Fröhliches Rätselraten
Unlängst gelangten knapp 80 Fotos aus der Familie Romani zu uns ins Archiv, darunter auch dieser Schnappschuss, der zu Fronleichnahm 1937 entstanden ist. Wir sehen die damals vierjährige Mathilde mit ihrem Bruder Viktor (Jahrgang 1931) im Festagsgewand und in bester Stimmung. Hinter der Kamera steht wohl ihr Vater, der Hotelangestellte Viktor Romani sen. (1894-1969). Bleibt eigentlich nur noch zu klären, wo er diese Szene fürs Familienalbum eingefangen hat. Was meinen Sie?
StAI, Ph-A-24856-30
A geh! Wo sind denn die Höttinger? Ein damals schon altes Höttinger Haus, vermutlich für mehrere Familien, geradezu in der Fallinie der Sattelspitzen, in der Nähe ein damals recht modernes Haus, inzwischen sicher nutzbringend vergrößert…der unfaire schnöde Blick ins Adressbuch gilt erstens nicht, zweitens ist die dort angegebene Adresse in der Höttinger Au für mich wegen des unmittelbaren Hintergrunds im besten willen nicht mit dem Foto in Einklang zu bringen. Oder doch (Stehsatz von Lukas M.)?
Schillerweg?
Von der Stützmauerhöhe und der Dachform (Luftbild vor 2015) ausgehend könnte es am Ende des kurzen Stichwegs Brandjochstraße 2 aufgenommen worden sein. Auf einem Privatweg im Garten aufgenommen. Das Haus rechts wäre dann Sternwartestraße 10.
Aber alles nur Mutmaßungen, war nie dort.
Ihren „Mutmaßungen“ nachgehend und davon abstaubend halte ich Sternwartestr. 10 für die richtige Lösung. Die nach Norden führende Brandjochstraße zeigt genau den selben Berghintergrund wie auf dem alten Foto, weit weg kanns nicht sein. Das elegante Häuschen Brandjochstr. 2 dahinter hat auf den älteren Luftbildern die exakte Dachform, der Teil mit dem Eckfenster steht einwenig vor und bildet von oben gesehen eine Art Erker. Und der Zufahrtsweg zum Haus in der Sternwartestraße zielt genau darauf hin wie auf dem Foto. Man könnte jetzt noch im Häusermeer nachschauen, wem das Haus nr. 2 gehört hat: 1936-1964 Hans Zeindl, 1970 bis 76 Waltraud Plangger. Das Haus Sternwartestr. 10 war 1912 noch Nr.6, gehörte einem Angermayer, anschließend kontinuirlich im Besitz der Familie Elsler. Streber ich.
Stilistisch erinnert das Haus an die Bauten der Siedlung von Arch Hans Fritz (https://www.uibk.ac.at/de/archiv-baukunstgeschichte/sammlung/unsere-bestande/hans-fritz/) am Römerweg in Rum. Vielleicht wäre das auch ein Ansatz zur (alternative?) Lokalisierung, wenn man denn wüsste, wo noch andere Bauten von ihm stehen, als im Archiv für Baukunst aufgezählt.