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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Ein Ungewöhnliches Instrument

Ein ungewöhnliches Instrument

Angesichts des (seltsamen) Tages der seltsamen Musik, der jedes Jahr am 24. August stattfindet, möchte ich Ihnen heute eines unserer kurioseren Stücke präsentieren. Zwar haben wir auch einige Musikinstrumente bei uns in der Sammlung, doch das Titelbild zeigt keines davon. Auch wenn es den Anschein haben mag, dass es sich hierbei um ein Horn handelt, wäre es eine Herausforderung, damit einen Ton zu produzieren.

Der Korpus unseres Schmuckstücks ist aus Metall und weist die für ein Horn unverzichtbaren drei Ventile auf. Hingegen ist der Trichter mit einem Material bespannt, das Papier oder eine Form von Pergament sein könnte. Die Blätter schließen nicht ganz miteinander ab und sind mit Noten bedruckt. Damit es steht, ist unten ein abgerundetes Metallstück angebracht. Wenn das schwarze Kabel dahinter nicht wäre, würde man nicht erkennen, dass es sich dabei in Wahrheit um eine unkonventionelle Lampe handelt. Sie wurde vom Künstler Roberto Cipollone gebaut. Sein Künstlername ist „Ciro“, nach dem Perserkönig Cyrus, der als sein Vorbild dient. Er wurde im Jahr 1947 in Pescara in Italien geboren, sein Vater besaß eine Bronzegießerei. Nachdem Cipollone sechs Jahre in den Niederlanden verbrachte, ließ er sich schließlich in Loppiano nieder, wo sich nun seine Werkstatt und Galerie befinden.

Die Lampe lässt sich übrigens fabelhaft mit einem anderen Kunstwerk von ihm ergänzen und zwar einem Notenständer, aus rostigen Nägeln. Sie dient vermutlich nur ästhetischen Zwecken, doch wer weiß? Vielleicht lässt sich damit auch ein wenig seltsame Musik spielen?

(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, Sk-108)

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