenseite, beim Sparkassendurchgang. Dort und beim Heiß in der Museumstraße haben wir uns immer die Nasen plattgedrückt!
Natürlich hatten wir Pradler auch einen „richtigen“ Fürstenweg – anscheinend bis 1908. Damals wurde ja von Hausnummern auf Straßen- und Straßennummern umgestellt und wahrscheinlich wollten die Stadtler (oder Wiltener) nicht, dass es einen zweiten Fürstenweg im Stadtgebietgebiet gibt. Stimmt schon: Wäre auch nicht praktisch gewesen!
Fürstenweg Nr.10 oder Nr.15 würde sich aber gut anhören – gell, Frau Stepanek!
…und einen gerechtfertigten Anspruch (!!!!!) hätten wir ja darauf, gell – zumindest wir vom Haus Nr 10!!!
W I R wurden bekanntlich 1582 erstmalig erwähnt, als Anna Caterina Gonzaga von Mantua 1582 (in Worten: Fünfzehnhundertzweiundachtzig!) dieses Anwesen als Erzherzogin Anna Catharina zu Österreich – weil sie da ja ihrem Onkel Ferdinand als zweite Gattin angetraut worden war – mit 15 Jahren -) dieses ANWESEN dem ACHATZI USCHALL, ihrem Cammerdiener, verliehen hat.
Und zwar:
1 Behausung, mit Hofstatt zu Brädl; stoßt an 1) u. 2) an der Nachpar allda Gemain, 3) an August Frelichs Erben Syllanger, 4) an den Pach.
(Der Vater des Achatzi Uschall, Paul Uschall, war neben Hannsen Schauber und Andreas Kenner einer der Commisäre, an welche am 24.5.1564 Schloß, Pflege und Propstey Ombras abzutreten und zu übergeben war)
Gell, Herr Roilo – fürstlicher gehts wirklich nimmer am alten Fürstenweg von der Hofburg über die Pradler Brücke – und weiter bis Schloß Ambras.
Da muss ich natürlich mit meinem 15er Haus passen bzw. ich müsste nun nachforschen, ob hier vor dem 13.11.1827 vielleicht schon etwas stand. Denn zu diesem Zeitpunkt erst ließ „Josef Mehrle, Bäckermeister zu Pradl, 1 Behausung mit Stadl und Stall und Frühgarten zu Pradl“ erbauen (lt. Kauf v.13.11.1827, fol.1011 Wog und Wig = 226 Qu. Klafter und 5 Grundstücke) – Hausname „Der Böck“ Pradl 23. Mein Großvater kaufte 1908 den nunmehrigen „Pradlerböck“ von der Rauchmühle.
So nebenbei: Ehe man die Stephansbrücke erreicht, überbrückt die Brennerstraße bei Gärberbach eine weitere Steinbrücke aus der Bauzeit, sozusagn eine Generalprobe, https://postimg.cc/4nYZKkdc
Mein Gott! Innsbrucks WILDER WESTEN!
Eines Tages kam mein Papa (1946? 1947?) mit der Botschaft heim nach (damals) Fritzens:
„wir kriegen eine Wohnung in Innsbruck!!!“
„Wo?“ fragte meine Mama mißtrauisch.
„In dera Karwendlstroßn“ verkündete Papa.
„Um Himmels Willen! Da ist ja dreimal die Woche mindestens die Polizei draußen – so wild gehts dort zu…!!!“
Aber – wie jeder mittlerweile weiß – wir bekamen sie eh nicht. Sondern erst 1950 die in der Andreas Hofer Straße.
Kein Wunder, daß sich in diese gefährliche Gegend – wo’s eh nix gibt! – kein Vermessungstechniker und Stadtplanzeichner hinausgetraute. Schon seiner wertvollen Geräte und Instrumente wegen.
Na ja, etwas genauer als die kopfstehende Ebsdorfer Weltkarte sind diese schematischen Annäherungen allemal. Halt früh-neuzeitlich, täte ich sagen.
Es konnte ja nur besser werden – oder?
Und so ein Stadtplan hinkt der städtischen Wirklichkeit ja immer an die 15 bis 20 Jahre hinterher, oder?
Aber Frau Stepanek, die Karwendelstraßenhäuser scharten sich doch artig um die Kirche. Wobei auch die Häuser an der Egger Lienz Straße und der Ing. Riehl Straße unter diesem Oberbegriff zusammengefaßt waren.
Sie waren ausnahmslos von Eisenbahnerfamilien bewohnt, ein auch politisch durchgefärbtes Bollwerk, das gerne unter sich blieb. Ich nehme an, die vergaben Wohnungen nur an ÖBB Personal. Dass ich mit den Bahnelern in der Volkschulklasse – Gasser, Raggl, Fürholzer, Haller – gut ausgekommen bin, freut mich heute noch.
Zugegangen ist es eher bei uns daheim – ich glaub, ich habs schon einmal erwähnt – mit dem Gasthof Niedermayr als Ort des Zusammentreffens erzkatholischer Tischler und Zimmerer aus der Gegend von Götzens und Axams und dem gottlosen Sozivolk aus der Wiltener Eisenbahner Hochburg. Tote gabs aber keine. Hie und da stund halt „die Streife“, ein VW Käfer mit Zusatzscheinwerfer, vor der Tür. Für mich natürlich sensationell…
Jaaa, und mich damals 8-jährige hätten derart sensationelle Abwechslungen auch gefreut – als stille Zuschauerin hinterm Fenster, was da wieder los war. Aber wie Sie richtig sagen – lauter brave Eisenbahnerfamilien, die froh waren, einigermaßen gut über die Runden zu kommen. Und manche waren froh, bei zunehmender Kinderschar in eine größere Altbauwohnung weiter stadteinwärts tauschen zu können…
Und bei einer dieser Familien, welche dann in unserer Nähe wohnte, haben wir uns erkundigt, was damals in der Karwendelstraße „diesbezüglich“ eigentlich los gewesen sei – und sie wußte „Jaaa, das war jener…. und den hamms dann eh bei der Bahn aussigschmissn!“
Die „Vorkommnisse“ werden halt gerade knapp vor dem Schreckensschrei meiner Mama in der TT berichtet worden sein, denke ich,
…und ausgerechnet in der Antwort an Herrn Prof.Dr.Hirsch dieser Schreibfehler!
Es ist natürlich die EPSDORFER Weltkarte – und wenn Sie Wikipädia danach befragen, wird Ihnen die frappante Ähnlichkeit mit diesen Innsbrucker stadtplänen nicht entgehen – zumindest farblich und ebenso genau.
Ja, diese Innsbrucker Stadtpläne sind ein wirklich schauriges Thema – ich habe sie immer schon „kriminell“ gefunden, was ihre geradezu fahrlässige Ungenauigkeit – oder sagen wir „Schlamperei“ anbelangt. Da geht es mir wie Ihnen, Herr Roilo – und wie dem verehrten Herrn Hirsch: Der Anblick versetzt mir jedesmal eine Watschen.
Sicher war es hart, das Leben in dieser Gegend, jedoch war man damals froh und stolz hier eine Arbeit zu haben. Bahnwärter bei der Südbahn waren verhältnismäßig gut besoldet und hatten eine Wohnung. Weitere Anwohner besiedelten erst in später Zeit diesen Idyllischen Ort.
Der einstige Weg führte recht steil hinab zur Sill und über einen hölzernen Steg darüber. Einige Mle konnte ich da Hinab und hinüber gehen. Erst nach 1967 wurde der Weg durch die Rohrbrücke erleichtert. Die Haltestelle wurde erst wirklich interessant, nachdem Das Ruetzkraftwerk errichtet wurde und die Arbeiter mit ihren Familien dann mit der Bahn in die Stadt fahren konnten.
Es ist noch immer nett dort, wenngleich die Veränderungen durch den Autobahnbau, die Mülldeponie Ahrental und nun den Ablagerungen des BBT die Gegend stark verändern.
Warum heißt die Karte „Insprug mit der Gegend auf 2 Stunden“ , wo sie doch das Gebiet von Zirl im Westen bis Hall im Osten abdeckt und damit für diese Strecke laut äußerer Maßstabsleiste eine sechsstündige Reise angibt? Da muss man wohl das kleine „etc.“ noch mitlesen.
Wie passt „Eine Gemeine Teutsche Meil“ rechts oben zur inneren Maßstabsleiste (30-35-40- etc.) oder gehört das nicht zusammen?
Das hochgestellte „47“ am linken Bildrand bezeichnet wohl den 47. Breitengrad. „33“ entsprechend den Längengrad, aber von wo berechnet?
Das sind am ehesten die Zeiten zu Fuß. Mit dem aufgedruckten Maßstab kommt man von Innsbruck in 3 Stunden nach Hall, was machbar erscheint, und die eineinviertel Sunde nach Natters ist mir bestens vertraut. Wobei ein Fuhrwerk nicht schneller wie ein Fußgänger gewesen sein wird. Auch ein Reiter ist kaum schneller, wenn er sein Tier liebt.
Es ist eigentlich sehr einleuchtend, dass man die Gehzeit als Maßstab nimmt, was sollen Meilen und Meter.
From pension heis on Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Go to comment2026/03/12 at 11:30 pm
From pension heis on Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Go to comment2026/03/12 at 11:16 pm
From pension heis on Baustellen machen Spaß!
Go to comment2026/03/12 at 11:01 pm
From Christian Haager on Kaiserliche Durchfahrt
Go to comment2026/03/12 at 9:31 pm
From Werner Schröter on Eine Feldbahn?
Go to comment2026/03/12 at 8:10 pm
From Manni Schneiderbauer on Eine Feldbahn?
Go to comment2026/03/12 at 9:43 pm
From Karl Hirsch on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 7:39 pm
From Didi Mair on Immer modern
Go to comment2026/03/12 at 6:39 pm
From Friedrich on Baustellen machen Spaß!
Go to comment2026/03/12 at 6:00 pm
From Karl Hirsch on Unterwegs in der Stadt_17
Go to comment2026/03/12 at 5:28 pm
From H on Unterwegs in der Stadt_17
Go to comment2026/03/12 at 4:12 pm
From Friedrich on Unterwegs in der Stadt_17
Go to comment2026/03/12 at 3:44 pm
From Manni Schneiderbauer on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 3:00 pm
From Markus Margreiter on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 3:09 pm
From Barbara Pöll on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 3:43 pm
From Manni Schneiderbauer on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 9:08 pm
From GERALD HELD on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 4:28 pm
From Markus Margreiter on Im Norden von Vill erhebt sich majestätisch die Burg Straßfried
Go to comment2026/03/12 at 3:51 pm
From Karl Hirsch on Baustellen machen Spaß!
Go to comment2026/03/12 at 2:46 pm
From Karl Hirsch on Eine Feldbahn?
Go to comment2026/03/12 at 2:27 pm
From Vinzenz Theiss on Unterwegs in der Stadt_17
Go to comment2026/03/12 at 2:10 pm
From Joachim Bürgschwentner on Unterwegs in der Stadt_17
Go to comment2026/03/12 at 2:49 pm
From Thomas Fritz on Baustellen machen Spaß!
Go to comment2026/03/12 at 12:32 pm
From Henriette Stepanek on Baustellen machen Spaß!
Go to comment2026/03/12 at 9:37 am
From Manni Schneiderbauer on Eine Feldbahn?
Go to comment2026/03/12 at 5:13 am
From Barbara Pöll on Josef Schwammberger (I.)
Go to comment2026/03/11 at 8:45 am
From Lhtm on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 7:54 pm
From Friedrich on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 6:00 pm
From Martin Schönherr on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 9:39 pm
From Karl Hirsch on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 10:10 pm
From Walter Rangger on Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Go to comment2026/03/10 at 5:37 pm
From Walter Rangger on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 5:33 pm
From Rolf Parzer on Wir hatten einen Dienstgang XXIII
Go to comment2026/03/10 at 5:20 pm
From Stefan Lackner on Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Go to comment2026/03/10 at 3:44 pm
From Nikolaus Batlogg on Jobangebot: Frischluft und grandiose Aussicht
Go to comment2026/03/10 at 7:16 pm
From Karl Hirsch on Ich wünsche mir ein ck und drei Punkte
Go to comment2026/03/10 at 12:55 pm
From Hans Pechlaner on Ein Idyll…
Go to comment2026/03/10 at 10:20 am
From Hans Pechlaner on Ich wünsche mir ein ck und drei Punkte
Go to comment2026/03/10 at 10:05 am
From Karl Hirsch on Besele
Go to comment2026/03/10 at 8:05 am
From Manni Schneiderbauer on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/09 at 10:14 pm
From Hans Grünbacher on Ausgezeichneten Pizza
Go to comment2026/03/09 at 2:24 pm
From Auböck Aldo on Konditorei Café Meran
Go to comment2026/03/09 at 1:44 pm
From Hans Pechlaner on Erinnerung an die Brennerbahn - Eisenbahn und die Straße mit der Stephansbrücke
Go to comment2026/03/09 at 1:22 pm
From Manni Schneiderbauer on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/09 at 12:08 am
From Manni Schneiderbauer on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/08 at 11:52 pm
From Hans Pechlaner on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/09 at 1:30 pm
From Manni Schneiderbauer on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/09 at 10:06 pm
From Manni Schneiderbauer on Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 53
Go to comment2026/03/08 at 11:22 pm
From Josef Schönegger on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 5:33 pm
From Henriette Stepanek on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/08 at 5:23 pm
From Ingrid Stolz on Ein Radpionier
Go to comment2026/03/08 at 4:32 pm
From Ingrid Stolz on Ein Radpionier
Go to comment2026/03/11 at 12:49 pm
From vinzenz theiss on Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 53
Go to comment2026/03/08 at 4:21 pm
From Ingrid Stolz on Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 53
Go to comment2026/03/08 at 5:05 pm
From Karl Hirsch on Erinnerung an die Brennerbahn - Eisenbahn und die Straße mit der Stephansbrücke
Go to comment2026/03/08 at 4:21 pm
From Karl Hirsch on Wer (er)kennt … – ein Potpourri aus den Stadtteilen_Teil 53
Go to comment2026/03/08 at 4:17 pm
From Manfred Roilo on Ein fast schon intimes Foto
Go to comment2026/03/08 at 2:08 pm
From Manfred Roilo on Aus Leserkreisen… Krankrake – Stadtplan
Go to comment2026/03/08 at 12:50 pm
From Henriette Stepanek on Aus Leserkreisen… Krankrake – Stadtplan
Go to comment2026/03/08 at 5:12 pm
From Manfred Roilo on Aus Leserkreisen… Krankrake – Stadtplan
Go to comment2026/03/11 at 3:47 pm
From Karl Hirsch on Erinnerung an die Brennerbahn - Eisenbahn und die Straße mit der Stephansbrücke
Go to comment2026/03/08 at 12:24 pm
From Manfred Roilo on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 11:36 am
From Karl Hirsch on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 11:54 am
From Henriette Stepanek on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 5:41 pm
From Karl Hirsch on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 7:36 pm
From Henriette Stepanek on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 9:59 pm
From Henriette Stepanek on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 6:15 pm
From Manfred Roilo on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 2:15 pm
From Henriette Stepanek on Map Stories: #friedensjahre
Go to comment2026/03/08 at 5:47 pm
From Werner Schröter on Erinnerung an die Brennerbahn - Eisenbahn und die Straße mit der Stephansbrücke
Go to comment2026/03/08 at 11:19 am
From Barbara Pöll on "Insprug mit der Gegend auf 2 Stunden"
Go to comment2026/03/08 at 10:54 am
From Karl Hirsch on "Insprug mit der Gegend auf 2 Stunden"
Go to comment2026/03/07 at 9:35 pm
From pension heis on Zwei Bretteln und zwei Fragen
Go to comment2026/03/07 at 9:01 pm