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Ein Solides Investment (I.)

Ein solides Investment (I.)

Aktien der Centralbank der deutschen Sparkassen, ein renommiertes Institut, an dem beinahe 350 Sparkassen beteiligt sind, das allein in Tirol Millionenbeträge an Gemeinden zur Finanzierung von kommunalen Projekten verliehen hat – was könnte man da langfristig falsch machen? Kaufen Sie, kaufen Sie!

Als die hier zu sehenden Aktien ausgegeben wurden, dauerte es jedoch nicht mehr lange, bis nicht nur die Aktionäre, sondern auch Gläubiger und Angestellte der Bank um ihr Geld bangten. 

Die Centralbank der deutschen Sparkassen wurde 1901 in Böhmen gegründet; sie ging aus der deutschen Kreditgenossenschaft in Böhmen hervor. Sie sollte die Liquidität der Sparkassen erhöhen und die heimische Wirtschaft durch ihre Investitionen fördern. Sie war jedoch auch ein Element des Konfliktes zwischen Tschechen und Deutschen in der Donaumonarchie. Die neue Aktiengesellschaft sollte deutsche Unternehmungen stärken – bald darauf wurde ein tschechisches Pendant gegründet. Konsequenterweise lagen die größten Investitionen der Centralbank in Böhmen, beinahe die Hälfte, doch dahinter lag bereits Tirol mit über 18%.

Nach dem Krieg machten die weiteren nationalen Spannungen in der jungen Tschechoslowakischen Republik ein Operieren der Bank in beiden Ländern schwierig – ein Problem welches viele der größeren Banken der Monarchie nach dem Krieg ereilte, da alle Nachfolgestaaten ebenso dachten, wie man bei der Gründung der Centralbank 1901 gedacht hatte. 1921 wurden die Filialen in Tschechien abgetrennt und unter einer neu gegründeten Bank zusammengefasst.

(Signatur VO-1301)

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