Ein Baum
In einem kleinen Hinterhof steht ein mächtiger und sehr schöner Baum. Für mich ist es schwer zu sagen, was es für ein Baum ist. Vielleicht eine Kastanie?
Das Drumherum ist nicht so repräsentativ. Links wohl ein aufgelassenes Geschäftslokal oder ein kleiner Handwerksbetrieb. Ein Schneider?
Auf den ersten Blick kann die Szenerie eigentlich in fast allen Gegenden Innsbrucks liegen. Kohlstatt, St. Nikolaus, Wilten.
Viel haben wir nicht, was uns den Ort verraten könnte. Und doch findet das suchende Auge den einen oder anderen Hinweis.
Man mag sich an dieser Stelle die Frage stellen, ob so eine Umgebung ein Stück „Heimat“ bildete, das man niemals verlassen möchte, oder ob die Menschen, die hier wohnten, lieber in einem modernen Neubau gewohnt hätten, der viele moderne Annehmlichkeiten bot. Dabei sind wir hier in einer Gegend, die gar nicht so schlecht ist.
Aber wo sind wir hier eigentlich?
(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck; Ph-7345)
Südbahnstrasse Süd mit Bahnhofs-Strommasten im Hintergrund?
Südbahnstrasse Ecke Mentlgasse! Das Haus steht nicht mehr. Was man dort jetzt bestaunen kann sind (historische) freigelegte Mauerreste.
Ob das Geschäft zur Motorradwerkstätte gehörte die vor Jahrzehnten im Haus auf der Ostseite vom Großvater eines früheren Freundes betrieben wurde kann ich nicht sagen. Was für ein Laubbaum es war auch nicht, aber welche Erinnerungen mit dem baum verbunden sind, schon. Ich war als junger Mann auf der Suche nach Abstellplätzen für alte Ami-Autos. Hätte ich welche gefunden, wären ca 5 bis 10 Amis angeschafft worden, davon wären sicher nur ca 2 betriebsbereit gewesen. So hatte ich nur zwei Strassenkreuzer – einen Buick Riviera BJ 1968 nicht fahrbereit und einen Ford Galaxie BJ 1969 angemeldet fahrbereit in der Liebeneggstr. stehen. Der Vater und Hausbesitzer meines ehemaligen Freundes hätte mir erlaubt, den Buick in den Hof zu stellen, wenn der Baum nicht da gewesen wäre. Mit meinem Vorschlag, den baum auf meine Kosten fällen zu lassen war er dann doch nicht einverstanden. Nun gibt es das sanierungsbedürftige Haus und den Baum nicht mehr. Die Bauträger reiben sich vermutlich schon die Hände.
…aber alle 10 Amischlitten hätten jetzt leicht Platz 🙂 . Es steht überhaupt nichts mehr vom auf dem Foto Abgebildeten, auch der ÖBB Mast ist ein anderer.
Im Schaufenster des kleinen Hauses sieht man eine Semperitreklame. Kfz-affin war das Gelände jedenfalls.
Ich vermute, daß das kleine Geschäft dazugehört hat. Gehörte die Mauer daneben schon zum Karmeliterkloster?
Ja, die Mauer gehörte zum Kloster. Daneben floß nach alten Plänen einmal der Sillkanal.
Ich weiß nicht, ob darüber schon diskutiert wurde (wenn ja – wo?). Meine Frage: Was sind die Vorteile der neuen Ansicht der „Neuesten Kommentare“ gegenüber der alten?
War eigentlich für den Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/weihnachtsfeier-zu-zweit/ vorgesehen! Aber doppelt …….
Das war ein Walnussbaum