Portrait eines Mastens – IX
Ein unscharfes Foto aus der Sammlung von Walter Kreutz. Aber bei sieben Masten gehört die Aufnahme doch mehr in diese Abteilung. Das ganze Erscheinungsbild lässt auf die Kriegszeit schließen. Viele der Fotos aus dem Krieg mussten aus dem Mantel oder in aller Eile gemacht werden. Der mögliche Vorwurf der Wehrkraftzersetzung konnte schreckliche Folgen haben. Wir sind dennoch sehr dankbar für jedes dieser Dokumente.
Es ist eine mächtige Straße. Die Funktion der Masten ist nicht auf den ersten Blick erkennbar. Es dürfte sich aber um Halterungen für die Stromleitungen der O-Busse handeln. Ganz neu, weil noch keine Drähte montiert sind.
Und nun sind die Verkehrsbetriebsspezialisten gefragt: Wo sind wir? Was sehen wir?
Und nun sich die Innsbruck-SpezialistenInnen gefragt: Was sehen wir jenseits der Straße?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Slg. Kreutz)
Das auffällige Stadthaus ist mit Sicherheit das Haus Fürstenweg 51 vor seiner Unkenntlichmachung. Vor uns die Straße durch die Höttinger Au, mit dem Radweg., der laut https://innsbruck-erinnert.at/der-aelteste-radweg-der-stadt/ der älteste Radweg gewesen sein soll. Am dortigen Titelbild sieht man rechts das Haus, das auch hier am rechten Rand erkennen kann: https://innsbruck-erinnert.at/wp-content/uploads/2021/02/KRNE894a.jpg . Aber keinerlei Masten. War der Obus einst nach Kranebitten geplant? Stunde der Experten.
Hier handelt es sich nicht um Obus-Masten sondern um Masten für die Straßenbeleuchtung. In diesem Abschnitt der damaligen Reichstraße zwischen Höttinger Auffahrt und Karwendelbahn fuhr nie ein Obus. Bekannt wurde diese Ausbaustrecke dadurch, dass es hier zum ersten Mal eigene Radwege gab.
Ich weiß, Sie meinen damit, dass in den 1940ern dort kein Obus fuhr, und möchte als verkehrshistorischer I-Tüpftl-Reiter deshalb nur ganz kurz anmerken, dass „nie“ nicht ganz zutrifft, weil von 30.11.1992 bis Februar 2007 die Obuslinie O dort verkehrte. 🙂
Ja, Herr Schneiderbauer, ich meinte die 40er! Beim „Nie“ habe ich noch gezögert, aber mehr wegen der Andeutung von Herrn Hirsch bezüglich einer ev. Planung. Ehrlich gesagt: Vom Obus O in dieser Gegend wusste ich gar nichts, da war ich nicht mehr in Innsbruck! Danke für die Korrektur! Nix I-Tüpftl-Reiter 🙂