Rätselhaftes aus dem Monopol-Archiv
In der Vergangenheit haben wir Ihnen an dieser Stelle ja bereits so manche Einblicke in das Monopol-Archiv gewährt. Von Walen und Schätzen war da die Rede. Auch ein Fehldruck war schon dabei. Und heute gibt’s wieder einen solchen zu sehen, wobei ich nicht weiß, ob sich die St. Jakober (sagt man das überhaupt so?) jetzt über diese Verwechslung ärgern (weil von Gampen, Galzig & Co so gar keine Spur zu sehen ist) oder freuen (weil sie mit dieser Größe wohl St. Anton geschluckt hätten) …
Als gänzlich Unbeteiligte können wir uns hingegen der Frage widmen, welchen Ort unser Titelbild tatsächlich zeigt. Ich bin mir sicher, Sie haben da schon eine Idee, oder?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck)
Dornbirn
Das Merkmal dieser Stadt ist erkennbar: Falls die römisch-griechische Götterwelt überraschenderweise doch die wahrhaftige sein sollte, brauchen wir nur den Turm abrisse.
Hinten das Appizeller Land?
„Min Vatter isch en Appizeller“??
Er frisst da Chääs mizambin Täller.
Und wenn wir schon beim alemannischen Liedgut sind – ein kleiner Wehmütiger Rückblick auf die mittlerweile längst geschiedene Ehe zwischen den Landesstudios Tirol und Vorarlberg –
– als man manchesmal drei Moatle sings g’hört het
iar sin zwoa Jungfera – zwoa Doarabiarara…“,
(aber vermutlich sind Text und Melodie längst beim AKM im Panzerschrank gelandet, so wie der Text dieser Ballade
„Fahr ma no a kleele, fahr ma no a kleele
miat ma Wäaldar Iisabähnle..“
Gerade kommen mir noch zwei, drei Worte in den Sinn:
„Und Petrus said „Aha!
Dess sin zwoa Jungfera,
dia kummant gradasweags in Himmel niiii!“
Diese Ansichtskarte war mit Sicherheit kein Verkaufsschlager – weder in St. Jakob noch in Dornbirn.
Die Arkaden links der Bildmitte gehören zum Friedhof Dornbirn-Markt. Der Gebäudekomplex mit Schlot am linken Bildrand beherbergt die Mohrenbrauerei.
Aber die opernreife Szene der Entdeckung des Fehlers und die Suche nach dem Schuldigen hätte ich gerne gesehen. Mir schwebt da eine Arie ala Figaro in der furioso Variante vor…“bravo, bravissimo, bravo, bravissimo….Giagopo
Aber die opernreife Szene der Entdeckung des Fehlers und die Suche nach dem Schuldigen hätte ich gerne gesehen. Mir schwebt da eine Arie ala Figaro in der furioso Variante vor…“bravo, bravissimo, bravo, bravissimo….Giagopo qua – PeraSpinosa la!“
Ja, in diesem Fall nix mit fortunatissimo per verità!
Der arme Sündenbock musste womöglich die gesamte Makulatur händisch entwerten, jede einzelne Postkarte zerreißen. Oder aber, es befinden sich immer noch ein paar hundert Exemplare in einem dieser Kartons:
https://innsbruck-erinnert.at/der-wal-im-archiv/
Tschuldiung für das Doppel.
Eine weitere Analogie wäre vielleicht das Fehler-Jähzorn Duo Stan Laurel und Oliver Hardy.
Tschuldigung für das Doppel, aber das ist sowieso besser (?);
https://postimg.cc/Pp1fJv72/7f54d5b8
Wenn das zweite Doppel eine Steigerung vom ersten Doppel ist, dann gerne auch noch ein drittes oder viertes!
Soo guat, Herr Hirsch, auch der „Jakob hier“ und die „Dorn(ige) Birn(e) da“, einfach köstlich!