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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Abgleich Empfohlen

Abgleich empfohlen

Dass Innsbruck am Ende des Zweiten Weltkriegs eine der am meisten zerstörten Städte Österreichs war, ist Leserinnen und Lesern dieses Blogs natürlich bekannt und ebenso, dass sowohl Zerstörungen als auch Wiederaufbau in mehreren städtischen Fotoalben sehr umfangreich dokumentiert wurden.

Die vorliegende Aufnahme kam hingegen als Einzelstück zu uns, ohne jegliche Beschriftung auf der Rückseite. Wo kann das sein? Das sagt Gemini dazu:

Eine exakte Hausnummer oder Straßenzuweisung allein anhand des Ausschnitts ist ohne Archivabgleich schwierig, aber folgende Merkmale helfen bei der Einordnung:

Architektonische Details zur Lokalisierung

  • Fassadenstil: Das Gebäude links zeigt typische Gründerzeit-/Historismus-Elemente der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert (dreieckige/Segmentgiebel-Fensterverdachungen im 1. Obergeschoss) sowie die für das Innsbrucker Zentrum typischen hohen Räume und massiven Ziegel-Mauerwerke.
  • Typische Schadensgebiete in Innsbruck: Die schwersten Bombenschäden im Innsbrucker Wohngebiet betrafen das Bahnhofsviertel (Südtiroler Platz, Bozner Platz, Brixner Straße, Adamgasse), Pradl sowie Teile von Wilten (Leopoldstraße, Andreas-Hofer-Straße).

Falls Sie den genauen Ort rekonstruieren möchten, empfiehlt sich ein Abgleich mit den historischen Aufnahmen des Stadtarchivs Innsbruck (Kollektion „Innsbruck im Bombenkrieg“).

Der Abgleich, ja der Abgleich. Wenn wir in Augias doch auch nur eine KI-Schnittstelle hätten. Aber vielleicht hilft der IE-Abgleich…

PS: Könnten die Linien im Vordergrund eigentlich Straßenbahnschienen sein?

(Stadtarchiv Innsbruck, Ph-38030)

Dieser Beitrag hat 5 Kommentare
  1. Ein Bissel was sieht man ja.
    Zuerst einmal sind es Schienen, drüber sieht man den Fahrdraht oder was davon übrig ist.
    Die Straße ist gepflastert, also alte Bauweise. Gibts andere Bilder von Bombenschäden auf denen man den Staßenbelag sieht? Weiß wer, welche STraßen noch gepflastert waren?
    ein Gründerzeithaus mit noch erkennbaren Verzierungen ans ein paar Fenstern steht zwischen zwei schlichteren, moderneren Häusern. Oben am alten Haus ein leider Abgeschnittenes schmiedeisernes Schild.
    Das Haus ganz rechts stand einwenig vor.
    Also wahrscheinlich ganz einfach. Noch einfacher als das Madonnenbildstöckl. Nein, selber keine Idee.

  2. …und das schmiedeiserne Zeichen gehört zu einer halb umgefallenen Straßenlampe, also nicht leider sondern Massenware. Vielleicht doch Wilten?

  3. Aber hoffentlich handelt es sich nicht um die Pradlerstraße zwischen Defregger- und Gumppstraße, ungerade Hausnummern. Nein, nein, sonst hätte sich Herr Roilo schon gemeldet…!

  4. Das Gebäude irritiert mich nicht nur wegen der ungeheuren Zerstörung, die es erfahren hat, irgendwie komme ich auch mit der ursprünglichen Architektur nicht ganz klar.
    Beim ersten Blick auf EG und 1. OG dachte ich an ein dreiachsiges Haus mit 3 Eingangstüren oder Schaufenstern im EG, bis ich bei einem späteren Blick nach oben merkte, dass es im 2. und 3. OG vierachsig wurde. Geht also nicht zusammen. Heißt, ich bin anhand der Bombenkarte einige Straßen auf der Suche nach einem 3-achsigen Haus mit dreieckigen Fenstergiebeln zu voreilig und daher umsonst abgefahren.

    Und dieser vorgeschobene Bauteil rechts, soll das ein Erker gewesen sein? Einen solchen vermutete ich zunächst am 3. Fenster von rechts im 1. OG. Aber an diesem ist noch ein Teil des Fenstergiebels zu sehen, da hätte man wohl keinen Erker vorgebaut.

    Das rechts angrenzende Haus lässt mit seinem am Eck ausgefransten Mauerwerk vermuten, dass die Fassade hier nach links noch eine Fortsetzung haben hätte können. Das passt wiederum mit den Stromleitungen nicht zusammen.

    Eindeutig erkennen kann ich eigentlich nur ein dreistöckiges Gebäude, eine Bogenlampe und am links angrenzenden Haus eine Eisentüre im EG. Die Fenster des zerstörten Hauses waren zumindest im 1. OG stark betont mit Fenstergiebeln, unmittelbar unter diesen und am unteren Fensterrand zusätzlich mit Reliefdekor.
    Äußerst dürftig, ich weiß 🙁

  5. Nach tagelangem Abgleich mit Bildern von Bombenschäden auf Innsbruck erinnert und anderen Quellen komme ich der Lösung einfach nicht näher.
    Als ich das Foto zum ersten Mal sah, dachte ich, auch im Hinblick auf die Straßenbahnschienen, sofort an den Marktgraben. Das vorspringende Gebäude rechts wäre demnach der Donauhof.
    Weder die Anzahl der Stockwerke noch die Laterne passen jedoch dazu.

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