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Eine Neue Kirche Für Hötting

Eine neue Kirche für Hötting

Nach einer Vorlaufzeit von über 20 Jahren erfolgte am Sonntag, den 17. April 1910, die feierliche Grundsteinlegung für den Bau der neuen Höttinger Pfarrkirche. Die Feierlichkeiten begannen morgens mit einer Festmesse in der alten Pfarrkirche, an der sich neben den Dorfbewohnerinnen und  -bewohnern auch die Gemeindeväter und Abordnungen der Vereine, darunter die Musikkapelle und die Freiwillige Feuerwehr, beteiligten.

Nach der Messe zogen die Festeilnehmer zum reich mit „Fähnchen, Reisgguirlanden und Wappen“ geschmückten Bauplatz, wo sich bereits zahlreiche Vertreter der Geistlichkeit, Politik und Verwaltung eingefunden hatten, darunter auch Markus Freiherr von Spiegelfeld (1858–1943), k. k. Statthalter in Tirol und Vorarlberg, und dessen Gattin Albertine (1862–1935), die einen Teil ihrer Jugend im nahe gelegenen Schneeburgschlössl verbracht hatte.

Am Bauplatz begab sich Prälat Adrian Zacher (1848–1922), Abt von Wilten, „mit der Geistlichkeit und den Ehrengästen […] zur Stelle, wo ein provisorisch errichteter Altar die Stelle des späteren Hochaltars bezeichnete und nahm daselbst nach einer Andacht die Weihe von Wasser und Salz vor, worauf die Stelle des Altars geweiht wurde. Sodann begann […] am Eingang der Kirche die Zeremonie der Grundsteinlegung. Eine von allen anwesenden Festgästen unterzeichnete Urkunde wurde in eine Kassette gelegt und diese in einer Vertiefung der Grundmauer versenkt. Darüber wurde nach vorgenommener Weihe der Grundstein gemauert, der neben einem Stückchen Marmor auf einer Marmortafel die Inschrift trug: ‚Geschenk des Fürstbischofs Simon Aichner aus den Katakomben der heiligen Cäcilia in Rom. Versetzt am 17. 4. 1910.‘ Die üblichen Hammerschläge wurden der Reihe nach von Prälat Zacher, vom Statthalter, vom Bezirkshauptmann, von der Geistlichkeit, vom Gemeindeausschuß, vom Kommandanten der Schützenkompagnie, der Feuerwehr und dem Kapellmeister der Musikkapelle ausgeführt. Darauf begab sich die Geistlichkeit zu einem Rundgange um die Kirche, um die Grundmauern zu segnen.“

Sodann wandte sich Prälat Zacher noch mit einer Festansprache an die Anwesenden (siehe Titelbild). Ein starker Regenguss sorgte schließlich für ein jähes Ende der Feierlichkeiten.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-M-8292)

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