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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Der Rote Faden Durch Innsbruck

Der rote Faden durch Innsbruck

Ohne hier Werbung für die noch laufende Ausstellung „Weltentfaltung“ im Stadtmuseum machen zu wollen, muss ich ein Detail mit Ihnen teilen, das mir zwar schon länger bekannt war, das ich seit einer Führung durch die Ausstellung jedoch plötzlich überall wahrnehme und das mich seither beinahe verfolgt: die Höttinger Brekzie. Sie ist für Innsbruck das, was der Travertin für Rom ist.

Geht man mit offenen Augen durch die Stadt, erkennt man den rotbraunen, stellenweise leicht rosafarbenen und von groben Gesteinstrümmern durchsetzten Stein beinahe überall, und das nicht nur in der Altstadt. Meist begegnet man ihm in grob behauener Form, etwa am Stadtturm oder am Eingang des Stadtarchivs, an dem meine Kolleginnen und Kollegen sowie ich täglich vorbeigehen. Geschliffen findet man die Breccie deutlich seltener, vermutlich auch deshalb, weil ihr Sandsteinanteil vergleichsweise rasch verwittert. Von den Viaduktbögen bis zur Jesuitenkirche lässt sich das Gestein in nahezu allen Teilen der Stadt entdecken.

Bei der Triumphpforte, wurde die Breccie vom ehemaligen Stadttor wiederverwendet und das Goldene Dachl bestehen ebenfalls aus dem Gestein, wenn auch nicht zur Gänze. Hier wurde auch der charakteristische rötliche Kramsacher Marmor verbaut.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum, Ph-20407)

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