Hausecken – Eckhäuser III
Wieder stehen wir im Eck oder zumindest am Eck. Am Hauseck. Die ganz klassische Form mit kleinen Erkern am Eck. Ich habe keine Ahnung, ob diese wirklich genutzt werden. Aber von außen denkt man, dass da immer jemand sitzt, Kaffee trinkt und fast rundum schauen kann. Es gibt bei uns in der Badgasse einen solchen Erker, der von allen Besuchen sehr genossen wird. Man schaut mehr aus dem Fenster als auf das Gegenüber.
In unserem heutigen Eckhaus geht es etwas profaner zu. Zumindest in der Zeit dieser Aufnahme. Scharfe Augen können vielleicht das Straßenschild lesen oder erahnen. Selbst wenn Sie es richtig lesen, so gibt es immer noch fünf Querstraßen, die da rechts wegführen könnten.
Sie ahnen schon: Das Gebäude wurde ruiniert und durch eine Neubau-Ruine ersetzt. Aber das ist auch schon einige Jahr her und inzwischen hat die Patina Manches erträglicher gemacht.
Am (unsichtbaren) Haus links befand sich bis vor wenigen Jahren ein Kasten der „Katholischen Filmschau“ (oder so ähnlich). Dort wurden die aktuellen Kinofilme besprochen. Ich bin da immer wieder einmal hängen geblieben. Filme aus dem Olympia-Kino wurden recht kurz abgehandelt: „Porno abzulehnen“.
Was für ein Informationskasten unter dem Straßenschild hängt, kann ich leider nicht mehr sagen. Aber ich kann fragen: Wo sind wir?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph/A-24.488-1-140)