Sonniger Altbau mit zugiger Holzfassade
Eine neue Woche, ein neues Rätsel. Ich sehe schon die Wohnungsanzeige vor mir:
Sonnenbeschienener Altbau mit reich verzierter Fassade, kreativer Architektur, großen Fenstern und charmantem Balkon. Geräumige Zimmer mit holzvertäfelten Wänden, teils mit Blick auf die Nordkette. Parkplätze gegen Gebühr direkt vor dem Eingang verfügbar, zwischen LKW und Kleinbus. Trotz leicht befahrener Straße vor der Tür recht ruhig. Wenige Minuten von der Straßenbahn entfernt, äußerst zentrale Lage.
Apropos Lage (die ist schließlich bei Immobilien meines Wissens nach das Wichtigste): Wo sind wir hier überhaupt? Informationen zu dem Bild haben wir recht wenige. Es wurde von Richard Frischauf gemacht, vermutlich rund um die 1960er Jahre. Die Frage ist auch, ob es heute noch dort steht, oder in Folge der großen Fassadenschäden abgerissen wurde?
(Stadtarchiv/ Stadtmuseum Innsbruck, FR-NE-0055-6, Fotograf: Richard Frischauf)
Der „Kleinbus“ ist eigentlich keiner. Es ist ein Beiwagen aka Busanhänger der IVB. Verwendet wurden diese auf den Linien C und F und ich glaube auch auf den Linien B und FE zu Hauptverkehrszeiten. Die Location erkenne ich aber leider nicht, und zweigleisige Straßenbahnstrecken mit dieser Perspektive zur Nordkette gibt und gab es doch mehrere, das hilft also auch nicht wirklich.
Ich bin fast sicher nördlicher Teil der Brunecker Strasse, ganz rechts das Haus Museumstr. 29.