Das stillste Örtchen?
Am verlängerten Wochenende rund um den 1. Mai bin ich privat – wie des Öfteren – über die Freiburger Brücke geschlendert. Etwa auf halbem Weg über die Brücke eröffnete sich mir der Blick, der hier im Titelbild zu sehen ist.
Als ich das kleine Häuschen zur Verrichtung der Notdurft erblickte, staunte ich nicht schlecht über dessen zentrale Positionierung. Da der Zugang zur Sanitäranlage in Richtung Nordkette ausgerichtet ist, hätte man bei offener Tür folglich einen herrlichen Ausblick.
Die Stille des Örtchens wirkt auf dieser Momentaufnahme jedoch wenig aussagekräftig. An einem Feiertag kein Auto vor die Linse zu bekommen, ist zwar machbar, gemessen an der ansonsten üblichen Frequenz aber auf jeden Fall die Ausnahme.
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Privatsammlung Rettenbacher)
Ich habs genau beobachtet. Die haben ein Loch in die Brücke gebohrt und die Pipifeinattrappe drübergestülpt. Ich schwörs!
….und irgendwann wird sich alles geklärt haben.
Dann bin ich froh, dass ich nicht in Versuchung gekommen bin das Häuslein zu benutzen!
Da innabwärts ein Fenster eingebaut ist, bewirbt der Tourismusverband Innsbruck und seine Feriendörfer das Häusl ja auch mit „Klo zur schönen Aussicht“.
So steht es da, fast unbeachtet,
ein Königreich auf schmalem Grund
wer je die Nordkette daraus betrachtet,
der ist im Augenblick verstummt.