Hausecken – Eckhäuser I
Eine Straßenszene um 1910 oder so. An den Ecken der Häuser befinden sich Geschäftslokale aller Art. Natürlich meist eine der unzähligen Greißlereien, aber auch Gasthäuser und andere Läden. In loser Folge werden ein paar dieser Hausecken vorgestellt werden.
Zentral sehen wir die Spezerei und Kolonialwarenhandlung der Emilie Unterweger. Kolonialwaren in einer der wenigen ehemaligen europäischen Mächte, die keine Kolonien terrorisierte, ist fast so komisch wie der Titel eines Hofrates…
Den Laden an der anderen Ecke kann ich leider nicht entziffern. Also zurück zu Frau Unterweger. Die wichtigsten Geschäftsdaten werden der Kundschaft im Ätzglas der Eingangstür mitgeteilt. Darunter das berühmte Email-Schild von Maggi. Maggi ist übrigens keine Abkürzung, sondern der Gründer hieß Julius Maggi, den man in der Schweiz – man ist geneigt zu sagen „eh klar“ – Madschi ausspricht. Das weiße und das schwarze Schild können wir nicht lesen. Damit kennen wir die Straße auch nicht.
Damit wenden wir uns der Straße zu, auf der nicht gerade die Hölle los ist. Immerhin dürfte von rechts eine einspännige Kutsche heranrasen. Das andere ist ein Dienstfahrzeug; vielleicht von Frau Unterweger.
Die Bäumchen sind zwar gut geschützt, aber nicht wirklich imposant. Aber das gilt auch für die Straßenlaterne.
Dann bleibt eigentlich nur mehr die Frage aller Fragen: Wo sind wir?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; RM/Pl-1436)