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Ahoi, Neues Gebäude!

Ahoi, neues Gebäude!

In „Bye bye love“ habe ich Abschied von unserem geliebten Atrium – Zentrum für Alte Kulturen am Langen Weg genommen. Und so emotional dieser Abschied für den/die ein oder andere/n auch gewesen sein mag – das neue Gebäude am Innrain anstelle der Alten Chemie ist schon ziemlich cool. Mag die Außenfassade so manchen vielleicht ein wenig an sowjetischen Abglanz erinnern: Das Gebäude ist auf jeden Fall gelungen und vor allem das Innenleben des Gebäudes strahlt mit seinen freischwebenden Treppen und den hellen Materialien eine gewisse Leichtigkeit aus. Der Eingang mit dem runden Tor mutet beinahe orientalisch-antik an. Das „Portal“ nennt sich dieses Werk des Künstlers Peter Sandbichler. Im Untergeschoß befindet sich zwei Hörsäle mit 200 und 600 Sitzplätzen. Recht gelungen als Treffpunkt empfinde ich auch das Café mit Außenbereich und vorgelagerter Wiese.

„Das Portal“ von Peter Sandbichler

Als Namensgeberin für das neue Gebäude, das übrigens das erste Uni-Gebäude ist, welches den Namen einer Frau trägt, fungiert Ágnes Heller (1929-2019), Holocaust-Überlebende, die später als Philosophin bzw. Philosophie-Professorin in Budapest, Melbourne und New York tätig war. Heller erhielt im Jahr 2015 das Ehrendoktorat der Universität Innsbruck und beeindruckte bei einem politisch-philosophischen Vortrag im Brenner-Archiv kurz vor ihrem Tod im Jahr 2019 das Innsbrucker Publikum offenbar besonders, was wohl ein ausschlaggebender Faktor für die Benennung des Gebäudes war.

Erinnert ein wenig an Hogwarts: der Innenraum mit seinen „freischwebenden“ Treppen.

Ins neue Gebäude eingezogen sind über den Sommer die Institute für Alte Geschichte und Altorientalistik, Klassische Philologie und Neulateinische Studien, das Institut für Archäologien inklusive dem Teil des Museums, der sich zuerst am Langen Weg befand, sowie das Institut für Erziehungswissenschaften. Dazu kommen noch Räumlichkeiten für die Fakultäten-Servicestelle, den Fachbereich Altertumswissenschaften der Universitätsbibliothek und das Center Interdisziplinäre Geschlechterforschung. Natürlich ist, trotz der obigen Lobeshymne an das Gebäude, (noch) nicht alles eitel Wonne. Einzelne Institute bzw. Institutsmitglieder beklagen Arbeitsplatz- und Raummangel. Das automatische Türöffnungssystem funktioniert bis dato noch nicht, was heißt, dass man unten am Türknauf blöd herumdrehen muss, um die (relativ schweren) Türen dann aufziehen zu können. Mag man an sich als nicht schlimm empfinden, etwa für Personen im Rollstuhl aber sicher kein ganz einfaches Unterfangen. Das elektronische Spind-System der Bibliothek, wo man sich mittles Studentenausweis der Bibliothek selbst einbuchen kann, funktioniert bis dato ebenfalls noch nicht, was dazu führt, dass man sogar seinen Rucksack mit hinein nehmen darf: Ein Unikum meiner bisherigen Uni-Karriere! Und zuletzt noch eine kleine Episode am Rande: Das Institut für Alte Geschichte bekam einen bestimmten Seminarraum mit Buchungsvorrecht zugeteilt. Blöderweise sperrte der Schlüssel, den Institutsmitglieder erhielten alle Räume auf – bis auf diesen. Aber es wär ja auch langweilig, wenn’s nichts zu erzählen gäbe. 😉

(Fotos: Hanna Fritz)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Liebe AutorInnen!

    Das ist ein schöner Beitrag und ein cooler Bogen der von Peter Sandbichler gestaltet wurde! Wer sind aber die ArchitektInnen? Das wäre schön, wenn man hier auch von den AutorInnen hören würde.

    Liebe Grüße, A

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