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Die Christuskirche Im Saggen, Teil 3

Die Christuskirche im Saggen, Teil 3

Die Christuskirche ist in der Außengestaltung durch die Verwendung gotischer und romanischer Stilelemente noch ganz dem Historismus verbunden, wobei die Verwendung des gotischen Baustils bei evangelischen Kirchen keine Seltenheit ist. Im 1861 erschienenen Eisenacher Regulativ findet sich sogar eine offizielle Empfehlung dafür.

Bei der Christuskirche handelt es sich um eine einschiffige Saalkirche mit westlich vorgelagertem Fassadenturm mit Turmvorhalle. Bei der Außengestaltung finden sich neben gotischen und romanischen Formen auch Elemente des sogenannten „Heimatstils“: Die Eckquader, die Sockelzone und teilweise auch die Wandverkleidungen wurden diesem Stil entsprechend mit Naturstein gestaltet. Der Innenraum ist schlicht und klar strukturiert und dank der zahlreichen Fenster lichtdurchflutet. Die wunderschönen Glasfenster im Lang- und Querhaus, wurden von der Tiroler Glasmalereianstalt von 1911 – 1917 angefertigt.

1953 wurde die Kirche im Inneren umfangreich restauriert. Der in Schwaz geborene Künstler Toni Kirchmayr übernahm dabei die künstlerische Gesamtleitung und stattete die Kirche mit Fresken und Dekorationsmalereien aus. Zudem wurden die Glasfenster des Altarraums, die mit Darstellungen der Reformatoren geschmückt sind, ins nördliche Querschiff versetzt. Der Altarraum erhielt neue Fenster, die ebenfalls von der Tiroler Glasmalereianstalt hergestellt wurden. Die Außenrestaurierung wurde 1976 durchgeführt. Im Jahr darauf erfolgte eine neuerliche Renovierung des Innenraums bei der sämtliche Fresken und Bibelsprüche mit einem einheitlichen hellen Anstrich übermalt wurden.

Die folgende Abbildung zeigt einen Gestaltungsentwurf für den Innenraum der Christuskirche, der von Johann Birkmann um 1910 herum angefertigt wurde. Ob es sich dabei um einen tatsächlich ausgeführten Entwurf oder lediglich um eine Studie handelt, ist mir leider nicht bekannt.

(Stadtarchiv Innsbruck, KR-PL-0077, Bi-g-1415-1)

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