skip to Main Content
Der Bilderblog aus dem Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck
Viller Vogelhütten 1

Viller Vogelhütten 1

Wie meine Kollegin bereits vor einiger Zeit festgestellt hat, gab es in der Umgebung von Innsbruck nicht nur die Vogelhütte in Lans (Bei der Vogelhütte – Innsbruck erinnert sich). In Vill existierten sogar zwei Vogelhütten, die heute unter anderen Namen bekannt sind: die Poltenhütte und der Grillhof.

Diese Hütten dienten einst dem Vogelfang, der mit dem Vogelschutzgesetz von 1899 verboten wurde. Die erste urkundliche Erwähnung einer Vogelhütte an der Grenze zwischen Vill und Pradl stammt aus dem Jahr 1468. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Vorgängerbau der heutigen Poltenhütte. Die erste Nennung der „Poltenhütte“ selbst stammt aus dem 18. Jahrhundert.

Im Jahr 1905 – also sechs Jahre nach dem Verbot des Vogelfangs – wurde das Gebäude ausgebaut, um ein zweites Stockwerk erweitert und von seinen Besitzern als sogenannte „Sommerfrische“ genutzt. 1990 erfolgte schließlich eine umfassende Restaurierung.

(Stadtarchiv/Stadtmuseum Innsbruck, Ph-7495)

Dieser Beitrag hat 2 Kommentare
  1. Was machte man mit den Vogelen die den Voglfochern buchstäblich auf den Leim gingen ? Großteils landeten sie wohl in den Stuben der Leute hinter Gitter. Landeten bei uns einige auch im Topf ?

  2. Jaaa – aus den Kindheitserinnerungen meiner Mutter weiß ich, daß mein Nonno ein großer Vogelnarr war und einmal sogar „Kreuzschnabelen“ im Käfig gehabt habe. Ob er diese vom „Walschn Vögl Toni“ hatte, weiß ich nicht ( dem Bernarello, der senkrecht im obersten Haus über der alten Höttinger Kirche (also Burgstadl-Gegend) gewohnt hat,)
    Wohl aber weiß ich, daß die Nonna immer eine Katze hatte – und daß diese a u f dem Vogelkäfig zu liegen pflegte, um ihren Mittagsschlaf zu halten. So etwas hat natürlich „Konfliktpotential“.
    Genau so wie es einige Zeit gedauert haben soll, bis sich dieser Verdruß wieder einrenkte: Die Nonna hatte nämlich, dieser ständigen Spannung überdrüssig, in welcher die Vögelen lebten, eines Tages kurzerhand zuerst das Fenster und dann das Käfigtürl geöffnet…
    Sie war gottseidank eine vernünftige praktische Frau.
    Aber wo – sagen wir: zwischen 1920 und 1932 – noch Vöglfacher unterwegs waren? Wo der Vogelfang doch schon längst verboten war…!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Back To Top
×Close search
Suche