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Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
  • From Ingrid Stolz on The Kids Are Alright

    Ach ja, an diese Patschen kann ich mich auch erinnern. Die beige-braun karierten hießen bei uns „Brennerpatschen“, sah man damals oft, wurden wohl zu Hauf an den Markttagen am Brenner erstanden. Das Mädchen vorne rechts hatte schon modernere. Solche hätte ich auch gerne gehabt. Die waren aus Kunstleder, es gab sie in rot und schwarz. Oben am Rist hatten sie zwei u-förmige, elastische Einsätze, sodass sie ganz eng an den Füßen saßen. Ich hingegen bin mit dem Modell „handmade by mum“ herumgelaufen, wie sie der Bub vorne links trägt. Schön von meiner Mutter mit festen Maschen gehäkelt, oftmals auch aus Wollresten, dann waren sie etwas bunter, und mit einer Sohle aus Filz versehen. Nicht so modern wie die Kunstleder-Modelle, dafür konnte man mit den selbst gemachten gut rutschen. Anlauf genommen und los ging’s. Schauen, wer in der Schule auf dem langen Gang mit dem Steinfußboden am weitesten kam. Da hatten „die Kunstledernen“ das Nachsehen. Meine Brüder waren aber weitaus schlimmer dran. Die Armen wurden auch in solche kurzen Hosen mit Strümpfen gesteckt und haben sich darin mehr als unwohl gefühlt. Ich würde sogar behaupten, sie haben ein „Kurze-Hosen-Trauma“ davongetragen, wenn ich mich so an ihre Erzählungen erinnere. Dass sie nicht die Einzigen waren, die mit diesem Outfit in die Schule geschickt wurden, war ihnen, auch wenn es stimmte, wenig Trost.
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    2025/11/29 at 1:57 pm
  • From Karl Hirsch on The Kids Are Alright

    Unter einem Matadortransformer stelle ich mir ein Gerät vor, kraft dessen ein Stierkämpfer in einen Tierschützer verwandelt werden kann. Und ein Gadsenbild ist für mich die für social media performance grammatikalisch völlig korrekte Bezeichnung der Darstellung von Minki, Maunzi und dem Kater Agamemnon-Herkules. (Antwort „geil!!! scheniaaaal!!!“ )

    Was mit den stylischen, bis in die 70er getragenen Patschen gemeint ist, glaube ich zu wissen: Hellbraun-rotbraunes Karomuster einer Pelzimitation, knöchelhoch und mit einer mehrstufigen braun lackierten
    Blechschnalle zu schließen. Das Mädchen am ersten Damentisch hat so was an, oder? Und oben herum eine Stulpe aus dem gleichen Material wie das Innenfutter.

    Die turmartige Schwesternhaube hätte ich auf spätestens 30er Jahre geschätzt.

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    2025/11/29 at 12:22 pm
  • From Manfred Roilo on The Kids Are Alright

    Mit großem Schreck und mit viel Mitleid habe ich jetzt auf die drei Buben im Vordergrund geschaut, auf ihre wollenen Strümpfe mit den Strapsen. Den dazugehörigen Strumpfgürtel, auch die kurze Hose, hatte meine Mutter selbst genäht und so wurde ich in die Schule geschickt, 1942, in die erste Klasse der Pradler Volksschule. Nur gut, dass wir alles Knaben waren, dass wir alle gleich ausgeschaut haben und die Mädchen weit weg einen eigenen Schuleingang hatten. Da half kein Rearn und Rotzen.

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    2025/11/29 at 12:15 pm
  • From Hans Pechlaner on Fescher Dienstwagen

    Ja, der Jeremias Baumwolle der Alpen.

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    2025/11/29 at 11:22 am
  • From Karl Hirsch on Wir hatten einen Dienstgang XXII

    Ja, jetzt seh ichs auch. Und der Anlass für den Dienstgang ist die Erinnerung an das Novemberprogrom und die Besitzer des Hauses, die Familie Graubart.

    Im Studentenheim wohnte die Kaufhaus-Familie Bauer. Das vermeintliche Wissen natürlich gegoogelt: https://www.novemberpogrom1938.at/stadtrundfahrt/stadtteil-saggen/gaensbacherstrasse/

    (Ein wenig Unernst trotzdem; Der Dienstschuh scheint Uri Gellerische Kräfte auszustrahlen, schon wieder ein verbogenes Eisen in unmittelbarer Nähe. Ich hab neulich den Besitzer des Schuhwerks bei einer Veranstaltung darauf angesprochen, er leugnete natürlich alles und redete sich auf einen optischen Effekt der Kamera aus. Die Streifen passen diesmal wenigstens zum Untergrund)

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    2025/11/29 at 10:59 am
  • From pension heis on Wir hatten einen Dienstgang XXII

    Könnte vom Aufnahmeort – Villenviertel Saggen- mit Blick Richtung Gänsbacherstrasse sein, die Buche steht von den Betrachtern aus vor der Gänsbacherstrasse, über der Straße im Bild rechts hintenmüsste das Studentenwohnheim Gänsbacher-Str sein,
    Die mit den Löchern „verzierte“ Betonmauer müsste vom überdachten Hauseingang Gänsbacherstr. Nr. 3 sein.
    Im Bild links sieht man eine Große Weiss-Fichte, wenn die Örtlichkeit richtig interpretiert ist müsste demnach der Dienstgang in der Gänserstr. Nr. 5 stattgefunden haben.

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    2025/11/29 at 9:47 am
  • From Thomas Fink on Wir hatten einen Dienstgang XXII

    Hoi, schon wieder der Haxn !
    Die Lösung is leicht: des is die Blutbuche vorm Stadtcafe. Auch das Geländer is eindeutig Stadtcafe.

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    2025/11/28 at 5:17 pm
  • From Martin Schönherr on Wir hatten einen Dienstgang XXII

    Die Betonsteinwand mit den runden Löchern ganz rechts kommt mir bekannt vor. Blickrichtungvom Balkon somit Südost, wenn ich nicht irre.

    Ich war dort (wenn meine Annahme stimmt) nicht drin, weil ich leider an diesem Termin verhindert war. Ich ahne also, an welchem „Boulevard“ wir uns hier befinden, werde aber andere raten lassen…..

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    2025/11/28 at 5:00 pm
  • From Thomas Fink on Fescher Dienstwagen

    Der Tscherry Cotton für Arme.

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    2025/11/28 at 4:58 pm
  • From pension heis on Wohnheim Hötting

    Sehr geehrte Frau Ursprunger,
    sehr schöne historische Bilder. Am Titelbild und Bild 2 sieht man einen für damalige Zeiten einen recht großen Baukran,-
    lt.Bild wurde für diesen eine Gleisanlage gebaut, damit dieser von Block A bis C geschoben werden konnte, dorthin wo er gerade gebraucht wurde. Am Titelbild im Hintergrund von Links die „neue Volksschule“ daneben das alte Gemeindehaus von Hötting mit „alter Volksschule“ und Greisenasyl-vorgelagert das Feuerwehrhaus, rechts das „Kelderer-(ehem. Kiene)-Schlößl“ mit der alten Höttinger Kirche dahinter.
    Am Bild 2 sieht man links vorne gut das alte Bauhofgebäude,- dort wo heute der neue Turnsaal mit hinterem Schulgarten verortet ist. Ober der Baustelle sieht man gut die Gebäude der Steinbruchstrasse mit dem ehem. Gasthof zur Schönen Aussicht und ganz rechts oben den ehem. Plattenhof.

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    2025/11/28 at 3:14 pm
  • From Karl Hirsch on Fescher Dienstwagen

    Ja, der Name war bekannt. Friedl Wolfgang mein ich, nicht Porsche. Was telefoniert oder sprechfunkt er wohl grade, Hilfeeee, das Blaulicht geht nicht! Sicherlich aber nur so getan als ob, fürs Foto. Apropos Foto: Wäre auch in der Serie „Hinaus ins Land“ ein kleines Grübeln wert. Weiß es wer? Ich nicht.

    Dass das Blaulicht für einen zivilen Olympiafunktionär ein Präzedenzfall für die einstigen Begehrlichkeiten eines Hubert Gorbach gewesen wäre, war eben diesem anscheinend nicht bekannt.

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    2025/11/28 at 1:03 pm
  • From Karl Hirsch on Auf die Drahtesel, fertig, los!

    Was wäre aus Herrn Schneiderbauer für ein Autofan geworden, wenn man ihn in diese Verkehrsschule geschickt hätte… ;-D . Allerdings waren diese Tretautolen auch nur verkleidete Fahrräder, vielleicht hätte ihn das überzeugt. Aber ein „früh übt sich, was ein Autokäufer werden soll“ steckt schon dahinter.

    https://postimg.cc/YvG18Hyv

    https://postimg.cc/9zk0b734

    Zur Ergänzung des Beitrags diese zwei Bilder aus einer pdf Datei aus dem Privatarchiv von Dr. Geiler, „Wilten West – Von der Hofmark zur Schlafstadt“. Der dort angegebene Link funktioniert leider nimmer, und das alte flash-Video ginge sowieso nicht mehr zum abspielen.

    In der Zwischenzeit müßten die Filme in einem neuen Videoformat erhältlich sein. Ich habe allerdings kein Suchfeld wie z.B. bei anno oder der ÖNB gefunden, wie ich die Sache verstehe, muß man per mail den Filmwunsch äußern, welcher dann ad hoc von Film auf Videoformat übertragen wird und würde.

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    2025/11/28 at 12:36 pm
    • From Thomas Fink on Auf die Drahtesel, fertig, los!

      Genau mit solche Tretautolen hab i im Verkehrsgarten Wilten mit 5 Jahr mein Tretautoführerschein gmacht. Im Technischen war i schwach, weil i weder Kofferraum no Motorhaubn gfundn hab, aber im Praktischen bin i mit mindigschtens 5 km/h durch den Verkehrsgarten grast, dann hams zerscht große Augen gmacht und danach boade zuadruckt und i hab in Schein ghabt, toll, GELL ? Bin dann jahrelang mitn Tretauto durch die Stadt gfahrn und hab extremen Eindruck bei die Hasen gschunden…
      Des Radl aus Pradl isch erscht spater kemmen…

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      2025/11/28 at 5:12 pm
  • From Martin Schönherr on Ein kleiner Stempel mit viel Geschichte

    An den Katalog kann ich mich noch erinnern; auch wenn ich mit Märklin wenig am Hut hatte.
    Die Elektrolokomotive im Hintergrund sieht sehr schweizerisch aus.
    War einen traurige Zeit als damals in den siebziger Jahren der Hammerl zusperrte. Meinen Vater hats fast mehr mitgenommen, als mich, was aber auch logisch ist, da er damit aufwuchs.
    Das Geschäft kommt mir immer wieder einmal in den Sinn, wenn ich durch den Sparkassendurchgang gehen.

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    2025/11/27 at 10:11 pm
  • From Martin Schönherr on Die ehemalige Anderle-Kapelle

    Interessante Kappelle. Man wäre geneigt, wenn sie nicht erst um 1700 errichtet worden wäre, sie wegen der doch eher ungewöhnlichen Form Guarinoni zuzuschreiben. Andererseits fehlt aber die für Guarinoni typische Stukkatur, wie man sie z.B. von der Stiftsalmkapelle kennt. Wobei gerade diese Kapelle dort äußerlich recht schmucklos ist – und im Kunstkataster ca. 25 Jahre nach seinen Tod datiert ist. Also ist es auch nicht abwegig, dass „Schubladenpläne“ Guarinonis nach und nach realisiert wurden.

    Wie man sich damit kritisch aueinandersetzen kann? Ich meine, dass man mit dem Schlüssel in Judenstein ein ganzes Paket aufschnüren wird müssen, das die Gegenreformation thematisiert. Immerhin ehrt Guarinoni mit seinen Bauten Karl Borromäus, Francisco Borja, Anna Selbdritt und die Schmerzhafte Muttergottes. Vielleicht auch noch Johannes Nepomuk, denn die Lendkapelle ist auch recht „guarinoniverdächtig“. Das spannt einen Bogen von den Hexenverbrennungen im Misox (Karl) über den Kirchliches Lehramt (Karl und Francisco), Unbefleckte Empfängis (Anna) bis zu Beichtgeheimnis (Nepomuk) und Marienverehrung.
    Guarinoni war da sozusagen mitten drin, hat schöne, von Herzen kommeden Entwürfe für Sakralbauten entwickelt, und hat leider das ganze noch gehörig mit Antisemitismus gespickt. Tirol und seine Heimat Trentino war keine Peripherie sondern ein wichtiges geistiges Zentrum dieser Vorgänge. Wäre vermutlich ein Thema für eine Landesaustellung in der Europaregion.

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    2025/11/27 at 9:44 pm
    • From Henriette Stepanek on Die ehemalige Anderle-Kapelle

      ….wenn man nicht Angst haben müßte, damit zwei „schlafende Hunde“, nämlich VORURTEIL und VERALLGEMEINERUNG wieder zu wecken…

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      2025/11/28 at 5:50 am
      • From Martin Schönherr on Die ehemalige Anderle-Kapelle

        Das Risiko besteht natürlich immer und wahrscheinlich springen bei jedweder Aussage die auf, die sich gerade eben „empören“ wollen. Wahrshcienlich sind die individuelle Tradierung in den einzelnen Familien doch das wichtigste; die zeitgeschichtliche Aufarbeitung allein nützt wenig.

        Ich bin froh, dass mein Vater mir die Anderl-Geschichte in dieser Beziehung relativ neutral erzählt hat – nämlich in der Art und Weise, dass sich Kaufleute oder Spediteure auf der Durchreise an dem Kind vergangen haben; ein Lustmord, – mit der allerdings wenig beruhigenden Perspektive, das so was an jeder Straße mit internationalem Verkehr geschehen kann.
        Der ganze detaillierte Hintergrund dazu „kochte“ erst auf, als man den Anderlkult beendete. So erfuhr ich die Geschichte im Detail erst im Frühsommer 1985. Zu diesem Zeitpunkt war eine Verinnerlichung glücklicherweise nicht mehr möglich.

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        2025/11/28 at 5:17 pm
  • From Josef Schönegger on Die ehemalige Anderle-Kapelle

    Findet noch jemand heraus, welche Gebäude am Altarbild im Hintergrund dargestellt sind?

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    2025/11/27 at 9:09 pm
    • From Friedrich Stepanek on Die ehemalige Anderle-Kapelle

      Amras, Schloss Ambras und Rinn. Die Orte, die Berge und natürlich die ganze Szene ist halt nicht realistisch. Dafür schauen die Engel ziemlich echt aus.
      Hinter Amras sieht man gut die Innsbrucker Mülldeponie aufgeschüttet. Also doch 20. Jh? Achso, es ist der Arme Leit Bichl…

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      2025/11/27 at 10:32 pm
    • From Henriette Stepanek on Die ehemalige Anderle-Kapelle

      Meine Hypothese:
      Die Burg ganz am Ende des Inntals – vielleicht die Festung Kufstein? Das Bild ist doch, denke ich zumindest, dem Stil nach im 1. Viertel des 19. Jahrhunderts entstanden. Und die Bayern…gell… die haben doch… gell… und die Franzosen, wer waren denen ihre Geldgeber .. . und das Anderl … und den Andreas Hofer haben die doch… ??? Wer weiß schon, was für krause Gedankengänge es damals gegeben hat?
      Und das Kind, das „Anderl“? Natürlich immer betont blond und mit Lockenkopf. Und mit blühweißem Schürzchen, so suber und unschuldig. Ja, das lange Gewand, blutrot? Na ja, war auch bei den Bubelen einfach d i e Kinderkleidung – bis die Geschichte mit dem „Trocken-werden“ endlich funktionierte. Pampers gabs ja noch (seit dem angeblich stattgehabten Mord im finstern Mittelalter) noch jahrhundertelang nicht.
      Aber, wie gesagt, auch nur Mutmaßungen.
      Nur das eine noch – zum Kornschnitt, in der Hitze des Sommertages, weil bei schlechtem Wetter schneidet man kein Korn – trägt oder trug man da wirklich die Tracht? Aus Wollstoff, verstärkt und gefüttert, mit blütenweißer Leinenbluse darunter??? Abgesehen davon, daß zur Zeit, in welcher dieses Bild vermutlich gemalt wurde, erst das Interesse an den Tyrolischen Gewändern langsam im Aufkommen begriffen war…?
      Für mich ist das Bild in dieser Hinsicht ein geschöntes „Zeitdokument“, was die „Tyrolische Selbstdarstellung“ in weltanschaulicher und pseudoreligiöser Darstellung betrifft. Eine Art „Werbung“ für das schöne Land und seine braven, unschuldigen, arbetsamen und leidgeprüften Menschen….

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      2025/11/27 at 9:50 pm
  • From Karl Hirsch on Die ehemalige Anderle-Kapelle

    Danke für die Bilder. Der recht stattliche Zentralbau spiegelt die Bedeutung der Anderlverehrung deutlich wieder. Man vergleiche die bescheidenen anderen Kapellen in der Umgebung.
    Das Bild über dem Eingang stellt was dar? Ich seh einen Engel, vielleicht der Schutzengel, der den Anderl in den Himmel führt. Oder so. Man, d.h. ich, kanns nicht gut erkennen,
    Das Altarbild taucht auf der schlimmen Legendentafel in fast identischer Darstellung als Nummer 10 von 30 Kadern auf. Diese Tafel war noch lange Zeit in der Kirche zu sehen, später noch als Postkarte aufliegend. Um die Darstellung des Anderl gruppierten sich kleine Bildchen, die Schlüsselszenen der ganzen Geschichte darstellend. Auf Nr. 30 tritt dann noch Kaiser Maximilian als Kirchengründer auf. Zuvor wurde eine beim Stein stehende wundersam immergrüne Birke einem Geißhirten zum Verhängnis als er sie umhacken wollte. Siehe Wikipedis ahttps://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/9/91/Judenstein_Legend.jpg/250px-Judenstein_Legend.jpg

    Ich habe eigentlich immer geglaubt, dass ein tatsächlich geschehener Kindsmord, Familiendrama z.B., durch Hinzudichten dieser Greuelgeschichte in den Legendenstatus erhoben wurde. Wie kann man im ländlichen Raum mit seiner ganzen Unmöglichkeit, etwas geheim zu halten, plötzlich sowas behaupten? Eine alte Gschicht ausgraben (Jaja, da war irgendwas, genau, am End die Juden… und die Eigendynamik rollt) und auf diese Judengeschichte umgefärbt, das ginge noch eher.

    Bedenklich finde ich diese Glaubenslust, die sich da die Gläubigen an dieser unbeschreiblichen Gewalttätigkeit mit detaillierter bildlicher Beschreibung einer Bluttat regelrecht zu delektieren scheint (natürlich in der bekannten Umkehrform, der Entrüstung).

    Inwieweit ich jetzt von der Tafel mit der „dunklen Mordgeschichte“ irritiert sein sollte, und das auch noch höchst, kann ich nicht nachvollziehen. Irgendwo gibts da eine Reizschwelle.

    Es gibt noch eine zweite Tafel in der Kirche, die den Anderl als Symbol der Gewalt gegen Kinder im allgemeinen darstellt. Mir gefällt dieser zweite Text, zumindest der zweite Absatz. Der erste, irritiert der auch? Dort ist nur von einem unbewiesenen Zusammenhang mit den Juden die Rede. Umkehrschluß: Sein hätte es schon können, der Beweis fehlt halt.

    Ich begnüge mich mit der Betrachtung einer verschwundenen Kapelle.

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    2025/11/27 at 8:48 pm
    • From Ingrid Stolz on Die ehemalige Anderle-Kapelle

      Die Darstellung über dem Eingang ist wirklich schwer zu deuten, auf beiden Bildern nur schemenhaft zu erkennen. Für mich noch ein wenig besser auf dem Titelbild. Da sehe ich links einen Engel mit erhobenen Armen und rechts einen bärtigen Mann auf einer Art Thron. Dazwischen eine Person, von der ich zunächst dachte, es handle sich um das Anderl. Allerdings wird das Kind meist in einem Kleid dargestellt, hier irritiert mich auch die „Krawatte“. Womöglich falsch interpretiert, vielleicht sind es auch zum Gebet gefaltete Hände?
      Oder es wird, wie im Titelbild des verlinkten Beitrages, der Verkauf von Anderl durch seinen Paten dargestellt:
      https://www.uibk.ac.at/media/filer_public/05/6c/056cedb1-12b1-43c6-8cf2-f9b75a2e0caa/anderlvonrinn.pdf

      Aber vielleicht gibt es ja unter den von Herrn Aichner erwähnten, im Stadtarchiv vorhandenen „einige(n) Bildern der Kapelle“ auch eines, auf dem das Titelbild besser zu sehen ist und somit die Darstellung ganz ohne Spekulation gedeutet werden kann. Falls ja, danke schon mal im voraus für eine Nachlieferung.

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      2025/11/29 at 12:57 pm
  • From Manfred Roilo on Die Christkindlbahn

    Hier gerade bei der Einfahrt von der Amraserstraße in die Pradlerstraße – diese Linienführung der Dreier ist auch schon Geschichte

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    2025/11/27 at 2:22 pm
  • From Henriette Stepanek on Die ehemalige Anderle-Kapelle

    Jedenfalls in mehr als einer Hinsicht interessantes Bild -einmal abgesehen von der „Legende“.
    Die Orte Amras und Rinn (letzteres von diesem Standpunkt aus auch damals nicht sichtbar), der Blick weit ins Unterland hinunter, das (schmal, aber doch) angedeutete Kellerjoch…
    Und das Aufkommen der „Volkstracht“ (beim Kornschnitt wohl kaum getragen, oder? – nun, wir wissen es nicht, wäre aber eher arbeitshinderlich gewesen) läßt mich vermuten, daß dieses Bild „so um 1800“ entstanden ist (plus – minus 20 Jahre) – also nicht weit von der Zeit Andreas Hofers entfernt.

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    2025/11/27 at 11:51 am
  • From Manni Schneiderbauer on Auf die Drahtesel, fertig, los!

    Absolut super, auch ich habe im Wiltener Verkehrsgarten meinen Fahrradführerschein gemacht. Heute sogar noch besser als damals, weil jetzt auch ein echter Radweg durchführt. Möge diese Infrastruktur erhalten bleiben!

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    2025/11/26 at 10:45 pm
  • From pension heis on Eine heilige Cäcilia...

    Eine Tante Cäcillia,
    gibt es auch in Sevillia, …

    Dieses Reim-Gedicht- Liadl gäbe es im Origial bei Herrn Schandra Willi, (mit Gitarrenbegleitung)
    vielleicht kann dieses Kollege Matthias von seinem FF-Kameraden, Herrn Schandra, aufnehmen um dieses im Archiv der Nachwelt zu erhalten.

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    2025/11/26 at 9:05 pm
  • From Karl Hirsch on Rundflug um Innsbruck – VI

    Da brüstet sich noch einer, dass er ein Foto sinngemäß „ohne störenden Flügel“ herzeigen kann.

    Dann kippen zwei Kommentator(in)en die auf das Flugzeug A-3 gegründete Beweislage auf hinterlistigste Weise. Erst zeigt da Frau Stolz auf so eine weiß gepinselte Lodenfabrik, die es erst ab 1932 gegeben hat, und dann gelingt es Herrn Roilo auch noch, diese zeitliche Untergrenze mit dem Fingerzeig auf eine erst 1937 eröffnete, aber gemeinerweise ganz eindeutig identifizierbare Rennerschule.

    Logischerweise ist das dann keine Aufnahme aus der in den vorigen Beiträgen zum Thema klar erkennbaren und 1930 zerstörten Ju13 A-3 „Taube“ der OELAG, sondern ein anderes Flugzeug. Im neuen Flughafenbuch von Tanja Chraust ist auf einem Rundflugfoto zum Beispiel ein Flügel im Weg, auf welchem das Kennzeichen D-2203 erkennbar ist. Aber wieder falsche Fährte, das aktuelle Titelbild scheint zu jenem im Beitrag https://innsbruck-erinnert.at/thien-airways-iii/ zu gehören, wo man eine Strebe oder (eher) einen Fensterrahmen in störender Funktion sieht. Die D-2203 hatte weder Fenster noch Strebe. Außerdem ist dort bei Thien Airways schon vieles beschrieben, was auch zum aktuellen Foto paßt.

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    2025/11/26 at 8:12 pm
    • From Manfred Roilo on Rundflug um Innsbruck – VI

      Interessant wäre es, wenn irgendjemand aus Zeitungsartikeln der damaligen Zeit (Frau Stolz??) herausfinden würde und das Stadtarchiv dies mit Fotos belegen könnte, in welchem Zustand dieser Neubau bei der Einstellung der Arbeiten im Jahre 1932 war.
      Auf unserem Rundflugfoto schaut es ja so aus, als ob die Fassade (die übrigens eine besondere Putzstruktur aufweist) gerade fertiggestellt worden war. Baubeginn war jedenfalls 1931.

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      2025/11/27 at 1:05 pm
      • From Ingrid Stolz on Rundflug um Innsbruck – VI

        Vorerst, Herr Roilo, wurde ich nur fündig zur kirchlichen Einweihung, die am 21. November 1937 stattfand. Aber das haben Sie ohnehin bereits der Webseite der Schule entnommen. Falls Sie Details interessieren, Sie finden den Artikel hier:
        https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19371120&query=%22Schule%22+%22Gabelsberger%22+%22Fertigstellung%22&ref=anno-search&seite=5

        Darin wird darauf hingewiesen, dass die weltliche Einweihung der Schule voraussichtlich im Dezember (1938) stattfinden wird. Darüber und über den Zustand bei der Bau-Einstellung habe ich allerdings noch nichts gefunden.

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        2025/11/27 at 2:26 pm
        • From Manfred Roilo on Rundflug um Innsbruck – VI

          Danke, Frau Stolz, dass Sie so schnell reagiert haben und toll, dass Sie auch so schnell fündig wurden. Leider passiert mir immer wieder, dass ich mich beim Suchen von vielen anderen Artikeln, die ich dabei finde, ablenken lasse und das Ziel aus den Augen verliere. So ging es mir gestern abends wieder!
          Immerhin ist in diesem Zeitungsausschnitt davon die Rede, dass „die Pradler Doppelhauptschule mehrere Jahre im R o h b a u stehen blieb“! Wahrscheinlich hat der Innenausbau gefehlt, von außen gesehen wird sie ziemlich fertig gewesen sein.

          Übrigens: Auf der zweiten Seite wäre wieder eine spannende „Ablenkung“ vom Bau der Mühlauer Brücke mit den Auswirkungen der „Arbeitslosenzeit“.

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          2025/11/27 at 4:00 pm
          • From Manfred Roilo on Rundflug um Innsbruck – VI

            Nochmals danke, Frau Stolz, dass Sie sich in Sachen Pradler Hauptschule solch große Mühen angetan haben! Vielleicht widmet das Stadtarchiv nun doch einmal diesem für Pradl so wichtigen Bau der Dreißiger einen eigenen Beitrag. Gebeten habe ich ja schon öfters darum! Sicher gibt es auch Bilder vom Bauzustand bei der vorübergehenden Einstellung der Bauarbeiten 1932 bzw. 1933.

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            2025/11/28 at 3:36 pm
          • From Ingrid Stolz on Rundflug um Innsbruck – VI

            Meine Fortsetzung muss ich gleich mit einer Korrektur beginnen. In dem von mir verlinkten ATA-Artikel vom 20. Nov. 1937 hieß es, dass die weltliche Einweihung voraussichtlich im Dezember (ohne Jahresangabe) stattfinden wird. Falls jemand den Link nicht öffnen würde, wollte ich vorsorglich das Jahr erwähnen, und habe prompt mit „(1938)“ statt mit 1937 ergänzt. „Immer dat Jenaue“ war in diesem Fall ein Schuss ins Knie.
            Insofern nicht weiter tragisch, weil a) den Irrtum inzwischen erkannt und klargestellt und b) die angekündigte weltliche Einweihung weder im Dezember 1937 noch im Dezember 1938 stattfand, sondern am 10. Mai 1938. Aus der angekündigten „weltlichen Einweihung“ war eine „feierliche Eröffnung“ und aus der „Schuschniggschule“ eine „Hans-Schemm-Hauptschule“ geworden:
            https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19380505&query=%22Doppelhauptschule%22+%22Pradl%22+%22Renner%22&ref=anno-search&seite=9

            Ihre Frage, Herr Roilo, in welchem Zustand dieser Neubau bei der Einstellung der Arbeiten war, ist damit immer noch nicht beantwortet und ehrlich gesagt, bezweifle ich auch, ob das tatsächlich gelingt. Selbst in den Protokollen der Gemeinderatssitzungen habe ich keine Schilderungen über den jeweiligen Bauzustand, schon gar nicht über Details wie Fassade gefunden.
            Einen Hinweis auf den Zeitpunkt des vorläufigen Endes der Bauarbeiten gibt noch eine Zuschrift an die IN vom 5. Mai 1936, in der es heißt „Seit drei Jahren schon steht das große Gebäude der Doppelhauptschule in Pradl unfertig und unbenützt da […]“:
            https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=ibn&datum=19360505&query=%22Gemeinderat%22+%22Doppelhauptschule%22&ref=anno-search&seite=3
            Demnach wären die Arbeiten 1933 eingestellt worden, aber ob das die Schulchronik nicht besser weiß …?

            Aus einer Bauausschreibung, veröffentlicht am 11. Juni 1937 im ATA, lässt sich zumindest ableiten, welche Gewerke zu diesem Zeitpunkt noch ausständig waren. Für einen Bauspezialisten ein Kinderspiel 😉

            https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19370611&query=%22Gemeinderat%22+%22Doppelhauptschule%22&ref=anno-search&seite=12

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            2025/11/28 at 1:47 pm
  • From Thomas Fink on Eine heilige Cäcilia...

    Meraner Straße, unmittelbar nach der Einmündung von der Maria-Theresien-Straße links, 2. Erker. Als Ministrant weiß man das, liebe Hanna, GELL ?

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    2025/11/26 at 8:00 pm
  • From Manfred Roilo on Rundflug um Innsbruck – VI

    Pradl gab es damals auch schon, gell, Herr Morscher, gell Herr Hirsch!
    Aus Pradl strahlt die frisch verputzte Hauptschule heraus – die Mädchenhauptschule in der Gabelsbergerstraße, dahinter die Knabenhauptschule in der Pembaurstraße, verbunden durch die zwei Turnhallen.
    Schon oft habe ich mich gewundert, dass es bisher noch nie einen Beitrag über diese Schule gab!
    Aus der Baugeschichte: 1928 Theodor Prachensky entwirft Pläne für dieses Projekt – 1931 beschließt der Gemeinderat den Bau einer Doppelhauptschule – mit dem Rohbau beginnt man noch in diesem Jahr – 1932 wird der Bau wegen der schlechten Finanzlage der Stadt eingestellt – am 4. August 1936 beschließt der Gemeinderat, eine Schweizer Anleihe aufzunehmen und die Bevölkerung zu einer Bausteinaktion aufzurufen – 1937 ist der Bau abgeschlossen, die ersten Klassezimmer werden bezogen, die Schule wird kirchlich eingeweiht – die weltliche Eröffnungsfeier als „Dr. Schuschnigg-Schule“ soll im Frühjahr 1938 stattfinden, aber ….. (entnommen aus https://ms-pembaur.tsn.at/schule/geschichte-unserer-schule)
    Wie kann man nun diese Baugeschichte für die Datierung dieses Rundflugbildes verwenden?

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    2025/11/26 at 12:49 pm
  • From Ingrid Stolz on Rundflug um Innsbruck – VI

    Falls es sich bei dem weißen Areal östlich der Eisenbahnbrücke an der Sillmündung um das Gelände der Kammgarnfabrik Baur & Co. handelt, müsste das Luftbild nach 1930 entstanden sein. Fertigstellung der Fabrik 1932.

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    2025/11/26 at 12:07 pm
    • From Henriette Stepanek on Rundflug um Innsbruck – VI

      In den Erzählungen meiner Mutter war immer von „Baur – Foradori“ die Rede. Sie hat dort nach 1 Jahr Arbeitslosigkeit Arbeit bekommen – bis zum „Mutterschutz“ vor meiner Geburt.
      Allerdings sprach sie immer von „Lodenfabrik“. Sie war an einer „Selfaktorenspinnmaschine“ tätig für „Streichgarn“ , woraus Lodenstoffe gemacht wurden. (Für „Kammgarn“ brauchte es „Ringspinnmaschinen“, welche die Wolle „zwirnten“, also aus mehreren sehr dünnen, aber festen Fäden eben einen „Zwirn“ zusammendrehten. Daraus wurden dann feine Herrenanzugsstoffe gewoben) .
      Wenn sie – mit mir im Kinder- oder Sportwagele – ehemalige Arbeitskolleginnen traf am Wochenende, klagten diese „Mei,
      resi, sei froh, daß dees nimmer derlebt hasch! Dees Graffl, was mir zum Verspinnen kriegen! In oaner Tpur reißt der Faden ab, du kimmsch nimmer nach mitn Verknoten…“ (Ja, die Arbeiterinnen brauchten flinke Hände, um bei l a u f e n d e r Maschine mit den vielen Fäden, welche zu den einzelnen Spulen liefen, einen einzelnen Faden wieder anzuknotenwieder anzuknoten“ wenn er abriß).
      Interessant auch die Hierarchie in einer Fabrik. „A Moaschter isch a halberter Herrgott“ sagte meine Mutter immer.
      Und als sie einmal Gelegenheit hatte, über Vermittlung meines Mannes an einem Altenausflug der Pfarre Pradl an den Achensee teilzunehmen, berichtete sie beinahe ehrfürchtig, sie sei neben einem Meister gesessen – und der habe „ganz normal“ mir ihr geplaudert bei der Schiffahrt….
      Ja. Beste Bürgerschulzeugnisse. Lehrzeit beim Stainer. Ein Jahr arbeitslos – niemand hat sie ingestellt. Ich weiß nicht, bei wievielen Stellen sie sich beworben hat. Es wurde niemand gebraucht mit einem guten Zeugnis, aber der „falschen“ Staatsbürgerschaft. „Mensch, Resi, wenn de blöde Staatsbürgerschaft nit waar – i kannt di bei der Post unterbringen!“ sagte ihr Mit-Lehrmädchen (beim Stainer).
      Dann sei sie in die Hofkirche gegangen und habe verzweifelt und inständig gebetet. Beim Antoniusaltar. Und da sei ein Opferstock daneben gewesen. „Für die Armen“. Und da habe sie ihren letzten Schilling, den sie – sozusagen als Talisman – noch aufbewahrt hatte….hineingeworfen.
      Und sei in die Speckbacherstraße gegangen. In das für sie zuständige Konsulat. Und habe ihre Situation verzweifelt dargelegt. Vater schon 67 – arbeitslos, „ausgesteuert“, kein Rentenanspruch, Mutter 59 – manchmal sporadisch eine kleine Gelegenheitsarbeit, Bruder, gelernter Maler – ab und zu ein Auftrag über Vermittlung des „Jungmaler-Vereins“….
      Der zuständige Konsulatsbeamte sei hinausgegangen und lange, lange nicht wiedergekommen. Aber nach dem vorwurfsvollen Satz „Eine ganze Stunde hab ich wegen Ihnen telefoniert…“ hatte sie die Zusage, daß sie in diesem weißen Gebäudekomplex am Sillzwickel, in der Baur-Foradori-Fabrik, anfangen könne…
      Ich weiß, diese Geschichte ist nicht „VON ALLGEMEINEM INTERESSE“, aber die Erinnerung daran sollte festgehalten werden. Solange ich sie noch weitererzählen kann…

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      2025/11/26 at 5:38 pm
      • From Ingrid Stolz on Rundflug um Innsbruck – VI

        Ich habe die Info für meinen Kommentar einem Artikel des ATA vom 22. August 1930 entnommen, Frau Stepanek. Hier heißt es u. a.: „Im Mühlauer Betriebe der im Jahre 1814 gegründeten Tiroler Lodenfabrik, die seit Kriegsende bedeutend erweitert und gründlich modernisiert wurde, ist die Erzeugung auch auf Kammgarnstoffe ausgedehnt worden. Der befriedigende Erfolg dieses Versuches bestimmte das Unternehmen, die Kammgarnerzeugung in größerem Umfange aufzunehmen und zu diesem Zwecke eine neue Fabrik zu errichten. Diese Neugründung ist insoferne bemerkenswert, als damit die Kammgarnerzeugung in Tirol überhaupt erst eingeführt wird. […] Die Stadt Innsbruck hat das Projekt der Franz Baur’s Söhne A.-G. im weitgehendem Maße gefördert.“ Der gesamte Artikel ist hier nachzulesen:
        https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=tan&datum=19300822&seite=10&zoom=33&query=%22Baur%22%2B%22Fabrik%22%2B%22Reichenau%22&ref=anno-search

        Wann genau die Fusion der beiden Firmen stattfand, konnte ich noch nicht eruieren. Bis Ende 1937 werden jedoch in sämtlichen Zeitungsberichten die Firma Franz Baur u. Söhne und die Firma Ezio Foradori getrennt genannt. Ich vermute nun, dass Ihre Mutter die Stelle bei der Firma. „Baur-Foradori“ nach 1937 erhalten hat.

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        2025/11/27 at 9:52 am
        • From Henriette Stepanek on Rundflug um Innsbruck – VI

          Nein, nein, sie hat diese Stelle 1934 angetreten (also bei „nur“ Ezio Foradori) – daher auch die letztlich erfolgreiche Intervention des Herrn Cortese (welche Stellung er beim Konsulat auch immer bekleidet haben mag – aber es gab da offenbar eine Verbindung zu Foradori).
          Was meine Mutter erst später erfahren hat – dieser Posten mußte erst „freigemacht“ werden. Das Dienstverhältnis zu einer (verheirateten und kinderlosen) Frau aus Thaur wurde ihretwegen aufgelöst – man konnte annehmen, daß diese trotzdem „in sozial gesicherten Verhältnissen“ stand…
          „Gottseidank, daß ich das nicht gewußt habe – ich hätte sonst die Stelle nicht angenommen – aber was wäre dann gewesen? Wie hätten wir weitergetan?“

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          2025/11/27 at 11:28 am
      • From R.S. on Rundflug um Innsbruck – VI

        Ich bitte Sie in inständig, Fr. Stepanek, uns noch viele viele Alltagsgeschichten aus dem alten Innsbruck zu erzählen! Diese Anekdoten sind neben den tollen Bildern ein wahrer Schatz und sollen an die nachfolgenden Generationen weitergegeben werden!

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        2025/11/26 at 8:26 pm
        • From Manfred Roilo on Rundflug um Innsbruck – VI

          Ich schließe mich der Bitte von R.S. voll an, Frau Stepanek!

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          2025/11/27 at 1:13 pm
        • From Henriette Stepanek on Rundflug um Innsbruck – VI

          Vielen, vielen Dank für Ihre positive Rückmeldung. Ja, es sollte soooo vieles nicht vergessen werden – diese Not der Zwischenkriegszeit, die förmlich nach einem „ERLÖSER“ schrie …. der wie der legendäre „Rattenfänger von Hameln“ schlußendlich auch alle „Kinder“ in den Untergang führte…

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          2025/11/27 at 8:44 am
      • From Henriette Stepanek on Rundflug um Innsbruck – VI

        Und auch der ganze „Weg“ von der Maximilianstraße 3 – über den Bahnhof und Den Sillkanal und die Sill entlang – ist auf diesem Foto einigermaßen zu erahnen. Morgens hinunter – abends zurück. Verpflegung? Sie hatte ein Glas Apfelkompott und 2 Scheiben Brot mit Käse dazwischen.
        „Warum nimmst Du nicht das Essen in der Kantine???“ Ja, warum? Das wäre ja vom Lohn abgezogen worden… Und die Äpfel fürs Kompott? Nebenan, auf Maximilianstraße 5, war eine Obsthandlung – und da gabs die ausgemusterten Äpfel, die noch zu Kompott verkocht werden konnten.

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        2025/11/26 at 7:08 pm
  • From Karl Hirsch on Rundflug um Innsbruck – VI

    Man kann sich durchaus vorstelle, dass sich das Flugzeug im Bereich Westfriedhof befindet, zumindest nicht weit davon entfernt, man sieht so ziemlich das ganze Klinikareal, die Universität ist ganz knapp noch außerhalb des Bildes.de
    Das Wiltener Häusermeer ist heute noch beinahe identisch vorhanden. Größte Änderungen gab es bei der Klinik, wo fast alle Pavillons verschwunden sind, und natürlich beim Landesgericht. Beinahe schon amüsant, wie lange sich die Baulück neben der Bürgerschule in der Müllerstraße gehalten hat, ich glaube bis in dieses Jahrhundert.

    Die Zeit kann man sehr leicht auf 1929, 1930 reduzieren. Da man in der Luft eher selten das Flugzeug wechselt, wird es wieder die A-3 sein. Die A-3 hatte bis 1928 eine weiße Kennung auf schwarzem Grund, 1928 hatte das Flugzeug – man muß sagen, wieder einmal . einen Landeunfall mit schwerer Beschädigung am Fahrwerk. Es ist anzunehmen, dass mit der Reparatur auch gleich wie bei allen F13 das Seitenruder modifiziert und die Bemalung von auf A-3 geändert wurde. Die Obergrenze 1930 resultiert aus dem traurigen Umstand, dass es eben diese A-3 gewesen ist, mit welcher der bekannte Pilot Raoul Stoisavljevic im September 1930 im Nebel gegen den Krottenkopf bei Garmisch geflogen ist, Im Grunde die selbe Unfallcharakteristik wie der Unfall der Britannia am Glungezer. Es gäbe Fotos, de passen aber thematisch nicht hierher.

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    2025/11/26 at 10:43 am
  • From Hans Pechlaner on Rundflug um Innsbruck – VI

    Beim Durchsehen des Bildes erkannte ich einige Punkte wieder, die ich anschließend im begleitenden Text bereits aufgezählt fand.  Daher begab ich mich auf eine neuerliche Spurensuche.  Dabei entdeckte ich sowohl die Fleischbank als auch die Dogana unversehrt wieder. Da wir wissen, dass der Flug – sofern es sich um denselben handelt wie auf den zuvor gezeigten Aufnahmen – in den Jahren zwischen 1926 und 1930 stattfand, war das wenig verwunderlich.

    Auch die alten Stadtsäle,  das Uhrturmgebäude beim Bahnhof sowie die Arzler Kalvarienbergkirche konnte ich auffinden, die ich anfangs fälschlich am Scheibenbichl gesucht hatte. Das Riesenrundgemälde bzw. die Rotunde meine ich im Hintergrund zu erahnen, wohingegen von der Hungerburgbahn nichts zu erkennen ist.

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    2025/11/26 at 9:05 am
  • From Erich Maierhofer on Auf der Herbstmesse

    Habe meine ganzen Elektrogeräte dort gekauft. Beste Beratung und tolles Stammkundenservice, sogar am Wochenende ( Fernseher hatte am Freitag den Geist aufgegeben). Die Besitzer hießen Malli ( hab sie jahrelang immer mit Pickl angesprochen).

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    2025/11/25 at 8:02 pm
  • From Manfred Roilo on Hinaus ins Land (142)

    Wir sind in Stams!

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    2025/11/25 at 4:06 pm
    • From Manfred Roilo on Hinaus ins Land (142)

      Der ehemalige „Stamser Wirt“ bzw. das ehemalige Gasthaus „Speckbacher“ in der Wirtsgasse Nr.1 ist heute ein Teil des Schigymnasiums Stams (Mädcheninternat). Den Stadel gibt es nicht mehr (heute Parkplatz)

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      2025/11/25 at 4:27 pm
    • From Manfred Roilo on Hinaus ins Land (142)

      https://earth.google.com/web/@47.28015792,10.98296616,642.42407227a,0d,60y,226.54212795h,104.05434902t,359.9992r/data=CgRCAggBIhoKFm9XX3dsRjk2RTEzXzk0VHdZZndrV3cQAjoDCgEwQgIIAEoNCP___________wEQAA?utm_source=earth7&utm_campaign=vine&hl=de

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      2025/11/25 at 4:10 pm
  • From Karl Hirsch on Welchen Reifen hätten Sie denn gern?

    Das war mein Reifenhändler in den ersten 20 Jahren meiner Autofahrerzeit. Hätte er noch immer offen, ich wäre noch immer Kunde.

    Dabei war der Anfang der Geschäftsverbindung eher holprig. Von meinen beiden runderneuerten Winterreifen (damals kaufte jeder Winterreifen nur für die Antriebsräder) löste sich in breiten Fransen der Gummi. Dem damals jungen Chef der Firma war das überaus peinlich, nicht zuletzt, weil damals die Runderneuerten den größten Teil des Verkaufs ausgemacht haben. Er bot mir natürlich kostenlosen Ersatz an, schlug mir aber vor, zu einem Superpreis statt dessen die Hakkapelitta eines finnischen Herstellers zu probieren. Das waren im Wesentlichen Zahnräder aus Gummi, die Schneeketten so gut wie überflüssig machten https://api.awverlag.ch/media/cache/news_list/uploads/news/n3963_1.jpg
    Auf trockener Straße klangen sie dann auch so. Solange es diesen Reifentyp gab, fuhr ich im Winter weit über das Bestehen von Reifen Strauhal mit nichts anderem mehr. Strauhal schloss den Reifenhandel Ende der 80er, Anfang der 90er, das Interesse an runderneuerten Reifen war rapide gesunken.
    Obwohl wir uns in den letzten 35 Jahren nur mehr selten begegneten, grüßt der Heimo mich noch immer schon von Weitem. Das freut einen auch.

    Für den Sommer empfahl er mir den Pirelli. Obwohl eine Kalenderdruckerei waren die Reifen hervorragend. Ich war ein gefürchteter Raser.

    Im Cafe Strauli war ich nie. Jetzt ist es zu spät. Ob es wenigstens den Strauli-Topolini noch gibt?

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    2025/11/25 at 2:29 pm
  • From Thomas Fink on Welchen Reifen hätten Sie denn gern?

    Ich kann mich noch sehr gut an diese Firma erinnern. Reifen Strauhal war damals, in meiner zarten Jugend, ein Begriff. Noch besser ist mir das „Strauli“ in Erinnerung, wo man gemütlich ein (paar) Bierli zischen hat können und eigentlich (fast) immer wen getroffen hat. Aber hui ! Da ist wohl was spurlos an mir vorübergegangen. Seit wann gibt´s denn das liebe Strauli nicht mehr ?
    Vielleicht sollte ich doch wieder mehr ausgehen und Leute treffen (wird allerdings schwierig, wenn sie „von damals“ sein sollen), sonst derfragt man ja gar nichts mehr, GELL ?!

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    2025/11/25 at 1:35 pm
  • From Hermann Pritzi on Herbststimmung II

    Servus Thomas,
    Dass der Mario verstorben sei ist mir nicht bekannt, seine Mutter, Dagmar Rom, ist am13.10.2022 verstorben.
    Ansonst bist du über Mario bestens informiert, stimmt alles, was du über seinen Werdegang geschrieben hast.
    Sein Vater, Günter Peis, wäre ein begnadeter Opernsänger geworden. Laut Dominique MENTHA, seinerzeit Direktor
    der Wiener Staatsoper, wurde aber durch eine fahrlässige Halsoperation seine ausdrucksstarke Belcanto-Stimme
    zerstört und der Start zu einer Weltkarriere war somit beendet. von Günter Peis habe ich persönlich sein Curriculum vitae
    erhalten.
    Ich habe das Buch, MARIO, von seinem Vater geschrieben und 2 DVD über die komplette Serie der Filme.
    Wenn du Interesse dazu hast, würde ich dir diese leihen gerne leihen.
    Meine Telefonnummer ist abrufbar.

    Schöne Grüße
    Hermann

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    2025/11/25 at 12:25 pm
    • From Thomas Fink on Herbststimmung II

      Hallo Hermann,
      Mensch, was du alles weißt, Wahnsinn, wie sich die Leserschaft mit ihrem Wissen in den Beiträgen ergänzt. Durch die Erwähnung von Herrn Payr und deinen Beitrag kommen jetzt die ganzen Erinnerungen an damals in mir hoch. Was war das für eine tolle Zeit !
      Ganz, ganz nett dein Angebot bezüglich Buch und DVDs. Ich muß nur noch schauen, wann ich die Zeit hiefür finde (Stichwort „Pensionistenstress“), soviel ich weiß, handelt es sich ja um 12 Folgen in der kompletten Serie, die hier anzuschauen wären. Würde mich dann gegebenenfalls bei dir melden. Unbeschadet dessen wäre ich aber auch jederzeit gerne auf eine kleine Bierverkostung bereit, sei es auch nur um eines Tratsches über die alten Zeiten willen. Wenn auch du Lust hättest, würde ich den Lukas hiermit ermächtigen, dir meine E-Mail Adresse und/oder Telefonnummer zu geben. Vielleicht hätte er ja auch Lust, dabei zu sein…
      Liebe Grüße
      Thomas

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      2025/11/25 at 3:16 pm
  • From Karl Hirsch on Auf der Herbstmesse

    Ich war dort Kunde. Im Geschäft traf man auf das vermutliche Ehepaar Pickl. Vielleicht hieß auch nur das Geschäft noch so, ich weiß es nicht, Leider waren sie manchmal nicht gut aufgelegt. Wie mir – nennen wir sie jetzt einfach Frau Pickl – einmal verriet, konnte sie und ihr Mann mit ihrem fundierten Fachwissen die elenden Billigheimer brav beraten, die das empfohlene Gerät beim Cosmos und Saturn günstiger kaufen konnten. Und dann kam womöglich ich noch daher mit dem Wunsch, ein spezielles Halogen Stablampele, welches nur der Pickl hatte, kaufen zu wollen.
    Dabei habe ich beim Pickl eh einmal einen Grundig Fernseher, einen Videorecorder von JVC und ein andermal ein damals noch Kofferradio genanntes Gerät zur Küchenbeschallung gekauft. Mein Ansinnen, dass es einen guten Klang haben soll, brachte Frau Pickl kurz ins Grübeln, „Kompakt und guater Sound? Naja, am ehesten des vom Grundig“. Funktioniert bis heute.
    Zum Schluß war der Pickl ein Geschäft der Unternehmensgruppe Red Zac, die heute noch floriert. Ich nehme an, das Ehepaar Pickl (wenn es ein solches war) ging in Pension und Red Zac fand keinen Nachfolger. Moser, Nemec, Kranewitter, die Tyrolia Radioabteilung, alle sind sie verschwunden, auch der lange Zeit das Fähnlein hochhaltende Stolz, der mit High End Produkten eine Nische besetzte. Nur den Schuler gibts noch, abseits der Billigmärkte.
    Ende 2017 war Abverkauf. https://tinyurl.com/3tfhprer

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    2025/11/25 at 11:00 am
  • From Thomas Fink on Herbststimmung II

    Da fällt mir sofort das Buch „Mario auf frischer Spur“ vom Papa Günter Peis ein. Ich hab’s damals verschlungen. Der Mario war ja total vielseitig – Schifahrer im B-Kader, Serienschauspieler (wo er einen Bergretter mimte) und nicht zuletzt Schlagersänger (hat glaub ich zwei Platten herausgebracht). Hatte doch tatsächlich am gleichen Tag Geburtstag wie ich, war nur ein bisschen älter. Wie ich gehört habe, soll er bereits verstorben sein. Weiß jemand Näheres ?

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    2025/11/25 at 9:40 am
  • From Henriette Stepanek on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn - Nächster Halt Hall in Tirol

    Nur eine kleine Ergänzung zur „Haller Lände“ im Vordergrund:
    „An der Lände der alten Salzstadt sind die Bischöfe Tirols versammelt. Die Botschafter Frankreichs und Spaniens sind gekommen. An Herzögen und Fürsten, an den Herren von Tirol, den Grafen Enzenberg und Spaur, denen von Wolkenstein und Trapp zieht jetzt der Sarg vorbei….
    ….Die letzte Reise Franz I. von Lothringen zählt auch zu den letzten Hoffahrten. Eine K a p e l l e erinnert daran. Eine der großen Frauen Europas hat sie errichten lassen. An er Stelle, an der sie ihren toten Gemahl auf das Innschiff hoben und er Tiroler Boden verließ, wurde auf Geheiß de Kaiserin die Johanneskapelle von Hall gebaut“ (Hans Heyn „Die Schiffahrt auf dem Inn“ / INN, HERRLICH STRÖMENDER GRÜNBLAUER FLUSS – rosenheimer verlagshaus 1993.
    Da hätt ich auch früher nachschauen können, gell!

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    2025/11/25 at 9:36 am
  • From Karl Hirsch on Tyrolean Ariways – 5: Von der Wüste in Arizona in die Berge von Tirol - die Fokker 100 der Tyrolean Airways

    Erfolgsgeschichte? Naja.

    Für mich war mit der Tyrolean Schluß als sie von Swarovski an die AUA verscherbelt wurde. Als die Fokker 100 angeschafft wurde, war der Käufer längst schon die AUA. Sah auch von außen so aus, wie man sieht. Wenigstens bemühte sich die AUA damals noch, geeignetes Fluggerät für Zubringerflughäfen wie Innsbruck anzuschaffen. Inzwischen gehört die AUA sowieso der Lufthansa.

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    2025/11/25 at 9:31 am
  • From Richard Dietmar Mair on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn – Des Rätsels Lösung

    Soweit ich mich erinnere gab es bei Kundl bis Anfang der Achtziger eine Zille zur Innüberquerung.

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    2025/11/25 at 8:15 am
  • From Manfred Roilo on Madonnen-Rätsel XXX in Auflösung

    Liebe Frau Fritz – auch ich hatte einen Dienstgang, auch ich könnte Ihnen ein Foto schicken, wenn ich darf:
    https://postimg.cc/FfPHPxpD
    Wo ist das?? (natürlich ist es auch in Innsbruck)

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    2025/11/24 at 10:28 pm
    • From Hanna Fritz on Madonnen-Rätsel XXX in Auflösung

      Die Roilo’schen Dienstgänge sind unergründlich – rein aus Nostalgie-Gründen hätte ich zwar schon auf Pradl getippt, aber das kann auch zu naheliegend sein. Sonstige Ideen? Soll ein vollwertiges Rätsel mit eigenem Beitrag daraus werden?

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      2025/11/25 at 10:20 am
  • From Henriette Stepanek on Auf der Herbstmesse

    Frage: Radio Pickl – Radio Hofer … Maximilianstraße 1, bezw. 3 – ich krame gerade in meinen Kindheitserinnerungen.
    Der Hof Maximilianstraße 3 wurde ostseitig durch eine (für mich als Kind „hohe“) Mauer vom Hof Maxin´milianstraße 1 abgetrennt. Gleich „am Haus“ habe ich die Erinnerung an eine kleine Eisentüre. „Wo kommt man da hin?“ fragte ich die Mama – und bekam erklärt, das sei der Durchgang zum Radiogeschäft auf Nr 1. Natürlich versuchte ich … aber da war zu. Die Türe versperrt.
    Täuschen mich meine Erinnerungen – oder hingen Radio Pickl und Radio Hofer (der lt Erinnerung meiner Mutter im Hof – Magazin – von Nr 3 Lagerräume gemietet hatte) zusammen? War Pickl Nach- folger von Hofer, der vor lauter Gauleiterei ja keine Zeit mehr fürs Radiogeschäft hatte – außer halt für Ansprachen…??? Ab wann war Pickl da?

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    2025/11/24 at 6:10 pm
    • From Georg Humer on Auf der Herbstmesse

      Ja, das Radiogeschäft in der Maximilianstraße 3 wurde zuvor vom späteren Gauleiter Hofer betrieben.

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      2025/11/25 at 7:02 am
  • From Thomas Fink on Madonnen-Rätsel XXX in Auflösung

    Danke liebe Hanna, Fotos hab i dir schon gschickt …

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    2025/11/24 at 3:42 pm
  • From Hans Pechlaner on Ein geheimnisvoller Eingang

    Ich tippe auf das Schloss Büchsenhausen.

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    2025/11/24 at 11:53 am
  • From Karl Hirsch on Erinnerungen an Deko-Kakteen

    Meine Erinnerung, die diesem Beitrag den Titel gegeben hat, stammt aus meiner Kinderzeit., also 50er Jahre.
    Frau Pfeifer kam erst als zweite. Die Bar auf jeden Fall noch später.

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    2025/11/24 at 10:29 am
  • From Hermann Pritzi on Erinnerungen an Deko-Kakteen

    In dieser Lokalität war auch eine kleine Bar. Ob vor oder nach dem Blumengeschäft weiß ich nicht mehr, eher nachher.
    Auf jeden Fall Anfang der 1980er Jahre.

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    2025/11/24 at 10:14 am
  • From Karl Hirsch on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn -„Umgehungsbahn“ Nachtrag

    Da müßte man den Standort eigentlich finden?

    Zwei Luftbilder aus den Jahren 1947 (Bahntrasse in Amras noch gut erkennbar) und 1958 (bessere Qualität und Bausubstanz bis auf einen Zubau hinter Geyrstr 62 noch fast gleich)
    Die beiden von Herrn Schönegger erwähnten Hausnummern in der Ph. Welser Straße hab ich auch noch eingezeichnet. Hoffentlich richtig.
    https://postimg.cc/CzjrQt3Q

    Im Bereich Sillhöfe passt die Richtung der Giebel m.M. nicht zusammen.

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    2025/11/24 at 9:20 am
  • From Manni Schneiderbauer on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn -„Umgehungsbahn“ Nachtrag

    Danke für das Auffinden dieser Fotografie, auch wenn sie nicht sehr scharf sein mag. Ich bin gespannt, ob sich der Aufnahmeort definitiv klären lässt.

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    2025/11/23 at 10:59 pm
  • From Karl Hirsch on Zahlen lügen nicht #2: Wohnen frisst Arbeitslohn

    Nur nicht politisch werden…aber Erinnerung gehört zur Geschichte, und ich erinnere mich da an einen kernigen Spruch von Hannes Gschwentner, „Mieten runter, aber flott!“. Nur historisches Faktum, keine Politik.

    Was man auch gerne übersieht sind die enorm gestiegenen Betriebskosten, bei denen die Stadt mit den IKB kräftig mit nascht. Strom, Gas, Fernheizung, Müllabfuhr und Wasser/Kanalgebühren sind zwar nicht so teuer wie individuelle Energiekosten, aber es ist ein spürbarer Posten.

    Noch einmal Geschichte: Anfang der 50er gab es noch eine große Zahl sogenannter Friedenszins Wohnungen, deren Miete, seit langem eingefroren, nicht erhöht werden durfte. Dieser Friedenszins war an die Familie des Mieters gebunden, wenn sie auszog oder der letzte verstorben war, flogen beim Hausbesitzer die Sektkorken. Es dauerte auch lange, bis Kosten für Renovierungen anteilsmäßig zum Teil an die Mieter weiterverrechnet werden durften. Was meiner Meinung eine erste Gefälligkeitsregelung der Politik zum Nachteil der Mieter gewesen ist. Die Mieter zahlten dem Hausherrn die Werterhöhung der Immobilie.

    Noch in den 60ern zahlten wir für eine große 3 Zimmerwohnung. Küche, Kabinett ganze 50 Schilling. Da ist leicht vom Lohn zu leben gewesen.

    Inzwischen hab ich noch nachgeschaut, es gibt tatsächlich immer noch Wohnungen nach der Friedenszinsregel, wobei da schon Änderungen stattgefunden haben müssen. Derzeit gilt 1 € pro qm.

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    2025/11/23 at 10:47 pm
  • From Martin Schönherr on Zahlen lügen nicht #2: Wohnen frisst Arbeitslohn

    Eine mögliche Erklärung kann sein, dass die übrigens Lebenshaltungskosten gesunken und sich dadurch der prozentuale Anteil der Wohnkosten erhöht hat.
    Noch weiter zurückgehend in der Zeit:
    In einem Tiroler „Dorfbuch“ war ein das Vermögensregister einer Verlassenschaftsabhandlung ca. aus dem Jahr 1700 dargestellt. Darin war Haus, Wiesen selbst Geräteschaft kaum etwas Wert. Das „Glück“ war nur, dass der Erblasser im Spätsommer verstarb. Somit waren die Speicher voll.
    Ich habe ein wenig recherchiert: Das engelsche Gesetz dürfte das tlw erklären. Allerdings wäre das auch für Wohnkosten anzuwenden; sinnvoller als mM. nach über den Währungsrechner (Nationalbank) und den Kaufkraftrechner (Stadt Wien)….ein Beispiel
    1820 55 Gulden
    Für 55 Gulden erhält man im Jahr 1820:
    52,4 Tage Arbeit
    473,5 Kilo Brot
    115,5 Kilo Fleisch
    165 Liter Wein
    577,9 Liter Bier

    Heute wäre das 1395€

    Für 1.395 Euro erhält man im Jahr 2023:
    10,8 Tage Arbeit
    440,1 Kilo Brot
    100,2 Kilo Fleisch
    47,1 Liter Wein
    690,6 Liter Bier

    Anders herum:
    Für 1 kg Fleisch musste man 1820 ein halben Tag arbeiten
    Für 1 kg Fleisch muss man heute 1/10 Tag arbeiten

    Aus den spärlichen Infos die ich auf die Schnelle finden konnte, betrug eine Monatsmiete um 1820 ca 1 Gulden. Ich nehme an damals eher für ein 50m² Wohnung.
    Das würde nun wiederum bedeuten, dass man für diese Monatsmiete 1820 ca. 1 Tag zu arbeiten hatte.
    Heute beträgt die Durchschnittsmiete inkl BK für eine solche Wohnung zwischen 700 und 1400m², was dann bedeuten würde, dass für eine Monatsmiete 5 bis 11 Tage gearbeitet werden muss., was aber unlogisch ist, das man ja für das was man in diesem Beispiel verdient (1395€) nur 10,8 Tage Arbeit bekommt.
    Vielleicht liegts auch daran, dass man 55 Gulden 1820 nur in einem Jahr verdienen konnte und nicht so, wie das Äquivalent heute in einem Monat….
    Fazit: Ich bin verwirrt. Veilleicht trau ich mich auf den Statistikvortrag; aber ich befürchte, dass ich diesen mit Gehirnerweichung verlassen werde.

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    2025/11/23 at 10:12 pm
  • From DI Stephan Filzer on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn -„Umgehungsbahn“ Nachtrag

    Das Bild oben passt zu jenem des ersten Beitrags – die Lok ist hier gut zu sehen, es ist die Baureihe 54, eine 1 C Maschine. Der Mast nebenbei schaut nicht wie ein klassischer Fahrleitungsmast aus den 1940er Jahren aus. Man muss natürlich bedenken, dass vielleicht nur sehr einfach gehaltene Fahrleitungsmasten errichtet wurden und diese sind womöglich auch nicht sofort aufgestellt worden, sondern wurden Zug um Zug errichtet. Das würde einen Dampfbetrieb am Anfang erklären. Zumindest ist der Mast noch nicht mit einem Ausleger für den Fahrdraht bestückt.

    Eine Frage zum 2, Bild: Die Schneise, die man hier mittig sieht, ist die Bahntrasse? Wenn ja, dann sieht man nämlich links nebenbei einen klassischen Gittermasten, der in diese Zeit passt. Wann wurde diese 2. Aufnahme gemacht?
    Der link von Hr. Schönegger ist perfekt – das erklärt Einiges.
    Eine Feage zum Verschiebebahnhof Thaur: Wozu war dieser eigentlich gut? Der war ja nicht sehr groß…

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    2025/11/23 at 5:53 pm
  • From Josef Schönegger on Der Bau der Nordtiroler Eisenbahn -„Umgehungsbahn“ Nachtrag

    Dazu noch als Ergänzung die Bahntrasse auf einer Karte vom US Army Map Service von 1952:
    https://hik.tirol.gv.at/?centerx=1273198.294711218&centery=5985700.886988562&centerspatial=102100&basemap=bm0&scale=36111.909643&category=Uebersichtskarten_georef&map=76

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    2025/11/23 at 2:48 pm
  • From Karl Hirsch on Unterwegs in der Stadt_16

    Soviel ich weiß, hat der alte Wirt vom Gasthaus Nattererboden, der Albert, die Figuren geschnitzt und diese kleine Waldandacht geschaffen. An dieser Stelle war anfangs nur ein an einer Fichte angebrachte Tafel, dazu eine Erinnerungstafel an Mitglieder der Familie Strele.
    Bis vor Kurzem war das noch wirklich eine Wald-Andacht, dann mußte der Wald unter der TIWAG Leitung gerodet werden, und das gleich einmal üppig. Dezeit ein Bild der Verwüstung.

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    2025/11/23 at 1:43 pm
  • From Georg Payr on Herbststimmung II

    Und noch was hab ich beizusenfen:
    Am Sackgassen-Ende der Blücherstraße, neben dem Lugger, war die Keramik- und Ofenkacheln-Werkstatt vom Hans Thurner (Thurner-Keramik). Zugänglich war die allerdings nur von der Fallbachgassenseite aus. Die Werkstatt war einmal Drehort für ein paar Szenen oder auch nur eine Szene der Fernsehserie „Mario“ (frühe Sechzigerjahre, ARD), in der die Skiweltmeisterin Dagmar Rom und ihr Sohn Mario die beiden Hauptrollen spielten. Wir Kinder durften da immer wieder einmal ein bissl kiebitzen, wurden aber natürlich weggestampert, sobald es ans richtige Drehen ging.

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    2025/11/23 at 1:26 pm
    • From Hermann Pritzi on Herbststimmung II

      Meines Wissens nach war die Fernsehserie Mario auf ORF zu sehen.
      Mario Peis war ein Schulfreund von mir.

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      2025/11/24 at 9:35 pm
      • From Georg Payr on Herbststimmung II

        Das glaub ich schon auch. Produziert wurde sie vermutlich von der ARD, vielleicht war’s aber auch eine Coproduktion.

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        2025/11/25 at 9:23 am
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