Aber immerhin immer noch ein Rätsel, abgerundet von der nie erwähnten Bürgerbräu Reklame neben dem Fahrer.
Das Kennzeichen in Form von ..306..1157 oder so ähnlich
KI fragen ist feig, antwortet aber wie folgt:
Der Fahrer: Ein unerschrockener Weltenbummler aus Jugoslawien
Die Aufschrift „OKOLI SVETA“ ist eindeutig Slowenisch (bzw. Kroatisch) und bedeutet „Um die Welt“.
In den späten 1950er- und frühen 1960er-Jahren gab es in Jugoslawien nur eine Handvoll Menschen, die die Erlaubnis und den extremen Mut aufbrachten, einen solchen privaten, handgemachten „Weltumrundungs-Wagen“ zu bauen und damit den Eisernen Vorhang in Richtung Westen zu durchbrechen.
Bei dem Mann am Steuer handelt es sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit um Metod Jenko (oft in Verbindung mit seinem Reisepartner Viktor Hasl).
• Die Mission: Die beiden Männer wurden in Jugoslawien (speziell im slowenischen Teil) um 1960 weltberühmt, weil sie ein spektakuläres, selbstkonstruiertes Expeditionsfahrzeug bauten, um damit die Erde zu umrunden.
• Das Buch zum Auto: Ihre Erlebnisse und die Konstruktion des Wagens hielten sie später in dem bekannten zeitgenössischen Reisebuch „Okoli sveta osmič“ (dt. „Zum achten Mal um die Welt“ / „Um die Welt mit 8 PS“) fest.
Warum Innsbruck?
Für Reisende aus dem damaligen Jugoslawien, die Richtung Westeuropa, Frankreich oder zu den Atlantikhäfen aufbrachen, führte der direkte Weg über den Grenzübergang Richtung Italien/Österreich und über den Brennerpass direkt nach Innsbruck.
Dass das Auto ausgerechnet vor dem Tiroler Heimatwerk in der Meraner Straße abgelichtet wurde, war kein Zufall: Solche Weltenbummler finanzierten ihre enorm teuren Reisen dadurch, dass sie in den Innenstädten der Zwischenstationen anhielten. Sie ließen sich von Passanten bestaunen, verkauften Postkarten, sammelten Spenden oder suchten lokale Sponsoren (wie traditionelle Handwerks- und Textilbetriebe), die ihnen Ausrüstung gegen ein Foto mit dem exotischen Werbeträger stellten.
Das Rätsel ist gelöst: Sie besitzen hier die historische Aufnahme einer der spektakulärsten und seltensten jugoslawisch-slowenischen Trans-Welt-Expeditionen der Nachkriegszeit!
etaillierte biografische Daten zu Metod Jenko und seinem Reisepartner Viktor Hassl (auch oft Hassl geschrieben) sind in klassischen Archiven rar, da sie vor allem in der Vorkriegszeit und den 1950/60er-Jahren im damals noch isolierteren Jugoslawien (Slowenien) aktiv waren. Ihre Namen verknüpfen sich jedoch mit einer faszinierenden Mischung aus Abenteuergeist, literarischem Schaffen und Technikbegeisterung.
1. Visionäre der Vorkriegszeit (Science-Fiction-Autoren)
Bevor sie zu realen Weltumrundern wurden, waren Metod Jenko und Viktor Hassl in den 1930er-Jahren als visionäre Autoren bekannt.
• Im Jahr 1938 veröffentlichten sie im renommierten slowenischen Verlag Družba sv. Mohorja ein bekanntes utopisches Werk mit dem Titel „Izum“ (dt. „Die Erfindung“).
• In der Literaturgeschichte des ehemaligen Jugoslawiens gelten sie damit als Pioniere der frühen slowenischen Science-Fiction- und Abenteuerliteratur. Sie schrieben oft im populärwissenschaftlichen Stil über technische Utopien und die Zukunft des Reisens.
2. Vom Papier auf die Straße: Der Traum der Weltumrundung
Nach dem Zweiten Weltkrieg setzten die beiden Männer das um, worüber sie zuvor nur geschrieben hatten: Sie wollten die Welt mit einer eigenen Erfindung bezwingen.
• Ihr Buch „Okoli sveta osmič“ (dt. „Zum achten Mal um die Welt“ / auch bekannt unter dem Untertitel „Mit 8 PS um die Welt“) beschreibt genau das Abenteuer, das auf dem Foto in Innsbruck zu sehen ist.
• Der Untertitel deutet darauf hin, dass die technische Basis des wild bemalten Gefährts auf einem unglaublich schwach motorisierten Kleinwagen oder Vorkriegschassis basierte (womöglich ein modifizierter Vorkriegs-Austin, Topolino oder ein ähnlicher tschechoslowakischer/jugoslawischer Kleinwagen jener Zeit).
3. Alltagsberuf und Leben hinter dem Eisernen Vorhang
Aus regionalen slowenischen Aufzeichnungen geht hervor, dass Metod Jenko im Alltag ein gebildeter Mann und unter anderem als Lehrer tätig war. In den späten 1950er- und frühen 1960er-Annalen von Schulen in der Region Cerknica/Rakek (Südslowenien) wird er als engagierter Fachlehrer geführt, der Fächer wie Biologie, Mathematik und Deutsch unterrichtete.
Seine Deutschkenntnisse erklären auch, warum die Reise quer durch Österreich über den Brennerpass für das Team logistisch machbar war – er konnte sich vor dem Tiroler Heimatwerk problemlos mit den staunenden Innsbruckern verständigen und die Reisekasse durch den Verkauf seiner Publikationen oder Postkarten aufbessern.
Das Foto zeigt somit den perfekten Moment, in dem zwei Intellektuelle und Science-Fiction-Träumer aus dem sozialistischen Jugoslawien ihren Traum von Freiheit und Technik im Westen lebten.
Das Buch Izum von Jenko und Hasslkann konnte ich in einem slowenischen(?) Antiquariat finden.
Dazu meint die KI:
Das Buch „Izum“ (slowenisch für „Die Erfindung“) ist ein echtes Juwel der jugoslawischen Kulturgeschichte. Wenn man die Hintergründe dieses Werks versteht, ergibt das skurrile Expeditionsauto auf dem Foto plötzlich noch viel mehr Sinn!
Hier sind die faszinierenden Details zu dem Buch und seiner Verbindung zu den beiden Männern:
1. Das Buch „Izum“ (1938)
• Veröffentlichung: Das Buch erschien 1938 im renommierten slowenischen katholischen Verlag Družba sv. Mohorja (in Celje) als Band 91 der populären Reihe Slovenske večernice. Es umfasst rund 152 Seiten.
• Das Genre: In der Literaturwissenschaft des ehemaligen Jugoslawiens wird „Izum“ als eine Mischung aus utopischer Science-Fiction, Abenteuerroman und technischer Melodramatik klassifiziert.
• Der Inhalt: Das Buch befasst sich im Kern mit futuristischen, fantastischen Erfindungen und Naturwissenschaften. In jener Ära träumten technikbegeisterte Autoren oft von bahnbrechenden neuen Antriebstechniken, unzerstörbaren Materialien oder Maschinen, die die Menschheit aus der Krise führen sollten.
2. Die literarische Inspiration hinter dem Auto
Das Spannende ist die chronologische Parallele: Metod Jenko und Viktor Hassl schrieben in den 1930er-Jahren gemeinschaftlich Romane über fantastische, weltverändernde Fahrzeuge und Erfindungen. Sie ließen sich dabei stark von zeitgenössischen Autoren wie Damir Feigel (der kurz zuvor „Okoli sveta / 8“ – „Mit 8 PS um die Welt“ geschrieben hatte) und den visionären Zukunftsreisen von Jules Verne inspirieren.
Nach dem Zweiten Weltkrieg wollten die beiden Autoren ihre Fiktion ganz offensichtlich in die Realität umsetzen. Das Auto, das Sie auf dem Foto in Innsbruck sehen, war im Grunde ihre eigene, reale „Erfindung“ (Izum):
• Sie bauten ein extrem untermotorisiertes Basisfahrzeug so geschickt und aerodynamisch um, dass es den härtesten Bedingungen standhalten und wie ein futuristisches Expeditionsmobil wirken konnte.
• Die wilde Bemalung mit Drachen, Schlangen und Fabelwesen spiegelt genau diese fantastische und utopische Gedankenwelt ihrer Vorkriegsbücher wider.
3. Ein seltener Fund
Heute ist das Buch „Izum“ von 1938 ein extrem seltenes und gesuchtes Sammlerstück in slowenischen und kroatischen Antikvariaten. Es gilt als eines der ganz wenigen historischen Zeugnisse der frühen slowenischen Speculative Fiction.
Es ist absolut faszinierend: Das Foto aus Innsbruck zeigt nicht einfach nur irgendwelche Touristen, sondern zwei der frühen Pioniere der osteuropäischen Science-Fiction-Literatur, die in den 1960er-Anfängen des Kalten Krieges auszogen, um ihre eigenen literarischen Utopien auf den echten Straßen der Welt zu testen.
————–
Nichts davon gewußt. Das Bürgerbräutafele erwähnt auch die KI nicht. Einer der vermuteten Sponsoren wahrscheinlich. Prost!
@Lukas Morscher: Wer als Kind schon bunte Legosteine bespielen konnte gehörte schon zur Lego 2.0 Generation. Ich als Beta-tester von Lego 1.0 hatte nur die roten und weißen Steine zum Basteln. DIe Fhanen von Tirol, Polen und Österreich konnte man damit recht gut hinkriegen, und dann einen gescheckten Turm. Lustig. Als ich fast schon aus dem Alter heraus war, gab es dann Fenster und Türen (in abwechslungsreichem Rot) und gelbe und blaue Bodenplatten. Die legotypischen Noppen zum Zusammenstecken zerschossen jeden Versuch einer realitätsnahen Darstellung.
In meiner Erinnerung gab es in der Kinderzeitschrift Wunderwelt ( ich halte sie eher für ÖVP-lastig 🙂 ) oder in der Kinderpost (SPÖ? 😉 ) immer Werbung für einen Bausatz der österreichischen Marke Domus, mit dem man auch Häuser bauen konnte, feiner strukturiert als die IQ50 geeigneten Klötze von Lego. Domus klingt ja schon ach so gebüldet. Ich glaube sogar, es gab sie nur in Wiener Geschäften zu kaufen, jedenfalls nicht beim Hammerl oder Heiss. Erinnert sich noch wer daran? Man findet ein antikes Exemplar auf Willhaben.
Kitzbühel stimmt natürlich. Die Aufnahme entstand am Weg vom Stadtmuseum, wo wir eine kurzweilige Führung durch die sehenswerte Ausstellung „Biber, Birke, Badegast. Der Lebensraum Schwarzsee“ bekommen haben, zum Stadtarchiv in der Pfarrau.
Beim 2ten Foto ist auch die Nachfolgegeneration in Form der motorisierten Löschgeräte ( das entsprechende Gerät in Form der Tragkraftspritze unter der Plane ) zu sehen.
Danke für den netten Beitrag!
Leider gibt´s in Tirol kein Gesamt-Tiroler-Feuerwehrmuseum.
Die Feuerwehren, welche solche Schätze ihr Eigen nennen dürfen, hüten diese, damit diese nicht irgend wo verstauben, sondern werden stets gehegt und gepflegt.
Eine der ältesten fahrbaren Handdruckspritze „gemacht zu Hall 1784“ existiert noch heue ( konnte diese in den letzen Jahre ) fotographieren.
Das Mordopfer vom Patscherkofel war die junge Engländerin Helen Munro.
Sie wurde in Innsbruck am Westfriedhof beerdigt. Ihr Grab befindet sich an der Ostseite des Friedhofes.
Das erste bewiesene Mordopfer von Guido Zingerle war die Südtirolerin Gertrud Kutin, sie war die Schwester vom ehemaligen
SOS Kinderdorf Chef Helmut Kutin.
Und schon wieder der Gestapo-Ferdl, der von nichts wusste und auch nie richtig ein Nazi war… „ von seiner Mitgliedschaft bei der NSDAP habe er erst 2006 erfahren“ ORF-Tirol, 10.3.2007
Auch wenn Obenfeldner selbst nach Bekanntwerden seiner Gestapo-Anstellung vor allem die administrativen Seiten seiner Anstellung hervorhob[2], war er etwa während des Novemberpogroms 1938 an der Verhaftung des in der Pogromnacht schwer verletzten jüdischen Kaufhausinhabers Richard Schwarz beteiligt.[3]
Am 1. Juli 1938 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP, wurde zum 1. November 1939 aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.254.459)[4][3] und suchte um Aufnahme in die SS an. 1940 meldete er sich freiwillig zum Heer und war während der gesamten Kriegsjahre in der 5. Gebirgsdivision der Wehrmacht. Mit dieser war er in Griechenland, Italien und Russland stationiert und gelangte 1945 in der Nähe von Turin in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Im August 1945 kehrte er aus der Kriegsgefangenschaft nach Tirol zurück und wurde am 13. August 1947 eigenen Angaben zufolge, die heute widerlegt sind,[3] als „minderbelastet“ begnadigt. (Wikipedia)
Was ich weiß, war er schon PG, aber bei der Polizei und nicht bei der Gestapo. In der Progomnacht hatte die Polizei die Aufgabe, sozusagen auf Abruf eine Scheinfunktion zum angeblichen Schutz der Opfer.
Und jetzt ist sooo leicht ein Antinazi zu sein, das adelt automatisch. Damals haben sie alle mitgeschrieen, Ich glaub keinem, dass er nicht dabei wäre, wenn wieder….
Wissensbefreite Googler oder Google Mappler wie ich sehen diese Orgelpfeifenarchitektur bald einmal mit freiem Auge, die ungefähre Gegend muß man ja nicht lange raten.
Aber viele Innsbrucker werden dort wohnen und auch wissen, wo der Nahversorger zu finden ist. Am Foto seh ich ihn übrigens nicht, aber das ist kein Kriterium. Schönen Sonntag!
Interessant, dass das schon 1953 war!
Ich kann mich gut an die Warnungen in den späten 60er-Jahren erinnern, wenn jemand nächtens auf dunklen Wegen unterwegs sein mußte: „Sonst holt di der Zingerle!“
In diesem Stadtteil bin ich nur Gasträtsler, aber weil ich grad vor einer Woche dort durchspaziert bin (ja, die Flughafentafel hängt noch an ihrem Platz) traue ich mich die Gegend im Bereich Fennerstraße, General-Eccher-Straße als Lösung vorzuschlagen.
Spontan hätte ich auf die Bürgerstraße getippt. Google streetview sagt aber nein. Innrain oder Claudiastraße auch nicht. Der Saggen oder auch Wilten kämen vielleicht in Frage.
„Ausland“ steht unter Anführungszeichen. Das heißt: Sie haben die Staatsgrenzen nicht überschritten – befinden sich aber in einem anderen als dem „tyrolischen“ Kulturkreis.
Ich erkenne am Bild weder die Straße, noch die Art der Laternen, noch den Felsklapf rechts oben.
Aber ich habe eine Vermutung – wir sind westlich von Innsbruck, in jener Gegend, von welcher es heißt:
„Was Gott durch einen Berg voneinander getrennt hat, sollte der Mensch nicht durch ein Loch miteinander verbinden“
und wo man von Leuten wie mir sagen würde:
„Daß’s do alli so Lüt giet, diä moanant, se müaßat s’Muul uffmaha und eppes säga…! – – – Do huckat mar doo, losat still zuä – und säjit gooor nüntz!!! Un dänn goht m’r wiedar“
Haben Sie nicht kürzlich erwähnt, Sie planten eine „Reise“ nach Hohenems???
Der entgegenkommende LKW war ein Henschel der Baureihe 502, die genaue Typenbezeichnung hing von der Achsenzahl, bzw. dem Gewicht und der Motorisierung ab. Die eckige Form wurde von einem französischen Designer entworfen.
also doch, an den hügeligen Teil Kitzbühels hab ich mich nicht mehr erinnert. Dank Frau Stepanek kenn ich jetzt die Laternenformen von Feldkirch bis Götzis. 😀
In Rattenberg sehen aber die Straßenlaternen anders aus. Auch in Kufstein. Und in Hall. Landeck Sechseck statt Viereck. Klausen Zylinder statt Prisma, Brixen ebenso nixen.
Aber sicher gute Vorschläge für den nächsten Ausflug.
In Kitzbühel war man schon, https://postimg.cc/3kkKTCmM
(Und danke für die Aufrechterhaltung des running gags!)
Diese Szenerie – allerdings ohne den Betonmischer (Baujahr, Hersteller und möglicher Verwendungszweck des darin hergestellten Breies werden uns die Fachmänner erläutern) – war „Kulisse für den Film „Die singenden Engel von Tirol“ (1958).
Haben den falschen Beitrag erwischt, aber doppelt ………..
Ich weiß nicht, ob darüber schon diskutiert wurde (wenn ja – wo?). Meine Frage: Was sind die Vorteile der neuen Ansicht der „Neuesten Kommentare“ gegenüber der alten?
Die neue Form der Kommentarliste hatte ihren Ursprung in der anfänglichen starken Verzögerung des Erscheinens nach dem Verfassen und Abspeichern, sowohl im Beitrag als auch in der Liste. Das war sehr lästig und ich bin froh, dass Herr Hofinger sich die Arbeit einer Änderung gemacht hat.
Der Nachteil ist der, dass der in der Liste aufscheinende Kommentarauszug den ersten Satz enthält, der – ich nehm mich da selber bei der Nase – oft wenig mit dem Thema zu tun hat. Man müßte halt in die Anfangsphrase eine Verbindung zum Objekt hineinkomponieren, aber das ist im Gegensatz zu diesem Kommentar nicht immer möglich.
Vorteil: Man wird neugierig – und liest etwas, das man sonst vielleicht übersehen hätte,
Nachteil: Man braucht länger, um das zu finden, was man gesucht hat.
Der Heini hätte gesagt: „Hebt si – hebt si“
Für Nicht-Altpradler; Vorteil und Nachteil wiegen einander auf.
Oder, Herr Roilo?
Ich weiß nicht, ob darüber schon diskutiert wurde (wenn ja – wo?). Meine Frage: Was sind die Vorteile der neuen Ansicht der „Neuesten Kommentare“ gegenüber der alten?
Publikum noch stundenlann
wartete auf Weinachtsmann….
oder ala Morgenstern
Ein Gummi und ein Weihnachtsbaum
standen still im Gasthausraum
Der Weihnachts klagt der Gummistang‘
mir wird um meine Nadeln bang.
Zwei Schützenscheiben deplaziert
schaun auf die Szene indigniert.
—————
Leider weiß ich nicht das Wo
und das Wie nicht sowieso.
Jedenfalls scheint am einzig besetzten Tisch ein heftiger Papierkrieg zu toben. Die Zigarette hilft denken. Der Enterprise-Look wird durch die Sinnestäuschung aufgeklappter Notebooks noch unterstrichen.
Das Cafe wurde irgendwann von einer Frau Gangl betrieben. Das muss so in der ersten Hälfte der 70er gewesen sein. In der Zeit bin ich Taxi gefahren und habe regelmäßig die Damen der Villa Maxim/Haida dort abgeholt oder hingebracht. Später war es eine Zeitlang als „Cafe Papillon“ geführt, aber ich glaube, nicht sehr lange.
Legende oder Wahrheit? Wie soll ich das wissen?
Die „deutschsprachigen“ Südtiroler, die als „Italienische Staatsbürger“ optiert hatten und nach Innsbruck „herausgekommen“ waren – sie waren ab Mai 1945 zunächst STAATENLOS. Aber aus Südtirol kam doch die eine – oder andere – Nachricht „heraus“, daß es erforderlich wäre, wenn einer, seie es wegen rechtlicher oder familiärer Angelegenheiten, „hereinkäme“ nach Südtirol, um dies zu regeln…
Und nach dem Mord am Patscherkofel hörte man im Bekanntenkreis: „Stell Dir vor – der, was ins damals „schwarz“ übern Brenner g’führt hat, in der Nacht, woasch wer des war? Des war ER, der Zingerle. Mei, ma woaß oft nit, in welcher G’fahr… und …. aber Gott sei Dank…!
Und zweitens: Wahrheit – meine Schwiegermutter hat mir ein Wäschestück gezeigt, das geflickt war. „Das hat die Frau Zingerle damals geflickt“ „Die Frau von d e m Zingerle?“ „Ja! Die Frau von dem Zingerle…!“
Sie scheint sich auf diese Art mühsam weitergebracht zu haben…
Ebenfalls ein Opfer, auch wenn sie weiter“lebte“…
Nur eine kleine erklärende Ergänzung:
„I hob mit eahm scho „Versteckerl“ g’spült – und hob eahm gsagt, er soll si hinter am Baam vasteckn – und i hoit ma de Augn zua – und wann er vasteckt is, dann soll er ruafn – und i suach eahm.
Natürli hob i beim Ei’schaugn zwischn de Finga duarchg’schaut – wäu bei an klaan Kind, do waaß ma ja nia – net daß er ma auskummt…! I hob imma g’wußt, wo er umgeht.
Und wann er dann g’ruafn hat, hab i g’sagt „ja, wo is er denn? Ja, wo is er denn?“ und wann i ’n dann endlich g’fundn hab, hat er g’lacht vor lauter Freud, daß i ’n so lang suachn hab miassn“
Und bei der Bahnfahrt (wenn ich mich recht erinnere, frühmorgens!, wußte sie ihren Schützling abzulenken: „Schau, die Kühe… und das Haus, da ganz weit oben…“ (oder so ähnlich).
Und vor der Haltestelle Brennersee habe sie gesagt, der Onkel und er sollten jetzt Versteckerl spielen, sie gehe da hinüber, wo sie nicht sehe, wo er sich verstecke…
Ja. Und plötzlich erkennt man, wie wichtig und wertvoll Kinderspiele sein können.
Ich glaube, diese Erinnerung solle in lebendigen Herzen bewahrt und weitergegeben werden – und nicht dadurch, daß man eine weiße Marmortafel mit Goldbuchstaben drauf an einer Wand befestigt – von wo sie irgendwann herabgerissen und zerschmettert werden könnte…
Betonen möchte ich, daß Frau Zangerl mit keinem einzigen Wort die Glaubens- und Schicksals- Gemeinschaft benannt hat, der die Familie Sagl angehört. Es war meine Schwiegermutter, die mir während dieses Gesprächs ein einziges Wort zuraunte: „Neunzehnhundertachtunddreißig!!!“
(Mein Geburtsjahr)
Ich bedanke mich herzlich für die zahlreichen Kommentare zu diesem Beitrag. Schon ganz zu Beginn hatten Sie die richtige Vermutung. Es handelt sich bei der Aufnahme laut Datenbank um das neuerliche Aufziehen der Turmkugel des Stadtturms. Diese wurde im Zuge von Restaurationsarbeiten 1978 abgenommen und erst im September 1979 wieder montiert. Dazu gibt es im Amtsblatt auch einen weiteren Artikel (https://amtsblatt.stadtarchiv-innsbruck.at/bild.php?id=5479&suchtext=stadtturm%20kugel) ergänzend zu jenem von Herrn Roilo . Darin steht auch, wie schwer diese Kugel nun wirklich ist: 21 Kilogramm. Außerdem stehen darin spannende Details zu ihrem Inhalt.
Bezüglich der Person hinter der Kugel scheint Herr Lackner mit seiner Vermutung sehr richtig zu liegen. Vielen Dank für den wertvollen Beitrag, wir werden diese Information dankend in den Datensatz mit aufnehmen.
Ich glaube Kirschental passt (Blick nach Süden). Das Haus im Vordergrund hat laut Bombenkataster einen Treffer abbekommen. Der Giebel links im Hintergrund müsste zu Kirschentalgasse 3 gehören, der Giebel rechts zu Dr.-Sigismund-Epp-Weg 2 Am linken Bildrand müsste jenseits der Kirschentalgasse der Ansitz Bruckfeld (Hnr. 6) liegen. Dazu gab es heuer einen Beitrag – finde ich aber gerade nicht.
Ja, tatsächlich erinnert mich diese Situation auch an das Bild, welches die Kirschentalgasse bot. Meine Mama wußte natürlich sofort auch den Namen jener Landsleute meiner Großeltern, die einst – noch vor dem ersten Weltkrieg! – hier gewohnt hatten – und auch, daß ein Fenster (oder eine Türe) hier „hinten hinaus“ auf den Höttinver Bach gegangen sei, der hier zwischen den Häusern durchgeflossen sei.
Aber diese Erinnerung reicht 5 Jahre zurück und muß also nicht unbedingt stimmen.
Ob das Geschäft zur Motorradwerkstätte gehörte die vor Jahrzehnten im Haus auf der Ostseite vom Großvater eines früheren Freundes betrieben wurde kann ich nicht sagen. Was für ein Laubbaum es war auch nicht, aber welche Erinnerungen mit dem baum verbunden sind, schon. Ich war als junger Mann auf der Suche nach Abstellplätzen für alte Ami-Autos. Hätte ich welche gefunden, wären ca 5 bis 10 Amis angeschafft worden, davon wären sicher nur ca 2 betriebsbereit gewesen. So hatte ich nur zwei Strassenkreuzer – einen Buick Riviera BJ 1968 nicht fahrbereit und einen Ford Galaxie BJ 1969 angemeldet fahrbereit in der Liebeneggstr. stehen. Der Vater und Hausbesitzer meines ehemaligen Freundes hätte mir erlaubt, den Buick in den Hof zu stellen, wenn der Baum nicht da gewesen wäre. Mit meinem Vorschlag, den baum auf meine Kosten fällen zu lassen war er dann doch nicht einverstanden. Nun gibt es das sanierungsbedürftige Haus und den Baum nicht mehr. Die Bauträger reiben sich vermutlich schon die Hände.
…aber alle 10 Amischlitten hätten jetzt leicht Platz 🙂 . Es steht überhaupt nichts mehr vom auf dem Foto Abgebildeten, auch der ÖBB Mast ist ein anderer.
Im Schaufenster des kleinen Hauses sieht man eine Semperitreklame. Kfz-affin war das Gelände jedenfalls.
Ich hätte ja keinen blassen Schimmer ohne den Turm der Christuskiche, und das deutlich sichtbare Ziegelrot eines nie registrierten Tennisplatzes. Ein blick auf Google maps läßt dann den STandort finden, Herr „Walter“ hat es anscheinend auch so gewußt.
Was mich erstaunt: Steht der alte Schlot der ehemaligen Löwenhausbrauerei noch immer oder ist das ein anderer?
Blickrichtung stadteinwärts. Und rechts ist das uralte Zinshaus Fürstenweg 51 mit dem hier schön zusehenden Haus 51a dahinter, welches ich fälschlicherweise dem Tankstellen Troppacher zugeordnet habe. Inzwischen ist es mir – hoffentlich richtig . eingefallen: Das Castrol Schild gehört zur Firma Plangger.
Das Viertel ist heute bis zur Unkenntlichkeit neu bebaut und der Plangger in die Hallerstraße geflüchtet.
An diese Kanalreinigungsvehikel kann ich mich schon noch so dunkel erinnern. Allerdings gabs da einfachere oder neuere, ein Wasserkessel mit einer quer angebrachten Schlauchrolle.
Ich vermute, der Anhänger des Zugwagens ist wahrscheinlich für die Aufnahme einer Schlauchtrommel vorgesehen. Der lange Spülschlauch kann auf eine Trommel aufgewickelt und mit dem Anhänger transportiert werden indem die Schlauchtrommel auf die aufgebockte Achsgabel (mit Steckverschluss) eingehängt wird. Der Anhänger hat eine dichte Wanne und ich vermute, dass restliche Abwässer, welche sich noch in der Schlauchrolle befanden in diese Wanne entleert und für die Entsorgung abtransportiert wurde. Damit die „Suppe“ nicht überläuft und die Stadt nicht verstinkt, wurde die Wanne mit zwei Scharnier-Deckel verschlossen.
Aber das ist nur eine Vermutung und ich bin kein „Surtaucher“ 😉
Was aber mit Sicherheit gesagt werden kann: Auf dem Foto wurde der Kanaldeckel abgehoben und der große Tank-Spülwagen hat am Heck eine Spülpumpe und es wird gerade ein Schlauch in den Kanal für den Spülvorgang abgelassen.
From Karl Hirsch on Innsbruck Mobil für Weltumrundung aus Italien?
Go to comment2026/10/05 at 1:04 pm
From karl hirsch on Innsbruck Mobil für Weltumrundung aus Italien?
Go to comment2026/10/05 at 2:10 pm
From karl hirsch on Innsbruck Mobil für Weltumrundung aus Italien?
Go to comment2026/10/05 at 2:28 pm
From karl hirsch on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/05 at 12:49 pm
From Matthias Egger on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/05 at 12:15 pm
From Martin Schönherr on Start frei für Dalli Klick_Teil 2.2
Go to comment2026/10/04 at 9:38 pm
From Walter Dobler on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/04 at 8:32 pm
From karl hirsch on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/05 at 12:01 pm
From Roland Z. on "Feuerwehrautos" anno dazumal
Go to comment2026/10/04 at 7:52 pm
From Roland Z. on "Feuerwehrautos" anno dazumal
Go to comment2026/10/04 at 7:44 pm
From Habicher Bruno on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/04 at 3:49 pm
From Manfred Roilo on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/04 at 12:50 pm
From hermann pritzi on Der Mord am Patscherkofel (I.)
Go to comment2026/10/04 at 11:09 am
From hermann pritzi on Der Mord am Patscherkofel (I.)
Go to comment2026/10/04 at 11:54 am
From Reinhard on Ein Kinderspiel!
Go to comment2026/10/04 at 10:05 am
From karl hirsch on Ein Kinderspiel!
Go to comment2026/10/04 at 5:24 pm
From Karl Hirsch on Lego für Fortgeschrittene
Go to comment2026/10/04 at 9:16 am
From Robert Engelbrecht on Der Mord am Patscherkofel (I.)
Go to comment2026/10/03 at 10:52 pm
From karl hirsch on Mit der Drehleiter durch Innsbruck – Teil 19
Go to comment2026/10/03 at 6:55 pm
From Matthias Egger on Mit der Drehleiter durch Innsbruck – Teil 19
Go to comment2026/10/05 at 12:22 pm
From karl hirsch on Der Bau der Pyramide
Go to comment2026/10/03 at 6:46 pm
From Karl Hirsch on Der Bau der Pyramide
Go to comment2026/10/03 at 6:58 pm
From CMG on Der Bau der Pyramide
Go to comment2026/10/03 at 5:33 pm
From c on Die Tollwut in Innsbruck
Go to comment2026/10/03 at 9:41 am
From c on Ein Baum
Go to comment2026/10/03 at 9:36 am
From R.S. on Der liebe Müll
Go to comment2026/10/03 at 4:05 am
From Didi Mair on Noch ein Foto ...
Go to comment2026/10/02 at 7:25 pm
From wolfgang haberditz on Innsbruck oder schon „Ausland“? (5)
Go to comment2026/10/02 at 6:39 pm
From Andreas Rieder on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/02 at 12:10 pm
From Andreas Rieder on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/02 at 12:01 pm
From karl hirsch on Wir hatten einen Dienstgang XXIV
Go to comment2026/10/02 at 8:37 am
From karl hirsch on Wir hatten einen Dienstgang XXIV
Go to comment2026/10/02 at 8:46 am
From Henriette Stepanek on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/02 at 8:34 am
From Didi Mair on Innsbruck oder schon „Ausland“? (5)
Go to comment2026/10/01 at 8:37 pm
From Georg Payr on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/01 at 8:10 pm
From karl hirsch on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/02 at 1:44 pm
From karl hirsch on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/02 at 1:49 pm
From karl hirsch on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/01 at 6:53 pm
From karl hirsch on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/01 at 7:53 pm
From Henriette Stepanek on Als der Ramsbach noch ungezähmt war
Go to comment2026/10/01 at 6:15 pm
From Vinzenz Theiss on Wir hatten einen Betriebsausflug
Go to comment2026/10/01 at 4:10 pm
From Walter Kammerle on Auf zum Pubquiz ins Innsbrucker Stadtarchiv
Go to comment2026/10/01 at 2:37 pm
From Manfred Roilo on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 1:04 pm
From karl hirsch on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/02 at 9:12 am
From Henriette Stepanek on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 1:28 pm
From Manfred Roilo on Ein Baum
Go to comment2026/10/01 at 1:01 pm
From Manfred Roilo on Ein Baum
Go to comment2026/10/01 at 1:09 pm
From karl hirsch on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 11:29 am
From Walter on Innsbruck oder schon „Ausland“? (5)
Go to comment2026/10/01 at 9:59 am
From Hans Pechlaner on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 9:27 am
From Walter on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 9:59 am
From karl hirsch on Weihnachtsfeier zu zweit
Go to comment2026/10/01 at 7:59 am
From Walter Laner on So viel!
Go to comment2026/09/30 at 5:53 pm
From Didi Mair on So viel!
Go to comment2026/09/30 at 7:59 pm
From Henriette Stepanek on Der Mord am Patscherkofel (I.)
Go to comment2026/09/30 at 9:49 am
From Schneider Erwin on Innsbruck Land
Go to comment2026/09/29 at 6:22 pm
From Henriette Stepanek on Wer erkennt diese mutige Frau?
Go to comment2026/09/29 at 3:55 pm
From Zoe Gabbe on Ein schweres Rätsel
Go to comment2026/09/29 at 3:42 pm
From Barbara Pöll on Eine traurige Ruine 3
Go to comment2026/09/29 at 3:04 pm
From Barbara Pöll on Eine traurige Ruine 3
Go to comment2026/09/29 at 3:10 pm
From Joachim Bürgschwentner on Eine traurige Ruine 3
Go to comment2026/10/01 at 1:03 pm
From Henriette Stepanek on Eine traurige Ruine 3
Go to comment2026/09/29 at 12:20 pm
From Henriette Stepanek on Eine traurige Ruine 3
Go to comment2026/09/29 at 12:22 pm
From Didi Mair on Ein Baum
Go to comment2026/09/29 at 8:11 am
From karl hirsch on Ein Baum
Go to comment2026/09/29 at 10:52 am
From Didi Mair on Ein Baum
Go to comment2026/09/29 at 1:46 pm
From karl hirsch on Ein Baum
Go to comment2026/09/30 at 10:22 pm
From Klaus Fischler on Ein Baum
Go to comment2026/09/29 at 7:52 am
From Gerald Held on Ein Baum
Go to comment2026/09/29 at 6:37 am
From Karl Hirsch on Ein ungewöhnlicher Blick an einem besonderen Ort
Go to comment2026/09/28 at 10:28 pm
From Karl Hirsch on Ein ungewöhnliches Gespann
Go to comment2026/09/28 at 10:16 pm
From Christian Neumann on Ein ungewöhnliches Gespann
Go to comment2026/09/28 at 7:55 pm